PILGER AUF DEN SPUREN VERGANGENER ZEITZEUGEN NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA

Westwärts nach Galicien

Der Zauber des Camino. Der Jakobsweg führt Menschen zusammen.  Vorbereitung. Meditationen.

Einstimmung

So wie Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem von Stadt zu Stadt und Dorf zu Dorf zog und lehrte, sind auch wir in der Welt nur auf der Durchreise, auf der Pilgerschaft. Der Berg der Verklärung steht für die Sehnsucht nach einer zukünftigen Welt, in der keiner mehr weinen muss, außer vor Freude. Was bleibt, sind die Bilder eines Himmels, der sich zuweilen öffnet." - Quelle: Lk, 13.22 u. TV-Doku.

 

Der Herr sprach zu Abra(ha)m: "Geh`fort aus deinem Land, aus deiner Verwandschaft ... in das Land, das ich dir zeigen` werde. ... Ein Segen sollst du sein." Genesis 12,1.

 

„Nicht der Weg ist das Schwierige, vielmehr ist das Schwierige der Weg“ - Soeren Kierkegaard, 1813-1855; dänischer Philosoph, christlicher Schriftsteller, Theologe.

WER NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA PILGERT, KANN NICHT DER GLEICHE BLEIBEN

Die Webseite möchte Menschen erreichen, für die der Jakobusweg eine Lebensphilosophie bleibt.

 

Menschen, die sich von der ursprünglich christlichen Vergeistigung dieses Pilgerwegs angesprochen fühlen.

 

Menschen, die sich die Frage stellen, warum ausrechnet dieser im Mittelalter begründete christlich-katholische Camino de Santiago auch noch heute die modernen von der Aufklärung geprägten Menschen fasziniert.

Menschen, die sich von den Worten Papst Johannes Pauls II. 2  berühren lassen: Von Santiago aus ruf ich dich, altes Europa, liebevoll auf: Finde wieder zu dir selbst, kehre zu deinen Ursprüngen zurück.“ 6

 

Menschen auf der Pilgerschaft zum Grab des Apostels Jakobus des Älteren nach Compostela, wie Millionen der vergangenen Jahrhunderte.

 

Menschen, die das Pilgern auf dem Jakobusweg gleichsam als eine Fortsetzung der Pilgerschaft der Kinder Adams, der Kinder Abrahams,  des Patriarchen Jakob (Sohn des Isaak und der Rebekka) begreifen.

 

Menschen, die sich an die Pilgerschaft Jesu zum Tempel von Zion erinnern; an Jesu Christi Worte: Geht zu allen Völkern.

 

Menschen, die sich mitnehmen lassen wollen auf einem achthundert Kilometer langen Weg von den Pyrenäen nach Galicien. 

Menschen, die mitfühlen ob der körperlichen Anstrengungen, die dieser Weg nach Santiago letztlich abfordert. 

 

Menschen, die die Einsamkeit genießen. „Die Stille ist der Ort des Wortes Gottes, und der Pilger muss es auf dem Weg seiner Pilgerschaft meditieren, wie es auch die Jünger von Emmaus (Lk 24,33-35) taten. (…) Auf der Suche nach dem Guten und der Wahrheit, und um die Zusammenhänge zu erkennen.“ 3

 

Menschen, die sich faszinieren lassen von unterschiedlichen Landschaften, von mittelalterlich anmutenden Dörfern und Plätzen. Menschen, die sich neugierig den wuchtigen, imposanten und zugleich wunderschönen Sakralbauten nähern.

 

Menschen, die vorurteilslos in die Kultur und in die Geschichte Spaniens eintauchen und gleichermaßen wissen wollen, wie sich das  heutige Spanien dem mittelalterlich begründeten Jakobusweg stellt.

 

Menschen, die ihre Pilgerschaft nicht als eine Flucht, nicht als Selbstzweck begreifen, nicht selbst zum Ziel machen.

 

Menschen, die ihre Pilgerschaft als Suche nach der größeren Wahrheit  verstehen.

Pilger und Pilgerinnen, die sich die Fähigkeit des Staunens bewahrt haben: "Wer nach Santiago pilgert, kann nicht gleiche bleiben."5

Sie alle finden den Weg nach Compostela.

 

E ultreia! E sus eia! Deus aia nos y Sant`iago.

Weiter!4 Auf geht’s! Gott steh uns bei und Sankt Jakob!

 

Buen Camino - Totus Tuus

Peter Schulze

LASST UNS ALSO PILGERN. DER ZAUBER des CAMINO DE SANTIAGO

DER JAKOBSWEG ÜBT EINE UNGEBROCHENE FASZINATION AUS.

Millionen Menschen gingen den Camino de Santiago. Millionen werden es weiterhin tun. Sie kommen aus Europa, von Übersee, von allen Kontinenten. Viele sehen in dem Jakobusweg den eigentlichen Vorläufer der Einheit Europas.

 

Niemand kann sich dem Zauber des Weges entziehen, ob nun die Langstreckenwanderer oder die religiös motivierten Pilger. Der Camino bleibt unvergessen. Gerade die der Kirche (noch) Fernstehenden können sich von den Worten des Erzbischofs von Santiago, Julian Barrio Barrio, angesprochen fühlen, allemal vom letzten Satz; zu Papier gebracht in seinem Brief zum Compostelanischen Jahr 2010:

 

  • So ist der Weg nach Santiago für den, der im Geist und in der Wahrheit pilgert, ein geeigneter Ort, um mit Gott ins Gespräch zu kommen;
  • er ist ein Zeichen, das ihm hilft, sich von Gott geschaffen durch Christus befreit zu fühlen.
  • Und er ist eine Erfahrung, in der der Pilger lernt, zu geben und zu empfangen.

 

ACHTHUNDERT strapaziöse KILOMETER

liegen vor dem Pilger mit schroffem Hochgebirge, sattgrünen Ebenen, grandiosen Landschaften. Faszinierende Gegensätze moderner Städte mit abgelegenen Dörfern, wo die Zeit stillgeblieben scheint.

 

ACHTHUNDERT KILOMETER von NAVARRA

durch La Rioja, via Burgos und León, den Provinzstädten von Kastilien-León, durch unendlich scheinende Getreidefelder der Meseta, der heißen spanischen Hochebene, durch das Land der Maragatos, über die Montes de León mit dem Cruz de Ferro, auf dem Camino duro, dem harten Weg nach O Cebreiro, durch mittelalterlich anmutende, verarmte Bauerndörfer ins hügelige, grüne, bewaldete, häufig regnerische Galicien, zum Grab des Apostels Jakobus.

 

ACHTHUNDERT KILOMETER reich an HISTORIE,

Geschichten, Heiligenlegenden, sichtbar in den romanischen und gotischen Gotteshäusern. Immer dabei im Fokus der Pilger die Jungfrau Maria und der pilgernde Jakobus zur Ehre Jesu Christi, dem Weltenherrscher, dem Pantokrator, umrahmt von seinen Aposteln, Jüngern, Evangelisten und den Protagonisten des Alten Testaments.

 

ACHTHUNDERT PILGERKILOMETER FASZINIERENDES,

Eindrucksvolles, Meditatives, Spirituelles, Traumhaftes, Leichtes, Anstrengendes, Schmerzhaftes, Liebevolles, Unvergeßliches — bis zum Grab des heiligen Jakobus nach Santiago de Compostela.

ALLEN PILGERN GEMEINSAM ist die ERGRIFFENHEIT und Dankbarkeit, wenn sie dann schlussendlich mit Tränen in den Augen vor der Kathedrale von Santiago de Compostela stehen, inmitten anderer Pilger, fremde oder die mit ihnen einige Strecken gegangen sind, erfüllt vom Erlebten des Weges, ergriffen vom Erreichten. Später dann im Pilgergottesdienst staunend das Weihrauchfaß (Botafumeiro) beobachten.

 

Mit einem Male ist alle Mühsal vergessen, das stundenlange Gehen, das Drücken des Rucksacks, die Schmerzen, die Fußblasen, die Hitze, der peitschende Regen, die Berge, das Geröll, das "sinnlose" Dahintrotten, die Gedanken über den vorzeitigen Abbruch, das Schnarchen der Mitpilger, der "Kampf" um einen Herbergsschlafplatz, das laute Geschnattere auf dem Weg.

 

Die Pilger spüren: Der Jakobsweg ist besonders. Nirgendwo sonst haben sie diese Emotionen erleben dürfen. Nirgendwo sonst als vor der Kathedrale von Santiago de Compostela ist ihnen klar geworden, was ein Weg an ihnen bewirken kann. 

 

Jetzt, nach der Pilgermesse in der Kathedrale, zählt in der Gesamtschau nur noch die tiefe Dankbarkeit über das Erreichte.

Und dennoch: "Warum"?

Warum lassen sich so viele areligiös geprägte Menschen auf das Wagnis ein, den christlich grundierten Jakobsweg zu gehen?

Matagrande. Auf dem Weg von Atapuerca nach Burgos. Nur wenige Pilger beachten das Kreuz, streben vorüber. Vielleicht war es an diesem Tag zu früh, ein Gebet zu sprechen; vielleicht später.

 

Warum lassen sich also viele areligiös geprägte Menschen auf das Wagnis ein, den katholisch grundierten Jakobsweg zu gehen? Nicht wenige gehen ja den kompletten Camino Frances, den Französischen Weg von St.-Jean-Pied-de-Port aus.

 

WARUM? Auf Schritt und Tritt, 800 Kilometer lang, im Fokus katholische Kirchen, Kathedralen, Kreuze, Kapellen, katholische Pilgerherbergen, Reste katholischer Kloster-Ruinen, Templer-Burgen, etc.

Nach Meinung vieler Sachbuch-Autoren sei doch der Apostel nie in Spanien gewesen, geschweige denn lägen seine Gebeine in der Krypta der Kathedrale in Compostela. Warum also? Nur der kostengünstigen Infrastruktur wegen? Weil`s viele tun?

 

SCHAUEN wir uns die üblichen

PILGERFÜHRER an.

Für die meisten Pilger das Medium schlechthin, überhaupt etwas über den Apostel Jakobus zu erfahren. Umso trauriger, dass sich fast alle Autoren offensichtlich nicht die Mühe gemacht haben, selbst zu recherchieren, vielmehr Tradiertes, häufig Oberflächliches bereitwillig übernommen haben.

 

Dietrich Höllhuber – DumontAktiv

berichtet mit wohlgesetzten Worten von den Wundern des Camino de Santiago. Für ihn habe sich zwar das Ritual des Pilgerns im Detail geändert, die Grundformen seien aber in mehr als tausend Jahren gleich geblieben.

 

Raimund Joos – Outdoor

arbeitet sich gerne an der katholischen Kirche ab, Stichwort Machtanspruch. Er bewertet, bleibt nicht objektiv: „Die Form der spirituellen Motivation hat sich mit der Zeit natürlich gewandelt. Religiöser Zwang und Höllenangst spielen heute wohl nur noch in bedauerlichen Einzelfällen eine Rolle.“

Man muss das eigentlich nicht kommentieren. Man merkt dem Autor an, dass er sich mit der mittelalterlichen Geschichte überhaupt nicht ernsthaft beschäftigt hat. Sein Wissen hierüber ist rudimentär. Nachsatz 25./26. Januar 2021. Der Autor beklagt in einem Pilgerforum die Scheinheiligkeit der Kirche wie die Kommerzialisierung.

 

Cordula Rabe – Rother

gibt einen guten und sehr ins Detail gehenden mehr oder weniger neutral grundierten Überblick der Geschichte des Jakobswegs. Sie vermeidet persönliche Anmerkungen.

 

John Brierley – Terzium

mutet seinen Lesern viele tradierte Fehlinformationen zu, beispielhaft manifestiert in seinen ausgesprochen negativ grundierten Äußerungen betreffend die Templer resp. Königin Isabella die Katholische. Er versteigt sich gar zu der Behauptung, die Mauren seien liberale Herrscher gewesen, sodass die Christen ihren Glauben während der moslemischen Herrschaft hätten völlig frei praktizieren können, während die christlichen Westgoten die erste Judenvertreibung initiiert hätten.

 

Ein einziges Wort genügt der Beschreibung: Aberwitz – Geschichte teils total auf den Kopf gestellt. Fokussiert sich der Pilger allerdings ausschließlich auf Brierleys Pilgerwegsbeschreibungen, so wird er profitieren.

 

Marion Golder - Dumont

spricht von der Strahlkraft des Camino de Santiago, erwähnt die wie an einer Perlenschnur gereihten stimmungsvollen romanischen Kirchen und Klöster. Bemerkenswert ihre Kathedral-Beschreibungen. Sie blickt relativ objektiv auf die Geschichte des Landes wie auf den Jakobsweg und seinen Protagonisten Jakobus. So vermeidet sie es wohltuend, geschichtliche Ereignisse in Abrede zu stellen resp. mit Fragezeichen zu versehen.

WARUM ALSO?

Der Jakobsweg führt Menschen zusammen ...

... auf einzigartige Art und Weise: Junge, Ältere, Christgläubige, Nichtgläubige, alle Berufsgruppen, Studenten, Manager ...

JAKOBSWEGE.

UNESCO-WELTKULTURERBE.

WELTERBE DER MENSCHHEIT

  • Spanischer Hauptweg seit 1993.
  • Französische Pilgerstraßen nach Santiago seit 1998.
  • Weitere spanische Pilgerrouten seit 2015.

 

 

 

PAPST JOHANNES PAUL II.

am 9. November 1982 in SANTIAGO DE COMPOSTELA

  • "Die Pilgerfahrt nach Santiago war eines der wichtigsten Elemente zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses so unterschiedlicher Völker,
  •  (…) Sie brachte die Menschen einander näher, verband und einigte sie."

WER TRIFFT SICH? Beispiel 2019

Studenten (18% von 347.578 Pilgern und Pilgerinnen). Lehrer (7,16%). Ruheständler (13,23%). Beamte (5,36%). Hausfrauen (1,91%). Manager (1,81%). Künstler (0,94%). Arbeitslose (1,25%). Priester (0,47%). Ordensleute, Mönche, Nonnen (0,36%). Landwirte (0,36%). Soldaten (0,14%). Profisportler (0,16%). Schauspieler/Künstler (0,94%). Arbeiter (1,16%). Freie Berufe (14,23%). Angestellte (23,81%). Techniker (9,67%).

 

Auf dem Camino de Santiago zählt nur der Mensch, die Pilgerin, der Pilger; unabhängig von der gesellschaftlichen Stellung, unabhängig von der kulturellen Prägung. Ob er Gott sucht oder einfach nur sich selbst. Ob er Menschen treffen will oder die Einsamkeit sucht.

... regt zum Meditieren an.

Auf dem Weg. In der Pilgermesse.

ECHTER CAMINO AUF DER MESETA

Einsamkeit. Eintönigkeit. Hitze. Gleichmut. Keine Abwechslung. Stille.

  • Die Stille ist der Ort des Wortes Gottes, und der Pilger muss auf dem Weg seiner Pilgerschaft meditieren, wie es auch die Pilger von Emmaus taten. 
  • Im Wort Gottes begegnen wir einer Art und Weise, uns verschiedene menschliche Erfahrungen aufzeigen zu lassen auf der Suche nach dem Guten und der Wahrheit,
  • und um die Zusammenhänge zu erkennen“,

so Erzbischof Julian Barrio, Santiago de Compostela, in seinem Pastoralbrief zum Heiligen Compostelanischen Jahr 2010.

 

EINSTIMMUNG MEDITATION

Jesus hat das Reich Gottes verkündet. Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, die Evangelisten, haben die Botschaft Jesu Christi aufgeschrieben; Paulus und die anderen Apostel haben sie verkündet, Briefe geschrieben, gepredigt; Johannes die Offenbarung festgehalten.

 

Intellektuelle, Philosophen, Kirchenväter vom Range eines Origenes, Ambrosius, Augustinus, Cyrill von Jerusalem und viele andere mehr haben sie weitergegeben. Ihre Predigten: Christus-zentriert von tiefer Gläubigkeit; wie Bernhard von Clairvaux Jahrhunderte später, seine Marienfrömmigkeit ergänzend zu seiner Christologie legendär.

 

Mystiker wie Meister Eckart, Johannes Tauler und Heinrich Seuse sprechen ihre Mitmenschen in bis dahin ungewohnter Weise an, ebenso eine Hildegard von Bingen oder die Nonnen vom Kloster Helfta.

 

Ignatius von Loyola, Franz von Assisi, Teresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Katharina von Avila werden LehrerInnen, in dem der dreieine Gott das Zentrum bildet. Wie sieht es in der Pfarrei back home aus? Steht die Heilsbotschaft Jesu Christi im Vordergrund? 

 

Auch wenn das Pfingstfest gefeiert ist, lohnt es sich, das ganze Jahr hinweg darüber zu meditieren. PENTECOST - 2021. REFLECTIONS. MEDITATIONEN.

And suddenly there came from the sky a noise like a strong driving wind, and it filled the entire house in which they were. Then there appeared to them tongues as of fire, which parted and came to rest on each one of them. And they were all filled with the Holy Spirit and began to speak in different tongues, as the Spirit enabled them to proclaim.  Apg.Acts 2:2–4.

 

HAPPY BIRTHDAY! Today, as we celebrate the coming of the Holy Spirit at Pentecost, we also celebrate the birth of the Church. Thus, today is a celebration of your membership in the life of the Church. As a human institution, the Church has always suffered on account of the sins of Her members. This sad truth is something that we are increasingly aware of today. But the Church itself is the Spotless Bride of Christ. It is the Body of Christ on earth, in Heaven and in Purgatory. Those of us on earth are members of the Church Militant. Those in Heaven are members of the Church Triumphant. And those in Purgatory are members of the Church Suffering. But all of us are united under Christ our Head as members of His holy Body the Church.

 

We profess our faith in the Church every Sunday. We profess that we believe in “one, holy, catholic and apostolic Church.” What exactly does this mean? First, it means that by the power and working of the Holy Spirit, those who profess faith in Christ are united as “one.” This oneness is a spiritual union that will endure for eternity. It is unbreakable and restores us to the life we were created to live. That is, a life of union with God and others, a communion of humanity with God.

 

As one family, the Church is also “holy.” Holiness is another way of saying that we are made whole by the blood of Christ, sharing in His redemption. By His mercy, our sins are forgiven and we become children of the Father in Heaven, sharing the eternal life of the Son.

 

The word “catholic” refers to the truth that the offer of salvation is given to all. It is a universal calling given to all people who will accept this gift. God did not come to save only a few but all, and many will accept this gift of salvation.

 

We are “apostolic” in that God chose to establish His Church through the mediation of His Apostles. They were uniquely called to become instruments by which the saving Truth is proclaimed and the grace won by the Cross is distributed. The work of the Apostles continues today through their successors, the bishops, and those who are co-workers with the bishops, the priests. Sinful though they may be, God uses them, nonetheless, to bestow His grace and truth upon the world.

 

As a member of the one Body of Christ, you are also invited by God to enlarge His family through the sharing of the Gospel and by your life of deep prayer. You are called and sent, and this takes place by the outpouring of the Holy Spirit that we especially celebrate today.

 

REFLECT, TODAY, upon the incredible privilege it is to be invited to be a member of the Family of God, the Church. And reflect, also, upon the important duty you have to extend that invitation to others. Pray to the Holy Spirit, asking for an increase in His seven-fold gifts in your life so that You can help share the saving message of the Gospel to those whom God wants to reach through you.

 

PRAYER: Come Holy Spirit, fill the hearts of Your faithful and kindle in them the fire of Your love. Send forth Your Spirit and they shall be created. And You shall renew the face of the earth. O, God, Who by the light of the Holy Spirit, did instruct the hearts of the faithful, grant that by the same Holy Spirit we may be truly wise and ever enjoy His consolations, through Christ our Lord. Amen. Jesus, I trust in You.

Quelle:Catholic-Daily-Reflections.com, Pfingstsonntag, 23. Mai 2021

 

MEDITATION: "KATHOLISCHE KIRCHE"

Auch Nicht-Katholiken mögen sich angesprochen fühlen. Im 4. Jahrhundert gab es nur die katholische Kirche. Der heilige Cyrill von Jerusalem (313-350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer, nimmt Stellung zum Lukas-Evangelium 10,1-9: Die Apostel verbreiten den Glauben in der ganzen Welt. Quelle: Katechesen an die Täufling 18, §§ 23-25 (vgl. Bibliothek der Kirchenväter, München 1922).

 

"Die Kirche heißt katholisch, weil sie auf dem ganzen Erdkreis, von dem einen Ende bis zum anderen, ausgebreitet ist, weil sie allgemein und ohne Unterlass all das lehrt, was der Mensch von dem Sichtbaren und Unsichtbaren, von dem Himmlischen und Irdischen wissen muss, weil sie das ganze Menschengeschlecht, Herrscher und Untertanen, Gebildete und Ungebildete, zur Gottesverehrung führt, weil sie allgemein jede Art von Sünden, die mit der Seele und dem Leibe begangen werden, behandelt und heilt, endlich weil sie in sich jede Art von Tugend, die es gibt, besitzt, mag sie dieselbe in Werken oder Worten oder in irgendwelchen Gnadengaben offenbaren.

 

Der Name Kirche (ἐκκλησία) [ekklēsia] erklärt sich daraus, daß durch sie alle Menschen berufen und vereint werden. Im Buch Levitikus sagt der Herr: „Versammle (ἐκκλησίασον) [ekklēsiason] die ganze Gemeinde vor der Türe des Zeltes des Zeugnisses!“ (8,3). [...] Im Buch Deuteronomium spricht Gott zu Moses: „Versammle (ἐκκλησίασον) [ekklēsiason] vor mir das Volk! Sie sollen meine Worte hören, dass sie mich fürchten lernen!“ (4,10). [...] Und der Psalmist sagt: „Ich will dich preisen, o Herr, in großer Versammlung (ἐκκλησία) [ekklēsia], vor zahlreichem Volke will ich dich loben“ (34,18). [...]"

Anmerkungen: Mit "fürchten" ist keine Angst nach heutigem Verständnis gemeint.

 

STILLE

Bruno von Köln (1027 bis 6. Oktober 1101) gibt den Kartäusern *) das Geschenk der großen Stille.

"Sie schweigen. Die Lippen sind verschlossen. Der Mensch kann mit verschlossenen Lippen nur den Buchstaben M sagen. Die Erfahrung göttlicher Wirklichkeit läßt sich nicht in Worte fassen. Und wenn die Lippen sich öffnen, beginnen sie, mit Worten das Unsagbare zu stammeln: Jesus Christus hat das Reich Gottes verkündet."

Mitten in der Nacht rufen sie (die Kartäuser) zu Gott: "Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund Dein Lob verkünde" - Psalm 51,17. "Kommt, laßt uns jubeln vor dem Herrn" - Psalm 95. Und dann öffnen sie ihre Lippen zum großen Lobgesang." Quelle: Betrachtungen von Hermann Rieke-Benninghaus, 2020. *) Kartäuser: Ordo Cartusiensis - von Bruno gegründet mit äußerst strenger Lebensweise/Askese. Der Film Die große Stille aus 2005, ausgezeichnet mit dem bayerischen Filmpreis 2005 und dem europäischen Filmpreis 2006, dokumentiert das Leben der Mönche recht anschaulich; gedreht in der Großen Kartause bei Grenoble.

   

MEDITIEREN DER SELIGPREISUNGEN

Bergpredigt - Mt 5,1 - 5,12

Mahatma Gandhi (1869-1949) nahm bei einem Aufenthalt auf einer Bahnstation in Indien, als man ihm Ovationen darbrachte, das Neue Testament aus der Tasche und las ein Stück von der Bergpredigt vor. Darauf sagte er: „Vom Christentum ist vor allem die Bergpredigt wahr, aber die Christen tun nicht, was sie lehrt. Was wahr ist, kann man nur erfahren, indem man es tut.“ - Quelle: St.Gertrudisbote Abtei Tettenweis

 

Das Internet macht`s möglich. Warum nicht einfach`mal Matthäus 5,1 eingeben? Lesen. Verstehen. Meditieren.

 

AUF DEM JAKOBSWEG SICH

SELBST ERKENNEN

Jesu immer wieder deklamierter Anspruch "Tut Buße! Kehrt um! ist weitgehend in Vergessenheit geraten; bei Klerikern, Bischöfen wie Priestern, bei den Gläubigen. Warum? Man stört sich an der Begrifflichkeit "Buße". Man setzt Buße mit Strafe gleich. Völlig falsch. Richtig verstanden, so die wörtliche Übersetzung des griechischen Wortes Μετάνοια für Buße, bedeutet Buße Um-Denken, den Blick wenden, Sinnesänderung: Sich selbst sehen, wie man ist. Sich selbst ins Gesicht sehen müssen.

 

Und dieser Weg zur Selbsterkenntnis fängt an mit der zumindest temporären Abkehr von der Welt, die uns auf sich fokussiert und uns hindert, uns selbst wahrzunehmen.

 

Notger Slenczka, Professor für Systematische Theologie an der evangelisch-theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, führt weiter aus, dass wir diesen Weg schmerzhafter Selbsterkenntnis gerne bei anderen sehen, manifestiert in den politischen und kirchlichen und persönlichen Tribunalen der Gegenwart. Nein, nicht andere zur Selbsterkenntnis treiben, so dass alle sehen, wie sie sind. Er schließt mit den schönen Worten: Ego te absolvo. Christi Leib, für dich (für mich) gegeben, zur Vergebung der Sünden. Oder: Der Gekreuzigte ist auferstanden. Quelle: Die Welt, 27. März 2021, S. 2. Fasten, eine Gebrauchsanweisung.

 

REISEGEBET UND PSALMEN

JÜDISCHES REISEGEBET

Herr, unser Gott und Gott unserer Väter, möge es Dein Wille sein, uns in Frieden zu leiten, unsere Schritte auf den Weg des Friedens zu richten und uns wohlbehalten zum Ziel unserer Reise zu führen. Behüte uns vor aller Gefahr, die uns auf dem Weg bedroht. Bewahre uns vor Unfall und vor Unglück, das über die Welt Unruhe bringt. Segne die Arbeit unserer Hände. Lass uns Gnade und Barmherzigkeit vor Deinen Augen finden; Verständnis und Freundlichkeit bei allen, die uns begegnen. Höre auf die Stimme unseres Gebetes. Gepriesen seist du, o Gott, der Du unser Gebet erhörst. Amen

 

 

PSALM 121 - GOTT IST BEI DIR

EIN LIED, ZU SINGEN AUF DEM WEG NACH JERUSALEM

(SANTIAGO DE COMPOSTELA)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Er läßt deinen Fuß nicht wanken; der, der dich behütet, schläft nicht.

Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten, er steht dir zu Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden, noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen, er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, von nun an bis in Ewigkeit. 

 

Für die Mediatation empfehle ich den Stuttgarter Psalter von Erich Zenger, 2005; Verlag Katholisches Bibelwerk Stuttgart - mit seinen Kurzkommentaren.

 

Die Wallfahrts-Psalmen 122: Friedenswunsch für Jerusalem und 123: Bitte um Erbarmen ergänzen in idealer Weise den 121er.

... beeinflusst/e die Gesellschaft

... von Anfang an. Beginnend im 9. Jahrhundert, verstärkt im 11./12. Jahrhundert. ... das ganze christliche Europa und darüber hinaus umfassend und ergreifend -  bis heute.

 

Architektur, Bildhauerkunst, Baumeister, Musik, Wissenschaft, Literatur, Politik und Wirtschaft. Alle gesellschaftlichen Bereiche sind erfasst, ob man es nun wahrhaben will oder nicht.

... konfrontiert mit der Geschichte

Beispiel Hospital de Orbigo.

 

Beeindruckend die mittelalterliche Brücke mit 20 Bögen. Warum nicht einige Minuten stehenbleiben? 

Drei geschichtliche Ereignisse gilt es zu erinnern.

Berühmt geworden durch den leonesischen Ritter Suero de Quinones. Er soll während des Heiligen Jahres 1434 in der Zeit vom 10. Juli bis 9. August auf dieser Brücke alle vorbeikommenden pilgernden Ritter herausgefordert und, so heißt es, dreihundert Lanzen siegreich geritten haben. Er tat dies aus einer Verpflichtung einer Dame gegenüber. Die Besiegten wiederum verpflichtete er, fortan keine Pilger mehr zu berauben, sodass diese weiter ungehindert nach Santiago reisen konnten. Er selbst pilgerte im Anschluss der Wettkämpfe zum Sant`iago nach Compostela. Das Blaue Band der Dame mit der Liebeserklärung an ihren Ritter soll in der Reliquienkapelle von Santiago aufbewahrt sein.

 

Eintausend Jahre zuvor soll sich 434 n. Chr. auf der Brücke ein fürchterliches Gemetzel abgespielt haben. Die Westgoten schlachteten die hier lebenden Sueben ab. Und schlußendlich hatte König Alfons III. (9./10. Jh.) die Brücke als Schauplatz für seinen Kampf gegen die Mauren genutzt; während die Bewohner des Landstrichs sie seit römischer Zeit als Teil einer Viehtrasse (Camino de la Canada?) ansahen.

Lasst uns also pilgern

Hieronymus Münzer, 15. Jahrhundert

Wie sehr ist dieser heilige Ort (Santiago de Compostela)zu verehren, in dem die heiligsten Gebeine des Apostels, die Gott in seinem Fleisch berührten, begraben liegen. Deshalb erstrahlt der große Jakobus in Galicien durch Wunder, und er erstrahlt ebenso an anderen Orten.

 

Lass uns also pilgern - im wahren Pilgergeist: Unterdrückung der Laster, Abtötung des Fleisches, Hervorhebung der Tugenden, Vergebung der Sünden, Buße der Reumütigen, Weg der Gerechten, Liebe zu den Heiligen, Glaube an die Auferstehung, Ferne von der Hölle und Gewährung des Himmelreichs.

Quelle: Der Reisebericht des Hieronymus Münzer. Ein Nürnberger Arzt auf der Suche nach der Wahrheit in Westeuropa (1494/95). Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen 2020.

 

Der Autor der Doku LOOKING FOR INFINITY: EL CAMINO. Auf der Suche nach Unendlichkeit ergänzt "seinen Kollegen" aus dem 15. Jh.:

  • If you walk as a tourist, shopping all the time spending money,
  • you will be the same person, no changes.
  • Then El Camino was worthless.
  • It`s an incredible experience.

 Mehr über diesen Film vgl. Webseite LITERATUR. DVD. KINOFILME.

VORBEREITUNG der PILGER

Einfach losgehen, wird selten funktionieren. Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Welche Motivation treibt mich an? Der Weg verändert. "Wer nach Santiago pilgert, kann nicht gleiche bleiben."

 

Bitte nachschlagen unter:

 

Was verbindet den amerikanischen Appalachian-Trail mit dem Camino Frances?

Beide Wege inspirieren Menschen, einen mitunter einsamen Weg zu gehen, sich selbst zu finden. Der Appalachian Trail mit seinen rund 3.500 (2.200 Meilen) Kilometern von Georgia (Springer Mountain in southern Fannin County) bis nach Maine zum Mount Katahdin ist allein aufgrund seiner Strecke und der Gehzeit von 4-6 Monaten ungleich anstrengender.

 

Seit 2019/2020 sind auf YouTube vermehrt Appalachian-Dokus zu sehen. „The Appalachian Trail – A Journey of the Soul“  - mit 441.224 Aufrufen am 18. August 2020. „Into the Wild“ verzeichnete 633.342 Klicks oder „Back into Alignment“ 193.585 Aufrufe. Davon können unsere Jakobswegfilmemacher nur träumen, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die USA ungleich mehr Einwohner aufweist. Offensichtlich besteht eine entsprechende Nachfrage nach Vorbildern, die bereit waren, dieses Wagnis einzugehen, wobei es sicherlich sehr viele Hiker gibt, die nur Abschnitte gehen.

 

Wenn wir vom Jakobsweg sprechen, denken wir unwillkürlich an den Camino Frances mit seinen rund 800 km - beginnend in St. Jean-Pied-de-Port. Das trifft nicht auf jeden Jakobspilger zu. Wir lernten 2006 einen älteren Würzburger kennen, der wenige Wochen zuvor in seiner Heimatstadt gestartet war; insgesamt dürfte er mithin über 2.000 Kilometer am Stück gewandert sein. Er hatte sich auf einigen Etappen vom extra angereisten Enkel resp. seinem jüngeren Bruder begleiten lassen. Ein anderer war in Freiburg aufgebrochen. Ein weiterer in Weißrußland. Et ecetera.

 

Diese dort gemachten Erfahrungen fehlen mir. Es macht schon einen Unterschied, ob man von Sarria (wie viele Spanier; etwas mehr als 100 km, für die Compostela), von Leon (ca. 320 km), von St. Jean mit 800 km und 4-5 Wochen Gehzeit oder über mehrere Monate am Stück wandert, pilgert. Physis wie vor allem Psyche müssen sehr gut ausgeprägt sein. Anders ist das nicht zu schaffen.

A la bonheur.

THEMEN IM ÜBERBLICK

Bitte zunächst dazu oben links in der vertikalen Spalte den Menüpunkt WEBSEITEN JAKOBSWEG anklicken.

 

Erläuterungen

Santiago el Mayor. Rom. Iglesia de Santa Maria de Montserrat. Kirche der Spanier.

 

 

Erläuterungen

*) gemeint ist in diesem Fall die Kathedrale von Santiago. Zu sehen ist das Santiaguino do Monte von Padron - Caminho Portugues. Text einer TV-Sendung entnommen.

 

1 Bitte weiterlesen im REISEBERICHT WESTWÄRTS  (Haupt-Menüzeile oben) Etappe 25: Nadel und Faden. Wichtige Utensilien des Jakobswegs.

 

2 Große europäische Rede des Papstes in Santiago anlässlich des Heiligen Compostelanischen Jahres 1982; vgl. Menüpunkt JAKOBSWEGE.GESTERN UND HEUTE Johannes Paul II. am 9. November 1982: „Ich sehe….“

 

3 Rede/Pastoralbrief des Erzbischofs von Santiago de Compostela Julian Barrio Barrio zum Heiligen Compostelanischen Jahr 2010. Die deutsche Übersetzung des Pastoralbriefes, zu beziehen vom Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Hauptabt. IV, trägt den Titel: PILGER DES GLAUBENS UND ZEUGEN DES AUFERSTANDENEN CHRISTUS.

 

4 Pilgergruß E ultreia. Elisabeth  Alferink gibt in ihrem Büchlein "Auf den Spuren des Jakobus", 2006, Verlag Katholisches Bibelwerk Stuttgart, folgende Erklärung: "Möglicherweise entstammt der Ursprung dem Griechischen. Dann würde die Vorsilbe „eu“- gut und das Wort „latreia“ - Gottesdienst oder Dienst bedeuten. Die gesamte Pilgerschaft wird damit als Gottesdienst verstanden." Macht Sinn.

Ein anderer Buchautor beruft sich auf einen spanischen Herbergsverwalter, der darlegte, dass der Gruß "Ultreya" dem mittelalterlichen Latein des Liber Sancti Jacobi/Codex Calixtinus (12. Jh.) zu entnehmen sei. Es meine soviel wie: weiter beherzt voraus, mit der Pilgerreise fortfahren.

 

5 Ansprache Papst Benedikt XVI. am 6. November 2010 in Santiago de Compostela; vgl. Menüpunkt PAPST BENEDIKT XVI. UND DER JAKOBSWEG.

 

6 Erzbischof Julian Barrio von Santiago 2018 in Straßburg (CNA ...).