WIR ÜBER UNS. KATHOLISCHES. HISTORISCHES.

Katholische Kirche gestern und heute. Christenverfolgungen.   Geschichte neu bewertet. Kreuzzüge. Päpste.

Einstimmung

Wer sich intensiv mit dem Camino de Santiago auseinandersetzt, sich vom genius loci ergreifen lässt, bereit ist, das Zeugnis der frühen Pilger wahrzunehmen, der wird automatisch ein Faible haben für (mittelalterliche) Geschichte, Politik und Theologie / Katholizität.

Es können nicht alle Probleme durch Wissenschaft, Technik oder political correctness gelöst werden. Weder Nostalgie - noch blinder Fortschrittsglaube. Wichtig ist das Aufeinanderhören; Deplatforming und Silencing sind kontraproduktiv. *1+2+3 )

 

Viel Freude beim Durchstöbern der Webseiten.

Peter Schulze

MEINE THEMEN

Der heilige Augustinus.

Geboren 354, gestorben 430 n. Chr. in Nord-Afrika, der Keimzelle des Katholizismus. Der bedeutendste Kirchenlehrer des lateinischen Westens. Bischof von Hippo. Philosoph, der noch heute gelehrt wird.

 

"Und seid allezeit bereit zur Verantwortung einem jeden gegenüber, der von euch Rechenschaft über eure Hoffung fordert. Aber bewahrt dabei Sanftmut und Ehrfurcht und haltet euer Gewissen rein." 1 Petr 3,15-16 (Stuttgarter Kepplerbibel)

 

 

 

Der Menüpunkt KATHOLISCHE KIRCHE. THEOLOGIE. KONZILIEN. INQUISITION geht auf meine Essentials der katholischen Kirche ein mit den Überschriften:

 

Komplettiert wird der Punkt KATHOLISCHE KIRCHE ... mit den Bereichen:  

 

 

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Weitere Menü-Unterpunkte

 

Zum Einstieg: Päpste Pius X., Pius XII. und Benedikt XVI.

Drei Päpste der vergangenen Jahrzehnte ragen heraus.

Der heilige Pius X. (1903 bis 1914), der vor seiner Seligsprechung stehende Pius XII. (1939 bis 1958) und der in 2013 (gewählt in 2005) zurückgetretene Benedikt XVI.

 

Bitte jeweils anklicken: PIUS XII. (bitte scrollen). Menüpunkt zu Papst BENEDIKT XVI.

 

Sicherlich sollte ich auch irgendwann das Wirken des hl. Papstes Johannes Paul II. Revue passieren lassen. Er amtierte immerhin über 26 Jahre von 1978 bis 2005. Sein Einfluss auf die Gründung der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc (1980) mit dem anschließendem Fall der innerdeutschen Mauer / Grenze ist nicht hoch genug einzuschätzen, auch wenn so mancher Politiker es nicht wahrhaben will. Sein erster überwältigend erfolgreicher Besuch in seiner Heimat im Juni 1979 markierte den Beginn: "Habt keine Angst!" - so sein Credo.

 

 

DER HEILIGE PAPST PIUS X.

Giuseppe Sarto, geboren am 2. Juni 1835 in  Riese bei Castelfranco Veneto (damals zu Österreich gehörig), Pontifex maximus von 1903 bis 1914; gestorben am 20. August 1914 an einem Herzinfarkt. Aufgrund der bald nach seinem Tod einsetzenden Verehrung und einer großen Zahl wunderbarer Zeichen an seinem Grab wurde 1923 sein Seligsprechungprozess eingeleitet, 1951 dann von Papst Pius XII. mit der Seligsprechung vollendet und in 1954 schließlich heiliggesprochen. Sein unverwester Leib ruht seitdem in einem Glassarg im Petersdom - das Gesicht durch eine Silbermaske verdeckt. Er gilt als Patron der Esperanto-Sprecher und des Päpstlichen Kindermissionswerkes. Sein Gedenktag ist der 21. August.

 

1858 Priesterweihe, mehrere Jahre Priester und Kaplan in Tombolo, Pfarrer in Salzano bei Mestre und bischöflicher Kanzler in Treviso und Spiritual im dortigen Priesterseminar. 1884 zum Bischof von Mantua und 1893 von Papst Leo XIII. zum Kardinal und Patriarch von Venedig ernannt. Wahl zum Papst im 7. Wahlgang am 4. August 1903. Damit zählt Sarto zu wenigen Ausnahmefällen von Päpsten, die ihre kirchliche Laufbahn als einfache Seelsorger auf dem Land begannen.

 

NACHHALTIGES WIRKEN. Ein großer, vor allem in der Seelsorge tätiger Papst, er setzte sich über alle bürokratische Routine hinweg, sorgte für die Verbesserung der Priesterausbildung, gab ein Rundschreiben über das Studium der Heiligen Schrift heraus, gründete das Päpstliche Bibelinstitut in Rom, reformierte das Brevier und übertrug dem Benediktinerorden die Revision der Vulgata (lateinische Übersetzung der gesamten Bibel). 1904 leitete er die Vereinfachung und Neufassung des Kirchenrechts (Codex iuris Canonici) in die Wege, in 1914 beendet und Pfingsten 1917 in Kraft getreten.

 

Eucharistie. Katechismus.

Pastoraler Schwung

Als „Papst der Eucharistie“ erlaubte er den täglichen Kommunionempfang auch und gerade für Kinder ab Alter 6, zuvor erst ab Alter 14 möglich. Als sechsjähriges Kind hatte er seinen örtlichen Pfarrer auf die Kommunion angesprochen. Dieser soll geantwortet haben: Wenn Du später Papst bist, dann kannst Du ja es ändern.

 

Des weiteren gab Pius X. Richtlinien für die Unterweisung des Volkes heraus (Catechismo della dottrina cristiana), reformierte die Kirchenmusik, baute die Katholische Aktion Italiens auf neuer Grundlage auf, um der Religion innerhalb der Gesellschaft wieder eine größere Wirksamkeit zu verschaffen. Seine Sorge um die Armen, Entrechteten und auch um die Emigranten war sprichwörtlich.

Er förderte das Laienapostolat und die Aufwertung der Rolle der Frauen. Kurzum, der heilige Papst Pius X. sorgte für einen pastoralen Schwung, mit dem er die Kirche des frühen 20. Jahrhunderts erfüllt hat. Randbemerkung: so ist auch nicht verwunderlich, dass die Religionslehrer dem Autor dieser Webseite diesen heiligmäßigen Papst nahe gebracht haben, zusammen mit dem weiland amtierenden Papst Pius XII.

 

Irrtümer des Modernismus "Syllabus"

Anti-Modernisteneid

Sein päpstlicher Wahlspruch lautete: „Alles in Christus“. Pius X., der dem Mainstream trotzte, wird heute sehr differenziert gesehen, vor allem von den Liberalen in der Weltkirche, hatte er doch schon seinerzeit die Kleriker aufgefordert, wachsam gegen den katholischen Liberalismus *) zu sein, dessen Repräsentanten er als „Wölfe im Schafspelz“ bezeichnete.

 

Eine große Gefahr für den christlichen Glauben sah der Pius X. in den naturhaft-humanitären Zeitströmungen unter stillschweigender, aber mehr oder weniger vollständiger Preisgabe des Übernatürlichen. Dies subsumierte er mit dem Begriff "Modernismus".

In seinem in 1907 veröffentlichten Dekret "Lamentabili" fasste der Heilge Vater  die Irrtümer in einer Liste zusammen, auch "Syllabus" genannt; sein Rundschreiben "Pascendi Dominici Gregis" ebenfalls aus 1907 ging gleichermaßen darauf ein.

Sein Antimodernisteneid, von ihm am 1. September 1910 mit dem Motu propiro "Sacrum antistites" für alle Kleriker vorgeschrieben, wirkt noch heute nach, obwohl selbiger bereits 1967 von Papst Paul VI. abgeschafft wurde. Viele innerkirchlichen Kritiker wie der Kirche Fernstehende berufen sich immer dann auf diesen heiligen Papst Pius X., wenn es darum geht, die Katholische Kirche als weltabgewandt zu kritisieren resp. mit Schmutz zu überziehen. Den Eid mußten ablegen: alle Subdiakone und alle Priester vor ihrer Weihe, alle Pfarrer und Chorherren vor Übernahme ihres Amtes, alle Beamten der bischöflichen und päpstlichen Kurie, alle Seminarprofessoren und Ordensoberen.

Gedenkplatte Heiliger Papst Pius X. Lateranbasilika Rom.

 

Mein Diktum. Die von Pius X. beschriebenen Irrtümer sind ja teils weiterhin existent. Die innerkirchlichen Gegner (manche Feinde darunter) tun bekanntlich alles, um die Kirche dem Zeitgeist, dem Mainstream anzupassen, ihr die Heiligkeit zu nehmen, sie zu einer NGO, einer profanen Vereinigung zu degradieren. Leider haben sich diesem Ziel auch und gerade viele innerkirchlichen Kleriker, Ordensleute, Theologieprofessoren und Laienvereinigungen verschrieben. In abgeschwächter Form sollten alle Priester und im besonderen die Bischöfe wie der Papst vor ihrer Weihe und/oder Ernennung einen Eid auf die tradierte Lehre der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche ablegen. Dieser Eid implizierte dann automatisch einige Punkte des oben beschriebenen Antimodernisteneids.

 

Papst Benedikt XVI. sprach gleichermaßen von der größeren Gefahr, die von innen drohe, von den Klerikern, einigen Bischöfen, also nicht von außen.

Empfehlenswerte Verlinkungen

Straße der Sehnsucht - Get your Kicks

Wie der Jakobuspilger den Jakobsweg, kann auch nur derjenige Enthusiast die Straße der Sehnsucht, die Route 66, letztlich begreifen, der sie - nomen est omen - selbst erfahren, selbst erlebt und selbst erspürt hat. Zig Tausende vor mir, zig Tausende nach mir. Ein unvergleichliches Erlebnis.

Bitte links oben anklicken.

Anlage zur Einführung

*1) Quelle: Studie Reuters Institute 2020.

 

*2) Allensbach-Umfrage

i. A. des Historikers Rainer Zitelmann für sein Buch "Die Gesellschaft und die Reichen" - gestellt an jeweils 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Die Frage lautete in etwa: Stimmt es, daß man bei öffentlichen Diskussionen bei bestimmten Gruppen besonders vorsichtig sein muß? Beim Thema Moslems: ja 67%. Ausländer: ja 64%. Juden: ja 64%. Reiche Leute: ja 9%. Christen: ja 6 %. Quelle: Die Welt vom 31. August 2020, Seite 2. Kommentar Historiker Rainer Zitelmann: Eine Guillotine für Jeff Bezos.

Anmerkung. Hier sieht man sehr deutlich, warum es für viele Medien kein Wagnis ist, Christen, vor allem Katholiken und ihre Amtskirche, anzugreifen, zu verunglimpfen, sich über sie lustig zu machen. Es rührt sich ja keiner. Nicht die Bischöfe, nicht die Gläubigen.

3) Demokratischer Diskurs in Deutschland 2019.20

Mehr als Dreiviertel der Deutschen wünscht sich >neutrale< Nachrichten. Deutsche Medien bevorzugen den Meinungs- / Haltungsjournalismus. Quellen: ntv mit Bezug zur FAZ: vgl. Kommentar der "Welt" vom 24. Mai 2019 "Sozialismus light", der von einer erschreckenden Studie spricht. Schweizer Zeitung NZZ zum demokratischen Diskurs in Deutschland. Juni 2019.

Die Welt: "Niemand wagt es, die neuen Dogmen infrage zu stellen." - "Könnte dafür ein allzu anwaltschaftlicher Journalismus mitursächlich sein, der auch ordnungsgemäß recherchierte Daten vor allem nach Maßgabe ihres politischen Gebrauchswerts mittelt" - fragt sich Prof. Werner Patzelt in der Welt vom 4. September 2020. - "Der Staat sei verpflichtet, gegen die Verbreitung von >Verschwörungsmythen< vorzugehen, um zu verhindern, dass größere Bevölkerungskreise mit einer grundlegenden Unzufriedenheit mit dem Rechtsstaat >infiziert< würden." - Die Welt am 5. August 2020 zur Versammlungsfreiheit in Corona-Zeiten und zitiert dabei einen CSU-Innenpolitiker.

 

Botho Strauß (1944), einer der bedeutendsten Dramatiker und Essayisten unserer Zeit: Wir haben es mit der in der Geschichte der Bundesrepublik einmaligenSituation zu tun, daß den "Herrschenden" von links keine Kritik, sondern nur Mitläuferschaft geboten wird. Es handelt sich um die breiteste Majorität, die bei uns je das Sagen hatte, eine beinah grenzenlose Mitte, die schärfer als früher jeden ausgrenzen möchte, der nicht einstimmt. Quelle: Die Welt, Feuilleton, 15. September 2020: Demokratie wird nicht gestärkt durch präsidialöe Ermahnungen.