Logroño. Blick auf die Stadt mit der Konkathedrale Santa Maria de la Redonda. Ausschnitt Iglesia Santiago. Pilgerdenkmal.

PROVINZHAUPTSTADT LOGRONO und VENTOSA

Dona Felisa. Kon-Kathedrale. Ritter Arnold von Harff.                

Rioja-Wein. Fiesta de Las Candelas.

Logroño

Logroño, die Metropole La Riojas mit über 152.000 Einwohnern, ist mehrmals zerstört worden: von den Westgoten im 6. Jh., von den Mauren im 8. Jahrhundert, im Zuge der Reconquista und sogar von El Cid im Jahre 1092, dem Nationalhelden Spaniens, der damals auf Seiten der Moslems kämpfte.

Der Name der Stadt (Ende des 11. Jhs. wohler eher ein kleines Dorf) soll zurückgehen a) auf die Bezeichnung durch die germanischen Pilger "Groing", dem Ort (Furt/Übergang) an dem man den Ebro überquert und nach Spanien gelangt ist. Durch das Zusammenfügen von Illo Groung entstand dann der spätere Name Logrono, oder b) auf Lucus Brun/Lucus Beronius = Heiliger Ort Beron. Die Römer nannten den Ort Varelus. Sie bauten dort die erste Brücke - über den wasserreichen Ebro. Heute heißt sie Puente de Piedra - Steinbrücke.

 

König Alfons VI. sorgte in 1095 für den Wiederaufbau der Stadt, verbunden mit allen Rechten, und vier Jahre später für den Bau der ersten Brücke. Mit dieser in 1099 errichteten Brücke Puente de Piedra, sie wird Santo Domingo Garcia und San Juan de Ortega nachgesagt, wurde die Stadt zur wichtigen Pilgerstation am Jakobsweg. Damals entstand das Motto „la ciudad como el camino“ – „die Stadt richtet sich nach dem Wege.“ Gilt das heute auch noch?

 

Als Schutzheiliger der Stadt wird am 11. Juni der hl. Bernabé, der Apostel Barnabas verehrt. Das Stadt- und Weinfest in der vorletzten Septemberwoche bezieht den Evangelisten Matthäus ein und nennt sich folgerichtig San Mateo.

Logroño. Blick auf die Konkathedrale Santa Maria de la Redonda.

 

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Etappe 8 - Warum der mittelalterliche Pilger sich dem Lächeln der Virgenes del Camino, der Santa Maria anvertraute;

 

vgl. auch Menüpunkt KATHEDRALEN. 

 

Der Liber Sancti Jacobi / Codex Calixtinus, ein lateinisch verfaßter Pilgerführer des 12. Jahrhunderts schreibt unheilvoll: "(...) und hinter Los Arcos (...) fließt ein Strom, dessen Wasser den Pferden und Mannen, die aus ihm trinken, den Tod bringt." (3) 

Puente de Piedra. Freigegebenes Foto. *)

Die Brücke zählt zu den Wahrzeichen  Logroños.Jeder Jakobspilger wird sie auf seinem Weg nach Santiago de Compostela betreten als eine der vier Steinbrücken, die den Fluß Ebro überqueren. Sie wird auch auch Puente de San Juan de Ortega genannt, in Anspielung auf die Kapelle, die auf ihrem linken Ufer existierte, also zu Ehren des Heiligen San Juan de Ortega, dem man den ursprünglichen Bau im 11. Jahrhundert zuschrieb. Nach dem Einsturz der alten Brücke in 1871 wurde sie 1884 neu errichtet. Mehr ....

*) Wir waren weiland so erschöpft in Logrono angekommen, dass wir zum Zeitpunkt der Überquerung keinen Sinn für Fotoaufnahmen hatten. Daher das externe Foto. Die Eeschöpfung legte sich aber rasch nach einer kurzen Pause.

 

Ritter Arnold von Harff geht 1499 auf die heutige Provinzhauptstadt Logrono ein: " (...) nach Logrono 1 Lieu (Entfernungsangabe), einer Stadt des Königs von Spanien. Hier reitet man über eine steinerne Brücke. Der Fluß heißt Ebro. Dort endet das Königreich Navarra. In Logrono untersucht man dich, ob du Handelsgüter bei dir hast. Für sie mußt du Zoll zahlen." (2.)

Fotos:

1. Reihe: kurz vor Logrono. Hier wartet Dona Felisa.

2. Reihe: Logrono. Herberge.

              Santiagokirche.

3. Reihe: Marienbildnis Konkathedrale Logrono.

              Mehrfamilienhaus.

4. Reihe: Impressionen Logrono.               

Ventosa

La Rioja. Weinberge.

 

Im Hintergrund liegt Ventosa, zwischen Navarrete und Najera.

 

Ein kleiner Ort mit 320 Einwohnern, der dafür bekannt ist, intensiv seine christlichen Feste zu feiern, unter anderem das Patronatsfest des heiligen

Johannes am 24. Juni in der Iglesia Parroquial de San Juan de Ventosa.

Weitere große Feste sind am 2. Februar das Kerzenfest - Fiesta de Las Candelas (in Deutschland bekannt unter Mariä Lichtmeß oder Darstellung des Herrn) und am 22. Juni die Fiesta de la Magdalena im nahe gelegenen Ortsteil La Mafalla.

König Sancho III. el Mayor (regierte von 1004 bis 1035) soll den Ort um 1020 herum dem Kloster unterstellt haben. Im 16. Jahrhundert muss Ventosa eine Blütezeit erlebt haben, der vergoldete Altar der Kirche Virgen de la Natividad zeugt davon.