Geosteter Altar. Zelebrant (Priester), Ministranten (Meßdiener) und Gläubige schauen in Richtung Christus. Das Kruzifix im Blick. (Der Volksaltar hat keine Funktion). Missale Bremen, 1511 *1)

DIE MESSE ALLER ZEITEN

PLANT PAPST FRANZISKUS DAS VÖLLIGE "AUS" DER TRADITIONELLEN MESSE ALLER ZEITEN? Alles deutet darauf hin.  Der Papst irrt. Tradition steht über dem Papst. Parallelen im 4. Jh.

Missa Tridentina. Alte Messe. Die Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Lateinische Messe. Überlieferte Messe.

VERGLEICH JETZT versus ÜBERLIEFERT. Liturgie-Änderungen. Auswüchse. Konzilsdokumente. "Traditionis custodes."

Einführung                                                        

Novus Ordo Missae (Neue Messe) im Vergleich zum Vetus Ordo  (Alte Messe)

Santuario de Loyola, Baskenland. Foto aus 2014.

Der heilige Ignatius von Loyola bei der Feier der Heiligen Messe im 16. Jahrhundert: Gen Osten zum Herrn hin. Unten rechts zu erahnen der Ministrant, der ihm das Priestergewand hält, wie heute bei der Alten Messe, der Missa Tridentina, der überlieferten Messe aller Zeiten.

Diesen vom heiligen Ignatius vor über 550 Jahren praktizierten Meßritus will Papst Franziskus nun per Dekret vom 16. Juli 2021 abschaffen. Unten mehr. Ignatius ist der Ordensgründer der Jesuiten; der Papst ist Jesuit.

 

NOVUS ORDO MISSAE - NEUE MESSE

Fast könnte man meinen, dass sich nur Äußerlichkeiten geändert hätten, wie die an manchen Stellen der Heiligen Messe gebeteten und/oder gesungenen lateinischen Texte oder die Ostung des Altares mit der gemeinsamen Blickrichtung von Priester/Zelebrant und Gläubigen gen Osten zur Sonne hin: hin zu Jesus Christus.

Das zu unterstellen, wäre geradezu töricht. Den „normalen“ Kirchgängern werden die substantiellen Veränderungen gar nicht aufgefallen sein, weil sie nicht nur nicht korrekt kommuniziert worden sind, nein, sie sind teils nach und nach quasi einer schleichenden Inflation gleich sukzessive - locker ausgedrückt - den Gläubigen untergeschoben worden, teils schon vor dem Konzil.

 

NEUE MESSE FAND NICHT DIE VOLLE ZUSTIMMUNG

DER KONZILSBISCHÖFE

Die den Bischöfen in Rom im Oktober 1967 erste experimentweise vorgeführte Neue Messe fand nicht die volle Zustimmung der Synode, was dann auch von Kardinal Alfredo Ottaviani (erster Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre) und Kardinal Antonio Bacci  ansatzweise in ihrem Schreiben vom 25. September 1969 an Papst Paul VI. zum Ausdruck gebracht wurde.

 

Schon in 1967 hieß es:

  • „(Hier) will man mit der gesamten Theologie der Messe ‚tabula rasa‘ machen. Im Grunde nähert man sich hier der protestantischen Theologie, die das Messopfer zerstört hat.“

 

LITURGIEKOMMISSION SETZTE SICH

RIGOROS DURCH

Es nützte alles nichts. Die (Liturgie-)Theologen, die katholischen wie die hinzugezogenen protestantischen, setzten sich radikal durch. Wer nicht spurte, machte sich verdächtig wie die Piusbrüder unter Erzbischof Lefebvre, die von Anfang an nicht alle Beschlüsse des Zweiten Vatikanums mittragen wollten/konnten und die bisherige überlieferte „Messe aller Zeiten“ unverdrossen weiter zelebrierten.  

 

Als die Arbeit getan war, die Liturgiereform unwiderruflich beschlossen, konstatierte einer der profiliertesten Vertreter der nachkonziliaren Liturgiereform in Deutschland, Emil J. Lengeling (1916-1986): 

  • "Manches mußte ... verklausuliert formuliert werden, ... (um) Türen zu Entwicklungen offen zu halten, für die auch in der letzten Konzilssession sicherlich keine 2/3 Mehrheit erreichbar gewesen wäre."

Man beachte, hier wird expressiv verbis beschrieben, wie die Liturgiekommission die Konzilsbischöfe hinters Licht geführt hat. Eine Entwicklung, die schon vor der Eröffnung des Konzils in 1962 ihren Anfang genommen hatte - unbemerkt von der Öffentlichkeit.

 

PROTAGONISTEN EINES NEUEN WELT- UND GOTTESBILDES

Jeder kommt in den Himmel

Als Protagonisten zu nennen sind die Jesuitenpatres de Lubac und Teilhard de Chardin aus Frankreich und der deutsche Karl Rahner. Sie, die "geistigen Väter" des Konzils, schufen ein neues Welt- und Gottesbild mit dem Mensch im Zentrum. Er als anonymer Christ ist, bereits weil er als Mensch auf Gott bezogen ist, erlöst. Der der Mensch werde mit Sicherheit nach/mit dem Tode zu Gott eingehen. Wenn das so ist, (Anm.: in völliger Negierung der Aussagen Jesu Christi in den Evangelien), kommt es in der Tat nicht mehr auf die Gottesdienstbesuche, die Beichte und die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche an. Anything goes.  Ein fataler sog. Fortschrittsglaube, der sich langsam aber stetig in den Köpfen der Kleriker und der Gläubigen manifestiert hat.

 

ANALYSE

Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) zur nachkonziliaren Kirche, zitiert von Martin Mosebach zum 90. Geburtstag Papst Benedikts XVI.:

  • Alles fließt, lehrt Heraklit.
  • Der Felsen Petri, der fließt mit.“

Quelle: Aufsatz Steffen Wiegand in Una Voce Korresponenz 4. Quartal 2018:Kirchlicher Strukturwandel.

LITURGIE-ÄNDERUNGEN

Nachstehend die wichtigsten Änderungen, die die von Papst Paul VI. eingesetzte  Liturgiekommission zu verantworten hat - teils im Widerspruch der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils, teils als logische Folge der im Konzilsdokument Sacrosanctum Concilium (Konstitution über die heilige Liturgie) nicht leicht erkennbar festgehaltenen Ergebnisse. Unten mehr. In dieser Kommission waren auch Nichtkatholiken involviert.

Bamberg. April 2018. Missa Tridentina.

Zum Abschluß des feierlichen Pontificalamtes vor dem Kirchentor.

 

ZU DEN ÄNDERUNGEN DER HEILIGEN MESSE *

  • Die Heiligste Dreifaltigkeit steht nicht mehr im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
  • Die Heilige Messe wird nicht mehr explizit als Meßopfer gefeiert.
  • Die von Papst Paul VI. eingesetzte Liturgiekommission hat die heilige Messe zu einer Mahlfeier im Rahmen eines Gottesdienstes umfunktioniert. 
  • Der Priester fungiert nicht mehr als Zelebrant; er ist fortan Versammlungsleiter.
  • Deutlich zu erkennen am Schott-Meßbuch des Jahres 1984 für die Sonn- und Festtage der Lesejahre A, B und C: "Einführung zum Meßbuch" (S. 17 und folgende) mit der Rubrik: "Die Feier der Gemeindemesse" ab Seite 341. Der Autor, Odo Haggenmüller OSB, schreibt u.a.: "Das neue Meßbuch widerspricht nicht dem Beschluß des Konzils von Trient (...)": 
  • Das ist eine bewußte irreführende Fehldeutung und -interpretation. 

 

DIE WICHTIGSTEN ÄNDERUNGEN

VOM MESSOPFER ZUR MAHLFEIER

  • Der unmittelbare Zweck der Heiligen Messe, der des Sühnopfers, steht nicht mehr im Vordergrund.
  • Der letzte Zweck, nämlich das Lobopfer an die Heiligste Dreifaltigkeit - gemäß der ausdrücklichen Erklärung Jesu Christi - ist verschwunden.
  • Nunmehr heißt es: „Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes Gottes, die unter dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern."
  • Gebete zur Gabenbereitung Neue Messe (jüdisches Dankgebet) und Opfermesse Missa Tridentina; der Unterschied ist frappant: vgl. unten 3)
  • Nur noch bei der Wandlung sollen sich die Gläubigen hinknien.
  • Das doppelte Confiteor (Schuldbekenntnis) wurde abgeschafft, das einfache Schuldbekenntnis in vielen Messen nicht mehr gebetet.
  • Das Große Glaubensbekenntnis, das die Dreifaltigkeit betont, wird nur noch zu besonderen Anlässen gebetet; also selten.
  • Die vorgesehene Implizierung des Psalters bleibt unberücksichtigt; 
  • das Gloria (Ehre sei Gott) wird gleichermaßen nicht mehr gebetet. Dafür wird jeweils ein nur ansatzweise adäquates Lied gesungen.
  • Der Meßkanon mit der Wandlung, das zentrale Ereignis der Eucharistiefeier, hat seine Bedeutung verloren, dafür wurden 4 (vier) Hochgebete zugelassen, wobei das zweite als kürzestes und nichtssagendes allgemein präferiert wird. Bitte den Pfarrer nach dem 1. Hochgebet befragen.
  • Die Warnung des Apostels Paulus in der Gründonnerstags-Epistel, wer unwürdig kommuniziert, ißt und trinkt sich das Gericht (1 Kor 11,27) wird fortgelassen.
  • Das Dies irae, die ergreifende Schilderung des Weltgerichts, wird in der Requien-Messe nicht mehr geduldet.
  • Nur wenige Orationen, Kleinodien des liturgischen Schatzes, ganz vom Dogma durchdrungen, sind übernommen worden.
  • Jeder Zelebrant entscheidet nach eigenem Gusto - wie er es mag, resp. wie die Gemeinde- und Pastoralreferenten und -referentinnen es mögen. 

 

DER ALTAR JETZT EIN TISCH

  • Der Altar, jetzt zum Volk gerichtet, wird nunmehr als Tisch bezeichnet. Anders sieht er auch nicht mehr aus.
  • Häufig fehlt das Kruzifix. 
  • Viele geostete Hochaltäre und Seitenaltäre wurden nach 1970/72 willkürlich zerstört.
  • Die Protestanten hingegen haben ihre Hochaltäre in der Regel behalten, sie nicht zerstört - wie im 16. Jahrhundert nach Luthers Reformation.

 

KOMMUNION. SCHLUSSEVANGELIUM

  • Die Hostien werden nur noch auf die Hand gelegt; Partikel können somit auf die Erde fallen.
  • Mancherorts verweigern Priester den Gläubigen die nach wie vor gültige Mundkommunion.
  • Priester verweigern Gläubigen die Kommunion bei kniender Haltung, wie im August 2018 in Argentinien seitens eines Bischofs geschehen: 
  • ein eklatanter Verstoß gegen das Motu Proprium Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. in 2007.  
  • Das Schlußevangelium nach Joh 1,1-14 wurde ersatzlos gestrichen.
  • Das „Ite missa est“ („Geht, Ihr seid gesendet") zum Schluss der Messe heißt jetzt nur noch: "Geht in Frieden."
  • Der ursprüngliche Gedanke, die Gläubigen mögen draußen in der Welt ihren Glauben (Mission) bekennen, ist damit entfallen.

 

AUSWÜCHSE MITTLERWEILE ÜBLICH

Vielerorts bestimmen die Gemeinde- und Pastoralreferenten den Ablauf der Gottesdienste: singen, spielen, musizieren, predigen. *2)

  • Der Tabernakel befindet sich nicht mehr im Blickpunkt der Gläubigen, gerne in die Seitenschiffe verbracht, oder der Leiter/Pfarrer des Gottesdienstes sitzt mit dem Rücken zum Tabernakel, also den Herrn im Rücken. 
  • Ein Pfarrer verzichtete auf die Feier der Heiligen Messe, weil Frauen ihren Wortgottesdienst selbst gestalten wollten.
  • Ein Landpfarrer zelebrierte mit einer evangelischen Pastorin eine „ökumenische“ Messe im römisch-katholischen Ritus, sprechen gemeinsam die Wandlungsworte und teilen dann die Hostien und den Wein aus.
  • Ein evangelischer Bischof hielt in einer katholischen Stiftskirche während des Hochamts im Advent die Predigt.
  • Auch Kardinäle und Bischöfe scheuen sich nicht, der Profanisierung der Heiligen Messe das Wort zu reden.
  • Ich sehe ein Foto eines deutschsprachigen Kardinals vor Augen, wie er mit einem Luftballon in der Hand in seinen Dom einzieht, gleich einer Polonaise.
  • Ich sehe einen Pastoralreferenten vor Augen, der sich bei seiner Predigt am Ambo herumlümmelt, um "mir" dann zu erzählen, wie die gegenwärtige politische Weltlage (2018) zu verstehen und welche Partei in den USA resp. in Deutschland nicht wählbar sei. 
  • Ich sehe KommunionhelferInnen vor mir, die sich nicht scheuen, die Kommunion in sehr lockerer, kurzberockter Freizeitzeitkleidung auszuteilen.
  • Ich sehe Lektoren vor Augen, die die Lesungen, das Wort Gottes, in verwaschenen Jeans und in T-Shirts mit Werbeaufdrucken vortragen.
  • Ich sehe KommunionausteilerInnen und Ministranten zusammen mit dem zelebrierenden Priester in einer Reihe auf gleicher Höhe hinter dem Altar stehen: „Seht, der Priester ist doch nur Versammlungsleiter, mehr nicht!“
  • Ein österreichischer Pfarrer forderte die Gläubigen nach dem Sanctus auf, nicht mehr zu knien, nur noch zu stehen - also auch bei der Wandlung. Leider kniet Papst Franziskus auch immer weniger.
  • Ein italienischer Gemeindepfarrer ließ im Juli 2018 während der Messe einen Imam predigen - entgegen dem ausdrücklichen Wunsch der Gemeindemitglieder. "Aufsässige" Gläubige wurden von der gerufenen Polizei namentlich notiert.
  • Gottesdienst an einem italienischen Strand in Bikini.
  • Ich erlebe im September 2019 einen Gottesdienst, in welchem der junge Pianist am Klavier (nicht Orgel) während der Austeilung der heiligen Kommunion einen Beatles-Song spielt.
  • In der Heimatgemeinde wird prinzipiell die 2. Lesung zeitbedingt weggelassen; das Evangelium gerne in der Kurzform vorgetragen; *)
  • und der Pfarrer kommuniziert grundsätzlich nach der Austeilung der Kommunion an die Gläubigen. *)
  • Ich höre immer noch einen evangelischen Pastor vor der katholischen Heimatgemeinde referieren, dass Josef selbstverständlich der leibliche Vater Jesu sei, und der anwesende katholische Pfarrer sich nicht äußert, die Gläubigen irritiert zurücklässt.
  • Ich sehe einen vom Propst geleiteten Wort-Gottesdienst in einem Caritas-Altenheim vor Augen, in dem die Jubiläumsansprachen und eine Diashow im Vordergrund stehen; mit Musik, Luftballons und viel Beifall.
  • Eine norddeutsche Propsteigemeinde wirbt in ihrem wöchentlichen Mitteilungsblatt immer wieder für Spenden "ihres" Kolumbariums, also für die Urnenbeisetzung.
  • Ich lese, dass katholische Kindergärten zum Martinstag Halloweenlaternen basteln lassen - in den Farben des Regenbogens.
  • Ich lese in einem Bistumsblatt, wie die Lukasgeschichte von der Geburt Jesu und Marias Jungfräulichkeit als fromme Legende dargestellt wird.
  • Ich lese in einem Bistumsblatt, wie dieses offensiv für die Fraueninitiative Maria 2.0 wirbt, die das Frauenpriestertum bewerben.
  • Maria 2.0-Frauen dürfen im Bistum Osnabrück (Sept. 2020) im Gottesdienst (faktisch) predigen; formalrechtlich sei es eine Ansprache.
  • Corona. Ein Pfarrer forderte Gläubige auf, das eigene Brot mitzubringen, es in der Dose auf die Kirchenbank zu legen und nach der sog. Wandlung zu verzehren.
  • Corona. Theologen empfehlen Do-it-yourself-Messen.

  • Corona. Priester stellt Gottesdienst-Sets zum Mitnehmen zusammen: innen drin verpackte Hostien.

  • Leiterinnen von Seelsorgeräumen verbieten Priestern in Österreich die Abnahme der Beichte wie die Feier der hl. Messe zu Beerdigungen.

  • Priester spenden das Sakrament der Taufe mit den selbstgewählten Worten:"Im Namen von Papa und Mama, des Paten, der Großeltern, Freunde, im Namen der Gemeinschaft taufen wir dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Eine Perversion.

  • 1. Adventssonntag 2020. Gemeindereferentinnen predigen in Hl. Messe; so der Pfarrbrief einer Pfarreiengemeinschaft am Rande Bremens (Bistum Osnabrück). Ein weiterer Schritt zur Protestantisierung.

  • Zusammenfassung: Vom Meßopfer Christi - der Zelebrant wird nicht mehr als Vikar Jesu Christi gesehen - zur reinen, profanen Mahlfeier. Alles ist möglich. Viele Pfarrer setzen die Vorgaben ihrer Gemeinde- und Pastoralreferentinnen um.
  • Diese Reihe wäre quasi endlos fortzusetzen mit glaubensfernen Äußerungen von Theologie-Professoren, Bischöfen, Pfarrern, Ordensleuten (Jesuiten), et ecetera.
  • ERGÄNZUNG Sonntag, 18. JULI 2021. Herkömmlicher Gottesdienst (Novus Ordo Missae) in der Früh in einer norddeutschen Großstadt - einem befreundeten Geistlichen zu Liebe. Das anschließend vor der Kirche mit ihm geführte Gespräch: schlichtweg "shocking". Es sei, so der Geistliche, angedacht, künftig - anstatt des Priesters - Laien, also Pastoral- und GemeindereferentInnen, predigen zu lassen. Er sei dann wohl nur noch ein "Hampelmann". Völlig diametral zu den Ergebnissen des 2. Vatikanischen Konzils von 1962-65. Schlimmer geht`s nimmer. Von Katholizismus dann keine Spur mehr. Der Bischof scheint es zu wollen und der Vatikan schweigt. Es gab während dieses Gottesdienstes fast keine Minute des Schweigens: Beschallung um jeden Preis. Das allerdings lag nicht in der Entscheidungsgewalt des Zelebranten.
  • Ergänzung 18. August 2021; gesehen auf YouTube: "THE NEW MASS vs the TRADITONAL LATIN MASS Full Movie." (eingestellt am 28. März 2020). Das dort Gezeigte übersteigt jegliche Vorstellungen.

Frühsommer 2021. Farbig gestalteter Altartisch in einer norddeutschen Großstadt - vorbereitet für die Erstkommunion. Den vorgestellten mickrigen Tisch mit dem verdeckten Kelch und die im hinteren Bereich zu sehenden vier Leuchter bitte wegdenken.

Das Tischlein konnte noch rechtzeitig im Fundus der Gemeinde gefunden werden, sodaß die heilige Meßfeier nach dem Alten Ritus (Missa Tridentina), seit Wochen war der Termin bekannt gewesen, hat stattfinden können.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird so manchem Gläubigen aufgegangen sein, welchen Stellenwert die Diözesankirchen der Heiligen Meßfeier aller Jahrhunderte beimessen. Vielleicht schon ein Vorgriff auf Papst Franziskus`Vorhaben, das Motu Proprio Summorum Pontificum aus 2007 seines Vorgängers Benedikt XVI. neu zu bewerten, rückzuführen?

Eine katholische Gemeinde ruft ihren Kirchenmitgliedern die sieben Sakramente in Erinnerung. Foto aus 2016. 

 

Man beachte auf der linken Seite die Symbole Eucharistie/Kommunion: ein Laib Brot (keine Hostie), ein Glas (Rot-) Wein. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, anzunehmen, dass auch in obiger Gemeinde entsprechend erklärt werden dürfte: Mahlfeier statt Opferfeier. Ein Laib Brot als Symbol für die Gegenwart Jesu. Laut neuesten Erhebungen glaubt nur noch eine katholische Minderheit an die Realpräsenz Jesu Christi und an die Transsubstantiation (Wesensverwandlung).

Wer mehr wissen will, klicke bitte die Begriffe an. (Bitte scrollen)

 

Im Neuen Testament (NT) nachzulesen bei Johannes 6,51 - 66. Ja, Jesu Worte sind schwer verdaulich. Wenn aber ein Philosophenpapst wie Johannes Paul II., ein Jahrhundert-Theologenpapst wie Benedikt XVI. oder hochgebildete Professoren zum Beispiel des Jüngeren Ratzinger-Schülerkreises diesen im NT verankerten Lehrsatz glauben, wer bin ich denn, dass ich an Gottes Allmacht zweifeln muß?!

KONZILSDOKUMENT Sacrosanctum Concilium (SC): Beschlüsse und Forderungen

Missale Romanum, 1962.

 

BESCHLÜSSE

UND FORDERUNGEN

  • SC 14: die zu beachtende „volle und tätige Teilnahme“ des ganzen Volkes (Volk Gottes anstatt Christi Leib; zu Lasten des Priesters am Altar, der ja an sich an Christi Stelle fungieren sollte)
  • SC 27: Feiern mit Gläubigen haben Vorrang vor den von Einzelnen gleichsam privat vollzogenen Messen (gemeint sind wohl die sog. täglichen Stillmessen der Priester)
  • SC 29: Auch Ministranten, Lektoren, Kirchenchöre vollziehen „liturgischen Dienst“; allerdings in geziemender Ordnung (weg vom Priester, hin zu Laien in Freizeitlook)
  • SC 34: Forderung nach Vereinfachung der Riten (frei von unnötigen Wiederholungen, der Fassungskraft der Gläubigen angepaßt; Folge: fast keine Kniebeugen mehr)
  • SC 36: Zulassung der jeweiligen Muttersprache – neben Latein (in der Praxis nahezu völliger Wegfall der weltweit verbindenden lateinischen Sprache)
  • SC 48: Darbringung der unbefleckten Opfergabe der Christgläubigen „nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm“; sich selbst darbringen (das Volk steht jetzt im Focus)
  • SC 53: Wiederbelebung der Fürbitten – auch Allgemeines Gebet oder auch Gebet der Gläubigen genannt (heute vor allem seitens der Pastoralreferentinnen politisch formuliert)
  • SC 55: Zulassung der Kommunion in beiderlei Gestalt nach Ermessen der Kleriker und der Laien (zusätzlich zur Hostie)
  • SC 57 und 58: Forderung nach einem Konzelebrationsritus (Einbeziehung weiterer Zelebranten am Altar; der Priester, der einzeln zelebrieren möchte, darf das dann nicht mehr zur selben Zeit)

Quelle: Aufsatz Steffen Wiegand in Una Voce Korresponenz 4. Quartal 2018:Kirchlicher Stru

KONZILSDOKUMENT Dei Verbum 21

Wort-Gottesdienst oder Eucharistiefeier?

Obschon der Vatikan bereits in 1968 eine Präzisierung von Nr. 21 des Kapitels VI. DIE HEILIGE SCHRIFT IM LEBEN DER KIRCHE vorgenommen hatte, ist dieser im amtlichen deutschen Text nie entsprochen worden. Warum wohl?

 

Worum geht es? Es geht um die Gleichrangigkeit von Wort-Gottesdienst (Tisch des Wortes) und Eucharistie-Feier (des Sakramentes), die möglicherweise aus nachstehendem Satz ablesbar wäre. 

  • „Die Kirche hat die heiligen Schriften immer verehrt wie den Herrenleib selbst.“

Im lateinischen Originaltext heißt es:

  • "Divinas Scripturas sicut et ipsum Corpus dominicum semper venerata est Ecclesia...“.

Also müßte es richtig übersetzt sein mit:

  • „Die Kirche hat die heiligen Schriften stets verehrt, wie auch den Herrenleib selbst.“

Man könnte fast geneigt sein, von Wortklauberei zu sprechen. Ist es aber nicht. Justiziable Fachleute, ob auf politischem und/oder kirchlichem Terrain, wissen um die Bedeutung des Schriftwortes. Quelle: Nina Heereman, Theologin, USA, Juni 2020.

LITURGIEPRAXIS HEUTE  - Neue Messe 

  • "Ich frage mich vielmehr, warum die zehn Prozent, die noch da sind, sich eine lieblos, ohne jede ästhetische und theologische Qualität heruntergefeierte Liturgie überhaupt noch antun."

 

Dieses Statement des bekannten Liturgiewissenschaftlers Martin Stuflesser faßt die ganze Malaise der sog. Neuen Messe zusammen.

Auch der Kölner Liturgiereferent Alexander Saberschinsky kritisiert die gegenwärtige Praxis; vgl. Vaticannews, 25. Juni 2019.

Priester können die neue Messe, vom Meßopfer wird vielfach nicht mehr gesprochen,  ohne an die Realpräsenz (also an die Wandlung) glauben zu müssen. Der eigentlichen Verpflichtung, jeden Tag die heilige Messe zu feiern, geht man gerne aus dem Weg, auch und gerade während des eigenen Urlaubs.

 

Stefan Heid, Rektor des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie in Rom, Professor für Liturgiegeschichte faßt die Situation wie folgt zusammen: In den evangelischen Gemeinschaften, Kalvinisten und heutiges Luthertum, gäbe es nach Jahrhunderten stabiler Konfessionalität eine rapide Erosion, insofern man sich zentraler reformatorischer Bekenntnisse entledige. Das ließe dieselben selbstkritischen Fragen bei den Katholiken aufsteigen:

 

  • "Haben heute der landläufige Liturgieglaube und die gewöhnliche katholische Eucharistiepraxis wirklich noch mit dem Bekenntnis und der Liturgiepraxis des Trienter Reformkonzils (16. Jh.) zu tun, wie sie das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) eigentlich noch bestärken und erneuern wollte?
  • Ist also nicht auch der Katholizismus von seiner jahrhundertelang gültigen Form weit abgerückt!"

Quelle: Die Tagespost, 1. April 2021, S.3.

 

Hans Urs von Balthasar (195-1988), der große Schweizer Theologe, erkannte schon 1965 die Nachteile der Neuen Messe. Die neuen Gottesdienste ließen keinen Raum mehr für die Anbetung Gottes. Entweder sei sie überflüssig oder das Kirchenvolk sei nicht mündig genug, sie zu leisten. Ununterbrochen laufe eine Geräuschkulisse. Keine innere Sammlung mehr, keine Stille für das persönliche Gebet, kein Atem schöpfen.

  • "Sei still vor dem Herrn" - Psalm 37,7.
  • "Gott, Dir ist Stille Lobgesang " - Psalm 65,2.
  • "Alle Welt schweige in seiner Gegenwart" - Habakuk 2,20.
  • "Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein" - Offenbarung/Apokalypse 8,1.
  • "Gott wird durch die Stille geehrt" - Hl. Thomas von Aquin

 Quelle: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Juni 2021, S. 4+5. 

ERLÄUTERUNGEN

*) DIE HEILIGE MESSE, MESSFEIER, MESSOPFER, EUCHARISTIEFEIER 

ist die liturgische und sakramental-unblutige Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi an Gott Vater durch den Dienst der Priesters, in der Kraft des Heiligen Geistes. In ihr bewirkt Christus die ewige Erlösung sühnend, um durch sein Opfer die Sünden der Menschheit zu tilgen.

Das Meßopfer ist nicht bloß das stetige wiederholende Gedächtnis an das Pascha-Mysterium von LeidenSterben und Auferstehen Jesu Christi und ist nicht die bloße Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern.

Nur die Opferungsweise (blutig-unblutig) ist verschieden. Er opfert sich nicht viele Male. Christus selbst ist in diesem göttlichen Opfer enthalten. Er ist gleichsam PriesterAltar und Opferlamm (Osterpräfation). Quelle: kathpedia.

 

*1) Das Missale secundum ritum ecclesie Bremense des Bremer Doms, übersetzt: Messbuch gemäß der in der bremischen Kirche üblichen Gepflogenheiten, beschreibt den im Mittelalter nur in der Diözese Bremen gültigen Ritus für die Heilige Messe. Es enthält in lateinischer Sprache die feststehenden und wechselnden biblischen Texte, Gebete und Gesänge für die Gottesdienste. Auftraggeber war der von 1497 bis 1511 amtierende Erzbischof Johann III. Rode.

In Gebrauch war das Missale nur von 1511 bis 1532. Nach der in den Bremer Altstadtkirchen 1522–1523 durchgeführten Glaubensreformation im Sinne Luthers, blieb der St. Petri Dom mit dem Erzbischof an der Spitze dem alten Glauben verpflichtet. Das änderte sich, als am Palmsonntag 1532 der Dom von einer radikalen Bürgergruppe, den sogenannten 104 Männern, in Besitz genommen wurde. Das Domkapitel floh daraufhin unter Anführung des Dompropstes Franz Grambeke nach Verden und im Dom durfte nur noch evangelisch gepredigt werden. Quelle: Wikipedia.

 

*2) ZUR FEIER DER LITURGIE

"Deshalb darf niemand dabei eigenmächtig etwas hinzufügen, weglassen oder ändern" (ca 846 § 1 CIC), "auch wenn er Priester wäre." (SC 22 § 3)

 

ZUM GESETZBUCH KIRCHENRECHT

CIC: Codex Iuris Canonici, Kodex des kanonischen Rechts - Gesetzbuch des Kirchenrechts der katholischen Kirche.

Zuletzt von Papst Johannes Paul II. in 1983 promulgiert. Die erste Fassung des Kirchenrechts stammt aus 1917 als Ergebnis der Diskussionen während des 1. Vatikanischen Konzils.

SC: Sacrosanctum Concilium - Konstitution über die heilige Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils; von Papst Paul VI. in 1963 promulgiert.

 

Die Instruktion REDEMPTIONIS SACRAMENTUM der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 25.03.2004 unterstreicht die obige Bestimmung.

 

3) GEBETE ZUR GABENBEREITUNG / OPFERUNG

NEUE MESSE VERSUS MISSA TRIDENTINA

Bei der Gabenbereitung spricht der Priester über Brot und Wein zwei kurze Gebete. Das erste lautet:

  • "Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.
  • Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns zum Brot des Lebens werde.
  • Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott."

Diese Gebete, die meist leise gesprochen werden, erinnern an kurze Dankgebete aus dem Judentum. Diese kleinen Dankgebete nennt man hebräisch "Berakha" (Mehrzahl "Berakhot"), was nichts anderes als "Lob" bedeutet. Solche Berakhot gibt es im Judentum zuhauf. Mit ihnen verdeutlichen gläubige Juden, dass alles, was sie haben und benutzen, Geschenk und Gabe Gottes ist. Im christlichen Gottesdienst wird diese Formulierung aufgegriffen und verdeutlicht die enge Verbindung zum Judentum. Quelle: katholisch.de

 

VERGLEICH MISSA TRIDENTINA

Gebet zur Opferung, Volksmissale, 2015, Pater Martin Ramm FSSP

  • „Heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, nimm diese makellose Opfergabe gnädig an.
  • Dir, meinem lebendigen, wahren Gott, bringe ich, Dein unwürdiger Diener, sie dar für meine unzähligen Sünden, Fehler und Nachlässigkeiten.
  • Ich opfere sie auf für alle Umstehenden und alle Christgläubigen, für die Lebenden und Verstorbenen.
  • Gib, daß sie mir und ihnen zum Heile gereichen für das ewige Leben. Amen.“

SCHOCK. MISSA TRIDENTINA. PAPST FRANZISKUS nimmt Katholiken geistliche Heimat.

PAPSTSCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE. Motu Proprio "Traditionis Custodes" vom 16. Juli 2021. Alte Messe darf in Pfarrkirchen nicht mehr gefeiert werden. Wann hat es das je gegeben? "Faustschlag ins Gesicht" von Papst em. Benedikt XVI.

PAPST WIDERRUFT ENTSCHEIDUNGEN SEINER VORGÄNGER JOHANNES PAUL II. und BENEDIKT XVI.; ignoriert den Erlaß von Papst Pius V. vom 14. Juli 1570.  *1) unten mehr. Ein in der Geschichte des Papsttums einmaliger Vorgang. Franziskus irrt. Tradition steht über dem Papst.

VORLAUF DER PÄPSTLICHEN ENTSCHEIDUNG.

MEHR LESEN UNTEN

 

DEUTSCHER TEXT des Motu proprio "Traditionis Custodes" von Papst Franziskus vom 16. Juli 2021.

BEGLEITBRIEF AN DIE BISCHÖFE. DEUTSCHER TEXT

WIRD DER EMERITIERTE PAPST BENEDIKT XVI. REAGIEREN?

 

EMPFEHLUNG. US-Film "CATHOLICS" aus 1973 thematisiert heutige Situation. Mit Trevor Howard, Raf Vallone und Martin Sheen - auf YouTube

 

MARTIN MOSEBACH. TRADITION steht über dem Papst. ALTE MESSE war nie verboten gewesen, weil sie auch nicht verboten werden kann. Quelle: CNA deutsch

 

KATHOLISCHE GRUPPEN üben Kritik an amtierenden Papst. Papst Benedikts XVI.-Werk der Versöhnung werde zu seinen Lebzeiten zerstört, sein gegebenes Wort gebrochen. Quelle: kath.net

 

ERKLÄRUNG DER GENERALOBEREN der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. MEHR LESEN / REAKTIONEN zur Erklärung. 

 

ARGENTINIEN. PAPSTSCHREIBEN aus Sicht des em. Erzbischofs von La Plata Rückschritt. MEHR LESEN

 

PHILADELPHIA. PONTIFCAL HIGH MASS in the Extraordinary Form mit Bischof Joseph Perry, Chicago, am 15. August 2021 in der Cathedral Basilica of Saints Peter & Paul. Quelle: Portal summorum-pontificum

 

HANS JAKOB BÜRGER. Fragwürdiges Ausüben der Amtsgewalt von Papst Franziskus. Konzil hat lateinische Messe als Regelfall vorgesehen.

Mehr lesen CNA

 

SAN FRANCISCO. ERZBISCHOF führt nach Papstschreiben Lateinische (Alte) Messe ein. Die Messe sei in jeder Form ein Wunder.WEITERLESEN CNA

 

USA. RORATE COELI: On the moves against the Traditional Mass, “It’s all about the Violence”: “Why would anyone pretending to be of Christ’s Church lash out at the lambs?” (by Archbishop Thomas E. Gullickson). „Es geht nur um die Gewalt“: „Warum sollte jemand, der vorgibt, zur Kirche Christi zu gehören, auf die Lämmer einschlagen? WEITERLESEN

 

ITALIEN. EINFLUSSREICHE KATHOLISCHE LAIEN an Papst Franziskus: "Setzen Sie diesem Bürgerkrieg in der Kirche ein Ende." Franziskus führe Kirche weiter ins "Chaos". Quelle: katholisch.de (Sprachrohr der dt. Bischöfe)

 

FRANKREICH. VALEURS ACTUELLES. "Wenn der Papst den eigenen Gläubigen den Krieg erklärt." Traditionalisten stellen in Frankreich bis 25% der Priesterberufungen. QUELLE: DIE TAGESPOST, 29. Juli 2021

 

PARIS. Zum 5. Mal versammeln sich Gläubige vor der Nuntiatur, um für die Alte Messe zu votieren.WEITERLESEN

 

USA. KOMMENTAR CRISIS MAGAZINE. Traditionis Custodes as a Hermeneutic of Envy (Neid). WEITERLESEN

 

KATHOLISCH.DE. Papst will Parallelstrukturen abschaffen. Vorkonziliare Liturgie solL nicht mehr in den Kirchen gefeiert werden. WEITERLESEN

 

ERZBISCHOF VON VALENCIA VERBIETET Alte Messe. Vom Ratzinger-Anhänger zum Bergoglio-Anhänger. WEITERLESEN

 

KOMMENTAR ITALIENISCHE HISTORIKERIN. Modernistische Häresie.

 

PAPST VERÄRGERT sogar seine bischöflichen Freunde. WEITERLESEN

 

KOMMENTAR KATHNEWS. 30. Juli 2021

 

KOMMENTAR WEIHBISCHOF SCHNEIDER. Katakombenmessen.

 

KOMMENTAR THORSTEN PAPROTNY. Neuevangelisierung durch Petrusbruderschaft. Quelle: CNA deutsch

 

FRANKREICH. Zahl der Anhänger der Alten Messe wächst. REAKTIONEN

 

SPANIEN. ASTURIEN. Abseits des Jakobsweges. Buß-Wallfahrt der Anhänger der Traditionellen Messe zu Unserer Lieben Frau von Covadonga - trotz Einschränkungen. Vorherige Zusage, die Lateinische Messe in der Kathedrale von Oviedo und in der Basilika von Covadonga feiern zu dürfen, kurzfristig vom Erzbischof nach Papst-Schreibe wieder einkassiert. BERICHT CNA deutsch / WEITERLESEN

 

KOMMENTAR WEIHBISCHOF, HOLLAND. Willkür-Edikt.

 

KOMMENTAR INSTITUT DU BON PASTEUR, Chartres. Traditioneller Ritus soll ausgelöscht werden. DIE TAGESPOST

 

NZZ-KOMMENTAR PROF. TÜCK, Wien. "Die Petrusbruderschaft wird nun für die Treue zum Papst vom Papst selbst abgestraft. Ihr Status als bestenfalls geduldete Minorität ist in vielen Diözesen jetzt ziemlich instabil. Ein kleiner Teil wird wohl zur Piusbruderschaft überlaufen, ein anderer Teil im Katakombenmodus weitermachen oder sogar eine Konversion zur Orthodoxie erwägen."

 

KOMMENTAR PIUS-BRUDERSCHAFT. Hermeneutik der Kontinuität am Ende.

 

KOMMENTAR US-KARDINAL RAYMOND BURKE:  "Die Härte dieser Dokumente sorgt natürlich für eine tiefe Verzweiflung und sogar ein Gefühl der Verwirrung und Verlassenheit. Ich bete, dass die Gläubigen nicht der Entmutigung nachgeben, sondern mit Hilfe der göttlichen Gnade in ihrer Liebe zur Kirche und zu ihren Pfarrern und in ihrer Liebe zur Heiligen Liturgie beharren"

 

APPELL JUNGER KATHOLIKEN AUS EUROPA, USA, ASIEN, AFRIKA, AUSTRALIEN an Papst Franziskus: Warum sie die TRADITIONELLE LATEINISCHE MESSE lieben.

 

KOMMENTAR KIRCHENRECHTLER WEISHAUPT. Mit einer Kanone auf Spatzen schießen.

 

KOMMENTAR US-LIFESITENEWS. Does Traditionis Custodes contradict the documents of Vatican II? Widerspricht Schreiben des Papstes nicht den Dokumenten des 2. Vatikanischen Konzils?

 

VORLAUF DER PÄPSTLICHEN ENTSCHEIDUNG

AB 22. MÄRZ 2021 KEINE EINZELMESSEN MEHR IM PETERSDOM. Affront gegen Anhänger der "Alten Messe." WEITERLESEN

29. JUNI `21. VATIKAN. TRADITIONELLE (ALTE) MESSE VOR DEM AUS? WEITERLESEN

PARAGUAY. VATIKAN LÄSST MISSIONSORDEN SCHLIESSEN. Bischof hatte neben der heute üblichen auch die Alte Messe zelebriert. Diözese blühte danach auf. WEITERLESEN

 

AUGUST 2017. PAPST FRANZISKUS zur Liturgiereform von Papst Paul VI. aus 1970.

„Ihrem Wesen nach ist die Liturgie eine Sache des Volkes und nicht des Klerus, sie ist, wie schon die Etymologie anzeigt, eine Aktion für das Volk und durch das Volk.“

„Nach diesem Lehramt, nach diesem langen Wege können wir mit Sicherheit und mit lehramtlicher Autorität bekräftigen, dass die Liturgiereform unumkehrbar ist.“

 

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ANHANG

*1) Auszug Bulle (päpstlicher Erlaß) des heiligen Papstes Pius V. zur EINFÜHRUNG DES RÖMISCHEN MESSBUCHES (Missa Tridentina) vom 14. Juli 1570 im Auftrag des Konzils von Trient von 1545 bis 1563.

 

"(…) Nun hatten Wir gemäß den Beschlüssen des Heiligen Konzils von Trient über die Herausgabe und die Verbesserung der Heiligen Bücher, nämlich des Katechismus, des Missales und des Breviers zu verfügen. (...)

 

(…)Ebenso setzen Wir fest und erklären: Kein Vorsteher, Verwalter, Kanoniker, Kaplan oder anderer Weltpriester und kein Mönch gleich welchen Ordens darf angehalten werden, die Messe anders als wie von Uns festgesetzt zu feiern, noch darf er von irgend jemandem gezwungen und veranlaßt werden, dieses Missale zu verändern, noch kann das vorliegende Schreiben irgendwann je widerrufen oder modifiziert werden, sondern es bleibt für immer im vollen Umfang rechtskräftig bestehen.

 

(…) Wenn aber jemand sich herausnehmen sollte, dies anzutasten, so soll er wissen, daß er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird.

Gegeben zu Rom bei Sankt Peter im fünfzehnhundertsiebzigsten Jahre der Geburt des Herrn am 14. Juli im Fünften Jahre Unseres Pontifikats."

Quelle: kath-zdw.ch.

PARALLELEN im 4. Jahrhundert

"Denn sie wissen nicht einmal, was man ihnen genommen hat"

""Mitte des 4. Jahrhunderts wurde die Gottheit Christi und die des Hl. Geistes geleugnet. Sohn und Geist seien nur Geschöpfe Gottes. Bischofsitze und Kirchen waren weithin in der Hand der arianischen Irrlehrer.

 

Die Rechtgläubigen versammelten sich an entlegenen Orten, um dort den Gottesdienst zu feiern. Bischof Basilius von Cäsarea gab im Jahre 372 eine ergreifende Schilderung der damaligen Zustände:

 

"Verachtet sind die Lehren der Väter, auf die apostolischen Überlieferungen gibt man nichts; Erfindungen neuerungssüchtiger Menschen bürgern sich in den Kirchen ein. Die Hirten wurden vertrieben, an ihrer Stelle führt man reißende Wölfe herein, die die Herde Christi zerfleischen.

 

Die Gebetsstätten sind von denen verlassen, die sich dort versammelten, die Einöden sind von Klagenden erfüllt.

 

Die Älteren klagen, weil sie die frühere Zeit mit der Gegenwart vergleichen; die jungen Menschen sind noch bedauernswerter, weil sie gar nicht wissen, was man ihnen genommen hat" (Epistula 9,2)."

 

Diese Worte aus dem 4. Jahrhundert galten zweifellos auch für die Generationen, die nach dem (2. Vatikanischen) Konzil (1962-1965) geboren wurden: Sie wußten lange Zeit gar nicht, was man ihnen genommen hat, da sie nur das gegenwärtige Erscheinungsbild der Kirche kannten"", sagt der bekannte Theologie-Professor Dr. Michael Fiedrowicz in seinem Beitrag "Konsequenzen des Motu proprio Traditionis custodes" - entnommen den IK-Nachrichten Pro Sancta Ecclesia, Initiative katholischer Laien und Priester, 22. Jahrgang, Ausgabe August/September 2021.