Meseta. Auf dem Weg nach Hornillos del Camino: Hitze, Einsamkeit. Keine lauten Gespräche zu hören. Genauso, wie ich`s mir vorgestellt habe. In Israel war es 1990 während der Heilig-Land-Pilgerreise mit 40° noch heißer. Kapelle Kathedrale Santiago de Compostela.     

LITERATUR FÜR GLÄUBIGE UND UNGLÄUBIGE Mittelalterliche Musik.

Pastoralbrief des Erzbischofs von Santiago - 2010

Pilger des Glaubens und Zeugen des auferstandenen Christus

Pastoralbrief von Erzbischof Julian Barrio Barrio im Heiligen Compostelanischen Jahr 2010. Am Fest der Translatio des Apostels, 30. Dezember 2008. Herausgeber der deutschen Übersetzung (Wolfgang Schneller) Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Hauptabteilung IV. www.drs.de.

 

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. - Lk 24,33-35.

 

Seine Exzellenz Monsignore Barrio nähert sich dem Jakobspilger, in dem er ihn bewußt an die Geschichte der Emmausjünger von Lukas 24, 13-35) heranführt: Zweifel und Unsicherheiten auf dem Weg werden abgelöst vom Erkennen des Herrn am Tisch der Eucharistie: Vom Wanderer zu Hause zum Pilger in Santiago.

 

Die einzelnen Kapitel tragen folgende Überschriften:

I. Die Auferstehung, Fundament und Ziel christlicher Pilgerschaft

II. Die geistige Nahrung des Pilgers

III. Die Pilgerschaft, Ereignis der Verkündigung und Antwort auf den Anruf auf dem Weg

IV. Der Pilger und seine Teilhabe am Leben des Auferstandenen

V. Das Zeugnis und die gemeinschaftlich Erfahrung des Glaubens

VI. Pilgerschaft und die Sendung des Christen

VII. Die Jakobuspilgerschaft heute

 

Mir gefällt der Pastoralbrief.

Eine gute Vorbereitung auf das HEILIGE JAHR 2021.2022

 

  • So ist der Weg nach Santiago für den, der im Geist und in der Wahrheit pilgert, ein geeigneter Ort, um mit Gott ins Gespräch zu kommen;
  • er ist ein Zeichen, das ihm hilft, sich von Gott geschaffen durch Christus befreit zu fühlen.
  • Und er ist eine Erfahrung, in der der Pilger lernt, zu geben und zu empfangen.
  • Wenn der Pilger zu den Seinen nach Hause zurückkehrt, in seine Gemeinde und in seine Berufswelt, werden sicher viele sein Verhalten beobachten und in ihm die wirksame Gegenwart der Liebe Gottes wahrnehmen, die er ohne Zweifel auf dem Weg der Pilgerschaft erfahren hat und die am grab des Apostels ihre Vollendung fand ...

A Deo coronatus

A Deo coronatus - Von Gott gekrönt.

Mittelalterliche liturgische Gesänge der Aachener Krönungs- und Wallfahrtskirche.

2016 Edition Sinfonia Sacra Aachen. www.musica-sacra.eu.

Ausführende: Schola Carolina Aachen. Orgel: Dr. Michael Tunger, Aachen.

 

Fazit. Wer schlechthin liturgische Gesänge mag, zudem lateinisch gesungen, in der Sprache der Kirche, Jahrhunderte lang auf allen Kontinenten obligatorisch und verstanden, mit einem Federstrich von Papst Paul VI. nach dem 2. Vatikanischen Konzil weggewischt, dem rate ich zum Kauf der CD.

 

An dieser Stelle meine Empfehlung. Besuchen Sie doch einmal gelegentlich eine sog. Alte Messe, die Messe aller Zeiten, die Missa Tridentina. Sie werden begeistert sein. Schlagen Sie dazu den Menüpunkt auf.

Prof. Georg Fischer SJ                                        

Der Jakobsweg der Bibel - 2010

Der populäre Pilgerweg nach Santiago de Compostela hat mehrere biblische Wurzeln: Der Besuch der Heiligen Familie zum Passahfest nach Jerusalem (Lk 2,4), an Jesu Wirken (Joh 2,13); die Wallfahrtspsalmen 120/134, die die Freude resp. Erwartung des Hinaufziehens zum Tempel auf dem Berg Zion beschreiben.

 

Eine weitere Paralelle als biblischem Vorläufer ist im faszinierenden Lebensweg des Patriarchen Jakob im Buch Genesis des Alten Testaments zu sehen. Für den "peregrino autentico" eine sinnvolle Einstimmung. Die Parallelen zwischen bilblischem und realem Jakosbweg seien - so der Verfasser - frappant.

 

"Mensch, werde wesentlich!", schrieb einst Angelus Silesius. Diese Ausrichtung stecke hinter den biblischen Erzählungen von Jakob, und sie sei oft auch die Sehnsucht von Jakobspilgern.

Die Anforderungen, die Wüste, Leere, Einschränkungen, Mühen - im körperlichen wie im geistigen Sinn - an Geduld und Hingabe stellten, lohnten sich im reichen Ertrag, indem sie zu dem hinführten, was wirklich zähle und bleibendem Wert habe. 

 

Zusammenfassung Einband Rückseite: In den Höhen und Tiefen dieses Lebensweges wird die Person des Jakob Modell und geistliche Anregung, das eigene Leben in einem tieferen Sinn wahrzunehmen, und ermutigt zu neuen Wegen.

 

Lesenswert zur Einstimmung auf den eigenen Weg des Lebens.

Die Wunder der Bettlerinnen

Krankheits- und Heilungsgeschichten in Burgos und                  Santo Domingo de la Calzada (1554-1559)

Autor: Luis M. Calvon Salgado. Im Jahre 2000 im Rahmen der Jakobus-Studien (Nr.11) herausgegeben im Auftrag der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft von Klaus Herbers und Robert Plötz. Gunter Narr Verlag Tübingen.

Andreas Drouve                                                      

Die Wunder des heiligen Jakobus - 2007

Die Buchbeschreibung auf der Rückseite des Einbands bringt es auf den Punkt: "Aus Geschichte und Legende ist die Faszination gewoben, die der Jakobsweg nach Santiago de Compostela ausübt. Dieses Buch erzählt die schönsten Wunder- und Weggeschichten." Nicht alle basieren auf Legenden. Nicht wenige historisch nachweisbare Geschichten sind legendarisch ausgeschmückt worden. Das macht nichts. Jede Legende besitzt ein Körnchen Wahrheit.

 

Ausgabe 2007, Verlag Herder Freiburg im Breisgau

Robert Ward

Pilgerwege eines Ungläubigen. Unterwegs zwischen Santiago, Fatima und Lourdes - 2002

Originaltitel 2002 Virgin trails. Deutschsprachige Ausgabe 2004 Kreuz Verlag, Stuttgart.

 

Ein Atheist auf Marienwallfahrt. Robert Ward, ein US-Journalist, beschreibt seine eindrücklichen Erlebnisse der (Wall-) Fahrten nach Paris, Chartes, Lourdes, Fatima, Loreto, aber eben auch nach Santiago de Compostela und Finisterre.

 

Lesenswert.

Gideo Lewis-Kraus                                                

Die irgendwie richtige Richtung - 2013

Interview in der Literarischen Welt, Ausgabe vom 5. Oktober 2013, Seite 10:

Ich bin dann mal zurück. Wo geht`s nach Heute?

Fragen an den Amerikaner Gideon Lewis-Kraus, der auf zeitgemäße Weise pilgert - von Jan Küveler. (Suhrkampverlag, 384 Seiten) 

Für Lewis-Kraus ist die Sache klar, es kommt auf die Rückkehr an. Deshalb machte er sich dreimal auf den Weg, einmal nach Santiago de Compostela.

 

Reisen als Suche, Abenteuer oder Flucht und Vermeidung?

"Ich stellte die vertraute Struktur der Pilgergeschichte auf den Kopf. Wenn du nur über eine Reise schreibst, bist du versucht, mit der freudigen Erregung der Ankunft aufzuhören. Du schreibst nie darüber, was passiert, wenn du in deinen Alltag zurückkehrst. Etwa ob es dir gelingt, dieses neue Gefühl der Erregung und Ausgeglichenheit mitzunehmen. Dass passt zur typischen Abenteuergeschichte: Man zieht mit einem klaren Ziel los, überwindet Widrigkeiten und kehrt glorreich heim."

 

Es kommt also auf die Rückkehr an?

"Ja, denn erst da wird deutlich, ob es sich tatsächlich um eine erfolgreiche Suche gehandelt hat oder doch nur um eine Flucht. (…)"

 

Kann ein Ort einen Menschen verändern?

"(…) kaum jemals so, wie sich dieser Mensch das vorgestellt hat. Die besten Erfahrungen, die man an einem Ort machen kann, regen uns zu der Frage an, für welche unserer Hoffnungen die neue Umgebung eigentlich die Verantwortung übernehmen sollte."

 

Fazit: Allein die Behandlung seiner Deklamation: Es kommt auf die Rückkehr an, lohnt, sich näher mit dem Buch zu beschäftigen.

Fluch der Mesata. Karl Otto Nouvertne - 2013

Die Jakobusbeichte Band 3. 2013, Verlag DeBehr, Radeberg  

Der Protagonist Bernhard durchlebt auf seiner Pilgerwanderung von Navarra bis nach Santiago de Compostela gleich mehrere Jahrzehnte: Den Baubeginn der Kathedrale von Burgos 1221, kurz darauf den bereits eingesetzten Neubau der Kathedrale von Leon des Jahres 1255, um dann zum Schluß mit der Pest in Santiago konfrontiert zu sein, die frühestens um 1333 das spanische Festland erreicht haben dürfte. Zu Beginn des Romans führt der Autor die Leser in die Wirren der Thronbesteigung von Pamplona/Navarra ein, tatsächlich geschehen nach dem Tod von König Sancho VII. im Jahr des Herrn 1234 nach Christus. Unnötig hinzuzufügen, daß Bernhard, der Protagonist des Romans, natürlich kein „normaler“ Pilger ist. Nein: er ist, zurückhaltend ausgedrückt, schlicht und einfach „Superman“. So rettet er u.a. die Thronbesteigung in Pamplona und selbstredend den fälschlich des Diebstahls bezichtigten jungen Deutschen vor dem Galgentod vor den Toren Santo Domingos de la Calzada. Die originäre Geschichte des Galgen- und Hühnerwunders von Toulouse des Jahres 1090 erreichte Santo Domingo erst im 13./14. Jahrhundert.

Fazit: Daumen runter, nicht zu empfehlen.