GEBETE UND LIEDER                                             Am Apostelgrab in Santiago, Glaubenbekenntnis

Santiago. Mittelteil der Obradoiro-Fassade. Der heilige Jakobus als Pilger. Darunter ist der "wunderbare" Fund des Sarkophags mit seinen Gebeinen zu sehen, flankiert von seinen Getreuen Athanasius und Theodorus. 

Einstimmung

Logroño. Konkathedrale Santa Maria de Redonda. 

Jakobus als Pilger mit Stab, Hut, Kalebasse, Tasche und Hund.

 

 

Herr, Du lenkst unsere Schritte zum Grab des heiligen Jakobus, dem ersten Deiner Apostel, der den Glauben an Jesus Christus mit seinem Blut besiegelt hat. Nimm unser freudiges Bekenntnis dieses Glaubens an, den er uns verkündet hat.

 

 

Gebete

GLAUBENSBEKENNTNIS DES PILGERS

Du hast den heiligen Jakobus am Seeufer in Galiläa berufen, alles zu verlassen und dir zu folgen: - Gib uns die Entschlossenheit, Deinem Anruf zu antworten.

 

Du hast ihn die Verherrlichung auf dem Berge Tabor schauen und die Auferstehung bezeugen lassen: - Fülle unser Leben mit Licht uns österlicher Freude.


Du hast ihm verheißen, daß er als erster den Kelch des Leidens trinken werde: - Schenke uns die Kraft, Zeugen der Frohen Botschaft zu sein, die er verkündet hat.


Du führst Menschen verschiedener Völker auf dem einen Pfad des Glaubens und der Liebe zu seinem Grab: - Gewähre uns das Gespür dafür, daß wir Brüder und Schwestern sind, wie wir es zum Ausdruck bringen, wenn wir sprechen:

 

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GEBET AN DEN HEILIGEN JAKOBUS

Nimm an, o Herr, die Bitten, die wir durch die Fürsprache des heiligen Jakobus an Dich richten, und laß uns durch die Pilgerfahrt zu seinem Grab, dem Zeichen christlicher Einheit, gemeinsam den Weg beschreiten, der zur ewigen Herrlichkeit führt. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. AMEN.

 

Quelle Pilgergebete: www.stillgeburt.de

Grundgebete                                   Glaubensbekenntnis, Vaterunser, Ave Maria und weitere Mariengebete

DAS APOSTOLISCHE GLAUBENSBEKENNTNIS

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, / und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, / empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, / gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, / hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. / Ich glaube an den Heiligen Geist, / die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, / Vergebung der Sünden, / Auferstehung der Toten / und das ewige Leben. / Amen.

 

SYMBOLUM APOSTOLICUM

Credo in deum patrem omnipotentem, creatorem coeli et terrae; Et in Iesum Christum, filium eius unicum, dominum nostrum, Qui conceptus est de Spiritu sancto, natus ex Maria virgine, passus sub Pontio Pilato, crucifixus, mortuus et sepultus, descendit ad inferna, tertia die resurrexit a mortuis, ascendit ad coelos, sedet ad dexteram dei patris omnipotentis, inde venturus est iudicare vivos et mortuos; Credo in Spiritum sanctum, sanctam ecclesiam catholicam, sanctorum communionem, remissionem peccatorum, carnis resurrectionem, et vitam aeternam. Amen.

Anmerkung: Die ältesten Aufzeichnungen gehen ins 4. Jahrhundert zurück. Im 9. Jh. besonders von Karl dem Großen gefördert

 

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VATER UNSER...

der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name; zu uns komme Dein Reich; Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden! Unser tägliches Brot gib uns heute; und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel.  Amen.  

 

PATER NOSTER, ...

qui es in caelis; sanctificetur nomen tuum. Adveniat regnum tuum. Fiat voluntas tua, sicut in caelo, et in terra. Panem nostrum supersubstantialem (cotidianum) da nobis hodie. Et dimitte nobis debita nostra, sicut et nos dimittimus debitoribus nostris. Et ne nos inducas in tentationem, sed libera nos a malo. Amen.

Anmerkung: Römisch-katholische Fassung (Schott-Messbuch von 1930); vgl. auch Mt 6,9-13 und Lk 11,2. Lateinische Fassung nach der Vulgata-Übersetzung (im Volk verbreitet).

 

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GEGRÜSSET SEIST DU, MARIA...

voll der Gnade, der Herr ist mit Dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.


AVE MARIA,...

gratia plena, Dominus tecum. Benedicta tu in mulieribus, et benedictus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta Maria, Mater Dei, ora pro nobis peccatoribus, nunc et in hora mortis nostrae. Amen.

Anmerkung: vgl. Lk 1,28 und Lk 1,42. Der zweite Teil wurde erst 1568 von Papst Pius V.   hinzugefügt.

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ZUR SCHUTZMANTELMADONNA 

Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, oh heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns von allen Gefahren. Oh Du glorwürdige Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne. 

 

SUB TUUM PRAESIDIUM CONFUGIMUS,

Sancta Dei Genetrix. Nostras deprecationes ne despicias in necessitatibus , sed a periculis cunctis libera nos semper, Virgo gloriosa et benedicta.

(Domina nostra, mediatrix nostra, advocata nostra, tuo filio nos reconcilia, tuo filio nos commenda, tuo filio nos repræsenta.) Amen.

 

Anmerkung: Es ist eines der ältesten Mariengebete. Der Textkern entstammt dem 3./4. Jahrhundert. Der in Klammern gesetzte Text wurde später hinzugefügt.

Papst Franziskus ging in seiner Predigt vom 15. September 2015 in der Frühmesse in Santa Marta darauf wie folgt ein: "Die russischen Mystiker der ersten Jahrhunderte der Kirche gaben ihren Jüngern, den jungen Mönchen, einen Rat: Flüchtet euch in den Momenten geistlicher Anfechtungen unter den Mantel der heiligen Muttergottes. Dort kann der Teufel nicht herein, weil sie Mutter ist und wie wie eine Mutter verteidigt. Und dann hat der Westen diesen Rat aufgegriffen und die erste marianische Antiphon SUB TUUM PRAESIDIUM geschrieben: Unter deinen Mantel, unter deinen Schirm, o Mutter, dort sind wir im Sichern."  Quelle: L´Osservatore Romano, 30.09.16.

 

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SALVE REGINA

Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsre Wonne und unsre Hoffnung, sei gegrüßt! Zu Dir rufen wir, verbannte Kinder Evas; zu Dir seufzen wir, trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, unsre Fürsprecherin, wende Deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

 

SALVE, REGINA,  

mater misericordiae; vita, dulcedo et spes nostra, salve. Ad te clamamus, exsules filii Hevae. Ad te suspiramus, gementes et flentes in hac lacrimarum valle. Eia ergo, advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende. O clemens, o pia, o dulcis Virgo Maria.

Anmerkung: Als Verfasser gilt allgemein Hermannus Contractus (Hermann der Lahme, 1013-1054), niedergeschrieben im Bodenseekloster Reichenau. Der letzte Satz wird dem hl. Bernhard von Clairvaux zugeschrieben - aus Liebe zu Maria. Es ist eines der beliebtesten Mariengebete. Intregraler Bestandteile der Ordensgebete Vesper wie Komplet.

 

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Erhabene Mutter des Erlösers,
Du allzeit offene Pforte des Himmels und Stern des Meeres, komm, hilf Deinem Volke, das sich müht, vom Falle aufzustehen. Du hast geboren, der Natur zum Staunen, deinen heiligen Schöpfer.
Unversehrte Jungfrau, die Du aus Gabriels Munde nahmst das selige Ave,
o erbarme Dich der Sünder.

 

Alma Redemptóris Mater,
quae pérvia caeli porta manes, et stella maris, succúrre cadénti, súrgere qui curat, pópulo: tu quae génuisti, natúra miránte, tuum sanctum Genitórem Virgo prius ac postérius, Gabriélis ab ore sumens illud Ave, peccatórum miserére.

Anmerkung: Als Verfasser gilt Hermann der Lahme (1013-1054).

Fotos

lks.: Die Verkündigungsszene nach Lukas; freigegebenes Foto.

re.: Jerusalem. Paternosterkirche. Majolikaplatte. Freigegebenes Foto.