AUS DER DEUTSCHEN KIRCHE

Zeitgeist. Mainstream. Kulturchristentum. Selbst-Entchristlichung. Sinkende Zahl Gottesdienstbesucher.

EINSTIMMUNG ZUM KATHOLISCHEN GLAUBEN

Dekan Kardinal Joseph Ratzinger am 18.04.2005 zur Eröffnung des Konklaves (nach dem Tod Papst Johannes Pauls II.):

  • Einen klaren Glauben nach dem Credo der Kirche zu haben, wird oft als Fundamentalismus abgestempelt, wohingegen der Relativismus, das sich »vom Windstoß irgendeiner Lehrmeinung Hin-und-hertreiben-lassen«, als die heutzutage einzige zeitgemäße Haltung erscheint.
  • Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letztes Maß nur das eigene Ich und seine Gelüste gelten lässt.

 

ERZBISCHOF GEORG GÄNSWEIN (Mitarbeiter von Papst Franziskus und Privatsekretär von Papst em. Benedikt XVI.): Quelle: Vaticannews 23.04.19.

  • „Wenn Priester und Bischöfe nicht mehr den Mut haben, das Evangelium zu verkünden, sondern eigene Weisheiten, gibt es Unheil und Schlagzeilen. Und hatten wir davon in jüngster Zeit nicht mehr als genug?"
  • "Wer eine neue Kirche erfinden möchte, wer an ihrer DNA herumschrauben möchte, der ist auf dem Holzweg und der missbraucht seine geistliche Vollmacht."

Zur Bischofsweihe

Jeder Erwählte wird im öffentlichen Weihe-Gottesdienst in 18 Fragen über seinen Glauben und über seine Sitten befragt. Er muß den festen Willen bekunden, mit seiner ganzen Person der Wahrheit des Evangeliums zu dienen, und bestätigen, den katholischen Glauben ganz und unverkürzt zu bewahren und zu verkünden, also nichts hinzufügen - und zwar in der Kontinuität der von Jesus Christus begründeten Kirche. Der Bischof steht also in der apostolischen Sukzession des Apostels Petrus.

 

Der Konsekrator (der Bischof, der die Weihe vornimmt) betet ein Bittgebet und die Weihepräfation, die beide aus dem 5. Jahrhundert bezeugt sind. Die Salbung erinnert an das Alte Testament, wie Moses den Aaron zum Hohenpriester gesalbt hat.

 

WARUM in aller Welt halten sich viele Bischöfe nicht daran, legen die Bibel nach ihrem eigenen Gusto aus, passen sich der jeweiligen Lebenswrklichkeit an?

ZEITGEIST. MAINSTREAM. KULTURCHRISTENTUM

SELBST-PROTESTANTISIERUNG. SELBST-ENTCHRISTLICHUNG. SELBST-ZERSTÖRUNG - 2019

Wie plausibel ist es, daß Jesus Christus seine eine, heilige, katholische und apostolische Kirche  fünfzehn (15) Jahrhunderte vor der Reformation im Irrtum gewähren ließ? Was ist mit den vielen Märtyrern und Heiligen, die für "ihre katholische" Kirche gelebt, gewirkt oder das Leben gelassen haben?

Also: alles for nothing? Nein!

Unsere Diözesen und Repräsentanten in Aktion

FRANKFURT: BISCHOF GEORG BÄTZING VON LIMBURG vom Ökumenischen Arbeitskreis befürwortet wechselseitige Teilnahme am Abendmahl von Katholiken und Protestanten. Quelle:vaticannews

Frage: Kennt der Bischof das Mysterium der Transsubstantiation, der Realpräsenz. Beides wird bekanntermaßen von den Protestanten abgelehnt.

2017. Die evangelische Monatszeitschrift der EKD, Chrismon, bezeichnet in ihrer Maiausgabe 34/2017 das katholische Verständnis von Eucharistie als mittelalterliche Zauberei.

 

November 1980. Der EKD-Vorsitzende Eduard Lohse fordert anlässlich des ersten Deutschlandbesuches von Papst Johannes Paul II. die offene Eucharistiegemeinschaft. Quelle: Die Tagespost vom 23.08.2018.

 

1522. Martin Luther: "Wenn es mir gelingt, die (heilige) Messe abzuschaffen, dann glaube ich, den Papst gänzlich besiegt zu haben." - Quelle: Martin Luther, Werke, Weimarer Ausgabe (WA) 10,2, 220 - Schriften 1522.

 

MÜNCHEN. STAATSMINISTERIN DOROTHEE BÄR (CSU) ist die katholische Kirche zu altbacken. Sie verlangt „radikale Lösungen“. Dazu gehören, dass auch Frauen Priester werden und das Zölibat abgeschafft wird. Quelle: Die Welt  Was treibt die katholischen CDU-/CSU-Politikerinnen an, wie Frau Kramp-Karrenbauer, etc.? Meine Antwort: Zeitgeist.

 

SO WIRD KIRCHE LIBERALISIERT Auszug Programm Bildungswerk Katholische Erwachsenenbildung in einer norddt. Stadt: a) Liebe, Sex und die Kirche. Jesuitenpater Wucherpfennig zeigt Neuinterpretation des Neuen Testaments. b) Journalistin zum: Der Weiberaufstand - Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen.

 

DEUTSCHLAND. FEMINISTINNEN STÖREN BEWUßT GOTTESDIENSTE und können sich sogar noch der Zustimmung einiger Bischöfe gewiß sein. Blasphemische Darstellung der Gottesmutter in Freiburg. Ein weiterer gewollter Schritt zur Zerstörung der katholischen Kirche. Quelle: kath.net

 

HILDESHEIM. KIRCHENZEITUNG. Wie kommt Opa in die Urne? Kein Wort über die Erdbestattung: jahrhundertelang für gläubige Katholiken ein Muß. Ein weiterer Weg der liberalen Influencer, die traditionell-katholischen Riten vergessen zu machen. Quelle: KirchenZeitung vom 08.09.19, S. 12.

 

HILDESHEIM. BISCHOF HEINER WILMER. "Bin Bischof eines experimentier-freudigen, kreativen Bistums geworden." Reformen gehen nicht schnell genug. Wir müssen über Kirchenämter für Frauen nachdenken. Quelle: Weser-Kurier, 02.09.19.

 

HAMBURG. ERZBISCHOF STEFAN HEßE: Kirche muß sich den Lebenswirklichkeiten der Menschen anschließen. Quelle: vaticannews. (08.19)

FRAGE: Welche Lebenswirklichkeit meint der Erzbischof? Die gestrige ganz unterschiedliche zur heutigen? Die von morgen, die von übermorgen? Meint seine Exzellenz das ständige Anpassen der katholischen Lehre/Tradition an die jeweilige Lebenswirklichkeit - an den Zeitgeist - an den veröffentlichten Mainstream?

 

ESSEN. BISCHOF DR. FRANZ-JOSEF OVERBECK in einem Vortrag am 25. Mai 2019: "Die alte Zeit ist zu Ende! Wir sind in einer Krise und stehen an einer Zäsur, die vielleicht noch tiefer geht geht als die Reformation" - "Die Kritik an der Kirche muß Gehör finden, damit es zu einem echten Kulturwandel kommt."

Der Bischof zensiert also Jesus Christus, die von ihm gestiftete Kirche.

Quelle: Kirche aktuell, FSSPX.

 

OSNABRÜCK. MÜNSTER. MARKETINGEXPERTEN BERATEN BISTÜMER, wie der Austrittswelle Einhalt geboten werden könne. Quelle: kirchenbote.de

So funktioniert Kirche: Die Gläubigen müssen halt zufrieden sein.

 

KATHOLISCHE KOLUMBARIUM-KIRCHEN Jetzt auch in Bremen - ihr Beitrag zur Lebenswirklichkeit?! Gäbe es heute überhaupt das Christentum, hätte Jesus Christus sich verbrennen lassen?

 

DEUTSCHE BISCHOFSKONFERENZ

SYNODALER WEG NIMMT AM 1. ADVENT SEINE ARBEIT AUF

  • "Der Synodale Weg soll dabei helfen, der Kirche aus ihrer aktuellen Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise zu helfen. Dabei wollen Laien und Bischöfe an einem Strang ziehen",

so das Statement der Protagonisten Kardinal Reinhard Marx (Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz) und Prof. Thomas Sternberg (Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken). 

 

Eine Synode (Konzil) kann nur vom Papst einberufen werden. Also haben die deutschen Bischöfe getrickst und sich für ihr Treffen den "Synodalen Weg" einfallen lassen.

Offensichtlich wollen die deutschen Bischöfe, an vorderster Stelle Kardinal Marx, mittels dieser Veranstaltung Fakten schaffen, die dann der Papst nur noch abzunicken hat. Eine Arroganz sondersgleichen!

 

WORUM GEHT ES?

IN DEN FOREN GEHT ES UM MACHT, den ZÖLIBAT, das FRAUEN-PRIESTERTUM, die SEXUALMORAL der KIRCHE.

  • Nicht um Jesus Christus, dem Stifter der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.
  • Nicht um den grassierenden Glaubensabfall der Gläubigen wie der Kleriker.
  • Nicht um die Wiederbelebung der Katechese.
  • Nicht um die Neu-Evangelisierung.
  • Nicht um die originäre Aufgabe der Geistlichen, zu konsekrieren, die Sakramente zu spenden (Eucharistie, Beichte, etc.).

 

Die bereits eingerichteten Foren nennen sich:

  • Forum Macht, Partizipation und Gewaltenteilung
  • Forum „Sexualmoral“
  • Forum „Priesterliche Lebensform“
  • Forum "Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche"

 

WIR ERINNERN UNS

Papst Franziskus hatte in seinem Schreiben an die katholische Bischöfe Ende Juni 2019 noch explizit den Glaubensabfall in Deutschland beklagt, die Einheit der Weltkirche angemahnt?

WIR ERINNERN UNS

Kardinal Reinhard Marx zählte zu denjenigen Bischöfen, die im Herbst 2016 auf dem Jerusalemer Tempelberg ihr Brustkreuz versteckten, währenddessen treue Christen in Nahost wegen ihres Bekenntnisses zu dem Gekreuzigten ihr Leben lassen.

WIR ERINNERN UNS

Prof. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, in 2017 in einem Interview mit einer slowakischen Zeitung: Ich kenne niemanden in (meinem) Zentralkomitee, der zur Beichte geht." - „Das Bußsakrament ist eigentlich verschwunden. In Deutschland beichten nicht mal die frömmsten Katholiken“. Interviewer: „Aber wie dürfen die Leute, die nicht mehr beichten gehen, die Eucharistie empfangen?“ Sternberg: „Wir sehen den Zusammenhang zwischen Beichte und Eucharistie nicht mehr so.“

 

HILDESHEIM. Bischof Heiner Wilmer erzählt der Süddeutschen Zeitung, wie eine zeitgemäße Kirche aussehen muß. Quelle: pro-medienmagazin.

MAINZ. Bischof Peter Kohlgraf stellt den Pflichtzölibat infrage.

ESSEN. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ruft die katholische Kirche zu einer "Entpathologisierung" der Homosexualität auf.

OSNABRÜCK. Bischof Franz-Josef Bode plädiert dafür, über die Weihe von Frauen als Priesterinnen nachzudenken und die Offenbarungslehre Jesu Christi der Lebenswirklichkeit anzupassen.

MAGDEBURG. Bischof Gerhard Feige argumentiert wie Bischof Bode.

 

KATHOLISCHER FRAUENBUND

will neue Kirche

Nicht anders ist die ab 21. Juli 2019 gestartete neue Aktion zu verstehen. Nach "Maria 2.0" nun "Maria, schweige nicht!" Vgl. dazu Webseite der deutschen Bischöfe.

BREMEN. KATHOLISCHER FRAUENBUND spricht sich am Festtag der hl. Maria Magdalena vehement für das Frauen-Priestertum aus. Gläubige verlassen während der "Predigt" der Vorsitzenden am Ambo die Kirche, tragen ein Protest-T-Shirt: Frauenbund entwürdigt die heilige Messe. Mehr via Webseite ........ und Kirchenbote Osnabrück.

 

Die Damen wollen offensichtlich die katholische Kirche Deutschlands von der Weltkirche Papst Franziskus`lösen. So muß man letztlich ihr Diktum verstehen: "Ziel einer erneuerten, evangelisierten und gleichberechtigten Kirche."

 

Sie wollen Macht in der Kirche, sie wollen das Priesterinnen-Amt, sie wollen eine an der Lebenswirklichkeit der Menschen des Jahres 2019 nicht vorbeigehende Sexualmoral, sie wollen die Aufhebung des Zölibats.

 

Alles, was die Damen wollen, ist in den protestantischen Kirchengemeinschaften schon gegeben resp. erreicht - mit dem Ergebnis, daß dort der Glaubensabfall noch stärker ausgeprägt ist, noch weniger Gläubige zum Sonntags-Gottesdienst gehen: zwischen 2 und 4%. Bei den Katholiken knappe 10%.

 

Sie scheuen sich auch nicht, den Heiligen Geist um Führung zu bemühen. Hätten sie sich doch bloß einmal intensiv mit den Evangelien, dem Neuen Testament und der katholischen Theologie beschäftigt. 

Lk 12,10: "Jedem, der etwas gegen den Menschensohn (also Jesus Christus) sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben." Jesus Christus als Stifter / Gründer der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche hat offensichtlich bewußt ausschließlich Männer für seine Nachfolge bestimmt: Petrus und elf (11) Apostel. Maria Magdalena zählte definitiv nicht dazu. Sie zählte wie mehrere anderen Frauen zu dem großen Kreis der Jünger; wenngleich Sie Papst Franziskus in 2016 liturgisch aufgewert wissen wollte mit dem Zusatz: Apostola Apostolorum.

 

EVANGELISCHER KIRCHENTAG Politik, Politik: Wir sind die moralisch Guten. Wir retten die Welt."  Inklusive Umformulierung Martin Luthers Bibelpsalm 23: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln" in: "Gott ist meine Hirtin, nichts mangelt mir." Quelle: Die Tagespost vom 19. Juni 2019. // Die Welt, 20.06.19: Evangelischer Kirchentag erntet Spott für Workshop "Vulven malen."   Wo blieb die Resolution zu den weltweiten Christenverfolgungen?

 

                          

KATECHISMUS DER DEUTSCHEN BISCHOFSKONFERENZ 1985 *)

BIBELEXEGESE  - "FROMME ERBAULICHE ERZÄHLUNGEN"

.... versteht Texte bei Matthäus und Lukas als fromme erbauliche Erzählungen. Quelle: westdeutsches Bistumsblatt, Frühling 2019 .

Bsp. JUNGFRAU MARIA. Die Antwort des Magazins:

  • "Wichtig ist, dass die Texte der Bibel keine historischen Berichte sind und nicht alles wortwörtlich zu verstehen ist" –
  • in Anlehnung an den Erwachsenen Katechismus der Deutschen Bischofskonferenz von 1985 auf Seite 174:
  • "3.1 (1). Die Texte bei Matthäus und Lukas (...) - (man) muß sie eher als fromme erbauliche Erzählungen (Haggada) verstehen (...)."
  • Der von Papst Johannes Paul II. initiierte Katechismus der Weltkirche aus 1992/93 bezieht sich nicht darauf, daß die biblischen Texte nur mit "Hilfe der modernen historisch-kritischen Methode" auszulegen seien.

Jenseits der historisch-kritischen Methode.

*) nicht zu verwechseln mit dem Weltkatechismus des Vatikans

 

HANS CONZELMANN (evangelischer Theologe, 1915-1989) in 1959 zum Verhältnis von Kirchenführung und evangelischen Gläubigen: "Die Kirche lebt faktisch davon, daß das Ergebnis der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik ist."

Passend dazu der Referenzphilosoph IMMANUEL KANT (1724-1804)"Der evangelische Pastor als Amtsperson mag predigen, was er als denkender Mensch verwirft."

Quelle: Prof. Georg May. 300 JAHRE GLÄUBIGE & UNGLÄUBIGE THEOLOGIE, Seite 36 und 549. 2. Auflage 2017, Sarto Verlag Stuttgart.

Januar 2019. Kardinal Reinhard Marx: Begriff „CHRISTLICHES EUROPA“ (sei) AUSGRENZEND.“ Quelle: Vaticannews. 

November 2016. Ort: Jerusalem, moslemischer Teil des Tempelbergs.  Evangelischen und katholischen Bischöfe verstecken in vorauseilendem Gehorsam ihr Brustkreuz. Dazu der damalige EKD-Chef und Landesbischof Bedford-Strohm: "Das Kreuz demonstrativ vorneweg tragen, würde eben Zwietracht säen!"

 

Zurück zu Kardinal Marx. Damit widerspricht der Chef der deutschen Bischofskonferenz nicht nur gängiger Auffassung der ernst zu nehmenden deutschen und europäischen Politiker, nein: er widerspricht auch Papst em. Benedikt XVI., der immer wieder das „christlich“ grundierte Europa beschworen hat. Zuletzt hatte der emeritierte Papst am 10.10.2014 – indirekt - die Folgen beschrieben, die mit Kardinal Marx`unheilvollem Satz einhergehen:

  • Der Westen negiert seine christliche Grundlage und kehrt sich gegen sie.“

Letztlich marginalisierte Kardinal Marx in seinem Berliner Statement die katholische Kirche zu einer unter vielen Glaubensgemeinschaften, wenn er sagt:

  • Dies verkenne die „große Herausforderung in Europa dafür zu sorgen, daß verschiedene Religionen mit jeweils eigenen Wahrheitsansprüchen friedlich zusammenleben.“

Was zunächst vernünftig klingen mag, besagt aber bei Licht besehen, daß Kardinal Marx damit den Wahrheitsanspruch Jesu Christi negiert resp. diesen gleichberechtigt in eine Linie mit denen anderer Religionen einordnet. Das aber ist nicht mehr katholisch.

Wann endlich besinnt sich der Kardinal, neben der Leitung seiner Diözese, auf seine Kernaufgaben, der Pastoral und der Katechese?

Mein Diktum

Jahrhundertelang war es üblich, daß jeder neugewählte Papst vor der offiziellen Ernennung explizit erklären mußte, das Glaubensgut der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche zu wahren, insbesondere die Ergebnisse und Beschlüsse ALLER Konzilien zu achten. Diese Regelung sollte nicht nur bei der Wahl der künftigen Päpste wieder Berücksichtigung finden, nein: auch und gerade vor der Ernennung eines jeden Bischofs.

 

DENN: Das Christentum ist keine Zivilreligion oder Moralveranstaltung, die dem jeweiligen Zeitgeist folgt, sondern das Kreuz, das jeder Christ und jede Christin zu schultern hat.

 

ANSTATT sich vorzugsweise mit den Wirkmächtigen der Mainstreamgesellschaft zu treffen, sollten sich die Bischöfe, Kardinäle, Pfarrer und Priester mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen, auch die ihnen nicht so nahestehen, auseindersetzen. Jesus jedenfalls traf sich gerade mit jenen Menschen, die von der Gesellschaft abgelehnt wurden, setzte sich mit ihnen zu Tisch - vgl. Mt 9,9-13; suchte nach dem "verlorenen Schaf" - vgl. Mt 18, 12-13 resp. Lk 15,4-6: "Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern ....!"

Gottesdienstbesucher 1950/1965 - 2017

DRAMATISCHER GLAUBENSABFALL. IMMER MEHR KIRCHENAUSTRITTE.  IMMER WENIGER GOTTESDIENSTBESUCHER.  Wie dagegen steuern?

Katholiken. 1950: ca. 50% / 2017: 9,8%

Protestanten. 2006: 3,8% / 2015: 3,4%. Landeskirche Bremen: 2,6%. Landeskirche Oldenburg: 2,3%. Quellen: Bischofskonferenz / EKD.

 

IM ÜBERBLICK

Anzahl Gottesdienstbesucher

  • 1965: 11.730.000 – also zum Ende des 2. Vatikanischen Konzils
  • 2017:   2.290.000

 

Anzahl Kirchenmitglieder

  • 1990: 28.525.000
  • 2017: 23.314.000

Dafür mehr Pastoral-und Gemeindereferenten. Zu den Bistumszahlen, zum gestiegenen Kirchensteueraufkommen, zur Analyse bitte weiterklicken.

Broschüre Katholische Kirche in Deutschland  2017/18     Sekretariat der Deutschen Bischofskonferrenz

 

  • Augsburg: 15,9% - 12,5% = minus 3,4%
  • Aachen: 9,7% - 7,8% = minus 1,9%
  • Bamberg: 13,7% - 10,7% = minus 3%
  • Berlin: 11,0% - 10,4% = minus 0,6%
  • Dresden-Meißen: 20,7% - 16,3% = minus 4,4%
  • Eichstätt: 18,6% - 14,7% = minus 3,9%
  • Erfurt: 21,4% - 16,8% = minus 4,6%
  • Essen: 9,5% - 8,4% = minus 1,4%
  • Freiburg: 11,0% - 8,4% = minus 2,6%
  • Fulda: 16,9% - 12,8% = 4,1%
  • Görlitz: 20,7% - 18,8% = minus 1,9%
  • Hamburg: 10,3% - 8,3% = minus 2%
  • Hildesheim: 9,9% - 7,8% = minus 2,1%
  • Köln: 10,5% - 8,4% = minus 2,1%
  • Limburg: 11,6% - 9,4% = minus 2,2%
  • Magdeburg: 15,7% - 14,1% = minus 1,6%
  • Mainz: 10,7% - 8,8% = minus 1,9%
  • Münster: 11,5% - 8,9% = minus  2,6%
  • München/Freising: 12,3% - 9,9% = minus 2,4%
  • Osnabrück: 14,0% - 10,8% = minus 3,2%
  • Paderborn: 12,5% - 9,2% = minus 3,3%
  • Passau: 15,1% - 11,4% = minus 3,7%
  • Regensburg: 19,9% - 15,1% = minus 4,8%
  • Rottenburg-Stuttgart: 11,5% - 9,2% = minus 2,3%
  • Speyer: 11,0% - 7,7% = minus 3,3%
  • Trier: 11,4% - 7,8% = minus 3,6%
  • Würzburg: 16,0% - 12,2% = minus 3,8%
  • gesamt: 12,6% - 9,8% = minus 2,8%
  • Quelle: www.dbk.de
  • Protestanten: 3,6% in 2011 / 3,4% in 2015. Quelle: EKD.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann sich die Katholische Kirche in Deutschland auch auf diesem Gebiet der Protestantischen Kirche in Deutschland angeglichen haben wird. In Glaubensfragen ist sie bekanntlich schon auf dem besten Weg – auf dem Weg zur Protestantisierung. Keinen kümmert`s – so scheint es.

 

ANZAHL KATHOLIKEN

In 2010 gab es in Deutschland 24.615.000 Katholiken (30,15%), in 2017 sind noch 23.314.000 (28,2%). Bei den Protestanten sieht`s ärger aus: von 24.195.000 Registrierten in 2010 sind für 2017 noch 21.500.000 Steuerzahler übriggeblieben. Zu erwähnen wären für 2017 ergänzend die evangelischen Freikirchen mit rd. 860.000 Mitgliedern, die Orthodoxen mit 2 Millionen und die Moslems mit geschätzten 4,5 Millionen.

 

ENTWICKLUNG DER KIRCHENSTEUER

WARUM aber sollte sich aber überhaupt etwas ändern? Das katholische Kirchensteueraufkommen betrug in 2012 knapp 5,2 Milliarden Euro. Innerhalb von fünf (5) Jahren eine Steigerung von 1,2 Milliarden Euro auf gut 6,4 Milliarden in 2017.

 

  • Weniger Gläubige - MEHR Steuern.
  • Weniger Gläubige an die Heiligste Dreifaltigkeit Gottes - MEHR Angestellte in den Pfarreien, in den Bistümern,
  • MEHR Angestellte im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz incl. des Katholischen Büros in Berlin.

 

MEINE ANALYSE

Zurück zur obigen Statistik. Warum das Ausgangsjahr 2011? In 2012 durfte ich in der hiesigen Gemeinde einen Vortrag über die „Weltweite Christenverfolgung“ halten. Und in diesem Zusammenhang habe ich natürlich auch die Situation in Deutschland beleuchtet, will sagen: zunehmende Gleichgültigkeit und massiver Glaubensabfall spiegeln sich in obigen Zahlen wider, und das seit Jahren. Im Westen immer weniger Gläubige, aber Zunahme in Afrika und Asien.

 

Und jedes Mal heißt es im Vorwort des gerade zuständigen Vorsitzenden des Deutschen Bischofskonferenz: wir müssen, wir möchten, wir respektieren die Kirchenaustritte. Eine selbstkritische Bestandsaufnahme fehlt. Kein Wort darüber im einzelnen, wie die Frohe Botschaft verkündet werden soll. Kein Wort zur Schönheit und Einzigartigkeit des seit 2.000 Jahren verkündeten katholischen Glaubens. Dafür mehr Worte über die Caritas, nichts darüber, wie der sublimen Kirchenfeindlichkeit in Deutschland begegnet werden soll, von der nicht problematisierten weltweiten Christenverfolgung vor allem in moslemisch dominierten Ländern ganz zu schweigen, dafür einiges über das kirchliche Engagement für Geflüchtete in Deutschland.

 

  • Wann endlich werden die deutschen Bischöfe wach und verkünden offensiv auf den Kanzeln und in der Öffentlichkeit den im Katechismus fixierten Katholizismus; werben wieder für die Beichte (angeblich soll die Mehrheit der dt. Priester nicht mehr zur Beichte gehen!).
  • Wann endlich lösen sich die deutschen Kleriker und ihre Pendants in den katholischen Universitäten von ihren theologischen Relativierungen der Sünde, Hölle, etc.; also von ihrem den Gläubigen eingeredeten Allerlösungsversprechen?
  • Wann endlich verabschieden sie sich vom Relativismus, den der emeritierte Papst Benedikt XVI. schon als Professor vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil angeprangert hatte? Als Erzbischof von München-Freising beklagte er zudem die fatale Abhängigkeit der Katholischen Kirche Deutschlands vom Kirchensteueraufkommen.
  • Wann endlich stellen sie sich der Öffentlichkeit in den Diskussionsrunden, tragen ihr Kreuz auf der Brust, halten ihre Priester an, gleiches zu tun, diskutieren offen und mit Vehemenz für die wahre Kirche Christi?
  • Wann endlich stehen alle Priester zu ihrer Berufung, in der Öffentlichkeit erkennbar mit dem angelegten Priesterkragen?
  • Wann endlich lösen sich Bischöfe wie Priester/Pfarrer vom veröffentlichten Mainstreamdenken? Lassen sich nicht mehr von den Medien vorschreiben, was gut und was schlecht ist; reden nicht schlecht über ihre eigene Kirche. 
  • Wann endlich erkennen die Bischöfe das unfehlbare Lehramt der römischen Kirche an? Nicht nur dann, wann es ihnen in den Kram paßt. Jeder Bischof macht doch sein eigenes Ding und der Vatikan schaut zu.
  • Wann endlich folgen sie alle nicht mehr dem Lehramt der Medien.
  • Es lohnt sich, bei Johannes 18,37 nachzuschauen und Jesus Christus (Joh 14,6) folgen.                

CHRISTLICHES ABENDLAND

2018. BLEIBT EUROPA CHRISTLICH?

Wiener Kardinal Christoph Schönborn: "Sicher ist das nicht."

und weiter in seiner Ansprache:

  • Es gebe keine Garantie, daß das Christentum in Europa überlebt.
  • Auch Kleinasien und Nordafrika *) seien einst geschlossene christliche Gesellschaften gewesen.
  • Viele in der islamischen Welt würden Europa heute als ein reife Frucht betrachten, die für den Islam gepflückt werden könne.

*) Anmerkung: Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien, Marokko. Quellen: Die Tagespost vom 22.11.18: "Dreifaches Nein zum Leben." Webseite der Erzdiözese Wien vom 16.11.18: "Schönborn: Europa braucht „Ja zum Leben.“

2018.Regensburg. Bischof Rudolf Voderholzer hält moslemische Mehrheitsgesellschaft in Deutschland für möglich. Quelle: Vaticannews.

 

DEUTSCHE MEDIEN BERICHTEN NICHT ÜBER KATHOLISCHE WALLFAHRTEN: PFINGSTEN 2019. 14.000 KATHOLISCHE PILGER von Paris nach Chartres

MISSBRAUCHSSTUDIE der deutschen Bischöfe

Dazu Manfred Lütz im September `18: "Wer über Verhältnisse in der katholischen Kirche wissenschaftlich arbeitet, muss besonders darauf achten, nur als wissenschaftliche Ergebnisse auszugeben, was sich mit Daten seriös belegen lässt. Das ist in der MHG-Studie leider spektakulär misslungen." Quelle: Catholice Newsagency......

 

Fazit. Unfaßbar, beschämend, traurig. Und das Schlimme ist, so mancher Theologe, gerne seitens der Jesuiten, versucht jetzt, sein Mütchen daran zu kühlen, und der Homosexualität den Weg in die Kirche zu ebnen; und der Zölibat muß auch dran glauben. Dabei gibt es absolut keine belastbaren Zahlen, die einen Zusammenhang belegen.

2017. Robert Spaemann, der kürzlich verstorbene katholische Philosoph, über die Zukunft der Kirche:

  • Dass die ganzen Reformvorschläge nicht weiterhelfen, zeigt sich daran, dass es der evangelischen Kirche auch nicht besser geht. *)
  • Im Gegenteil. *)
  • Nur eine Kirche, die frömmer wird, wird auch wieder mehr Priesternachwuchs haben.

 

*) Anmerkung: trotz der vielen evangelischen Pastorinnen, trotz der verheirateten evangelischen Pastoren geht die Zahl der sonntäglichen Gottesdienstbesucher ständig zurück. Sie liegt jetzt im Schnitt bei 2-3%, die der Katholiken bei ungefähr 9%. Die katholische Kirche soll sich also den protestantischen Kirchengemeinschaften angleichen! Um welchen Preis? Ist das den katholischen Bischöfen und den Verbandskatholiken, die mitnichten die Mehrzahl der katholischen Gläubigen vertreten, eigentlich bewußt?

GLAUBE UND WISSEN

Katholischer Glaube heute in Deutschland: Müde und träge. Glaubensgewißheiten geschwunden.

Warum wehren wir uns nicht? Warum stehen wir nicht zu unserem Christentum? Warum konnte der Relativismus um sich greifen? Warum reden wir ständig, geradezu zwanghaft, von der Ökumene, Stichwort: Kommunion für Alle, diskutieren aber mit der Gegenseite nicht auf Augenhöhe? Letztere treten zumeist sehr selbstbewußt auf. Fehlt uns etwa das rechte Verständnis oder wissen wir einfach zu wenig von unserem schönen in der Tradition von über 2000 Jahren eingebetteten katholischen Glauben. Dem kann abgeholfen werden. 

 

Menüpunkt WIR. KATHOLISCHES. HISTORISCHES.

Webseite: MISSA TRIDENTINA

 

GLAUBE SCHWINDET

Nur noch eine Minderheit der deutschen Gläubigen, Katholiken wie Protestanten, glaubt an die Trinität, an das personale Gottesbild mit Gottvater, Gottessohn Jesus Christus, und dem Heiligen Geist. Wer mehr von der Dreifaltigkeit wissen will, schlage bitte nach unter dem Menüpunkt WIR. KATHOLISCHES. HISTORISCHES < Religiöses. Katholizität > Frühmittelalterliche Theologie. Iberische Bischöfe zum Zölibat und zur Trinität.

 

Martin Lohmann hat schon recht, wenn er in seinem in der "Die Tagespost" am 19. Juli 2018 erschienenen Artikel "Gotte Werk oder Runder Tisch" die Leser fragt:

"Wie hältst Du es mit der heiligen Messe, mit dem Altarssakrament der realen Präsenz des Herrn - und mit im besten Sinne frommen Priestern?"

Wer das abtue, sei mitverantwortlich dafür, dass die Kirche Gottes von innen ausgehöhlt werde durch ein neues Heidentum aus dem Raum der Kirche selbst. Just so, wie es Joseph Ratzinger schon in 1958 formulierte und später dann als Papst ergänzend deklamierte, dass in erster Linie die Kirche nicht von außen sondern auch und gerade von innen her angegriffen werde.

   

Warum wehrten wir uns Katholiken nicht, als eben jener Papst Benedikt XVI. nicht nur einmal von den deutschen Medien ins Lächerliche gezogen wurde? Warum lassen wir es zu, daß die weltweiten Christenverfolgungen nicht nur nicht thematisiert - sondern verschämt unter den Teppich gekehrt werden? Von den Gemeindepfarrern, von den Diözesanbischöfen!  Es paßt offensichtlich nicht in das Bild einer liberalen Kirche, wie es dem veröffentlichten Mainstream vorschwebt.

 

„Kirche in Not“ berichtet über die weltweite Situation verfolgter Christen. Nur ein Beispiel: https://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2018/06-29-nigeria-droht-ein-voelkermord

 

BISCHÖFE LEGTEN KREUZ AB

Zuletzt hinterließ das evangelisch-katholische Bischofsduo Bedford-Strohm und Marx seine deutschen Restgläubigen fassungslos zurück, als es im November 2016 auf Besuch im Heiligen Land am Felsendom von Jerusalem seine Brust-Kreuze vorsorglich abnahm. Wohl aus Rücksicht vor den moslemischen Gastgebern. Eine Unterwerfungsgeste.

 

Sommer 2018. Rom. Organisatoren ziehen für deutsche Ministranten in päpstlicher Basilika Sankt Paul vor den Toren eine Disco-Lightshow ab. Wir erinnern uns an Lukas 46:"Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus wird ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht." Mehr .......

 

KARDINÄLE BIEDERN SICH DEM MAINSTREAM AN

AUF DEM WEG ZUM FRIEDHOF DER BEDEUTUNGSLOSIGKEIT

So beschrieben von George Weigel in der DIE TAGESPOST vom 16. August 2018.

Einige Stichworte: Sperenzchen der Kardinäle Marx und Ravasi deuten auf einen "Katholizismus light" hin, auf einen sich zersetzenden gewichtslosen Katholizismus. Sich den Wortführern postmoderner intellektueller Wirrungen und Trendsettern der dekadenten postmodernen Kultur anzubiedern, führt nicht dazu, eine Kirche im Zustand permanenter Mission (so Papst Franziskus) zu sein. Dieses Verhalten führt dazu, eine Lachnummer auf dem Weg zum Friedhof der Bedeutungslosigkeit zu werden.

Mein Diktum: Haben diese Kardinäle sich jemals mit den frühen Christen beschäftigt? Jemals mit den Kirchenvätern? Jemals mit Jesu Christi-Wort?

 

ENTCHRISTLICHUNG EUROPAS

Papst em. Benedikt XVI. im Mai 2014: "Der Westen negiert seine christliche Grundlage und kehrt sich gegen sie." Quelle: Catholicnewsagency.  Mehr .....

 

Wir haben es also mit einer grassierenden Entchristlichung zu tun und mit deutschen Bischöfen, die sich bemüßigt fühlen (das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken ist auch immer dabei), sich zu allen politischen Themen zu äußern, ihren Senf dazugeben, beim Verteidigen ihres eigenen Glaubens lieber in wohltuender Deckung bleiben. Wann zuletzt hat ein Bischof an einer Talkrunde im deutschen Fernsehen teilgenommen?  Die Christenverfolgung angesprochen? Auch diejenige in sublimer Form in Deutschland? Ja, sie gibt es!

 

KLERUS FOLGT MAINSTREAM 

Nachstehend zwei Sätze aus Birgit Kelles Kommentar in der „Welt“ vom 26. April 2018 „Alarm aus Bayern“: „Während sich der Ein-Welt-Laden-Glauben der evangelischen Kirche politisch im regenbogenfarbenen Gendernebel langsam aber sicher auflöst, fühlt man sich auf katholischer Seite zunehmend bemüßigt, gutmenschelnd gestrandete Boote in Gotteshäuser zu schleppen oder mal das Licht ausmachen, wenn die Falschen vorbeilaufen. Längst hat die Kirche zu allem eine Meinung, und selbst traditionell Kirchenferne nötigen uns ständig Kaffee-satzlesend ihr halbgares Glaubenswissen auf, welches Verhalten und welche Gesinnung man als Christ zu haben habe, weil alles andere nämlich unchristlich sei.“

 

September 2018. Rom. Robert Kardinal Sarah (Guinea. Westafrika): "Europa ist ohne Identität, Tradition und Kultur dem Untergang geweiht." Lesenswert sein Buch „Gott oder nichts“ mit dem Vorwort von Kurien-Erzbischof Georg Gänswein, enger Mitarbeiter von Papst Franziskus.

Geht von Deutschland wieder eine Kirchenspaltung aus?

500 Jahre nach dem Abendländischen Schisma durch Martin Luther droht mit der Orientierungshilfe der DBK ein neues Schisma. Die offene Kirchenspaltung ist schon da. 

Quelle: kathnews.de .......

 

BISCHOF DR. FELIX GENN aus MÜNSTER STELLT SICH                       GEGEN PAPST EM. BENEDIKT XVI.

Am 26. September 2018 sagte der Bischof in Fulda anläßlich der Vollversammlung der Dt. Bischofskonferenz die folgenschweren Sätze über Priesteramtskandiaten, die die überlieferte Messe aller Zeiten zelebrieren wollen "Ich kann dezidiert sagen, 

  • vorkonziliare klerikale Typen möchte ich nicht
  • und werde sie auch nicht weihen."

Benedikt XVI. hatte in 2007 ausdrücklich die Feier der (Tridentinischen) Messe in der  außerordentlichen Form des Römischen Ritus als nie verboten bezeichnet. Und just von diesem Papst hat sich Dr. Genn in 2008 zum Bischof von Münster berufen lassen.   Quelle: Die TAGESPOST.

 

Protestanten zur katholischen Kommunion 

2017. Die evangelische Monatszeitschrift der EKD, Chrismon, bezeichnet in ihrer Maiausgabe 34/2017 die katholische Kommunion als mittelalterliche Zauberei.

 

2018. Was um alle Welt bewegt die deutschen Bischöfe, dass  Protestanten die heilige Kommunion empfangen sollen / dürfen?

 

November 1980. Der EKD-Vorsitzende Eduard Lohse fordert anlässlich des ersten Deutschlandbesuches von Papst Johannes Paul II. die offene Eucharistiegemeinschaft. Quelle: Die Tagespost vom 23.08.2018.

 

1522. Martin Luther: "Wenn es mir gelingt, die (heilige) Messe abzuschaffen, dann glaube ich, den Papst gänzlich besiegt zu haben." - Quelle: Martin Luther, Werke, Weimarer Ausgabe (WA) 10,2, 220 - Schriften 1522.

Theologische Diskurse in der katholischen Kirche - gestern und heute

Die Diskussionen von heute sind alle schon vor mehreren Jahrhunderten geführt worden - mit vielfach identischen Fragestellungen und Ergebnissen: zum Vaterunser, zum Glaubensbekenntnis, zu den 10 Geboten, zu den 7 Sakramenten (Beichte, Firmung, etc.), zu den Tugenden, zur Erbsünde, zu den Haupt- und lässlichen Sünden, zur Hölle, zum Purgatorium (Fegfeuer), zu den evangelischen Räten, aber auch zum Ave Maria und zum Ablauf der Heiligen Messe, der heiligen Eucharistie (Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi),  etc..

 

Vorbemerkungen

zum Großen Katechismus des 16. Jahrhunderts

Vor 400 Jahren hat der heilige Robert Bellarmin (1542-1621, Theologe, Kardinal, Jesuit) seinen großen Katechismus vorgelegt  - bekannt geworden als „Das berühmte goldene katechetische Buch“, das er 1597/1598 auf Wunsch von Papst Clemens VIII. verfasst hat. Es gilt unter Kennern nach wie vor als die vielleicht beste und fasslichste Zusammenfassung der klassischen Lehre und Theologie der katholischen Kirche. Die begriffliche Genauigkeit verdankt es vor allem Thomas von Aquin. In die Geschichte eingegangen ist der Protagonist auch und gerade wegen seines mit Galileo Galilei geführten Disputs.

Zurück zum Großen Katechismus. Der Kirchenlehrer hält sich mit persönlichen Aussagen völlig zurück. Er schöpft aus der Heiligen Schrift und den Kirchenvätern - mit relevanten Bibelstellen und entsprechenden Zitaten der Kirchenväter der ersten christlichen Jahrhunderte.

Zwischenfazit. Genau das macht die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche aus: ihre Lehre und Theologie fußt auch und gerade auf der Tradition. Anspruchsvoll und herausfordernd. Quelle: Buch Robert Bellarmin – Ausführliche Erklärung des christlichen Glaubens. Für den heutigen Gebrauch übersetzt und aufbereitet von Prof. Andreas Wollbold, 2013, Echter Verlag. Ich kann jedem, der Glauben und Wissen zusammenführen will, nur empfehlen, sich dieses Buch (172 S.) zu besorgen - auch heute aktuell.

   

Beispiel: Sechste Vaterunser-Bitte

 „und führe uns nicht in Versuchung“

Fragender: „Das scheint doch zu bedeuten, dass Gott die Menschen normalerweise in Versuchung führt und wir ihn nun darum bitten, dass er es nicht tut.“

Der Kardinal erklärt zunächst die Redeweise der Heiligen Schrift (in sie sollten wir uns erstmal hineinversetzen) und fährt dann fort: „Es bedeutet nichts anderes, als dass er (Gott) zulässt, dass jemand versucht wird…. Und wir bitten Gott darum, es nicht zuzulassen, dass wir von dieser Versuchung zu Boden gestreckt werden…“

 

Die von ihm zitierten Zeugen, also zum Beispiel die Kirchenväter Ambrosius von Mailand, Cyprian von Karthago, Johannes Chrysostomos,  Gregor von Nyssa, Cyrill von Jerusalem, Hilarius  von Potiers ,

Hieronymus und Augustinus von Hippo, stützen diese Theologie/Kirchenlehre  – immer ausgehend vom Neuen Testament mit dem Jakobusbrief 1,13-15.

Begründung Gregor von Nyssa (beispielhaft): „Da die Welt im Argen liegt, die Dinge der Welt aber die Anlässe zu Versuchungen bieten, so fleht, wer bittet, vor dem Bösen beschützt zu werden, gut und passend zugleich, er möge frei von Versuchungen bleiben.“ 

 

Papst Benedikt XVI. - Unser Glaube und die Vernunft

Die Regensburger Rede - eine Ermutigung für unseren Glauben. Ansprache an der Universität Regensburg am 12.09.2008. "Der kirchliche Glaube hat immer daran festgehalten, dass es zwischen Gott und uns, zwischen seinem ewigen Schöpfergeist und unserer geschaffenen Vernunft eine wirkliche Analogie gibt." St. Benno-Verlag, Leipzig.

Mai 2018. Was unterscheidet die "Katholikentage" in Lourdes vom Katholikentag in Münster?

Lourdes: tiefgläubige (junge) Katholiken. Gelebte Caritas.      Münster: Selbstprotestantierung. Forderung von Frauen-Priesterweihe,  Segnung der Homo-Ehen, Wegfall des Zölibats. 

Münster

Politiker dominieren, mischen sich in Glaubensinhalte ein. Der Beifall der Anwesenden war ihnen sicher.

Nachstehend die beliebtesten Politiker-Themen; formuliert von Bundespräsident Walter Steinmeyer, Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann, SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Katrin Göring-Eckardt - Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Landwirtschaftsministierin Julia Klöckner, und viele andere mehr:

  • Gemeinsames Abendmahl
  • Aufhebung des Zölibats
  • Frauenpriestertum *)
  • Segnung von Homoehen

Alles Themen, die von den Evangelischen schon praktiziert werden. Was hat`s denen gebracht? Nichts. Immer weniger besuchen die sonntäglichen Gottesdienste:4-5%. Bei den Katholiken sind es durchschnittlich immerhin noch 10-12%. Frau Merkel übrigens nutzte das Forum, um ihre Außenpolitik darzustellen.

 

Mehrere TeilnehmerInnen, so das Fernsehen am 11. Mai, beklagten den Rückgang der Priesterweihen, den Rückgang der Gottesdienstbesucher, beklagten die älteren immer noch bestimmenden Herren (gemeint sind die Kleriker) der Kirche.

Sie übersehen dabei, dass sie mit ihrer dem veröffentlichten Mainstream geschuldeten liberalen Auffassung von Katholizität:  alles ist relativ, Ablehnung der Volksfrömmigkeit, Vernachlässigung der Marienfrömmigkeit und Rosenkranzgebetes, der Beichte, etc. - selbst zu dieser sich mehr denn je verschärfenden Lage beitragen.

Sie klatschten und johlten, als Dr. Eckart von Hirschhausen (TV-bekannt) deklamierte, er hätte auch als Protestant Anspruch auf die Oblate, seine Frau sei ja katholisch, sie bezahlten Kirchensteuer und von daher müsse auch  erzum Abendmahl gehen können. Später hat er sich dann für diese Worte entschuldigt.

Es wird nicht mehr lange dauern und wir in der katholischen Kirche sprechen nicht mehr von der heiligen Kommunion, sondern lassen jeden Menschen zum Abendmahl gehen, der gerade will. Ich hoffe, der Papst wird irgendwann die Kurve kriegen und dem Treiben ein Ende bereiten: die Katholische Kirche ist die einzige relevante Institution, die nicht demokratisch organisiert ist. Sie ist von Jesus Christus gestiftet.  

 

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wollte Priesterin werden, so ihre Aussage in einem Interview mit Christ & Welt, der Beilage von Die Zeit:   “I wish that the priestly ordination [of women] would come,” she told Christ & Welt, a supplement of Die Zeit, a German newspaper. She said she could have imagined herself as a priest, but knew it was impossible.

"Ich wünschte, dass die Priesterweihe [der Frauen] kommen würde", sagte sie zu Christ & Welt, einer Beilage der deutschen Zeitung "Die Zeit". Sie sagte, sie hätte sich selbst als Priesterin vorstellen können, aber sie wusste, dass es unmöglich war. Quelle:

http://www.catholicherald.co.uk/news/2018/05/10/catholic-politician-touted-as-germanys-next-leader-says-women-should-be-ordained-as-priests/

 

BISCHOF BODE ZUR FRAUEN-PRIESTERWEIHE

Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück hat seine eigene Sicht, über Lehramt und Konzilien hinaus. So hat ersich  bereits 2010 in einem Debattenbeitrag in einer Frankfurter Zeitung wie folgt geäußert, und er bezog sich dabei auf das Schreiben „Ordinatio Sacerdolis“ von Papst Johannes Paul II. aus 1994, in dem dieser das endgültige Nein der Kirche zur Frauenweihe festlegte.

"Ich betrachte das römische Nein zum Priestertum der Frau als bindend. Ich verweise aber auch auf die Erfahrung der Kirche: Streitfragen, die über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen, bekommen eine eigene theologische Qualität. Hier steckt in der Tradition selbst eine verändernde Kraft, die zu neuen Einsichten führen kann." Quellen: http://www.kath.net/news/27468 vom 21. Juli 2019 und „Die Tagespost“ vom 7. Juni 2018.

 

Lourdes

Hunderte freiwillige HelferInnen in Lourdes im Einsatz

. für die Kranken und Behinderten. Als Lohn winkt ihnen das Lächeln der Betreuten. Warum sie das alles tun? Bitte schlagen Sie nach auf meiner Webseite Marien-Wallfahrtsorte am Camino.

 

Anfang Mai 2018 trafen sich die Repräsentanten des Malteserordens, von der neu gewählten Führung bis zum (letzten) Freiwilligen. Eine gigantische Demonstration der Caritas, der Hilfsbereitschaft, der katholischen Gläubigkeit. Die meisten HelferInnen müssen für ihre Kosten, ob Flug und/oder Unterkunft selbst aufkommen.

 

Sie komplettierten die abertausend tiefgläubigen, vor allem jungen Katholiken von allen Kontinenten der Erde, aus Afrika, Süd-Amerika, Asien (vor allem aus Indien), Australien, Nord-Amerika (vor allem aus den USA), aus Europa (vor allem Franzosen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Engländer, Iren, Holland, Polen, etc.), die hier zusammenkamen, um gemeinsam in allen Sprachen der Gottesmutter und Jungfrau Maria und der heiligen Bernadette zu gedenken: an der Grotte, in den nachmittäglichen und abendlichen Prozessionen, in den Bädern, vor den Kerzen, auf dem Kreuzweg hoch hinauf (wir sahen zwei junge, elegant gekleidete Frauen den ganzen Weg barfuß gehend), während der vielen Gottesdienste / Heiligen Messen in den Kathedralen und Kirchen des Sanctuariums von Lourdes.

 

Die Deutschen sind in Lourdes nicht mehr so stark vertreten. Gut zu beobachten während des deutschsprachigen Gottesdienstes am 4. Mai. Weniger als ein Dutzend Gläubige dürften es gewesen sein. Sei`s drum. Ich hatte wie in 2014 die Ehre, die Fürbitten vorzutragen. Ausgesucht vom Zelebrant, dem zur Seite zwei weitere Priester am Altar standen.

 

AUSBLICK Solange europäische Marien-Wallfahrtsorte wie Lourdes und Fatima diesen Zuspruch erfahren, solange junge Leute und junge Familien andächtig beten, ist mir nicht bange um die eine, heilige, katholische und apostolischen Kirche. Möge ihr Einfluss auch in Teilen Europas (Deutschland) schwinden, das Evangelium verbreitet sich umso mehr auf den prosperierenden Kontinenten Asiens und Afrika.

Nachstehend einige Fotos von der Nachmittagsprozession am 5. Mai 2018 um 16:00h. Zig Priester, Bischöfe, Kardinäle, Hunderte Ordensleute incl. die der Malteser, Tausende Gläubige ehrten mit ihrem Erscheinen, ihrem Dabeisein die Kranken und Behinderten. Abends dann die übliche Prozession, in welcher die Gläubigen im Vordergrund standen. Der Baldachin wurde jetzt nicht mehr von den Maltesern sondern von jungen Frauen getragen. 

Für die Fotos bitte den Menüpunkt JAKOBSWEGE.GESTERN UND HEUTE anklicken. Marienwallfahrtsorte am Weg.

Soutane. Warum sich geweihte Priester in der Öffentlichkeit nicht mehr zu erkennen geben.

In Indien, wo es zuweilen Mut erfordert, sich zum Christentum zu bekennen, ist der Priesterkragen Pflicht. In England wird er abwertend als Hundehalsband bezeichnet. 

Nur wenige Priester sind am Priesterkragen zu erkennen, fast keiner trägt mehr die Soutane, in Norddeutschland sowieso nicht. Für mich ganz eindeutig ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962/65. 

Nicht so in Indien. Hier ist es Pflicht, die Soutane zu tragen, mindestens aber den Priesterkragen anzulegen: Sonst würde uns ja keiner als Priester erkennen, so ein indischer Priester mir gegenüber am 3. Mai 2018 in Lourdes.

 

Irgendwann in Bremen im Herbst 2017: Per Zufall gerate ich in eine heilige Messe; offensichtlich die Feier einer Gemeinschaft. Kurz nach der Beendigung des Gottesdienstes sehe ich den Priester, den Zelebranten, hörbar schwatzend vom Altarraum dem Ausgang zustreben; angezogen mit einem grellfarbigen Sakko mit buntem Oberhemd und noch grellerer Krawatte. Irgendwie bezeichnend, oder?

Oktober / November 2016                          Deutsche Bischöfe verstecken ihr Brustkreuz

Deutsche Bischöfe versteckten ihr Brustkreuz bei ihrem Besuch der Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem. Aus Respekt vor den Muslimen, so hieß es.

Dazu Kardinal Walter Brandmüller im Focus 46/2016: Ist Houellebecqs Horrorvision "Unterwerfung" schon heute wahr? Houellebecqs hatte in 2015 einen Bestseller geschrieben, der sehr eindrücklich beschreibt, wie der Islam "Frankreich übernimmt" - ausgehend von den Eliten des Landes, die sich willfährig unterwerfen.

 

 

Besagte Bischöfe sollten einmal einen Blick in den Katechismus der Katholischen Kirche werfen.Unter anderem heißt es unter §§ 2471-2474:

  • Die Pflicht der Christen, sich am Leben der Kirche zu beteiligen, drängt sie, als Zeugen für das Evangelium und für die sich daraus ergebenden Verpflichtungen zu handeln. Dieses Zeugnis ist Weitergabe des Glaubens in Wort und Tat. Zeugnis abzulegen ist ein Akt der Gerechtigkeit, der die Wahrheit feststellt oder zur Kenntnis bringt (vgl. Mt 18,16). „Alle Christgläubigen, wo immer sie leben, müssen durch das Beispiel ihres Lebens und durch das Zeugnis des Wortes den neuen Menschen, den sie durch die Taufe angezogen haben, und die Kraft des Heiligen Geistes, der sie durch die Firmung gestärkt hat … offenbaren“ (II. Vatikanum, „Ad gentes“, 11).

 

Übrigens: Papst Benedikt XVI. wie Papst Franziskus haben ihr Brustkreuz bei ihren Besuchen in Jerusalem nicht versteckt.