PORTUGIESISCHE JAKOBSWEGE

Einstimmung

Der heilige Jakobus. Irgendwo am Caminho Portugues. Die bunten, dekorativen Keramikfliesen, Kacheln sind eine Besonderheit Portugals. Überall zieren sie Häuser, Schlösser, Brunnen, Museen, U-Bahnstationen, Kirchen, Stadtwappen, Straßenschilder und wie in diesem Fall einen Bildstock. Diese Keramikfliesen werden Azulejos genannt.

 

Auf unserem Trip von Lissabon mit dem Auto über Batalha und Fatima nach Porto, resp. auf der sich anschließenden Pilgertour bewunderten wir sie in Fülle vor allem in eben jener tollen Stadt Porto und längs des Weges; dann gerne mit dem Abbild der Jungfrau von Fatima mit den drei Seherkindern.

 

Meisterwerke. Obwohl, das stimmt ja nicht so ganz. Einige Künstler plazieren gerne des öfteren eine Kachel extra falsch, nicht um die Passanten zu ärgern, nein, aus Ehre vor dem Herrgott. "Ich bin nicht der Perfekte, ich bin immer noch devot in meiner Haltung und nicht unfehlbar." Welche Geste! Quelle: Andreas Drouve. Die Welt. Land der Kacheln. 8. Mai 2021.

Grenzstein römische Straße XIX.

Der portugiesische Jakobsweg ist einer der beliebtesten und bedeutsamsten  nach Santiago. Das betrifft in erster Linie den Abschnitt ab Porto. 

 

Die Route folgt der ursprünglichen römischen Via XIX. Die Geschichte bleibt immer präsent. Zu spüren in den Städten Ponte de Lima (Besiedlung schon in der Altsteinzeit, römisch seit dem 2. vorchristlichen Jahrhundert, ab 5. Jahrhundert nach Christus westgotisch) und Padron, an der Stelle, wo der Apostel Jakobus das erste Mal auf spanischem Boden gepredigt haben soll; vgl. auch Menüpunkt: Auf den Spuren des hl. Jakobus > Die Translation.

 

ERGÄNZUNG 2019

Das Pilgernetz des Caminho Portugues hat sich erweitert. Man spricht jetzt von sechs eigenständigen Caminhos. Quelle: Dt. St. Jakobus-Gesellschaft. Gegenwärtig fehlen mir nähere Informationen.

  • Caminho del Noroeste
  • Caminho del Lima
  • Caminho del Norte
  • Caminho Celanova
  • Caminho de la Geira Romana
  • Caminho de Lamego

Caminho de Santiago

Lissabon-Belem. Ehrengrab Vasco da Gama. Mosteiro dos Jeronimos / Santa Maria de Belem.

 

Caminho Portugues: Lissabon ‐ Santiago de Compostela: 612 km 

Santarem, Tomar, Coimbra, Porto, Barcelos, Ponte de Lima, Tui/Valenca, Pontevedra, Padron, Santiago de Compostela.

Porto. Brunnen mit Muschelsymbol.

 

Caminho Portugues: Porto - Santiago de Compostela: 240 km

Arcos, Rates, Portela de Tamel, Rubiaes, Cruz dos Franceses, O Porrino, Redondela, Caldas de Reis, Padron (Iria Flavia), Santiago de Compostela. Bitte links anklicken.

 

Via Lusitana: Algarve - Qurense: ca. 1.000 km

Benannt nach der gleichnamigen römischen Provinz. Start in Vila Real de Santo Antonio tief im Süden an der Algarve. Die Via führt ins Landesinnere, an Lissabon vorbei über Evora, Guradia, läßt Porto ebenso links liegen, bis sie dann östlich von Pontevedra in Qurense endet und auf den Mozarabischen Jakobsweg stößt. Der Wanderweg soll sehr anstrengend sein. Für Kunsthistoriker ein Eldorado. 

Reiseführer

Einen guten, weil übersichtlichen, Reiseführer hat John Brierley in 2010 herausgebracht - Camino Portugues - Lisboa - Porto - Santiago. Obwohl viersprachig verfasst, geht er dennoch sehr prägnant auf die einzelnen Etappen ein. Sein Kartenwerk ist ausgesprochen hilfreich.

Brierley berücksichtigt bei seinen Entfernungsangaben auch die jeweils zu erklimmenden Bergrücken. Aber sehen Sie selbst resp. werfen einen Blick auf unseren Reisebericht.

AUF NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA.

Ein Reisebericht vom Caminho Portugues Mai 2011.

In elf Etappen von Porto/Giao nach Santiago de Compostela.

 

Arcos. Barcelos. Ponte de Lima. Portela Grande. Cruz de Francesco - Cruz dos Mortos (Tod). Sao Roque. Valenca. Tui. O Porrino. Redondela. Cesantes. Pontevedra. Meson Don Pulpo. Capela St. Marta. Caldas de Reis. Padron. Santiaguino do Monte. Jaköbchen vom Berge. Pedron. 

Bitte oben links weiterklicken, danke.