Fotos. Burg Ponferrada und Las Medulas *)

CAMINO DE INVIERNO

Der Winterweg von Ponferrada nach Santiago de Compostela

Einführung

Warum taucht jetzt, wir sprechen von 2019/2020, plötzlich dieser Winterweg auf? Nichts anderes bedeutet Camino de Invierno. Ganz sicher - an sich verständlicherweise -auch aus wirtschaftlichen Gründen. Mal sehen, wann jeder spanische Landstrich einen Camino de Santiago aufweisen wird.

Nachvollziehbar ist gleichwohl der Fakt, dass frühere Pilger durchaus diese Wegstrecke wählten (den Weg kannten schon die Römer), immerhin sind es - gemessen am üblichen Camino Frances - 56 Kilometer mehr, um sich im Winter nicht den mühevollen Auf- und Abstieg zum/vom O Cebreiro zuzumuten: hoch verschneit, teils unpassierbar. Und da es den mittelalterlichen Pilgern nicht auf ein oder zwei Mehrtagen ankam, werden sie den Umweg gerne auf sich genommen haben. Heute sind doch viele Pilger, like Richard Kimble, auf der Flucht, will sagen: Time is Money: wenig Interesse an Besichtigungen, keine Zeit für Umwege, viel Zeit für Pilgergespräche bei Wein und Bier.  

Mögliche Streckenführung

263 km in 10 Etappen

  • Ponferrada – Las Medulas: 28 km (Schwierigkeitsgrad 3 von 5)
  • Las Medulas – O Barco de Valderroas: 27 km / 3
  • O Barco de Valderroas –  Rua de Valderroas: 12 km / 1
  • Rua de Valderroas – Quiroga: 27 km / 3
  • Quiroga – Monforte de Lemos: 35 km / 4
  • Monforte de Lemos – Chantada: 31 km / 4
  • Chantada – Rodeiro: 25 km / 3
  • Rodeiro – A Laxe (Ladin): 28 km / 2

weiter Via de la Plata

  • A Laxe – Outeiro: 33 km / 3
  • Outeiro – Santiago de Compostela: 17 km / 1

 

Der Camino de Invierno durchquert die zwei autonomen Regionen Kastilien-Leon und Galicien mit ihren reizvollen Provinzen Leon, Qurense, Lugo, Pontevedra und A Coruna.

Der Winter ist natürlich in jeder Jahreszeit zu gehen; im Sommer ist es halt teils sehr heiß. Im Winter sollte man tunlicherweise die Unterkünfte im Voraus buchen. Die Pilgerinfrastruktur verbessert sich von Jahr zu Jahr: öffentliche Herbergen und private Unterkünfte, wie auch in manchen Gemeinden auf Wunsch die jeweilige Sporthalle zur Verfügung gestellt wird.

 

Die Highlights in Kürze

  • Las Medulas, Weltkulturerbe: römische Bergbautechnik, außergewöhnliche Landschaft.
  • Ponferrada und Cornatel: Templerburgen.
  • Sobradelo, Barxa de Lor: mittelalterliche Brücken.
  • Monforte de Lemos: mittelalterliche Stadt.
  • Wunderschöne Strecken entlang des Flusses Sil, teils eingerahmt von Kastanien-, Eichen- und Kiefernwäldern.
  • Der Abstieg auf der alten Römerstraße zum Canyon des Flusses Mino soll nicht ohne sein.
  • Die exzellente Weingegend Ribeira Sacra besticht zudem durch ihre vielen romanischen Kirchen und Klöster.
  • Etwas abseits des Weges lohnt der Besuch der Einsiedelei/Anacoretas des 6. Jahrhunderts, wahrscheinlich das älteste Kloster Galiciens. Ein Anacoret ist ein Mönch, der sein Kloster verlassen hat, um sich völlig allein in einer Einsiedelei dem Gebet zum dreifaltigen Gott zu widmen.

Quelle u.a.: spanische Webseite Gronze

*) Quelle Foto Las Medulas