Basilika San Martin                                       Fromista 

Die Kirche gilt als Perle der Romanik. Gestiftet um 1066 nach Christus von Dona Mayor, Witwe des Königs Sancho III. von Navarra. Von 1896 bis 1904 restauriert. Berühmt sind die Konsolfiguren unter den Dachüberständen. Stilistisch ist die Kirche eng verwandt mit der Kathedrale von Jaca (Camino Aragones) und mit San Isidoro in Leon. Der Grundriß ist dreischiffig, jedes Schiff von einer Apsis abgeschlossen, mit einer oktogonalen Kuppel über dem Querschiff, die auf Trompen errichtet ist, und zwei zylindrischen Türmen zu beiden Seiten ihrer Hauptfassade. Außen weist das Gotteshaus 315 Sparrenköpfe auf, die rundum die Dachvorsprünge schmücken, von erstaunlicher Perfektion und Vielfalt. Quelle: Millan Bavao Lozanos Pilgerführer aus 1999.

 

Nur drei Figuren weist der schmucklose Innenraum auf: links der heilige Martin aus Tours aus dem 14. Jahrhundert, ihm ist das Gotteshaus geweiht; rechts ein naiver heiliger Jakobus aus dem 16. Jahrhundert und in der Mitte das Kruzifix aus dem späten 13. Jahrhundert. Die meisten Kapitelle sind Originale, einige allerdings im Museum von Palencia ausgestellt. Heute werden in der Kirche nur zu besonderen Anlässen Gottesdienste abgehalten. 

 

1330 verließen die letzten Mönche das der Kirche angegliederte Kloster. Die zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert erfolgten Änderungen wurden noch einmal zwischen 1896 und 1905 korrigiert. Fast 500 skulptierte Konsolen machen das Besondere der Kirche aus: Monster, Tiere,  obzöne Szenen, Gaukler, Mönche. Sie sollen wohl vor den Gefahren des irdischen Lebens warnen, inklusive derjenigen, die auf dem Pilgerweg lauern.

Fotos:

1. Reihe: Eingangsbereich der Kirche.

              Modell.

2. Reihe: Innenbereich mit dem hl. Martin (lks.) und Jakobus (re.)

              Jakobus als Pilger.

3. Reihe: Filigrane Kapitellen.

4. Reihe: Konsolfiguren unter den Dachüberständen. Das linke Foto bitte genau

              betrachten. Für das Mittelalter recht frivol.