PILGER AUF DEN SPUREN                  VERGANGENER ZEITZEUGEN NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA                                          

WESTWÄRTS NACH GALICIEN

Einstimmung

"Wir sind in der Welt nur auf der Durchreise, auf der Pilgerschaft.

Der Berg der Verklärung*) steht für die Sehnsucht nach einer zukünftigen Welt, in der keiner mehr weinen muss, außer vor Freude.

Was bleibt, sind die Bilder eines Himmels, der sich zuweilen öffnet.

Der Herr sprach zu Abra(ha)m: "Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandschaft ... in das Land, das ich dir zeigen werde. ... Ein Segen sollst du sein." Genesis 12,1.

Wer nach Santiago de Compostela pilgert, kann nicht der Gleiche bleiben

Die Webseite möchte Menschen erreichen, für die der Jakobusweg eine Lebensphilosophie bleibt.

Menschen, die sich von der ursprünglich christlichen Vergeistigung dieses Pilgerwegs angesprochen fühlen.

 

Menschen, die sich die Frage stellen, warum ausrechnet dieser im Mittelalter begründete christlich-katholische Camino de Santiago auch noch heute die modernen von der Aufklärung geprägten Menschen fasziniert.

 

Menschen, die sich von den Worten Papst Johannes Pauls II. 2  berühren lassen: Von Santiago aus ruf ich dich, altes Europa, liebevoll auf: Finde wieder zu dir selbst, kehre zu deinen Ursprüngen zurück.“

 

Menschen auf der Pilgerschaft zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren nach Compostela, wie vor ihnen Millionen der vergangenen Jahrhunderte.

 

Menschen, die offen sind für den Gedanken, daß das Pilgern auf dem Jakobusweg gleichsam auf den Jakobsweg der Bibel aufbaut: auf den Patriarchen Jakob, Enkel Abrahams, Sohn des Isaak und der Rebekka.

 

Menschen, die sich mitnehmen lassen wollen auf einem achthundert Kilometer langen Weg von den Pyrenäen nach Galicien. 

Menschen, die mitfühlen ob der körperlichen Anstrengungen, die dieser Weg nach Santiago letztlich abfordert. 

 

Menschen, die die Einsamkeit genießen. „Die Stille ist der Ort des Wortes Gottes, und der Pilger muss es auf dem Weg seiner Pilgerschaft meditieren, wie es auch die Jünger von Emmaus (Lk 24,33-35) taten. (…) Auf der Suche nach dem Guten und der Wahrheit, und um die Zusammenhänge zu erkennen.“ 3

 

Menschen, die sich faszinieren lassen von unterschiedlichen Landschaften, von mittelalterlich anmutenden Dörfern und Plätzen. Menschen, die sich neugierig den wuchtigen, imposanten und zugleich wunderschönen Sakralbauten nähern.

 

Menschen, die vorurteilslos in die Kultur und in die Geschichte Spaniens eintauchen und gleichermaßen wissen wollen, wie sich das  heutige Spanien dem mittelalterlich begründeten Jakobusweg stellt.

 

Pilger auf der Suche nach der größeren Wahrheit des Jakobsweges. Pilger, die sich die Fähigkeit des Staunens bewahrt haben: "Wer nach Santiago pilgert, kann nicht gleiche bleiben." 5 Sie alle finden den Weg nach Compostela.

 

 

E ultreia! E sus eia! Deus aia nos y Sant`iago.

Weiter!4 Auf geht’s! Gott steh uns bei und Sankt Jakob!

 

Buen Camino - Totus Tuus

Peter Schulze

VORBEREITUNG / EINSTIMMUNG DES PILGERS

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Erläuterungen

Santiago el Mayor. Rom. Iglesia de Santa Maria de Montserrat. Kirche der Spanier.

 

 

Erläuterungen

*) gemeint ist in diesem Fall die Kathedrale von Santiago. Zu sehen ist das Santiaguino do Monte von Padron - Caminho Portugues.

1 Bitte weiterlesen im REISEBERICHT WESTWÄRTS  (Haupt-Menüzeile oben) Etappe 25: Nadel und Faden. Wichtige Utensilien des Jakobswegs.

 

2 Große europäische Rede des Papstes in Santiago anlässlich des Heiligen Compostelanischen Jahres 1982; vgl. Menüpunkt JAKOBSWEGE.GESTERN UND HEUTE Johannes Paul II. am 9. November 1982: „Ich sehe….“

 

3 Rede/Pastoralbrief des Erzbischofs von Santiago de Compostela Julian Barrio Barrio zum Heiligen Compostelanischen Jahr 2010. Die deutsche Übersetzung des Pastoralbriefes, zu beziehen vom Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabt. IV, trägt den Titel: PILGER DES GLAUBENS UND ZEUGEN DES AUFERSTANDENEN CHRISTUS.

 

4 Pilgergruß E ultreia. Elisabeth  Alferink gibt in ihrem Büchlein "Auf den Spuren des Jakobus", 2006, Verlag Katholisches Bibelwerk Stuttgart, folgende Erklärung: "Möglicherweise entstammt der Ursprung dem Griechischen. Dann würde die Vorsilbe „eu“- gut und das Wort „latreia“ - Gottesdienst oder Dienst bedeuten. Die gesamte Pilgerschaft wird damit als Gottesdienst verstanden." Macht Sinn.

Ein anderer Buchautor beruft sich auf einen spanischen Herbergsverwalter, der darlegte, dass der Gruß "Ultreya" dem mittelalterlichen Latein des Liber Sancti Jacobi/Codex Calixtinus (12. Jh.) zu entnehmen sei. Es meine soviel wie: weiter beherzt voraus, mit der Pilgerreise fortfahren.

 

5 Ansprache Papst Benedikt XVI. am 6. November 2010 in Santiago de Compostela; vgl. Menüpunkt PAPST BENEDIKT XVI. UND DER JAKOBSWEG.

 

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