Abfotografierte Fotos aus 1990. Kapernaum. Nazareth. Bethlehem. Jerusalem.

JESUS-TRAIL IN GALILÄA. Jerusalem-Wallfahrer

Einführung

Die biblische Grundlage für den Jesus-Trail ist ein Zitat aus dem Matthäus-Evangelium, dem zufolge Jesus zu Beginn seines Wirkens von seiner Heimatstadt Nazareth in den Bergen Galiläas nach Kafarnaum ging, einem Fischerdorf am Ufer des Sees Genezareth, in dem er seine ersten Jünger um sich versammelte. Im Evangelium heißt es: "Er verließ Nazareth, um in Kafarnaum zu wohnen, das am See liegt." (Mt 4,13 Einheitsübersetzung, 2020).

 

Kafarnaum wurde den Evangelien zufolge zum Ort seines Wirkens: "Jesus stieg in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt [Kafarnaum]" (Mt 9,1) und "Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er (wieder) zu Hause war" (Mk 2,1).

 

Der Jesus-Trail steht in der Tradition der klassischen Pilgerwege, wie dem Jakobsweg in Nordspanien oder dem Paulusweg in der Türkei.

DER JESUSWEG

Der Jesus Trail ist ein 65 Kilometer langer Pilger- bzw. Wanderweg in Galiläa im Norden Israels.

Er ist auf einer Strecke angelegt, auf der Jesus gegangen sein wird, weil sie zahlreiche Stätten seines Lebens und Wirkens verbindet.

Der Weg beginnt in Nazareth, der größten arabischen Stadt in Israel, und verläuft via Sepphoris, Kana (arab. Kafr Kanna), die Hörner von Hittim, die steilen Abhänge des Berges Arbel, den See Genezareth, Tabgha, Kafarnaum und den Berg der Seligpreisungen. Ein optionaler Rückweg führt über Tiberias, vorbei am Jordan, den Berg Tabor und den Berg des Sturzes (Berg Praecipitium). Der Weg verbindet Stätten mit Bedeutung für Christen, Moslems, Juden und Drusen. Der Jesus-Trail verläuft innerhalb der Grenzen Israels von 1967.

Nirgendwo sonst leben so viele arabische Christen denn in Galiäa. Das Museumsdorf Nazareth Village, gelegen zwischen Wohnhäudern und einer Synagoge im Stil des ersten Jahrhunderts, dokumentiert die damalige Lebensart sehr eindringlich. Historisch gekleidete "Bewohner" bewegen sich innerhalb der Olivenhaine und Weingärten, erzählen den Gästen.

 

Der Jesus-Trail wurde 2007 von zwei Wanderenthusiasten ins Leben gerufen, Maoz Inon, einem jüdisch-israelischen Unternehmer und Inhaber von Hostels und Unterkünften in Israel, und David Landis, einem christlich-amerikanischen Wanderexperten. Die Markierung erfolgte 2009. Aktuell (2020) fördert und verwaltet eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern den Weg als gemeinnütziges Projekt. Der Wanderweg steht allen offen, Campieren ist an vielen Stellen erlaubt. Markiert ist er mit einem Zeichen aus drei Streifen: Weiß, orange, weiß. Wenn Abschnitte des Weges mit anderen Wanderwegen zusammenfallen (zum Beispiel dem Israel National Trail (INT)), erscheint zusätzlich ein orangefarbener Kreis. Quelle: Wikipedia

 

Wer auf dem Jesus-Trail wandert,

erlebt das Heilige Land abseits der Massen

Die "Welt" hat einen sehr schönen Bericht in ihrer Ausgabe vom 1. Februar 2020 gebracht: "Gehen mit Gott durch Galiläa - Wer auf dem Jesus-Trail wandert, erlebt das Heilige Land abseits der Massen: biblische Orte, grandiose Natur und gastfreundliche Einheimische."

Gerade einmal 2000 Personen wandern und/oder pilgern den Weg im Jahr.

 

Kurzbeschreibung

Nazareth war zu Zeiten Jesu ein kleines Dorf. Zehn Kilometer entfernt Sepphoris, heute eine Ruinenstadt. Möglichweise haben hier Joseph und Jesus gearbeitet.  Historiker wie Theologen diskutieren, ob nun Jesu Ziehvater Joseph ein einfacher Zimmermann war oder gar ein selbstständiger Bauhandwerker.

Die auf einer Anhöhe liegende Ausgrabungsstätte im Zippori National Park ist beeindruckend, wird aber kaum besucht: Alte Römerstraßen, Reste herrschaftlicher Villen, eine Synagoge, die Kreuzfahrerfestung und ein Amphitheater mit 4.000 Sitzen. Prachtvoll die Mosaikböden, wie beispielsweise im Dionysos-Haus die Frauendarstellung genannt "Mona Lisa von Galiläa."

 

Gewaltige römische Zisternentunnel stechen eingangs der Ruinenstadt hervor. Sechs Kilometer weiter erreicht der Pilger Kafr Kana, das biblische Kanaan. Durch Pinienwälder weiter ins moslemische Maschad. In dessen Moschee die Gebeine des Propheten Jonas liegen sollen. Weiter durch Orangen- und Olivienplantagen zu dem Ort, wo Jesus das wohl bekannteste Wunder gewirkt hat, die Verwandlung von Wasser in Wein anläßlich einer Hochzeitsfeier. Es gibt eine Herberge direkt neben der Hochzeitskirche. Auch Kana ist moslemisch. Die Hochzeitskirche ist das Ziel vieler Touristen, täglich sollen in Normalzeiten über 40 Reisebusse "einrauschen". 

 

Weiter geht es zu den Hörner nach Hittim; hier auf dem Berg wurden die Kreuzritter 1187 vernichtend von den Moslems geschlagen unter der Führung von Sultan Saladin.

In Nabi Shuaib ist ein gewaltiger Steinpalast zu bewundern mit dem Grab des drusischen (Islam-nah) Propheten Shuaib, in der Bibel bekannt als Jethro, Schwiegervater von Moses. Via Moshav Arbel, einem Dorf, geht es weiter zur Bergkuppe des Arbel-Nationalparks - mit einem phantastischen Blick in das Jordantal und auf den See Genezareth. Über einen steilen Abstieg vorbei am arabischen Migdal, dem Heimatdorf der Maria Magdalena, hinab zum See. 

 

Hier am See beginnt wieder der Tourismus größeren Ausmaßes mit der Kirche von Tabgha, dem Ort der biblischen Brot- und Fischvermehrung, weitere 2,5 Kilometer entlang des Seeufers nach Kapernaum. Links der Berg der Seligpreisungen Jesu. Wer hier nicht inne hält, die Worte Jesu meditiert, dem ist nicht zu helfen. Schließlich die Ruinen der Synagoge und einiger Wohnhäuser von Kapernaum. Hier lebte Petrus und wohnte Jesus, temporär.

Mehr darüber ist zu lesen auf den Webseite:www.jesustrail.com

Jerusalem-Wallfahrer 1990

(Name) ist hinaufgezogen gen Jerusalem, die Heilige Stadt Israels, hat damit die biblische Weisung befolgt und wurde so ein Jerusalem-Wallfahrer.

 

Unterschrift. Der Minister für Touristik + Ted Kollek. Bürgermeister; so die Urkunde.

 

Fotos aus 1990. Unter anderem Tel Aviv. Jaffa. Sharaonebene. Cäsarea Philippi. Karmeliterberg. Jerusalem. Yad Vashem. Kindergedenkstätte. Kibbutz. Knesset. Klagemauer. Ölberg. Gethsemane-Grotte. Löwen-/Stephanstor. Trapistenkloster Latrun. Via Dolorosa. Grabeskirche. Herzlberg. Zionsberg. Hadassa-Klinik. Felsendom. Al Aqsa-Moschee. Synagoge. See Genezareth. Tabgha. Kapernum. Jordanquellgebiet. Golanhöhen. Tiberias. Jericho. Nazareth. Bethlehem. Qumran. Rotes Meer. Totes Meer. Massada. Katharinenkloster. Sinaiwüste. Eilat. Ashkalon. Ashdod.

 

In 1990 war es für Touristen/Pilger noch möglich, neben der Klagemauer (Fotos Reihe 3) auch den Tempelberg (Fotos Reihe 4) zu besuchen und mit ihm die Al Aqsa-Moschee und den Felsendom. Allerdings gab es auch zu jener Zeit Probleme, als dass in Jerusalem, 500 Meter Luftlinie von der Reisegruppe entfernt, eine Bombe detonierte; in Bethlehem war tags zuvor ein Reisebus angegriffen worden.  Die Programmänderung war evident. "Man" war nervös geworden. 

Weitere Zuordnung später.