Geosteter Altar. Zelebrant (Priester), Ministranten (Meßdiener) und Gläubige schauen in Richtung Christus. Das Kruzifix im Blick. (Der Volksaltar hat keine Funktion). Missale Bremen, 1511 *1)

DIE MESSE ALLER ZEITEN

VERGLEICH NEUE MESSE vs. ÜBERLIEFERTE MESSE. Liturgie-Änderungen. Auswüchse. Konzilsdokumente. "Traditionis custodes."

PAPST FRANZISKUS WILL DAS VÖLLIGE "AUS" DER TRADITIONELLEN MESSE ALLER ZEITEN. Tradition steht über dem Papst. Parallelen im 4. Jahrhundert. Französische Priestermütter wehren sich. Interview WELT mit M. Mosebach.

Einführung                                                        

Novus Ordo Missae (Neue Messe) im Vergleich zum Vetus Ordo  (Alte Messe)

Santuario de Loyola, Baskenland. Foto aus 2014.

Der heilige Ignatius von Loyola bei der Feier der Heiligen Messe im 16. Jahrhundert: Gen Osten zum Herrn hin. Unten rechts zu erahnen der Ministrant, der ihm das Priestergewand hält, wie heute bei der Alten Messe, der Missa Tridentina, der überlieferten Messe aller Zeiten.

 

Diesen vom heiligen Ignatius vor über 550 Jahren praktizierten Meßritus will Papst Franziskus nun per Dekret vom 16. Juli 2021 abschaffen. Unten mehr. Ignatius ist der Ordensgründer der Jesuiten; der Papst ist Jesuit.

 

Ignatius feierte die "unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Jesu Christi" - wie alle Priester der  Weltkirche auf allen Kontinenten es bis zur Einführung der Liturgiereform in 1969 nach Christus taten. Heute spricht man gerne von einer Mahfeier unter Vorsitz eines Priester. Dazu unten mehr.

 

NOVUS ORDO MISSAE - NEUE MESSE

Fast könnte man meinen, dass sich nur Äußerlichkeiten geändert hätten, wie die an manchen Stellen der Heiligen Messe gebeteten und/oder gesungenen lateinischen Texte oder die Ostung des Altares mit der gemeinsamen Blickrichtung von Priester/Zelebrant und Gläubigen gen Osten zur Sonne hin: hin zu Jesus Christus.

Der Propst von Hannover bei der Meßfeier.

Fortsetzung. Das zu unterstellen, wäre geradezu töricht. Den „normalen“ Kirchgängern werden die substantiellen Veränderungen gar nicht aufgefallen sein, weil sie nicht nur nicht korrekt kommuniziert worden sind, nein, sie sind teils nach und nach quasi einer schleichenden Inflation gleich sukzessive - locker ausgedrückt - den Gläubigen untergeschoben worden, teils schon vor dem Konzil.

 

NEUE MESSE FAND NICHT DIE VOLLE ZUSTIMMUNG

DER KONZILSBISCHÖFE

Die den Bischöfen in Rom im Oktober 1967 vom Papst-Sekretär Annibale Bugnini  erste experimentweise vorgeführte Neue Messe fand nicht die volle Zustimmung der Synode, was dann auch von Kardinal Alfredo Ottaviani (erster Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre) und Kardinal Antonio Bacci  ansatzweise in ihrem Schreiben vom 25. September 1969 an Papst Paul VI. zum Ausdruck gebracht wurde.

 

Schon in 1967 hieß es:

  • „(Hier) will man mit der gesamten Theologie der Messe ‚tabula rasa‘ machen. Im Grunde nähert man sich hier der protestantischen Theologie, die das Messopfer zerstört hat.“

 

LITURGIEKOMMISSION SETZTE SICH

RIGOROS DURCH

Es nützte alles nichts. Die (Liturgie-)Theologen, die katholischen wie die hinzugezogenen protestantischen, setzten sich radikal durch. Wer nicht spurte, machte sich verdächtig wie die Piusbrüder unter Erzbischof Lefebvre, die von Anfang an nicht alle Beschlüsse des Zweiten Vatikanums mittragen wollten, konnten und die bisherige überlieferte „Messe aller Zeiten“ unverdrossen weiter zelebrierten.  

 

Als die Arbeit getan war, die Liturgiereform unwiderruflich beschlossen, konstatierte einer der profiliertesten Vertreter der nachkonziliaren Liturgiereform in Deutschland, Emil J. Lengeling (1916-1986): 

  • "Manches mußte ... verklausuliert formuliert werden, ... (um) Türen zu Entwicklungen offen zu halten, für die auch in der letzten Konzilssession sicherlich keine 2/3 Mehrheit erreichbar gewesen wäre."

Man beachte, hier wird expressiv verbis beschrieben, wie die Liturgiekommission die Konzilsbischöfe hinters Licht geführt hat. Eine Entwicklung, die schon vor der Eröffnung des Konzils in 1962 ihren Anfang genommen hatte - unbemerkt von der Öffentlichkeit.

 

PROTAGONISTEN EINES NEUEN WELT- UND GOTTESBILDES

Jeder kommt in den Himmel

Als Protagonisten zu nennen sind die Jesuitenpatres de Lubac und Teilhard de Chardin aus Frankreich und der deutsche Karl Rahner. Sie, die "geistigen Väter" des Konzils, schufen ein neues Welt- und Gottesbild: der Mensch im Zentrum. Er als anonymer Christ ist, bereits weil er als Mensch auf Gott bezogen ist, erlöst. Der Mensch werde mit Sicherheit nach / mit dem Tode zu Gott eingehen. Wenn das so ist (Anm.: in völliger Negierung der Aussagen Jesu Christi in den Evangelien), kommt es in der Tat nicht mehr auf die Gottesdienstbesuche, die Beichte und die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche an. Anything goes. Ein fataler sog. Fortschrittsglaube, der sich langsam aber stetig in den Köpfen der Kleriker und der Gläubigen manifestiert hat.

 

ANALYSE

Staatsrechtler Carl Schmitt (1888-1985) zur nachkonziliaren Kirche, zitiert von Martin Mosebach zum 90. Geburtstag Papst Benedikts XVI.:

  • Alles fließt, lehrt Heraklit.
  • Der Felsen Petri, der fließt mit.“

Quelle: Aufsatz Steffen Wiegand in Una Voce Korresponenz 4. Quartal 2018:Kirchlicher Strukturwandel.

LITURGIE-ÄNDERUNGEN

Nachstehend die wichtigsten Änderungen, die die von Papst Paul VI. eingesetzte  Liturgiekommission zu verantworten hat - teils im Widerspruch der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils, teils als logische Folge der im Konzilsdokument Sacrosanctum Concilium (Konstitution über die heilige Liturgie) nicht leicht erkennbar festgehaltenen Ergebnisse. Unten mehr. In dieser Kommission waren auch Nichtkatholiken involviert.

Bamberg. April 2018. Missa Tridentina.

Zum Abschluß des feierlichen Pontificalamtes vor dem Kirchentor.

 

ZU DEN ÄNDERUNGEN DER HEILIGEN MESSE *

  • Die Heiligste Dreifaltigkeit steht nicht mehr im Mittelpunkt des Gottesdienstes.
  • Die Heilige Messe wird nicht mehr explizit als Meßopfer gefeiert.
  • Nicht mehr als die unblutige Vergegenwärrtigung des Kreuzesopfers Jesu Christi.
  • Die von Papst Paul VI. eingesetzte Liturgiekommission hat die heilige Messe zu einer Mahlfeier im Rahmen eines Gottesdienstes umfunktioniert. 
  • Der Priester fungiert nicht mehr als Zelebrant; er ist fortan Versammlungsleiter.
  • Deutlich zu erkennen am Schott-Meßbuch des Jahres 1984 für die Sonn- und Festtage der Lesejahre A, B und C: "Einführung zum Meßbuch" (S. 17 und folgende) mit der Rubrik: "Die Feier der Gemeindemesse" ab Seite 341. Der Autor, Odo Haggenmüller OSB, schreibt u.a.: "Das neue Meßbuch widerspricht nicht dem Beschluß des Konzils von Trient (...)": 
  • Das ist eine bewußte irreführende Fehldeutung und -interpretation. 
  • Neue liturgische Gebete verändern Glauben der Kirche. vgl. unten 3)

 

DIE WICHTIGSTEN ÄNDERUNGEN

VOM MESSOPFER ZUR MAHLFEIER

  • Der unmittelbare Zweck der Heiligen Messe, der des Sühnopfers, steht nicht mehr im Vordergrund.
  • Der letzte Zweck, nämlich das Lobopfer an die Heiligste Dreifaltigkeit - gemäß der ausdrücklichen Erklärung Jesu Christi - ist verschwunden.
  • Nunmehr heißt es: „Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes Gottes, die unter dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern."
  • Gebete zur Gabenbereitung Neue Messe (jüdisches Dankgebet) und Opfermesse Missa Tridentina; der Unterschied ist frappant: vgl. unten 3)
  • Nur noch bei der Wandlung sollen sich die Gläubigen hinknien.
  • Das doppelte Confiteor (Schuldbekenntnis) wurde abgeschafft, das einfache Schuldbekenntnis in vielen Messen nicht mehr gebetet.
  • Das Große Glaubensbekenntnis, das die Dreifaltigkeit betont, wird nur noch zu besonderen Anlässen gebetet; also selten.
  • Die vorgesehene Implizierung des Psalters bleibt unberücksichtigt; 
  • das Gloria (Ehre sei Gott) wird gleichermaßen nicht mehr gebetet. Dafür wird jeweils ein nur ansatzweise adäquates Lied gesungen.
  • Der Meßkanon mit der Wandlung, das zentrale Ereignis der Eucharistiefeier, hat seine Bedeutung verloren, dafür wurden 4 (vier) Hochgebete zugelassen, wobei das zweite als kürzestes und nichtssagendes allgemein präferiert wird. Bitte den Pfarrer nach dem 1. Hochgebet befragen.
  • Die Warnung des Apostels Paulus in der Gründonnerstags-Epistel, wer unwürdig kommuniziert, ißt und trinkt sich das Gericht (1 Kor 11,27) wird fortgelassen.
  • Das Dies irae, die ergreifende Schilderung des Weltgerichts, wird in der Requien-Messe nicht mehr geduldet.
  • Nur wenige Orationen, Kleinodien des liturgischen Schatzes, ganz vom Dogma durchdrungen, sind übernommen worden.
  • Jeder Zelebrant entscheidet nach eigenem Gusto - wie er es mag, resp. wie die Gemeinde- und Pastoralreferenten und -referentinnen es mögen. 

 

DER ALTAR JETZT EIN TISCH

  • Der Altar, jetzt zum Volk gerichtet, wird nunmehr als Tisch bezeichnet. Anders sieht er auch nicht mehr aus.
  • Häufig fehlt das Kruzifix. 
  • Viele geostete Hochaltäre und Seitenaltäre wurden nach 1970/72 willkürlich zerstört.
  • Die Protestanten hingegen haben ihre Hochaltäre in der Regel behalten, sie nicht zerstört - wie im 16. Jahrhundert nach Luthers Reformation.

 

KOMMUNION. SCHLUSSEVANGELIUM

  • Die Hostien werden nur noch auf die Hand gelegt; Partikel können somit auf die Erde fallen.
  • Mancherorts verweigern Priester den Gläubigen die nach wie vor gültige Mundkommunion.
  • Priester verweigern Gläubigen die Kommunion bei kniender Haltung, wie im August 2018 in Argentinien seitens eines Bischofs geschehen: 
  • ein eklatanter Verstoß gegen das Motu Proprium Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. in 2007.  
  • Das Schlußevangelium nach Joh 1,1-14 wurde ersatzlos gestrichen.
  • Das „Ite missa est“ („Geht, Ihr seid gesendet") zum Schluss der Messe heißt jetzt nur noch: "Geht in Frieden."
  • Der ursprüngliche Gedanke, die Gläubigen mögen draußen in der Welt ihren Glauben (Mission) bekennen, ist damit entfallen.

 

AUSWÜCHSE MITTLERWEILE ÜBLICH

Vielerorts bestimmen die Gemeinde- und Pastoralreferenten den Ablauf der Gottesdienste: singen, spielen, musizieren, predigen. *2)

  • Der Tabernakel befindet sich nicht mehr im Blickpunkt der Gläubigen, gerne in die Seitenschiffe verbracht, oder der Leiter/Pfarrer des Gottesdienstes sitzt mit dem Rücken zum Tabernakel, also den Herrn im Rücken. 
  • Ein Pfarrer verzichtet auf die Feier der Heiligen Messe, weil Frauen ihren Wortgottesdienst selbst gestalten wollten.
  • Ein Landpfarrer zelebriertemit einer evangelischen Pastorin eine „ökumenische“ Messe im römisch-katholischen Ritus, sprechen gemeinsam die Wandlungsworte und teilen dann die Hostien und den Wein aus.
  • Ein evangelischer Bischof hält in einer katholischen Stiftskirche während des Hochamts im Advent die Predigt.
  • Auch Kardinäle und Bischöfe scheuen sich nicht, der Profanisierung der Heiligen Messe das Wort zu reden.
  • Ich sehe ein Foto eines deutschsprachigen Kardinals vor Augen, wie er mit einem Luftballon in der Hand in seinen Dom einzieht, gleich einer Polonaise.
  • Ich sehe einen Pastoralreferenten vor Augen, der sich bei seiner Predigt am Ambo herumlümmelt, um "mir" dann zu erzählen, wie die gegenwärtige politische Weltlage (2018) zu verstehen und welche Partei in den USA resp. in Deutschland nicht wählbar sei. 
  • Ich sehe KommunionhelferInnen vor mir, die sich nicht scheuen, die Kommunion in sehr lockerer, kurzberockter Freizeitzeitkleidung auszuteilen.
  • Ich sehe Lektoren vor Augen, die die Lesungen, das Wort Gottes, in verwaschenen Jeans und in T-Shirts mit Werbeaufdrucken vortragen.
  • Ich sehe KommunionausteilerInnen und Ministranten zusammen mit dem zelebrierenden Priester in einer Reihe auf gleicher Höhe hinter dem Altar stehen: „Seht, der Priester ist doch nur Versammlungsleiter, mehr nicht!“
  • Ein österreichischer Pfarrer fordert die Gläubigen nach dem Sanctus auf, nicht mehr zu knien, nur noch zu stehen - also auch bei der Wandlung. Leider kniet Papst Franziskus auch immer weniger.
  • Ein italienischer Gemeindepfarrer läßt im Juli 2018 während der Messe einen Imam predigen - entgegen dem ausdrücklichen Wunsch der Gemeindemitglieder. "Aufsässige" Gläubige wurden von der gerufenen Polizei namentlich notiert.
  • Gottesdienst an einem italienischen Strand in Bikini.
  • Ich erlebe im September 2019 einen Gottesdienst, in welchem der junge Pianist am Klavier (nicht Orgel) während der Austeilung der heiligen Kommunion einen Beatles-Song spielt.
  • In der Heimatgemeinde wird prinzipiell die 2. Lesung zeitbedingt weggelassen; das Evangelium gerne in der Kurzform vorgetragen; *)
  • und der Pfarrer kommuniziert grundsätzlich nach der Austeilung der Kommunion an die Gläubigen. *)
  • Ich höre immer noch einen evangelischen Pastor vor der katholischen Heimatgemeinde referieren, dass Josef selbstverständlich der leibliche Vater Jesu sei, und der anwesende katholische Pfarrer sich nicht äußert, die Gläubigen irritiert zurücklässt.
  • Ich sehe einen vom Propst geleiteten Wort-Gottesdienst in einem Caritas-Altenheim vor Augen, in dem die Jubiläumsansprachen und eine Diashow im Vordergrund stehen; mit Musik, Luftballons und viel Beifall.
  • Eine norddeutsche Propsteigemeinde wirbt in ihrem wöchentlichen Mitteilungsblatt immer wieder für Spenden "ihres" Kolumbariums, also für die Urnenbeisetzung.
  • Ich lese, dass katholische Kindergärten zum Martinstag Halloweenlaternen basteln lassen - in den Farben des Regenbogens.
  • Ich lese in einem Bistumsblatt, wie die Lukasgeschichte von der Geburt Jesu und Marias Jungfräulichkeit als fromme Legende dargestellt wird.
  • Ich lese in einem Bistumsblatt, wie dieses offensiv für die Fraueninitiative Maria 2.0 wirbt, die das Frauenpriestertum bewerben.
  • Maria 2.0-Frauen dürfen im Bistum Osnabrück (Sept. 2020) im Gottesdienst (faktisch) predigen; formalrechtlich sei es eine Ansprache.
  • Corona. Ein Pfarrer fordert Gläubige auf, das eigene Brot mitzubringen, es in der Dose auf die Kirchenbank zu legen und nach der sog. Wandlung zu verzehren.
  • Corona. Theologen empfehlen Do-it-yourself-Messen.

  • Corona. Priester stellt Gottesdienst-Sets zum Mitnehmen zusammen: innen drin verpackte Hostien.

  • Leiterinnen von Seelsorgeräumen verbieten Priestern in Österreich die Abnahme der Beichte wie die Feier der hl. Messe zu Beerdigungen.

  • Priester spenden das Sakrament der Taufe mit den selbstgewählten Worten:"Im Namen von Papa und Mama, des Paten, der Großeltern, Freunde, im Namen der Gemeinschaft taufen wir dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes." Eine Perversion.

  • 1. Adventssonntag 2020. Gemeindereferentinnen predigen in Hl. Messe; so der Pfarrbrief einer Pfarreiengemeinschaft am Rande Bremens (Bistum Osnabrück). Ein weiterer Schritt zur Protestantisierung.

  • Prälat Imkamp, Februar 2012. Es wird nicht der Leib Christi verteilt, sondern eucharistisches KLeingebäck. Alles zur sozialen Beruhigung. 
  • ERGÄNZUNG Sonntag, 18. JULI 2021. Besuch eines herkömmlichen Gottesdienstes (Novus Ordo Missae) in der Früh in einer norddeutschen Großstadt. Das anschließend vor der Kirche mit dem Priester geführte Gespräch: schlichtweg "shocking". Es sei, so der Geistliche, angedacht, künftig - anstatt des Priesters - Laien, also Pastoral- und GemeindereferentInnen, predigen zu lassen. Er sei dann wohl nur noch ein "Hampelmann". Völlig diametral zu den Ergebnissen des 2. Vatikanischen Konzils von 1962-65. Der Bischof scheint es zu tolerieren und der Vatikan schweigt. Es gab während dieses Gottesdienstes fast keine Minute des Schweigens: Beschallung um jeden Preis. Das allerdings lag nicht in der Entscheidungsgewalt des Zelebranten.
  • Ergänzung 18. August 2021; gesehen auf YouTube: "The New Mass versus the Traditional Latin Mass." (eingestellt am 28. März 2020). Das dort Gezeigte übersteigt jegliche Vorstellungen.
  • DEZEMBER 2021. Erzdiözese Chicago. Weihnachtsgottesdienst Heiligabend als Event mit Jazzmusik, Tanz um den Altar, Lichter-Show, etc. Lesen Sie selbst:Catholic News Agency
  • APRIL 2022. Stephansdom Wien. Jugendliche Bespaßung. Für Maturantenfeier (Abiturienten) "Be blessed" Kletterwand aufgestellt; ausgedacht vom Schulamt Erzdiözese Wien und Radiosender Kronehit. 
  • PFARREI BADEN-WÜRTTEMBERG. Pfarrer weigert sich, gläubiger Katholikin die Beichte abzunehmen, schreibt Leserin auf thecathwalk; sie leide daran, dass Pfarrer, die Seelsorgeeinheit, überhaupt das ganze katholische Leben hier, zu bunt ist. 
  • 2022. Abt. Maximilian Heim (Heiligenkreuz) in seiner Hommage an Papst Benedikt XVI. 2018, S. 86: "Als ich sah (Weltjugendtag in Köln 2005), dass man statt den üblichen Hostien zerrissenes Fladenbrot vorbereitet hatte und überhaupt kein Meßbuch verwendete, (weigerte ich mich) diese liturgische Banalisierung mitzumachen; was den später hinzustoßenden Weltjugendtagspfarrer aber nicht hinderte."
  • August 2022. Bistum Limburg hält im September eine Frauen-Predigtwoche ab. Im „Volk G*ttes“ (sic!) zähle allein, „wes Geistes Kind wir sind“. Verstoß gegen das Kirchenrecht.
  • Chur. Schweiz. Gemeindeleiterin Monika Schmid zelebriert zusammen mit Priester die Eucharistie. Das ist ein eklatanter Verstoß.
  • November 2022. Analyse Don Michael Gurtner (...) "Man findet alles, vom sizilianischen Erzbischof, der mit Meßgewand und Mitra in seiner Kathedrale eine Runde mit dem Fahrrad fährt,
  • über einen deutschen Bischof, der mit Karnevalsschminke und Barockkasel am Altar steht,
  • bis hin zu einem Wiener Kardinal, der während einer Messe bei Diskobeleuchtung mit Luftballonen hantiert.
  • Priester im Wasser stehend, für den die Luftmatratze als Altar dient.
  • Priester in kurzen Hosen und T-Shirt im Wald; das ausgebreitete Tuch als Altar."
  • Zusammenfassung: Vom Meßopfer Christi - der Zelebrant wird nicht mehr als Vikar Jesu Christi gesehen - zur reinen, profanen Mahlfeier. Alles ist möglich. Viele Pfarrer setzen die Vorgaben ihrer Gemeinde- und Pastoralreferentinnen um.
  • Diese Reihe wäre quasi endlos fortzusetzen mit glaubensfernen Äußerungen von Theologie-Professoren, Bischöfen, Pfarrern, Ordensleuten (Jesuiten), et ecetera.

Frühsommer 2021. Farbig gestalteter Altartisch in einer norddeutschen Großstadt - vorbereitet für die Erstkommunion. Den vorgestellten mickrigen Tisch mit dem verdeckten Kelch und die im hinteren Bereich zu sehenden vier Leuchter bitte wegdenken.

Das Tischlein konnte noch rechtzeitig im Fundus der Gemeinde gefunden werden, sodaß die heilige Meßfeier nach dem Alten Ritus (Missa Tridentina), seit Wochen war der Termin bekannt gewesen, hat stattfinden können.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird so manchem Gläubigen aufgegangen sein, welchen Stellenwert die Diözesankirchen der Heiligen Meßfeier aller Jahrhunderte beimessen. Vielleicht schon ein Vorgriff auf Papst Franziskus`Vorhaben, das Motu Proprio Summorum Pontificum aus 2007 seines Vorgängers Benedikt XVI. neu zu bewerten, rückzuführen?

Eine katholische Gemeinde in Bremen ruft ihren Kirchenmitgliedern die sieben Sakramente in Erinnerung. Foto aus 2016. 

 

Man beachte auf der linken Seite die Symbole Eucharistie/Kommunion: ein Laib Brot (keine Hostie), ein Glas (Rot-) Wein. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, anzunehmen, dass auch in obiger Gemeinde entsprechend erklärt werden dürfte: Mahlfeier statt Opferfeier. Ein Laib Brot als Symbol für die Gegenwart Jesu. Laut neuesten Erhebungen glaubt nur noch eine katholische Minderheit an die Realpräsenz Jesu Christi und an die Transsubstantiation (Wesensverwandlung).

Wer mehr wissen will, klicke bitte die Begriffe an. (Bitte scrollen)

 

Im Neuen Testament (NT) nachzulesen bei Johannes 6,51 - 66. Ja, Jesu Worte sind schwer verdaulich. Wenn aber ein Philosophenpapst wie Johannes Paul II., ein Jahrhundert-Theologenpapst wie Benedikt XVI. oder hochgebildete Professoren zum Beispiel des Jüngeren Ratzinger-Schülerkreises diesen im NT verankerten Lehrsatz glauben, wer bin ich denn, dass ich an Gottes Allmacht zweifeln muß?!

AKTUELLES

Zum Papstschreiben Traditionis Custodes aus 2021 unten mehr.

2022. PAPST UND BISCHOF IM GLEICHKLANG. Erzbischof von Washington, DC, verbietet Mass of the Ages (Messe aller Zeiten, Alte Messe). Dazu Artikel in der Washington Post. Quelle: rotate-caeli.

 

2022. PARIS. VIELE GLÄUBIGE werden, nach den erneuten Vorstößen des Vatikan und einiger Bischöfe zur Piusbruderschaft abwandern, befürchtet ein Pariser Diözesanpriester. Quelle: Die Tagespost

 

16. JULI 2022. EIN JAHR MOTU PROPRIO *)

"TRADITIONIS CUSTODES"

TOP. 16. JULI 2021. PAPST FRANZISKUS wendet sich gegen die Heilige Messe aller Jahrhunderte, rekurriert (fälschlicherweise) auf das 2. Vatikanische Konzil 1962-65, revidiert das Schreiben seines Vorgängers Benedikt XVI. vom 7. Juli 2007. Pikant dabei, Franziskus spricht sich damit gegen die Messe aus, die "sein" Ordensgründer Ignatius von Loyola (Jesuiten) zelebriert hat. Unten mehr via Menüpunkt "Renaissance der..."

 

15. JULI 2022. WAS IST TRADITION? Roberto Mattei (Professor emeritus Universität Rom; u.a. für Moderne Geschichte und Geschichte des Christentums). Mehr lesen. katholisches.info 

 

14. JULI 2022. WAS SIND DIE GRÜNDE FÜR DIE LITURGIEKRISE? Cristina Siccardi (Italien, Historikerin, Publizistin, Buchautorin über das Konzil, San Pio X., San Fancesco). Mehr lesen

 

12. JULI 2022. DOCH. DU BRAUCHST DIE TRADITION. Christus selbst hat sie so eingerichtet. Mehr lesen. Die Tagespost

 

25. JULI 2021. PREDIGT P. RECKTENWALD. Nachzuhören unter Soundcloud.

 

7. Juli 2022. BESUCHERZAHLEN DER "ALTEN MESSE" steigen. In üblichen Pfarrgemeinden nahezu leere Bänke; Mißstände im "Neuen Ritus": Wer Klettergärten in Kirchen einrichtet und selbstverfaßte Hochgebete verfaßt, muß sich nicht wundern, schreibt Regina Einig in Die Tagespost vom 7. Juli 2022. Die Achse verschiebt sich.

 

19. JULI 2022. PARIS. VIELE GLÄUBIGE werden, nach den erneuten Vorstößen des Vatikan, einiger Bischöfe und eines berühmten Klosters  zur Piusbruderschaft abwandern, befürchtet Pariser Diözesanpriester. Quelle: Die Tagespost

19. JULI 2022. CHICAGO. MASS of the AGES soll verschwinden; das will der Ortsbischof. Den Papst wird es freuen. Institut Christus König darf ab August nicht mehr die Heilige Messe aller Jahrhunderte zelebrieren. 500 Sonntagsmeßbesucher verlieren ihre Heimat. Sieht so die Pastoral im Pontifikat der Barmherzigkeit, Menschenfreundlichkeit und zuhörenden Kirche aus? Der Geist des Konzils in vollendeter Ausprägung, sagt der Autor auf der Plattform Summorum Pontificum

25. Juli 2022. PAPST UND BISCHÖFE IM GLEICHKLANG. Erzbischof von Washington, DC, verbietet Mass of the Ages. Dazu 2 Artikel in der Washington Post. Quelle: rotate-caeli.

 

18. Mai 2022. IST EIN GLÄUBIGER KATHOLIK DEM PAPST in jedem Fall zum Gehorsam verpflichtet? Nein, sagt Bischof Vitus Huonder. Nur gegenüber Gott und Gottes Offenbarung. Gegenüber Papst und Bischof gilt nur der relative Gehorsam.

 

2022. WENN PAPST FRANZISKUS DIE TRADITIONALISTEN in den USA kritisiert und Europas (sterbende) Kirche lobt; dann ist irgendetwas nicht im Lot. Mehr lesen. "Traditionalistische" Gemeinden haben keine Priesternachwuchssorgen; in manchen deutschen Diözesen der Amtskirche dagegen tendiert die Zahl der Neupriester gen Null; die Kirchenbänke zu den Sonntagsgottesdiensten immer leerer.

 

*) Motu Proprio: Besonderes Papstschreiben zwecks Bekanntgabe kirchenrechtlicher oder administrativer Entscheidungen. Man bedenke: Mit diesem Schreiben vom 16. Juli 2021 hat Papst Franziskus das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ seines Vorgängers Papst Benedikt XVI. vom 7.  Juli 2007 mit einem Federstrich eliminiert. Ein Bruch, der nicht härter vollzogen werden konnte. Wie Abt Maximilian Heim in seinem Vortrag am 16. Juli 2022 deklamieren konnte, "dass Benedikt XVI. und Franziskus fast wortgleich übereinstimmend über die Liturgie sprächen", ist, vereinfacht ausgedrückt, nicht nachvollziehbar, wohl mehr dem Wunsch der Vater des Gedankens geschuldet.

 

16. JULI 2022. ABT MAXIMILIAN HEIM, Stift Heiligenkreuz, spricht sich gegen "traditionalistisch" orientierte Kreise aus. Mehr über diesen unerwarteten und unnötigen Stoß gegen die "Alte Messe"

CUI BONO.

  • In seinem Vortrag stellte er (Anm.: Abt Maximilian) heraus, wie Benedikt XVI. und Franziskus fast wortgleich übereinstimmend über die Liturgie sprächen.
  • Auch wandte sich der Abt gegen ein in traditionalistisch orientierten Kreisen forciertes einseitiges Festhalten an der alten Messe.
  • "Die neue Messe, wenn man sie ordentlich feiert, ist das gleiche Kreuzesopfer", sagte Heim und erhielt auch dafür Beifall.“

 

Erst einmal.  Der Unterschied zwischen beiden Päpsten, ist, nicht nur was die Liturgie angeht, so unterschiedlich wie die Farben schwarz und weiß unterschiedlich sind. Wie anders ist das Verhalten des gegenwärtigen Papstes zu beleuchten, als er - fast schon brutal - am 16. Juli 2021 das Motu Proprio seines Vorgängers Summorum Pontificum vom 7.7.2007 mir nichts dir nichts weggewischt hat wie ein Stück Papier, das in den Reißwolf gehört; nicht anders verhielt er sich mit seinem Apostolischem Schreiben Responsa ad Dubia Ende 2021.  

 

Wie viele bedeutende Professoren-Theologen und/oder Schriftsteller/Philosophen sollte ich an dieser Stelle - stellvertretend - nennen, die nicht die Meinung des Herrn Abt teilen, den ich ansonsten sehr schätze. Seine katholische Religiosität, seine nicht aufgesetzte Frömmigkeit imponieren. Martin Mosebach, der berühmte Schriftsteller; Prof. Robert Spaemann, der katholische Philosoph schlechthin; Prof. Roberto de Mattei aus Italien; Prof. Michael Fiedrowicz, der profunde Kenner der Alten/Frühen Kirche und damit der Messe aller Jahrhunderte; Dr. Heinz-Lothar Barth, profunder Kenner der „Alten Messe“; Dr. Peter Kwasniewski und Kardinal Raymond Leo Burke aus den USA; Weihbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan; Dr. Thorsten Paprotny aus Deutschland; etc. Von den Protagonisten der Petrusbruderschaft und der Piusbrüder ganz zu schweigen. Haben alle die hier Genannten sich täuschen lassen? Sind sie alle deppert? Mitnichten. Sie alle haben die substantiellen Unterschiede herausgearbeitet. Ich sage es sehr deutlich: was für eine Geschichtsklitterung wird hier betrieben!

 

Damit ist auch die Frage des Kreuzesopfers „neue und alte Messe“ beantwortet mit dem verkürztem Diktum: Vom Messopfer zur Mahlfeier.

 

Joseph Kardinal Ratzinger 1997 in seinem Buch „Aus meinem Leben“ über die Liturgiereform; vernichtender geht es nicht.

 

  • "Ich bin überzeugt, dass die Kirchenkrise, die wir heute erleben, weitgehend auf dem Zerfall der Liturgie beruht, die mitunter sogar so konzipiert ist, 'etsi Deus non daretur': dass es in ihr gar nicht mehr darauf ankommt, ob es Gott gibt und ob er uns anredet und erhört.
  • Wenn aber in der Liturgie nicht mehr die Gemeinschaft des Glaubens, die weltweite Einheit der Kirche und ihre Geschichte, das Mysterium des lebendigen Christus erscheint, wo erscheint Kirche in ihrem geistlichen Wesen dann noch?
  • Dann feiert die Gemeinde nur sich selbst, aber das lohnt sich nicht. Und weil es die Gemeinde aus sich gar nicht gibt, sie vielmehr immer durch den Glauben vom Herrn überhaupt als Einheit entsteht, ist Zerfall in Parteiungen aller Art, das parteiliche Gegeneinander in einer sich selbst zerreißenden Kirche unter diesen Bedingungen unwiderruflich.“

 

Wir sollen also – nur damit die Einheit gewahrt bleibt, Gutes mit weniger Gutem mischen -   an einem sonntäglichen Gottesdienst der Diözesan-Pfarrei teilnehmen,  der es nicht wert ist,  Heilige Messe genannt zu werden; Stichworte Synodaler Weg; Maria 2.0; Segen für Alle, Neufassung der Offenbarung Jesu Christi, d.h. Anpassung an den Zeitgeist; et ecetra.  Nur einige wenige illustrierende Beispiele: In einer Pfarrei sagte mir der Pfarrer persönlich in einem längeren Gespräch (heute ist er für die Weiterbildung von Priestern zuständig), dass das Evangelium  von Lukas 1 und 2 frommen Märchen gleichzusetzen seien, es sei ja keiner außer Maria dabeigewesen. In gleicher Pfarrei forderte der jetzt zuständige Propst medienwirksam im Regionalblatt das Frauenpriestertum und weitere obskure Dinge; dort dürfen auch schon einmal Frauen während des Gottesdienstes predigen, was explizit kirchenrechtlich untersagt ist; anschl. wird die für jeden Anwesenden sichtbare Predigt dann umgedeutet in eine Ansprache; etc…

 

Nein, wir nehmen an vielen Sonntagen einen langen Weg auf uns, um einer Heiligen Messe beizuwohnen, in der die Gläubigen ihren tiefverwurzelten Glauben zeigen: vor allem junge Menschen, junge Männer, junge Frauen, vielköpfige Familien. Warum? Auch wegen der Christus-zentrierten Predigten.

 

Bischof Vitus Huonder hat sehr schön in einer Predigt am 18. Mai 2022 herausgearbeitet, dass der katholische Gläubige nur Gott und Gottes Offenbarung gegenüber verpflichtet, gehorsam ist; Papst, Bischof und Priester nur relativ - nicht absolut.  

KONZILSDOKUMENT Sacrosanctum Concilium (SC): Beschlüsse und Forderungen

Missale Romanum, 1962.

 

BESCHLÜSSE

UND FORDERUNGEN

  • SC 14: die zu beachtende „volle und tätige Teilnahme“ des ganzen Volkes (Volk Gottes anstatt Christi Leib; zu Lasten des Priesters am Altar, der ja an sich an Christi Stelle fungieren sollte)
  • SC 27: Feiern mit Gläubigen haben Vorrang vor den von Einzelnen gleichsam privat vollzogenen Messen (gemeint sind wohl die sog. täglichen Stillmessen der Priester)
  • SC 29: Auch Ministranten, Lektoren, Kirchenchöre vollziehen „liturgischen Dienst“; allerdings in geziemender Ordnung (weg vom Priester, hin zu Laien in Freizeitlook)
  • SC 34: Forderung nach Vereinfachung der Riten (frei von unnötigen Wiederholungen, der Fassungskraft der Gläubigen angepaßt; Folge: fast keine Kniebeugen mehr)
  • SC 36: Zulassung der jeweiligen Muttersprache – neben Latein (in der Praxis nahezu völliger Wegfall der weltweit verbindenden lateinischen Sprache)
  • SC 48: Darbringung der unbefleckten Opfergabe der Christgläubigen „nicht nur durch die Hände des Priesters, sondern auch gemeinsam mit ihm“; sich selbst darbringen (das Volk steht jetzt im Focus)
  • SC 53: Wiederbelebung der Fürbitten – auch Allgemeines Gebet oder auch Gebet der Gläubigen genannt (heute vor allem seitens der Pastoralreferentinnen politisch formuliert)
  • SC 55: Zulassung der Kommunion in beiderlei Gestalt nach Ermessen der Kleriker und der Laien (zusätzlich zur Hostie)
  • SC 57 und 58: Forderung nach einem Konzelebrationsritus (Einbeziehung weiterer Zelebranten am Altar; der Priester, der einzeln zelebrieren möchte, darf das dann nicht mehr zur selben Zeit)

Quelle: Aufsatz Steffen Wiegand in Una Voce Korrespondenz 4. Quartal 2018:Kirchlicher Stru

KONZILSDOKUMENT Dei Verbum 21

Wort-Gottesdienst oder Eucharistiefeier?

Obschon der Vatikan bereits in 1968 eine Präzisierung von Nr. 21 des Kapitels VI. DIE HEILIGE SCHRIFT IM LEBEN DER KIRCHE vorgenommen hatte, ist dieser im amtlichen deutschen Text nie entsprochen worden. Warum wohl?

 

Worum geht es? Es geht um die Gleichrangigkeit von Wort-Gottesdienst (Tisch des Wortes) und Eucharistie-Feier (des Sakramentes), die möglicherweise aus nachstehendem Satz ablesbar wäre. 

  • „Die Kirche hat die heiligen Schriften immer verehrt wie den Herrenleib selbst.“

Im lateinischen Originaltext heißt es:

  • "Divinas Scripturas sicut et ipsum Corpus dominicum semper venerata est Ecclesia...“.

Also müßte es richtig übersetzt sein mit:

  • „Die Kirche hat die heiligen Schriften stets verehrt, wie auch den Herrenleib selbst.“

Man könnte fast geneigt sein, von Wortklauberei zu sprechen. Ist es aber nicht. Justiziable Fachleute, ob auf politischem und/oder kirchlichem Terrain, wissen um die Bedeutung des Schriftwortes. Quelle: Nina Heereman, Theologin, USA, Juni 2020.

LITURGIEPRAXIS HEUTE  - Neue Messe 

  • "Ich frage mich vielmehr, warum die zehn Prozent, die noch da sind, sich eine lieblos, ohne jede ästhetische und theologische Qualität heruntergefeierte Liturgie überhaupt noch antun."

 

Dieses Statement des bekannten Liturgiewissenschaftlers Martin Stuflesser faßt die ganze Malaise der sog. Neuen Messe zusammen.

Auch der Kölner Liturgiereferent Alexander Saberschinsky kritisiert die gegenwärtige Praxis; vgl. Vaticannews, 25. Juni 2019.

Priester zelebrieren die neue Messe, vom Meßopfer wird vielfach nicht mehr gesprochen, ohne an die Realpräsenz (also an die Wandlung) glauben zu müssen. Der eigentlichen Verpflichtung, jeden Tag die heilige Messe zu feiern, geht man gerne aus dem Weg, auch und gerade während des eigenen Urlaubs.

 

Stefan Heid, Rektor des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie in Rom, Professor für Liturgiegeschichte faßt die Situation wie folgt zusammen: In den evangelischen Gemeinschaften, Kalvinisten und heutiges Luthertum, gäbe es nach Jahrhunderten stabiler Konfessionalität eine rapide Erosion, insofern man sich zentraler reformatorischer Bekenntnisse entledige. Das ließe dieselben selbstkritischen Fragen bei den Katholiken aufsteigen:

 

  • "Haben heute der landläufige Liturgieglaube und die gewöhnliche katholische Eucharistiepraxis wirklich noch mit dem Bekenntnis und der Liturgiepraxis des Trienter Reformkonzils (16. Jh.) zu tun,
  • wie sie das Zweite Vatikanische Konzil (1962-65) eigentlich noch bestärken und erneuern wollte?
  • Ist also nicht auch der Katholizismus von seiner jahrhundertelang gültigen Form weit abgerückt!"

Quelle: Die Tagespost, 1. April 2021, S.3.

 

Hans Urs von Balthasar (195-1988), der große Schweizer Theologe, erkannte schon 1965 die Nachteile der Neuen Messe. Die neuen Gottesdienste ließen keinen Raum mehr für die Anbetung Gottes. Entweder sei sie überflüssig oder das Kirchenvolk sei nicht mündig genug, sie zu leisten. Ununterbrochen laufe eine Geräuschkulisse. Keine innere Sammlung mehr, keine Stille für das persönliche Gebet, kein Atem schöpfen.

  • "Sei still vor dem Herrn" - Psalm 37,7.
  • "Gott, Dir ist Stille Lobgesang " - Psalm 65,2.
  • "Alle Welt schweige in seiner Gegenwart" - Habakuk 2,20.
  • "Als das Lamm das siebte Siegel öffnete, trat im Himmel Stille ein" - Offenbarung/Apokalypse 8,1.
  • "Gott wird durch die Stille geehrt" - Hl. Thomas von Aquin

 Quelle: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Juni 2021, S. 4+5. 

ERLÄUTERUNGEN

*) DIE HEILIGE MESSE, MESSFEIER, MESSOPFER, EUCHARISTIEFEIER 

ist die liturgische und sakramental-unblutige Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi an Gott Vater durch den Dienst der Priesters, in der Kraft des Heiligen Geistes. In ihr bewirkt Christus die ewige Erlösung sühnend, um durch sein Opfer die Sünden der Menschheit zu tilgen.

Das Meßopfer ist nicht bloß das stetige wiederholende Gedächtnis an das Pascha-Mysterium von LeidenSterben und Auferstehen Jesu Christi und ist nicht die bloße Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern.

Nur die Opferungsweise (blutig-unblutig) ist verschieden. Er opfert sich nicht viele Male. Christus selbst ist in diesem göttlichen Opfer enthalten. Er ist gleichsam PriesterAltar und Opferlamm (Osterpräfation). Quelle: kathpedia.

 

*1) Das Missale secundum ritum ecclesie Bremense des Bremer Doms, übersetzt: Messbuch gemäß der in der bremischen Kirche üblichen Gepflogenheiten, beschreibt den im Mittelalter nur in der Diözese Bremen gültigen Ritus für die Heilige Messe. Es enthält in lateinischer Sprache die feststehenden und wechselnden biblischen Texte, Gebete und Gesänge für die Gottesdienste. Auftraggeber war der von 1497 bis 1511 amtierende Erzbischof Johann III. Rode.

In Gebrauch war das Missale nur von 1511 bis 1532. Nach der in den Bremer Altstadtkirchen 1522–1523 durchgeführten Glaubensreformation im Sinne Luthers, blieb der St. Petri Dom mit dem Erzbischof an der Spitze dem alten Glauben verpflichtet. Das änderte sich, als am Palmsonntag 1532 der Dom von einer radikalen Bürgergruppe, den sogenannten 104 Männern, in Besitz genommen wurde. Das Domkapitel floh daraufhin unter Anführung des Dompropstes Franz Grambeke nach Verden und im Dom durfte nur noch evangelisch gepredigt werden. Quelle: Wikipedia.

 

*2) ZUR FEIER DER LITURGIE

"Deshalb darf niemand dabei eigenmächtig etwas hinzufügen, weglassen oder ändern" (ca 846 § 1 CIC), "auch wenn er Priester wäre." (SC 22 § 3)

 

ZUM GESETZBUCH KIRCHENRECHT

CIC: Codex Iuris Canonici, Kodex des kanonischen Rechts - Gesetzbuch des Kirchenrechts der katholischen Kirche.

Zuletzt von Papst Johannes Paul II. in 1983 promulgiert. Die erste Fassung des Kirchenrechts stammt aus 1917 als Ergebnis der Diskussionen während des 1. Vatikanischen Konzils.

SC: Sacrosanctum Concilium - Konstitution über die heilige Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils; von Papst Paul VI. in 1963 promulgiert.

 

Die Instruktion REDEMPTIONIS SACRAMENTUM der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung vom 25.03.2004 unterstreicht die obige Bestimmung.

 

3)NEUE GEBETE VERÄNDERN GLAUBEN DER KIRCHE

GEBETE ZUR GABENBEREITUNG / OPFERUNG

FRIEDENSGEBET

 

GABENBEREITUNG

NEUE MESSE

Bei der Gabenbereitung spricht der Priester über Brot und Wein zwei kurze Gebete. Das erste lautet:

  • "Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit.
  • Wir bringen dieses Brot vor dein Angesicht, damit es uns zum Brot des Lebens werde.
  • Gepriesen bist du in Ewigkeit, Herr, unser Gott."

Diese Gebete, die meist leise gesprochen werden, erinnern an kurze Dankgebete aus dem Judentum. Diese kleinen Dankgebete nennt man hebräisch "Berakha" (Mehrzahl "Berakhot"), was nichts anderes als "Lob" bedeutet. Solche Berakhot gibt es im Judentum zuhauf. Mit ihnen verdeutlichen gläubige Juden, dass alles, was sie haben und benutzen, Geschenk und Gabe Gottes ist. Im christlichen Gottesdienst wird diese Formulierung aufgegriffen und verdeutlicht die enge Verbindung zum Judentum. Quelle: katholisch.de

 

GEBET ZUR OPFERUNG

VERGLEICH MISSA TRIDENTINA

Volksmissale, 2015, Pater Martin Ramm FSSP *)

  • „Heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott, nimm diese makellose Opfergabe gnädig an.
  • Dir, meinem lebendigen, wahren Gott, bringe ich, Dein unwürdiger Diener, sie dar für meine unzähligen Sünden, Fehler und Nachlässigkeiten.
  • Ich opfere sie auf für alle Umstehenden und alle Christgläubigen, für die Lebenden und Verstorbenen.
  • Gib, daß sie mir und ihnen zum Heile gereichen für das ewige Leben. Amen.“

 

FRIEDENSGEBET

MISSA TRIDENTINA *)

  • „Herr, (…) schau nicht auf meine Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.“

 

Der Beter beklagt eindeutig seine persönlichen Sünden, er versteckt sich nicht in der grauen Masse des "Wir". Der Beter sagt klipp und klar: "Ich habe gesündigt!"

 

VERGLEICH NEUE MESSE nach der Liturgiereform

  • „Herr; (…) schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche.“

FAZIT. Die Liturgiereformer machten aus "persönlichen Sünden" die Sünden der Kirche, während man den Glauben als das Persönliche ansieht.

Umgekehrt sei es richtig, so Kardinal Joseph Ratzinger: Der Glaube ist der Glaube der Kirche, während die Sünden der persönlichen Verwantwortung zuzuordnen sind. Erlösung ist immer konkret und personal zu verstehen, denn sie wird ermöglicht durch das Verbundensein mit Gott, was in der Tradition der Kirche mit "Stand der Gnade" umschrieben wird. Eine Abkehr von diesem grundlegenden Verständnis macht die Frage nach der Erlösung unmöglich.

 

Quelle: Die Tagespost im Fokus, Ausgabe 23. September 2021. Theologie Josef Ratzinger / Papst Benendikt XVI. Vortrag "Wie sind wir eigentlich erlöst. Befreit von der Endlichkeit" - Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann, Rom - im Rahmen des Symposions des Neuen Schülerkreises des emeritierten Papstes Benedikt XVI. in Rom, u.a. am 18. September 2021. Weitere Referenten:  Kurt Kardinal Koch, Prof. Jan-Heiner Tück. Prof. Dr. em. Michael Schneider SJ, Professorin Barbara Hallensleben unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Ohly, Köln.

SCHOCK. MISSA TRIDENTINA. PAPST FRANZISKUS nimmt Katholiken geistliche Heimat.

Gebetsblatt Missale. Beschneidung des Herrn am 1. Januar: Circumcisio Domini. Mit Verweis auf Levitikus und Deuteronomium. Epistel (Lesung) Titus 2,11-15.

 

PAPSTSCHREIBEN AN DIE BISCHÖFE. Motu Proprio "Traditionis Custodes" vom 16. Juli 2021.

Alte Messe darf in Pfarrkirchen nicht mehr gefeiert werden. Wann hat es das je gegeben?

 

Wie und wann wird der emeritierte Papst Benedikt XVI. reagieren?

PAPST WIDERRUFT ENTSCHEIDUNGEN SEINER VORGÄNGER JOHANNES PAUL II. und BENEDIKT XVI.; ignoriert den Erlaß von Papst Pius V. vom 14. Juli 1570.  *1) unten mehr. Ein in der Geschichte des Papsttums einmaliger Vorgang. Franziskus irrt. Tradition steht über dem Papst.

VORLAUF DER PÄPSTLICHEN ENTSCHEIDUNG.

MEHR LESEN UNTEN

 

DEUTSCHER TEXT des Motu proprio "Traditionis Custodes" von Papst Franziskus vom 16. Juli 2021.

BEGLEITBRIEF AN DIE BISCHÖFE. DEUTSCHER TEXT

November 2021.PAPST WILL ALLE AUSNAHMEN für die Traditionelle Messe abschaffen. Vertraulicher Brief aus dem Vatikan (Präfekt der Gottesdienstkongregation) Weiterlesen kath.net.

 

EMPFEHLUNG. US-Film "CATHOLICS" aus 1973 thematisiert heutige Situation. Mit Trevor Howard, Raf Vallone und Martin Sheen - auf YouTube

 

PAPST FRANZISKUS IRRT

Ein Blick in das Motu Proprio "Summorum-pontificum" von Papst Benedikt XVI. vom 14. September 2007 genügt, die "wahre Absicht" von Benedikt XVI. zu erkennen: Nebeneinander von Neuer Messe und Alter Messe (Vetus Ordo).

 

Auch bezieht sich der Heilige Vater bei seiner Ablehnung der Traditionellen Messe auf das 2. Vatikanische Konzil. In den betreffenden Dokumenten wurden jedoch sowohl die Lateinische Liturgiesprache x5) wie die Ostung des Altars  ausdrücklich erlaubt. Die überlieferte Liturgie der Traditionellen Messe aller Zeiten ist Ausdruck des überlieferten Glaubens von den Aposteln über die Kirchenväter- und lehrer bis heute.

 

AFFRONT gegen Johannes Paul II. und Benedikt XVI./Josef Ratzinger: Bischöfe aus Mexiko und Frankreich setzen Papst-Anweisungen gegenüber Petrusbruderschaft *) rigide um. Quelle: summorum-pontificum.de *)1988 von JP II. als "klerikale Bruderschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechtes" anerkannt; gegründet mit Hilfe von Kardinal Josef Ratzinger.

 

2022. PAPST FRANZISKUS BEHARRT auf Einhaltung der Richtlinien zur Einschränkung der alten Liturgie. Quelle: CNA. / Mehr lesen kathnews

 

2022. PAUKENSCHLAG IN LILLE. Künftiger Erzbischof von Paris spendet Firmung im überlieferten Ritus. Mehr lesen

KIRCHE LEBT. CHARTRES-WALLFAHRT. 50% der traditionalistischen Pilger jünger als 20 Jahre. Weiter lesen. Mehr als 15.000 Pilger unterwegs.

 

 

FRANKREICH NOVEMBER / DEZEMBER 2021.

STRASSBURG. BISCHOF erlaubt keine "illegalen" Zelebrationen. Gemeint sind die Alten Messen.

PARIS. JUNGE TRADITONELLE GLÄUBIGE beklagen in ihrem Brief an den Erzbischof, als Katholiken zweiter Klasse behandelt zu werden.

GRENOBLE. DER BISCHOF fordert, die Gläubigen müßten nun "einen zusätzlichen Schritt im Glauben machen, um nicht abzurutschen.

 

"DOMINE, QUO VADIS?" - "Herr, wohin gehst Du?" - "Ich komme nach Rom, um wiederum gekreuzigt zu werden." Geistliche Betrachtung zum Schreiben von Papst Franziskus.

 

AUSFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN - 18. Dezember 2021. Papst Franziskus beschneidet Christus-zentrierten Priestergemeinschaften*) nahezu alle Rechte. Warum dieser unbarmherzig anmutende Akt? Das Apostolische Schreiben RESPONSA AD DUBIA offiziell auch in deutscher Sprache (bitte scrollen). *) gemeint sind die Priester, die den Traditionellen Ritus zelebrieren.

Quellen: CNA // summorum pontificum  // Catholic World Report

New Liturgical Movement // Rorate Caeli

 

MARTIN MOSEBACH. WENN FRANZISKUS HAND AN DIE TRADITION LEGT, kann er die Gläubigen nicht mehr zum Gehorsam verpflichten." Quelle: Die Welt. //  Auszüge (bitte nach unten scrollen)

 

MARTIN MOSEBACH: TRADITION STEHT ÜBER DEM PAPST. Alte Messe war nie verboten gewesen, weil sie auch nicht verboten werden kann. Quelle: CNA deutsch

 

PROF. GEORG MAY, Kirchenrechtler: Ein Gesetz, das dem Gemeinwohl der Kirche schadet, ist unwirksam. Quelle: katholisches.info

 

HATTE LEFEBVRE DOCH RECHT? Martin Mosebach kritisiert das brutale Vorgehen Roms v.a. gegen traditionstreue Frauenorden. Quellen: summorum-pontificum vom 5. Oktober 2021 und katholisches.info

 

WIEN. Papst Franziskus hat die Alte Meßfeier verboten, will aber bei den Gläubigen den Sinn fürs Symbolische wieder wecken. NZZ. Prof. Jan-Heiner Tück, Wien. Wie paßt das zusammen?

 

25. JULI 2021. PREDIGT P. RECKTENWALD. Nachzuhören unter Soundcloud.

 

USA. BEDEUTUNG DER TRADITIONELLEN LITURGIE. Peter Kwasniewski, US-Amerikanischer Philosoph. Quelle: Die Tagespost, Mai 2021.

 

USA. KARDINAL BURKE: WIR MÜSSEN ZUR HEILIGEN TRADITION zurückkehren. In den Fällen, in denen der Glaube sogar innerhalb der Kirche selbst verraten wird, seien die Gläubigen verpflichtet, den Glauben zu verteidigen.

Quelle:Die Tagespost. Bleiben und kämpfen. S. 10. 25. August 2022. Ermutigt die Katholiken, die unter den Einschränkungen der Alten Messe leiden. "Seine (Gottes)" Vorsehung wird die Oberhand behalten. Mehr lesen

 

2022. PAPST FRANZISKUS BESTÄTIGT RECHTE DER  PETRUS-BRUDERSCHAFT, weiterhin die Alte Messe lesen zu dürfen. Quelle: CNA

 

FRANZÖSISCHE PRIESTERMÜTTER WEHREN SICH. Sie planen einen Marsch nach Rom. Der Papst soll ein Zeugnis erhalten, das aus den Herzen des Volkes Gottes kommt. Quelle: CNA

USA. TRADITONELLE KARMELITTEN WEHREN SICH. Mehr lesen

 

BEHALTEN DIE PETRUS-BRUDERSCHAFTEN ihre einstmals vom Vatikan zugestandenen  Eigenrechte? Quelle: summorum-pontificum.

Die PIUS-Bruderschaft, vom Vatikan immer noch unabhängig, bringt eine gute umfassende Zusammenstellung; zitiert Medien, Historiker, intern. Priester, Internetportale, Publizisten

 

USA: KARDINAL BURKE zelebriert, nach seiner Covid-Erkrankung, die Alte Messe. Quelle: katholisch.de (Webseite der deutschen Bischöfe)

 

USA. KARDINAL MÜLLER, ehemaliger Glaubenspräfekt, zelebriert erneut ein Pontifikalamt im überlieferten Ritus. Quelle:katholisches.info

 

KARDINAL MÜLLER kritisiert päpstliche Einschränkung der überlieferten Liturgie. Quelle: kathnews

 

USA. ERZBISCHOF CORDILEONE zelebriert erstmals in seiner Kathedrale die heilige Messe im überlieferten Ritus. Quelle:katholisches.info

 

KOMMENTAR PRO SANCTA ECCLESIA. Quelle: summorum-pontificum

 

POLEN. DOMINIKANER-PATER SCHREIBT FRANZISKUS und hohen Würdenträgern. Quelle: summomorum-pontificum.

 

NAMHAFTE KATHOLIKEN STARTEN INITIATIVE für Beibehaltung der Traditionellen Messe. Brief an Katholiken auf der ganzen Welt: "Welcher  Vater wird ihm einen Stein geben, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet? - Mt 7,9.

AKTION: www.stoptraditioniscustodes.org

 

TRADITIONELLE MESSE WIRD SICH DURCHSETZEN, ist stärker als Papst Franziskus. Quelle: kath.net

 

AFFRONT GEGEN PAPST EMERITUS BENEDIKT XVI.: BISCHÖFE aus Frankreich und Mexiko setzen Papst Franziskus` Anweisungen, die Traditionelle Messe abzuschaffen, rigide um. Betroffen die Priester der Petrusbruderschaft: 1988 unter Zuspruch von Kardinal  Josef Ratzinger gegründet. Quelle: summorum-pontificum.de

 

2021. SPANIEN. OVIEDO FEIERT ALTEN RITUS / Mozarabisch. Anläßlich 1200-Jahrfeier der Kathedrale. Weiterlesen Camino Primitivo (scrollen).

ROM-WALLFAHRT. TRADTIONELLE MESSE IM PETERSDOM. Weiterlesen. Pontifikalamt mit Erzbischof untersagt. Weiterlesen.

PROF. MICHAEL FIEDROWICZ: LEX ORANDI - LEX CREDENDI: "Denn sie wissen nicht einmal, was man ihnen genommen hat". WEITERLESEN

PROF. EBERHARD GROSS. Angriff auf das geistige Zentrum des katholischen Glaubens. MEHR LESEN

 

USA. TRADITIONSORIENTIERTER KARMELITTERINNEN-KONVENT vor Vatikan-Visitation. Wie lange werden die Nonnen dann noch die Traditionelle Messe feiern dürfen? Quelle: Portal summorum-pontificum.de

 

FRANKREICH. "Heiliger Vater, haben Sie den Mut und die Demut, eine so unversöhnliche Entscheidung rückgängig zu machen." WEITERLESEN

 

KATHOLISCHE GRUPPEN üben Kritik an amtierenden Papst. Papst Benedikts XVI.-Werk der Versöhnung werde zu seinen Lebzeiten zerstört, sein gegebenes Wort gebrochen. Quelle: kath.net

 

ERKLÄRUNG DER GENERALOBEREN der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften. MEHR LESEN / REAKTIONEN zur Erklärung. 

 

ARGENTINIEN. PAPSTSCHREIBEN aus Sicht des em. Erzbischofs von La Plata Rückschritt. MEHR LESEN

 

PHILADELPHIA. PONTIFCAL HIGH MASS in the Extraordinary Form mit Bischof Joseph Perry, Chicago, am 15. August 2021 in der Cathedral Basilica of Saints Peter & Paul. Quelle: Portal summorum-pontificum

 

HANS JAKOB BÜRGER. Fragwürdiges Ausüben der Amtsgewalt von Papst Franziskus. Konzil hat lateinische Messe als Regelfall vorgesehen.

Mehr lesen CNA

 

SAN FRANCISCO. ERZBISCHOF führt nach Papstschreiben Lateinische (Alte) Messe ein. Die Messe sei in jeder Form ein Wunder.WEITERLESEN CNA

 

USA. RORATE COELI: On the moves against the Traditional Mass, “It’s all about the Violence”: “Why would anyone pretending to be of Christ’s Church lash out at the lambs?” (by Archbishop Thomas E. Gullickson). „Es geht nur um die Gewalt“: „Warum sollte jemand, der vorgibt, zur Kirche Christi zu gehören, auf die Lämmer einschlagen? WEITERLESEN

 

ITALIEN. EINFLUSSREICHE KATHOLISCHE LAIEN an Papst Franziskus: "Setzen Sie diesem Bürgerkrieg in der Kirche ein Ende." Franziskus führe Kirche weiter ins "Chaos". Quelle: katholisch.de (Sprachrohr der dt. Bischöfe)

 

FRANKREICH. VALEURS ACTUELLES. "Wenn der Papst den eigenen Gläubigen den Krieg erklärt." Traditionalisten stellen in Frankreich bis 25% der Priesterberufungen. QUELLE: DIE TAGESPOST, 29. Juli 2021

 

PARIS. Zum 5. Mal versammeln sich Gläubige vor der Nuntiatur, um für die Alte Messe zu votieren.WEITERLESEN

 

USA. KOMMENTAR CRISIS MAGAZINE. Traditionis Custodes as a Hermeneutic of Envy (Neid). WEITERLESEN

 

KATHOLISCH.DE. Papst will Parallelstrukturen abschaffen. Vorkonziliare Liturgie solL nicht mehr in den Kirchen gefeiert werden. WEITERLESEN

 

ERZBISCHOF VON VALENCIA VERBIETET Alte Messe. Vom Ratzinger-Anhänger zum Bergoglio-Anhänger. WEITERLESEN

 

KOMMENTAR ITALIENISCHE HISTORIKERIN. Modernistische Häresie.

 

PAPST VERÄRGERT sogar seine bischöflichen Freunde. WEITERLESEN

 

KOMMENTAR KATHNEWS. 30. Juli 2021

 

KOMMENTAR WEIHBISCHOF SCHNEIDER. Katakombenmessen.

 

KOMMENTAR THORSTEN PAPROTNY. Neuevangelisierung durch Petrusbruderschaft. Quelle: CNA deutsch

 

FRANKREICH. Zahl der Anhänger der Alten Messe wächst. REAKTIONEN

 

SPANIEN. ASTURIEN. Abseits des Jakobsweges. Buß-Wallfahrt der Anhänger der Traditionellen Messe zu Unserer Lieben Frau von Covadonga - trotz Einschränkungen. Vorherige Zusage, die Lateinische Messe in der Kathedrale von Oviedo und in der Basilika von Covadonga feiern zu dürfen, kurzfristig vom Erzbischof nach Papst-Schreibe wieder einkassiert. BERICHT CNA deutsch / WEITERLESEN

 

KOMMENTAR WEIHBISCHOF, HOLLAND. Willkür-Edikt.

 

KOMMENTAR INSTITUT DU BON PASTEUR, Chartres. Traditioneller Ritus soll ausgelöscht werden. DIE TAGESPOST

 

NZZ-KOMMENTAR PROF. TÜCK, Wien. "Die Petrusbruderschaft wird nun für die Treue zum Papst vom Papst selbst abgestraft. Ihr Status als bestenfalls geduldete Minorität ist in vielen Diözesen jetzt ziemlich instabil. Ein kleiner Teil wird wohl zur Piusbruderschaft überlaufen, ein anderer Teil im Katakombenmodus weitermachen oder sogar eine Konversion zur Orthodoxie erwägen."

 

KOMMENTAR PIUS-BRUDERSCHAFT. Hermeneutik der Kontinuität am Ende.

 

KOMMENTAR US-KARDINAL RAYMOND BURKE:  "Die Härte dieser Dokumente sorgt natürlich für eine tiefe Verzweiflung und sogar ein Gefühl der Verwirrung und Verlassenheit. Ich bete, dass die Gläubigen nicht der Entmutigung nachgeben, sondern mit Hilfe der göttlichen Gnade in ihrer Liebe zur Kirche und zu ihren Pfarrern und in ihrer Liebe zur Heiligen Liturgie beharren"

 

APPELL JUNGER KATHOLIKEN AUS EUROPA, USA, ASIEN, AFRIKA, AUSTRALIEN an Papst Franziskus: Warum sie die TRADITIONELLE LATEINISCHE MESSE lieben.

 

KOMMENTAR KIRCHENRECHTLER WEISHAUPT. Mit einer Kanone auf Spatzen schießen.

 

KOMMENTAR US-LIFESITENEWS. Does Traditionis Custodes contradict the documents of Vatican II? Widerspricht Schreiben des Papstes nicht den Dokumenten des 2. Vatikanischen Konzils?

 

VORLAUF DER PÄPSTLICHEN ENTSCHEIDUNG

AB 22. MÄRZ 2021 KEINE EINZELMESSEN MEHR IM PETERSDOM. Affront gegen Anhänger der "Alten Messe." WEITERLESEN

29. JUNI `21. VATIKAN. TRADITIONELLE (ALTE) MESSE VOR DEM AUS? WEITERLESEN

PARAGUAY. VATIKAN LÄSST MISSIONSORDEN SCHLIESSEN. Bischof hatte neben der heute üblichen auch die Alte Messe zelebriert. Diözese blühte danach auf. WEITERLESEN

 

AUGUST 2017. PAPST FRANZISKUS

zur Liturgiereform von Papst Paul VI. aus 1970.

„Ihrem Wesen nach ist die Liturgie eine Sache des Volkes und nicht des Klerus, sie ist, wie schon die Etymologie anzeigt, eine Aktion für das Volk und durch das Volk.“

„Nach diesem Lehramt, nach diesem langen Wege können wir mit Sicherheit und mit lehramtlicher Autorität bekräftigen, dass die Liturgiereform unumkehrbar ist.“

 

____________________________

 

ANHANG

*1) Auszug Bulle (päpstlicher Erlaß) des heiligen Papstes Pius V. zur EINFÜHRUNG DES RÖMISCHEN MESSBUCHES (Missa Tridentina) vom 14. Juli 1570 im Auftrag des Konzils von Trient von 1545 bis 1563.

 

"(…) Nun hatten Wir gemäß den Beschlüssen des Heiligen Konzils von Trient über die Herausgabe und die Verbesserung der Heiligen Bücher, nämlich des Katechismus, des Missales und des Breviers zu verfügen. (...)

 

(…)Ebenso setzen Wir fest und erklären: Kein Vorsteher, Verwalter, Kanoniker, Kaplan oder anderer Weltpriester und kein Mönch gleich welchen Ordens darf angehalten werden, die Messe anders als wie von Uns festgesetzt zu feiern, noch darf er von irgend jemandem gezwungen und veranlaßt werden, dieses Missale zu verändern, noch kann das vorliegende Schreiben irgendwann je widerrufen oder modifiziert werden, sondern es bleibt für immer im vollen Umfang rechtskräftig bestehen.

 

(…) Wenn aber jemand sich herausnehmen sollte, dies anzutasten, so soll er wissen, daß er den Zorn des Allmächtigen Gottes und Seiner Heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich ziehen wird.

Gegeben zu Rom bei Sankt Peter im fünfzehnhundertsiebzigsten Jahre der Geburt des Herrn am 14. Juli im Fünften Jahre Unseres Pontifikats."

Quelle: kath-zdw.ch.

ANHANG 2

Papst Gregor der Große (540 bis 604) zelebriert gen Osten.

 

Martin Mosebach.x) "Wenn Papst Franziskus Hand an die Tradition legt, kann er die Gläubigen nicht mehr zum Gehorsam verpflichten."

 

Auszüge

Interview Welt am Sonntag, „Welt“-Internetportal, 28.12.21

https://www.welt.de/kultur/plus235830700/Martin-Mosebach-Di-A-Der-Verlust-von-Religion-destabilisiert-ein-Land.html

 

Lucas Wiegelmann. WELT AM SONNTAG: Papst Franziskus hat eine Verordnung, ein Motu proprio, erlassen, das die Feier der Alten Messe, also der Messe auf Latein und mit einem zum Altar blickenden Priester, erschweren soll. Was ändert sich dadurch für Sie persönlich?

 

Martin Mosebach: Für die Art, wie wir in der Gemeinde die Liturgie feiern, gibt es jetzt keine sichere Rechtsgrundlage mehr. Ob sie stattfinden darf oder nicht, ist künftig dem Gutdünken des jeweiligen Ortsbischofs überlassen. Sie ist nicht mehr ein Recht der Gläubigen, das sie einfordern können, notfalls mithilfe von Rom. Es wird überhaupt geleugnet, dass die alten liturgischen Bücher noch Bücher der Kirche sind. Die Alte Messe hat keinen definierbaren Status mehr.

 

WELT AM SONNTAG: Was war Ihre erste Reaktion darauf?

Es war ein großes Erschrecken. Ich habe einen solchen Schritt zwar für möglich gehalten angesichts der Persönlichkeit des herrschenden Papstes und der Agenda der Leute in seiner Umgebung. Aber ich war davon ausgegangen, dass man damit im Sinne kurialer Höflichkeit bis nach dem Tod Benedikts XVI. wartet. Hier kam offenbar ein Element persönlicher Rache ins Spiel.

 

Franziskus hat Benedikt nicht verziehen, dass der mit seinem Buch über das Priestertum Anfang 2020 den Ausgang der Amazonassynode beeinflusst und ihm die eigentlich erwünschte Aufhebung des Pflichtzölibats verhagelt hat. Das hat Franziskus sehr zornig gemacht. Nun hat er sich revanchiert, indem er gegen die Alte Messe vorgegangen ist, also die Liturgie, die ein Herzensanliegen von Benedikt war und die er ausdrücklich rehabilitiert hatte.

 

Das Papstamt ist keine absolute Monarchie. Es ist gerade auch in seinem Unfehlbarkeitsanspruch strengstens gebunden an die Tradition, an das, was die Kirche immer schon gelehrt und getan hat. Darüber besitzt der Papst keine Herrschaft; seine Autorität besteht gerade darin, dass er sich darunter beugt. Wenn Papst Franziskus Hand an die Tradition legt, kann er die Gläubigen nicht mehr zum Gehorsam verpflichten. Vor allem greift er damit das Fundament an, auf dem das Papsttum steht.

 

Eine Tradition darf sich entfalten,

sie darf aber nicht gebrochen werden. Die katholische Messfeier ist konsequent ableitbar aus den frühesten Anfängen des Christentums. Der Herr hat zeitlebens den Tempel besucht und dort den Tempelritus mitgefeiert. Auf diesen Ritus ist die katholische Messe bezogen, und zwar in erstaunlichem Ausmaß. Nur sind diese Bezüge in der modernen Liturgie kaum noch zu erkennen. Man kann bei der Reform geradezu von dem Versuch sprechen, durch die Überwindung der Alten Messe die jüdischen Elemente aus der katholischen Messe zu entfernen.

 

Die Sakramente sind eine Stiftung,

ein den Menschen gewährtes Geschenk, das die Gegenwart Gottes vermittelt. Die alte Liturgie erfordert eine Einweihung und eine lebenslange Praxis. Sie ist eine Schule der Ehrfurcht, ihre Wirkung ist ein lebenslanges Reifen, sie muss erlernt werden wie eine Sprache. Bis zum Zweiten Vatikanum haben die meisten Katholiken diese Sprache verstanden, womit jetzt nicht das Latein gemeint ist, sondern der gesamte Vorgang aus Gesang, Gesten und Bildern, welcher eine sinnlich-übersinnliche Gegenwelt schuf. Dieses überlieferte liturgische Gebäude ist eingerissen worden, das Zerschlagen ging schnell, kostbare Dinge sind meistens zerbrechlich. Das Ergebnis ist für jedermann sichtbar: die Schrumpfung der westlichen Kirche.

 

(Die Kirche) ist eine auf das Übernatürliche, auf das Jenseitige ausgerichtete Institution. Der Bankrott der westlichen Kirche ist aber durch maximale Anpassung an die moderne Zivilisation nicht aufgehalten worden. Denken wir an das Schicksal der griechischen Kirche unter den Osmanen oder an die russische Kirche, die in 70 Jahren Kommunismus jeglicher Möglichkeit beraubt war, öffentlich zu wirken, karitativ tätig zu sein, Unterricht abzuhalten. Und doch hat diese Kirche überwintert: dank der Liturgie. Dank einer Feier, die auf den Himmel ausgerichtet war und mit dem kommunistischen Alltag nichts zu tun hatte.

 

WamS: Wie lange werden Sie noch Kirchenmitglied sein?

Mosebach: Da ich getauft bin, bin ich bis zum Lebensende ein Sohn der Kirche. Was gerade geschieht, greift aber tatsächlich die Substanz an, und ich frage mich manchmal, ob ich einen weiteren Franziskus noch ertrüge. Was tut man, wenn man erkennt, dass die Kirche wirklich auf einem grundsätzlich falschen Pfad bleibt und sich von ihrer Herkunft grundsätzlich entfernen will? Das ist eine hypothetische Frage.

 

Die Orthodoxie ist eine wunderbare Garantie für mich: Es gibt eine große Kirche, die die Tradition des ersten Jahrtausends bewahrt. Was immer sich Verkehrtes in der katholischen Kirche tut, es kann die gesamte Kirche Christi nie bis ins Mark beschädigen. Sie hat in den Orthodoxen das Gegenbeispiel vor sich, an dem sie sich messen lassen muss und an dem sie sich korrigieren kann. Trotzdem bin ich persönlich mit der lateinischen Welt und mit Rom verbunden. Ich weiß auch, was ich aufgeben müsste. Petrus war in Rom. Aber was, wenn Rom nicht mehr römisch sein will?

 

x) Martin Mosebach. Berühmter deutscher Schrifsteller. In katholischen Kreisen bekannt geworden durch seine Bücher: "Häresie der Formlosigkeit" (über die Messe nach dem alten Ritus) aus 2002 und "Die 21" (über die Familien der 21 Kopten, die 2015 öffentlichkeits-wirksam an einem Strand in Libyen vom IS ermordet worden waren).

PARALLELEN im 4. Jahrhundert

"Denn sie wissen nicht einmal, was man ihnen genommen hat"

Anhänger Irrlehrer Arius (260-327)

dominieren - temporär - die Kirche.

Mitte des 4. Jahrhunderts wurde die Gottheit Christi und die des Hl. Geistes geleugnet. Sohn und Geist seien nur Geschöpfe Gottes. Bischofsitze und Kirchen waren weithin in der Hand der arianischen Irrlehrer.

 

Die Rechtgläubigen versammelten

sich daraufhin an entlegenen Orten, um dort den rechtmäßigen Gottesdienst zu feiern. Bischof Basilius von Cäsarea gab im Jahre 372 eine ergreifende Schilderung der damaligen Zustände: "Verachtet sind die Lehren der Väter, auf die apostolischen Überlieferungen gibt man nichts; Erfindungen neuerungssüchtiger Menschen bürgern sich in den Kirchen ein (Anm.: wie heute vielfach im deutschsprachigen Raum anzutreffen). Die Hirten wurden vertrieben, an ihrer Stelle führt man reißende Wölfe herein, die die Herde Christi zerfleischen.

Die Gebetsstätten sind von denen verlassen, die sich dort versammelten, die Einöden sind von Klagenden erfüllt.

Die Älteren klagen, weil sie die frühere Zeit mit der Gegenwart vergleichen;

die jungen Menschen sind noch bedauernswerter, weil sie gar nicht wissen, was man ihnen genommen hat" (Epistula 9,2)."

 

Diese Worte aus dem 4. Jahrhundert

gelten zweifellos auch für die Generationen, die nach dem (2. Vatikanischen) Konzil (1962-1965) geboren wurden: Sie wußten lange Zeit gar nicht, was man ihnen genommen hat, da sie nur das gegenwärtige Erscheinungsbild der Kirche kannten"", sagt der bekannte Theologie-Professor Dr. Michael Fiedrowicz in seinem Beitrag "Konsequenzen des Motu proprio Traditionis custodes" - entnommen den IK-Nachrichten Pro Sancta Ecclesia, Initiative katholischer Laien und Priester, 22. Jahrgang, Ausgabe August/September 2021.