Pfarrkirche Santa Maria. Iglesia Parroquial.           Hornillos del Camino.  

Hornillos del Camino. Typisch für das Straßendorf mit einer einzigen Straße, der Calle Real, dem Jakobsweg. Rund zwanzig Kilometer von der Metropole Burgos entfernt – auf dem Weg nach Castrojeriz. König Alfons VII. (12. Jh.) schenkte das Dorf dem Pariser Kloster des hl. Dionysius. Später ein Benediktinerkloster in Abhängigkeit des französischen Klosters von Rocamadour; die einstmals hier plazierte geschnitzte Statue der Hl. Jungfrau von Rocamadour ein beredtes Zeichen. Vor dem Dorf sind noch die Reste des Hospitals de San Lazaro zu sehen.

 

Die Gluthitze der Meseta hätte eigentlich die PilgerInnen bewegen müssen, die Kirche zu besichtigen, denn nirgendwo sonst gab es Orte des Schattens  und der Kühle. So war ich allein im Gotteshaus, einer einfachen Pfarrkirche, die allerdings mit einem dort ausgestellten Bild aufhorchen lässt. Es zeigt einen während des spanischen Bürgerkriegs ermordeten Priester aus dem Jahre 1936. Wer mehr darüber lesen möchte, dem empfehle ich, den Menüpunkt CAMINO FRANCES aufzuschlagen mit dem Unterpunkt Kastilien/Leon > Junta - Spanischer Bürgerkrieg. Auch gehen wir im Verlauf des Reiseberichts WESTWÄRTS NACH GALICIEN auf dieses Thema ein: Etappe 15. Bitte auch den Punkt Spanischer Bürgerkrieg anklicken.

 

Die Kirche Santa Maria gewährte einstmals denjenigen Pilgern einen Ablass von vierzig Tagen, die zu bestimmten Zeiten bestimmte Gebete sprachen. Vor der Kirche steht ein Denkmal mit der Figur eines Hahnes: Während der napoleonischen Besatzungszeit krähte das gestohlene Tier kurz vor seinem Tod und konnte so seinen Dieb entlarven.

 

Rechts neben der Kirche die Herberge: Etappe 15.

Fotos:

1. Reihe: Blick auf den Hauptaltar.

              Seitenaltar.

2. Reihe: Typische Marienfigur.

              Im spanischen Bürgerkrieg ermordeter Priester.