ROM-WALLFAHRT 2018 MISSA TRIDENTINA

Rom, 26. bis 28. Oktober 2018. Prozession zum Petersdom. Pontificalamtmit Bischof Czeslav Kozon, Kopenhagen, Kardinal Angelos Comastri, Erzpriester der Vatikanbasilika, unter Anwesenheit von Kurien-Kardinal Raymond Burke.

VII. INTERNATIONALE ROMWALLFAHRT 2018. SUMMORUM PONTIFICUM.

Kurzbericht. Ein beeindruckendes Erlebnis. Hunderte Prozessionsteilnehmer mit Fahnen und Flaggen auf dem Weg durch Rom zum Petersdom, viele junge Familien darunter. Römer wie Touristen staunten, ließen sich informieren.

Um kurz nach zwölf am Samstag (27. Oktober) dann die Feier der Heiligen Messe in der Form, wie sie jahrhundertelang bis in die sechziger Jahre üblich war, der Missa Tridentina.

Vorgeschaltet waren die Heiligen Messen nach dem außerordentlichen römischen Ritus in der Santissima Trinita del Pellegrini, Pfarrkiche der Priesterbruderschaft St. Petrus, und in der römischen Basilika Parrocchiale Di San Lorenzo in Damaso.

Unmittelbar vor der Prozession versammelten sich die Teilnehmer aus vielen Ländern in der Basilika San Lozenzo zur eucharistischen Anbetung. Wie immer waren viele junge Leute dabei. Beeindruckend. Aus Deutschland gab`s eine stark vertretene bayerisch geprägte Gruppierung unter der Leitung von Annemarie Wimmer.

 

Tags zuvor die Tagung im Augustinianum, dem Päpstlich Patristischen Institut, mit Kurienkardinal Raymond Burke an der Spitze und internationalen Referenten zu Themen der alten Liturgie, der sog. Tridentinischen Messe, in den einzelnen Ländern. Unter den Vortragenden auch Frau Annemarie Wimmer in Vertretung von Frau Monika Rheinschmitt, Vorsitzende der deutschen Laienvereinigung Pro Missa Tridentina.

Das Institut feiert in 2019 sein 50jähriges Bestehen. Gegründet zur Pflege der theologischen Wissenschaften, insbesondere der Patrologie und der Lehre des heiligen Augustinus; also um den Reichtum der katholischen Tradition, insbesondere die Tradition der Kirchenväter zu wahren und weiterzugeben.

 

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Ausführlicher Bericht (von mir) in der Zeitschrift DOMINUS VOBISCUM - dem Magazin der Laienvertretung für den klassischen römischen Ritus in der katholischen Kirche - Nr. 18. April 2019, Seite 25ff.

Fotos

Reihe 1: Bayerische Pilgergruppe.

             Prozession durch Rom gen Sankt Peter, Vatikan.

Reihe 2: Prozession mit Bischof Kozon, Dänemark.

             Kurz vor dem Vatikan. Jetzt nur noch die Kontrollen passieren.

R. 3/4:   Sankt Peter Richtung Kathedra-Altar.

Reihe 5: Kurienkardinal Raymond Burke, USA.

             Augustinus-Figur eingangs des Augustinianum.

Reihe 6: Referent Pater Charles Ike, Nigeria.

             Referentin Annemarie Wimmer von der deutschen Laienorganisation

             der Pro Missa Tridentina.

R.7/8:    Referent Kardinal Raymond Burke.

             Basilika San Lorenzo in Damaso, Rom.

R.9/11:  Kirche Santissima Trinita Dei Pellegrini, Rom.

             Vatikan.

STILLMESSE IN DEN VATIKANISCHEN GROTTEN

AM GRAB DES APOSTELS PETRUS

Für mich der Höhepunkt schlechthin war die Teilnahme an der Feier der überlieferten Messe aller Zeiten frühmorgens direkt am/vor  dem Petrusgrab in der Capella Clementina der Vatikanischen Grotten. Der junge Prof. Dr. Dr. Ralph Weimann zelebrierte eine Votivmesse zu Ehren des Apostels Petrus in der Form der sog. Stillmesse (lateinisch / deutsch) vor nur wenigen Gläubigen. Prof. Weimann, Mitglied des Priesterkollegs von Sankt Peter, lehrt katholische Theologie, Dogmatik und Bioethik an verschiedenen Universitäten,  u.a. am römischen Institutum Patristicum Augustinianum. Dort hat er den neuen Masterstudiengang "Joseph Ratzinger: Studies and Spirituality" aus der Taufe gehoben. Ein beeindruckender Mensch: Priester, Theologe, Zelebrant.

NS. 2. Juni 2019: Aufsatz Prof. Dr. Ralph Weimann zum Thema: Wie verstehe ich die Bibel richtig. Ratzinger-Schülerkreis erörtert Exegese und Theologie.

 

Martin Ramm FSSP beschreibt die Grotten in seinem Pilgerführer "Heiliges Rom - Pilgern auf den Spuren der Apostel Petrus und Paulus" (2. Auflage  Thalwil 2018 (CH), Priesterbruderschaft St. Petrus) auf S. 42:

"Der älteste und ehrwürdigste Teil der Vatikanischen Grotten ist die unter Papst Clemens VII. (1592-1605) angelegte Capella Clementina. Sie reicht vom Scheitel der Passage aus bis unmittelbar hinter das Petrusgrab. Über dem Altar ist ein Bronzegitter angebracht, durch das hindurch man eine graue Marmorfläche mit senkrechtem Prophyrband sieht. Es handelt sich um den von Kaiser Konstantin (dem Großen) über dem Apostelgrab angelegten Schrein. Das Grab Pius XII. (1939-1958) liegt genau gegenüber."

Fotos

Petersdom. Petrus-Statue und Abgang zum Petrus-Grab. Von hier aus kommt man allerdings nicht in die Vatikanischen Grotten zur Capella Clementina. Der betreffende Abgang wird bewacht, Zugang nur mit zuvor erteilter Genehmigung.