Camino Mozarabe

In Kürze mehr über den 13-jährigen Märtyrer Pelagius von Cordoba, der am 26. Juni 925 nach Christus seinem Glauben an Jesus Christus nicht abschwor, sodann auf Geheiß des moslemischen Kalifen von Cordoba Abd-el-Rahmann III. grausam gefoltert und getötet wurde. Mehr über den Mythos der maurischen Toleranz vgl. Webseite Reconquista. Mauren...

 

Camino Mozarabe: Granada - Merida: 390 km

Baena, Cordoba, Castuera, Mérida, weiter via Silberweg.

 

Hl. Pelagius von Cordoba. Gebotener Gedenktag in den Bistümern Cordoba und Tui-Vigo und im mozarabischen Ritus. Die Kirche gedenkt ansonsten seiner am 26. Juni resp. nach dem Alten Ritus (Missa Tridentina) am 4. Januar, Oktavtag der Unschuldigen Kinder. Der mozarabische Ritus ist in etwa gleichzusetzen mit der Missa Tridentina, der Papst Franziskus prinzipiell den Garaus bereiten will. Vgl. dazu meine Homepage.

 

 

DER MOZARABISCHE WEG

Die Mehrzahl der Caminos befinden sich bekanntlich im Norden der Halbinsel. Der Mozarabische Jakobsweg hingegen beginnt im Süden und führt durch einen großen Teil Andalusiens. Er ist einer der ältesten Routen, die auf das große Ziel Santiago de Compostela ausgerichtet sind. Gerade die Christen vergangener Jahrhunderte, die in den arabisch-moslemischen Königreichen lebten, nutzen ihn, mündete der doch in die  Vía de la Plata Richtung Compostella.
 

Wir sprechen von alten Römerstraßen und mittelalterlichen Wegen, die bis heute erhalten geblieben sind. Gleichzeitig wurden im Laufe der Jahre entlang der Wege Herbergsübernachtungen und sonstige  Dienstleistungen angeboten, die den Pilgern das Leben, das Wandern, das Pilgern schlechthin leichter machen sollten, so die altruistische Begründung; wahrscheinlicher ist die Synthese aus Geschäftssinn und Nachfragebefriedigung .
 

STARTPUNKTE

Die Startpunkte verteilen sich auf die verschiedenen Hauptstädte der Provinzen Almería, Granada, Jaén, Córdoba und Málaga. Am Ende kommen sie alle in der Provinz Córdoba zusammen und die Reise endet in Mérida; insgesamt dann 753 Kilometer bis Santiago.

Die Route, die durch Granada führt, kann auf zwei Arten begangen werden. Beispielsweise diejenige, die in der Hauptstadt Almería oder in der Provinz Granada beginnt. Von  Almería aus führt der Weg ins Innere der Provinz Almería mit den Gemeinden wie Santa Fe de Mondújar, Albodoluy, Abla oder Fiñana.
Weiter geht`s durch die Provinz Granada mit La Huertezuela als erstem Ort. Der Camino schlängelt sich sodann durch die Hochgebirgskette der Sierra Nevada und durch trockene Orte, die charakteristisch für die Senke von Guadix sind.

Durch Granada wird der Durchschnittspilger mit acht Etappen rechnen müssen (eine davon mit zwei Alternativen), die die Provinz von Ost nach West durchqueren. Die erste umfasst, von Hueneja bis Alquife, ein landschaftliches Kontrastgebiet zwischen hohen Bergen und den trockensten Orten der Provinz. Entlang dieser Route können die Pilger einige Städte wie Dollar oder La Calahorra besuchen, ein emblematischer, geschichtsträchtiger Ort, der mit einer der bekanntesten Burgen der Provinz aufwarten kann.

Die zweite Etappe geht in Richtung Guadix und führt zuvor durch Cogollos de Guadix. Für die dritte Etappe muß der Pilger Guadix kurz hinter La Peza verlassen und durch Stadtteile wie Paulenca oder Marchal fahren/gehen.

Bereits im vierten Abschnitt folgt der Weg dem Verlauf mehrerer Flüsse, was die Landschaft in Farbe und Form verändern wird. So sind der Fluss Aguas Blancas oder der Stausee Quéntar wichtige Elemente dieses Teils der Straße. Das Ende der Etappe befindet sich in der Stadt Quéntar selbst.

Für den fünften Abschnitt erreicht der Camino die Hauptstadt Granada. Von Quéntar ausgehend und Dúdar passierend ist es die letzte Stadt, die es anzusteuern gilt, bevor man das Zentrum von Granada erreicht, nachdem man zuvor durch den Llano de la Perdiz gepilgert ist.

Am sechsten Tag verlaßt ihr die Hauptstadt Granada und erreicht Pintos Puente über Maracena und Atarfe. Auf dem letzten Teil der Route wird man die Sierra Elvira genießen können und Pinos Puente erreichen, das den Fluss Cubillas überquert.

In Moclín ist das Etappenziel erreicht. Die Etappe selbst ist etwas kürzer denn die anderen zwischen zwanzig und sechzehn km. Der immerwährende Blick auf die Felder der Olivenbäume ist trist, auf keinen Fall farbenfroh. Warum sich nicht damit arrangieren? Automatisch kommt einem die Meseta in den Sinn; für viele gleichermaßen langweilig – für mich nicht.

 

Es gibt eine alternative Route, um nach Moclín zu gelangen, die etwas kürzer ist und durch die Stadt Bucor führt. Sie wird dann empfohlen, wenn der Pilger von der Landschaft mehr Abwechslung erwartet, garniert mit ökologischem Interesse.

Die siebte Etappe von Granada endet in Alcalá la Real, einer Gemeinde, die zur Provinz Jaén gehört. Die erste Ortschaft, die zur Nachbarprovinz gehört, wird Cequia sein.

Als Variante bietet sich, man spricht von der ursprünglichen Route, als Zielort Alcauete in der Provinz Jaén an; dafür sollte ein Extra-Tag eingeplant werden, der in Alcaudete in der Provinz Jaén endet. In diesem Bereich treffen sich die Wege, die von Almería - Granada kommen, und diejenigen, die von der Stadt Jaén abgehen, bis sie die Provinz Córdoba erreichen und den Weg nach Mérida fortsetzen.

Quelle: caminosantiago.org

 

Fotos: Quelle: Joachim Schäfer, Heiligenlexikon

1. Reihe: Kathedrale von Cordoba.

              Martyrium Pelagius von Cordoba. Kupferstich, Amsterdam 1665.

2. Reihe: Altarbild Pelagius von Cordoba, Kapelle Kathedrale von Cordoba.

              Fürst Pelagius von Covadonga. Er lebte zweihundert Jahre zuvor.

              Mehr über ihn vgl. COVADONGA. Am Rande des Camino de la Costa.