Rom. Petersdom. Jesus Christus begleitet von den Aposteln. Gedenktafel des Hl. Papstes Pius X.

AKTUELLES AUS KIRCHE UND GESELLSCHAFT

Einführung

In unregelmäßigen Abständen informiere ich über Themen aus Kirche, Gesellschaft und Politik. Voltaire wird folgender Satz zugeschrieben: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, dass Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“

Wer glaubt, bei den andauernden Diskussionen innerhalb der katholischen Weltkirche handelte es sich um Neues, der irrt. Liberale, konservative und/oder traditionsbewusste Katholiken diskutierten schon immer. Wer glaubt, wir lebten in einem besonders schwierigen Zeitalter, der irrt gleichermaßen. Bischof Augustinus von Hippo, einer der größten Kirchenlehrer, sprach dieses Thema schon im 5. Jahrhundert an.  

Zu den Erneuerern der Kirche (u.a. Papst Franziskus) vgl. den Anhang1

GLAUBEN UND WISSEN

Gedanken zur heiligen Kommunion:        sakramental - geistig

Paul Josef Kardinal Cordes sagt es unverblümt: Martin Luther (+18. Februar 1546. Die Lutheraner), Huldrych Zwingli (+11. Oktober 1531. Die Reformierten) und Johannes Calvin (+27. Mai 1564. Die Calvinisten) leugneten die wahrhaftige, wirkliche und wesenhafte Gegenwart Jesu Christi in der eucharistischen Speise. Wie kann sich also dieser Tage (2018) eine (deutsche) Bischofskonferenz herausnehmen,  jenen Menschen den Leib des Herrn anzubieten, die die katholische Überzeugung nicht teilen.  

 

Opportunismus und sich dem (veröffentlichten) Zeitgeist/Mainstream zu beugen, wäre kein guter Ratgeber. Es sei denn, die Protagonisten dieser Richtung, angeführt von den Kardinälen Reinhard Marx und Walter Kasper, wollten letztlich nichts anderes erreichen, als sich dem protestantischen Verständnis vom Abendmahl anzunähern, also als eine Art Gedächtnisfeier des letzten Abendmahls (Gründonnerstag). Das allerdings bedeutete das Fortspülen einer bislang verbindlichen katholischen Glaubenswahrheit. Es würde auch dem Zweiten Vatikanum (1962-1965) widersprechen, das gerade diese Bischöfe ja ständig bemühen, das in der Konstitution „Über die göttliche Offenbarung“ den Christus der Heiligen Schrift mit dem Christus der Tradition verbunden hat.

 

Ob der große Kirchenvater Augustinus von Hippo (+ 431), ob der heilige Bischof Irenäus von Lyon (+202), ob der heilige Vinzenz von Lerin (+450), ob Anselm von Canterbury (+1107), ob Kardinal Henry de Lubac  (+ 4. September 1991), sie alle waren davon überzeugt, dass sich der mystische Leib Christi verwirkliche in der von Christus selbst gestifteten Gemeinschaft der Glaubenden, also in der katholischen Kirche, dem Leib Christi.

 

Die eucharistische Kommunion war von jeher, beginnend mit den frühen Christen, das sichtbare Zeichen der kirchlichen Gemeinschaft.  Wer zum Tisch des Herrn ging, war Katholik. Nicht-Katholiken war die Zulassung zur hl. Kommunion nicht gestattet.

 

Der Völkerapostel Paulus deklamiert in 1 Kor 29f.: “Wer unwürdig isst und trinkt, der isst und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.“  

Jahrhundertelang galt mithin die kirchliche Lehre, dass nur derjenige die hl. Kommunion empfangen dürfe,  der frei von großer Schuld war (Todsünde), also zuvor gebeichtet hatte. Außerdem durfte man mindestens ein bis vier Stunden vor Empfang des heiligen Sakraments nichts gegessen haben – zur Ehre Jesu Christi. Das alles ist heute quasi obsolet. Darüber wird seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der nachfolgenden Liturgiereform der siebziger Jahre des 20. Jahrhundert s nicht mehr gesprochen, in den Predigten sowieso nicht. Fast niemand bleibt sitzen. JEDER geht der Routine folgend nach vorne und lässt sich vom Priester resp. seinen KommunionhelferInnen (vielfach in Freizeitkleidung) die Hostie auf die Hand legen.

 

Nun zur Geistigen Kommunion. Sie ist die Lösung für diejenigen, die sich zum Zeitpunkt der Heiligen Messe nicht im Stande sehen, zur heiligen Kommunion zu gehen, oder die aufgrund ihres Status` zum Beispiel als wiederverheiratete Geschiedene nicht die sakramentale, eucharistische Kommunion empfangen dürfen. Sie hat einen nicht wegzudenkenden Vorteil, sie kann niemals unwürdig empfangen werden. Sie setzt ja das persönliche, intensive Glaubensgespräch mit Gott, mit Jesus Christus, voraus.

 

Augustinus gibt uns Aufschluss: „ Warum bereitest du die Zähne und den Leib? Glaube, und du hast gegessen.“ Nicht mehr das sichtbare Essen, sondern die geistige Begegnung des Einzelnen stellt er als Sinnspitze des Kommunion-Empfangs heraus.

 

Diese Meinung vertreten aktuelle Theologen nicht mehr in Gänze, obschon sie die Geistige Kommunion prinzipiell sehr empfehlen. So sagt zum Beispiel der heilige Bischof Jozef Bilczewski (1860-1923): „ Wenn auch in geringerem Maß als die sakramentale Kommunion, so bewahrt, entfaltet und kräftigt doch auch die geistige Kommunion das Leben Gottes in uns.“

 

Die geistige Kommunion ist unabhängig von der Heiligen Messe, sie kann jederzeit empfangen werden, vor allem sinnvoll in schwerer Not, im Krankheitsfall, vor dem Schlafengehen, tagsüber: Durch das Gebet an Jesus Christus.

 

Die hl. Katharina von Siena (+29. April 1380) beschrieb ihre Empfindungen wie folgt: “ Wenn ich das Allerheiligste nicht wirklich empfangen kann, dann gehe ich zur Kirche und schaue unverwandt auf Jesus in der Eucharistie, und das sättigt mich.“

Die hl. Angela vom Kreuz (2. März 1932) geht auf ihren Beichtvater ein, wenn sie sagt: „Ich würde die Last des Lebens nicht tragen können, wenn mein Beichtvater mich nicht die geistige Kommunion gelehrt hätte.“  

Für die heiligen Thomas von Kempen (25. Juli 1471) und Alfons von Liguori (1. August 1787) war diese Art des Kommunionsempfangs eine tägliche Gewohnheit, eine heilige Übung:

„Komm  zu mir, o Jesus, im heiligsten Sakrament, komm in mein Herz! Sei mein Licht und meine Stärke.“ - „Siehe, hier bin ich!“

Quelle: Aufsatz Paul Josef Kardinal Cordes, Die Tagespost vom 14.Juni 2018: Die Tradition bleibt bindend und Informationsblatt Ausgabe 295/4 (April 2018) der Priesterbruderschaft  St. Petrus, Seite 5: Die geistige Kommunion.

Theologische Diskurse in der katholischen Kirche - gestern und heute

Die Diskussionen von heute sind alle schon vor mehreren Jahrhunderten geführt worden - mit vielfach identischen Fragestellungen und Ergebnissen: zum Vaterunser, zum Glaubensbekenntnis, zu den 10 Geboten, zu den 7 Sakramenten (Beichte, Firmung, etc.), zu den Tugenden, zur Erbsünde, zu den Haupt- und lässlichen Sünden, zur Hölle, zum Purgatorium (Fegfeuer), zu den evangelischen Räten, aber auch zum Ave Maria und zum Ablauf der Heiligen Messe, der heiligen Eucharistie (Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi),  etc..

 

Vorbemerkungen

zum Großen Katechismus des 16. Jahrhunderts

Vor 400 Jahren hat der heilige Robert Bellarmin (1542-1621, Theologe, Kardinal, Jesuit) seinen großen Katechismus vorgelegt  - bekannt geworden als „Das berühmte goldene katechetische Buch“, das er 1597/1598 auf Wunsch von Papst Clemens VIII. verfasst hat. Es gilt unter Kennern nach wie vor als die vielleicht beste und fasslichste Zusammenfassung der klassischen Lehre und Theologie der katholischen Kirche. Die begriffliche Genauigkeit verdankt es vor allem Thomas von Aquin. In die Geschichte eingegangen ist der Protagonist auch und gerade wegen seines mit Galileo Galilei geführten Disputs.

Zurück zum Großen Katechismus. Der Kirchenlehrer hält sich mit persönlichen Aussagen völlig zurück. Er schöpft aus der Heiligen Schrift und den Kirchenvätern - mit relevanten Bibelstellen und entsprechenden Zitaten der Kirchenväter der ersten christlichen Jahrhunderte.

Zwischenfazit. Genau das macht die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche aus: ihre Lehre und Theologie fußt auch und gerade auf der Tradition. Anspruchsvoll und herausfordernd. Quelle: Buch Robert Bellarmin – Ausführliche Erklärung des christlichen Glaubens. Für den heutigen Gebrauch übersetzt und aufbereitet von Prof. Andreas Wollbold, 2013, Echter Verlag. Ich kann jedem, der Glauben und Wissen zusammenführen will, nur empfehlen, sich dieses Buch (172 S.) zu besorgen - auch heute aktuell.

   

Beispiel: Sechste Vaterunser-Bitte

 „und führe uns nicht in Versuchung“

Fragender: „Das scheint doch zu bedeuten, dass Gott die Menschen normalerweise in Versuchung führt und wir ihn nun darum bitten, dass er es nicht tut.“

Der Kardinal erklärt zunächst die Redeweise der Heiligen Schrift (in sie sollten wir uns erstmal hineinversetzen) und fährt dann fort: „Es bedeutet nichts anderes, als dass er (Gott) zulässt, dass jemand versucht wird…. Und wir bitten Gott darum, es nicht zuzulassen, dass wir von dieser Versuchung zu Boden gestreckt werden…“

 

Die von ihm zitierten Zeugen, also zum Beispiel die Kirchenväter Ambrosius von Mailand, Cyprian von Karthago, Johannes Chrysostomos,  Gregor von Nyssa, Cyrill von Jerusalem, Hilarius  von Potiers ,

Hieronymus und Augustinus von Hippo, stützen diese Theologie/Kirchenlehre  – immer ausgehend vom Neuen Testament mit dem Jakobusbrief 1,13-15.

Begründung Gregor von Nyssa (beispielhaft): „Da die Welt im Argen liegt, die Dinge der Welt aber die Anlässe zu Versuchungen bieten, so fleht, wer bittet, vor dem Bösen beschützt zu werden, gut und passend zugleich, er möge frei von Versuchungen bleiben.“ 

Mai 2018. Vaticannews. Rückblick Zweites Vatikanisches Konzil 1962-1965.

September 1976. Gespräch zwischen Papst Paul VI. und Erzbischof Marcel Lefebvre von der Piusbruderschaft.

(...)  Der Papst sei sich mit Lefebvre, den er kurz zuvor vom Amt suspendiert hatte, darin einig gewesen, dass es bei der Umsetzung der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu „Missbräuchen“ komme. Alles wäre gelöst“, so Lefebvre, wenn der Papst die Bischöfe dazu aufrufen würde, Kapellen in ihren Bistümern zuzulassen, wo die Gläubigen „wie vor dem Konzil“ beten könnten. Dies habe der Papst zurückgewiesen: „Wir sind eine Gemeinschaft, wir können es nicht zulassen, dass einige sich autonom verhalten.“   Quelle: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-05/papst-paul-montini-lefebvre-piusbruderschaft.html

Wie Europas Christen diskriminiert werden

24. Mai 2018. Die Tagespost - Katholische Wochenzeitung: Wie in Europa die Christen diskriminiert werden: Europa wird intoleranter.

Ablehnung im Alltag.

2018. Gemeinsames Abendmahl in Deutschland.  

Im Fokus die liberalen deutschen Bischöfe

5. Juni 2018. Überraschende Wende. Hat Papst Franziskus nun den 7 deutschen Bischöfen Recht gegeben?https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-06/kommunionstreit-kardinal-marx-ueberrascht-oekumene-einmuetig.html

 

7. Juni 2018. Kommentar. Quelle: CNA....  

 

Mai 2018. US-Erzbischof warnt vor Schisma. 

Erzbischof Charles Chaput von Philiadelphia (USA) warnt vor den schismatischen Tendenzen der Mehrheit des deutschen Episkopats (Deutsche Bischofskonferenz). Er meint damit u.a. die Aufgabe katholischer Glaubensinhalte wie die der EUCHARISTIE; also die Interkommunion - die Freigabe der Kommunion für alle, die wollen. Das bedeute faktisch eine Neubestimmung wer und Was die katholische Kirche ist! 

Dieser lesenwerte Artikel ist einzusehen bei www.summorum-pontificum.de, Ausgabe 23. Mai 2018.

 

Evangelische Zeitschrift bezeichnet katholische Kommunion als mittelalterliche Zauberei

Mai 2017. Chrismon, Monatszeitschrift der EKD, Ausgabe 34/17. Burkhard Weitz bezeichnet hierin das katholische Verständnis von Eucharistie als mittelalterliche Zauberei. Was um alle Welt bewegt die deutschen Bischöfe, dass  Protestanten die heilige Kommunion empfangen dürfen?

 

26. Mai. Dogmatiker Karl-Heinz Menke bezweifelt theologische Kompetenz der Deutschen Bischofskonferenz.

http://www.kathnews.de/note-mangelhaft-in-dogmatik-fuer-die-mehrheit-der-dbk

Mai 2018. Vatikan geht gegen Orden vor.

Offenbar mit Billigung des Papstes. Was missfällt der Ordenskongregation am neuen Orden der Franziskaner Immakulata? Die Feier der "Alten Messe". Sie dürfen sie als Orden nicht mehr feiern. Damit verstößt die Kongregation eklatant gegen das Summorum Pontificum von Papst Benedikt XVI. aus 2007.

Quelle: https://www.katholisches.info/2018/05/punktesieg-fuer-franziskaner-der-immakulata/

 

Mehr über das Papstschreiben aus 2007 via ÜBER UNS. Religiöses > Messe aller Zeiten.

Mai 2018. "Katholikentage" in Lourdes. Katholikentag in Münster? Was bleibt?

Lourdes: tiefgläubige (junge) Katholiken. Caritas.                             Münster: Selbstprotestantierung. Frauen-Priesterweihe. Segnung der Homo-Ehen. Wegfall des Zölibats. 

Münster

Politiker dominieren, mischen sich in Glaubensinhalte ein - und viele klatschten.

Beliebte Politiker-Themen von Bundespräsident Walter Steinmeyer, Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann, SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Katrin Göring-Eckardt - Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, CDU-Gesundheitsminister Jens Spahn, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Landwirtschaftsministierin Julia Klöckner, und viele andere mehr:

  • Gemeinsames Abendmahl
  • Aufhebung des Zölibats
  • Frauenpriestertum *)
  • Segnung von Homoehen

Alles Themen, die von den Evangelischen schon praktiziert werden. Was hat`s denen gebracht? Nichts. Immer weniger besuchen die sonntäglichen Gottesdienste:4-5%. Bei den Katholiken sind es durchschnittlich immerhin noch 10-12%. Frau Merkel übrigens nutzte das Forum, um ihre Außenpolitik darzustellen.

 

Mehrere TeilnehmerInnen, so das Fernsehen am 11. Mai, beklagten den Rückgang der Priesterweihen, den Rückgang der Gottesdienstbesucher, beklagten die älteren immer noch bestimmenden Herren (gemeint sind die Kleriker) der Kirche.

Sie übersehen dabei, dass sie mit ihrer dem veröffentlichten Mainstream geschuldeten liberalen Auffassung von Katholizität:  alles ist relativ, Ablehnung der Volksfrömmigkeit, Vernachlässigung der Marienfrömmigkeit und Rosenkranzgebetes, der Beichte, etc. - selbst zu dieser sich mehr denn je verschärfenden Lage beitragen.

Sie klatschten und johlten, als Dr. Eckart von Hirschhausen (TV-bekannt) deklamierte, er hätte auch als Protestant Anspruch auf die Oblate, seine Frau sei ja katholisch, sie bezahlten Kirchensteuer und von daher müsse auch  erzum Abendmahl gehen können. Später hat er sich dann für diese Worte entschuldigt.

Es wird nicht mehr lange dauern und wir in der katholischen Kirche sprechen nicht mehr von der heiligen Kommunion, sondern lassen jeden Menschen zum Abendmahl gehen, der gerade will. Ich hoffe, der Papst wird irgendwann die Kurve kriegen und dem Treiben ein Ende bereiten: die Katholische Kirche ist die einzige relevante Institution, die nicht demokratisch organisiert ist. Sie ist von Jesus Christus gestiftet.  

 

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wollte Priesterin werden, so ihre Aussage in einem Interview mit Christ & Welt, der Beilage von Die Zeit:   “I wish that the priestly ordination [of women] would come,” she told Christ & Welt, a supplement of Die Zeit, a German newspaper. She said she could have imagined herself as a priest, but knew it was impossible.

"Ich wünschte, dass die Priesterweihe [der Frauen] kommen würde", sagte sie zu Christ & Welt, einer Beilage der deutschen Zeitung "Die Zeit". Sie sagte, sie hätte sich selbst als Priesterin vorstellen können, aber sie wusste, dass es unmöglich war. Quelle:

http://www.catholicherald.co.uk/news/2018/05/10/catholic-politician-touted-as-germanys-next-leader-says-women-should-be-ordained-as-priests/

 

BISCHOF BODE ZUR PRIESTERWEIHE

Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück hat seine eigene Sicht. Ihn interessiert offensichtlich nicht, was Lehramt und Konzilien sagen/entscheiden. So hat er bereits 2010 in einem Debattenbeitrag in einer Frankfurter Zeitung folgendes gesagt, und er bezog sich dabei auf das Schreiben „Ordinatio Sacerdolis“ von Papst Johannes Paul II. aus 1994, in dem dieser das endgültige Nein der Kirche zur Frauenweihe festlegte: "Ich betrachte das römische Nein zum Priestertum der Frau als bindend. Ich verweise aber auch auf die Erfahrung der Kirche: Streitfragen, die über lange Zeit nicht zur Ruhe kommen, bekommen eine eigene theologische Qualität. Hier steckt in der Tradition selbst eine verändernde Kraft, die zu neuen Einsichten führen kann." Quellen: http://www.kath.net/news/27468 vom 21. Juli 2019 und „Die Tagespost“ vom 7. Juni 2018.

 

Lourdes

Hunderte freiwillige HelferInnen in Lourdes im Einsatz

…. für die Kranken und Behinderten. Als Lohn winkt ihnen das Lächeln der Betreuten. Warum sie das alles tun? Bitte schlagen Sie nach auf meiner Webseite Marien-Wallfahrtsorte am Camino.

 

Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Unsere Lourdes-Aufenthalte im Januar 2010 und September 2014 zeigten die Hilfsbereitschaft der vielen freiwilligen HelferInnen letztlich nur sehr unvollkommen.

 

Anfang Mai trafen sich die Repräsentanten des Malteserordens, von der neu gewählten Führung bis zum (letzten) Freiwilligen. Für den ersten Überblick über die caritativen Ziele des katholischen Ordens genügt der Blick auf die entsprechende Wikipediaseite (https://de.wikipedia.org/wiki/Souver%C3%A4ner_Malteserorden).

Eine gigantische Demonstration der Caritas, der Hilfsbereitschaft, der katholischen Gläubigkeit. Die meisten HelferInnen müssen für ihre Kosten, ob Flug und/oder Unterkunft selbst aufkommen.

 

Sie komplettierten die abertausend tiefgläubigen, vor allem jungen Katholiken von allen Kontinenten der Erde, aus Afrika, Süd-Amerika, Asien (vor allem aus Indien), Australien, Nord-Amerika (vor allem aus den USA), aus Europa (vor allem Franzosen, Italiener, Spanier, Portugiesen, Engländer, Iren, Holland, Polen, etc.), die hier zusammenkamen, um gemeinsam in allen Sprachen der Gottesmutter und Jungfrau Maria und der heiligen Bernadette zu gedenken: an der Grotte, in den nachmittäglichen und abendlichen Prozessionen, in den Bädern, vor den Kerzen, auf dem Kreuzweg hoch hinauf (wir sahen zwei junge, elegant gekleidete Frauen den ganzen Weg barfuß gehend), während der vielen Gottesdienste / Heiligen Messen in den Kathedralen und Kirchen des Sanctuariums von Lourdes.

 

Die Deutschen sind in Lourdes nicht mehr so stark vertreten. Gut zu beobachten während des deutschsprachigen Gottesdienstes am 4. Mai. Weniger als ein Dutzend Gläubige dürften es gewesen sein. Sei`s drum. Ich hatte wie in 2014 die Ehre, die Fürbitten vorzutragen. Ausgesucht vom Zelebrant, dem zur Seite zwei weitere Priester am Altar standen.

 

Solange europäische Marien-Wallfahrtsorte wie Lourdes und Fatima diesen Zuspruch erfahren, solange junge Leute und junge Familien andächtig beten, ist mir nicht bange um die eine, heilige, katholische und apostolischen Kirche. Möge ihr Einfluss auch in Teilen Europas (Deutschland) schwinden, das Evangelium verbreitet sich umso mehr auf den prosperierenden Kontinenten Asiens und Afrika.

Nachstehend einige Fotos von der Nachmittagsprozession am 5. Mai 2018 um 16:00h. Zig Priester, Bischöfe, Kardinäle, Hunderte Ordensleute incl. die der Malteser, Tausende Gläubige ehrten mit ihrem Erscheinen, ihrem Dabeisein die Kranken und Behinderten. Abends dann die übliche Prozession, in welcher die Gläubigen im Vordergrund standen. Der Baldachin wurde jetzt nicht mehr von den Maltesern sondern von jungen Frauen getragen. 

Für die Fotos bitte den Menüpunkt JAKOBSWEGE.GESTERN UND HEUTE anklicken. Marienwallfahrtsorte am Weg.

Mai 2018. Englische katholische Christen stehen für ihren Glauben ein. Und die Deutschen? 

March for life: the day the pro-life movement came to London.

The day Britain turned to Mary. Rosary on the coast.

Tausende beteten gemeinsam, wie zuvor in Polen und Irland, den Rosenkranz. Öffentlich. An den Küsten Britanniens.

http://www.catholicherald.co.uk/issues/may-4th-2018/the-day-britain-turned-to-mary/

Mai 2018. Was Papst Franziskus von den Priestern erwartet. Beichte abnehmen...

Franziskus besucht Pfarrei, hört Beichten…

Die Menschen mit Gott in der Beichte versöhnen, weitere Sakramente feiern und spenden, und die Herde mit klarer Ansage von der Verwirrung und Lüge befreien, die weltliche Filme und Fernsehen als "Liebe" verkaufen: Papst Franziskus hat am Sonntag persönlich in einer römischen Pfarrei vorgemacht, was er von katholischen Priestern erwartet. 

https://de.catholicnewsagency.com/story/papst-besucht-pfarrei-hort-beichten-klart-uber-falsches-verstandnis-von-liebe-auf-3163?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=weekly_newsletter

Mai 2018. Amazon bezeichnet christliche US-Organisation als "Hassgruppe".

9. Mai 2018. Amazon hat die Alliance Defending Freedom (ADF) aus seinem gemeinnützigen Programm AmazonSmile gestrichen - weil die christliche Organisation eine "Hassgruppe" sei.

ADF ist ein Team von Menschenrechtsanwälten und juristischen Experten, das sich für Leben, Ehe und Religionsfreiheit einsetzt. Als "Hate Group" wird sie von der Nichtregierungsorganisation "Southern Poverty Law Center" (SPLC) eingestuft.

https://de.catholicnewsagency.com/story/amazon-entfernt-christliche-organisation-aus-spendenprogramm-und-nennt-sie-hassgruppe-3169?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=weekly_newsletter

Söders Kreuz

Mai 2018. Erzbischof Gänswein, enger Mitarbeiter von Papst Franziskus, lobt in einem "Stern"-Interview Söders Kreuz-Erlass, kritisiert Kardinal Marx, spricht über den Zölibat. Mehr....

 

Mai 2018. Spiegel-Autor Jan Fleischhauer wirft Kardinal Marx Doppelmoral vor. "Dabei tut niemand mehr für die Politisierung ihrer Kirche als die Deutsche Bischofskonferenz." Mehr ....

 

Mai 2018. Ein bayerischer Konstantin? Prof. Ludger Schwienhorst-Schönberger, Uni Wien

 

März 2018.  Kardinal Gerhard Müller, emeritierter Präfekt der vatikanischen Glaubenskongegration, dazu in einem Interview mit der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost" vom 01.03.18:

"(...) Christus hat das Lehramt nicht gestiftet, um Prozesse anzustoßen, die in Verwirrung führen. Der Heilige Geist ist übrigens nicht der Lückenbüßer für mangelnde Kenntnis und theologische Reflexion der katholischen Glaubenslehre. (...) Das Lehramt ist den Hirten nicht übertragen worden, um Macht über andere auszuüben, sondern um die ihnen lediglich anvertraute Lehre Christi treu und unverkürzt allen Gläubigen weiterzugeben und keineswegs, um die Zugehörigen zur eigenen ideologischen Gruppe zufrieden zu stellen. Bischöfe und Priester verursachen nicht die Gnade, sondern verwalten nur die Sakramente der Gnade, wie die katholische Tradition fein unterscheidet."

Quelle: Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus, Nr. 296/5.

29.04.2018. Kardinal Marx kritisiert Söders Kreuz-Anordnung       Im Herbst 2016 hatte der Kardinal noch sein Brustkreuz auf dem Jerusalemer Tempelberg versteckt 

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/10496061-markus-soeder-kardinal-marx-kritisiert-soeders-kreuz-anordnung

 

Anstatt sich zunächst einmal zu freuen, dass ein christlicher orientierter Politiker Deutschlands/Bayerns zum Kreuz steht und das auch sichtbar machen will, fällt dem Kardinal nichts Besseres ein, als den Ministerpräsident Söder heftigst zu kritisieren. Sein "Zwilling" Landesbischof Bedford-Strohm von der evangelischen Seite komplettierte das Ganze. 

 

Zur Erinnerung. Im Herbst 2016 versteckte Kardinal Marx, zusammen mit seinen bischöflichen evangelischen Mitbrüdern und -schwestern, sein Brustkreuz bei ihrem Besuch der moslemischen Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem (bitte auf dieser Seite bis zum Ende durchscrollen).

In vielen evangelischen Kirchen gibt es schon kein Kruzifix mehr (Kreuz mit Corpus). In der neuesten „chrismon“-Ausgabe 05.2018 der evangelischen Kirche wird ein Buch beworben, in welchem der Autor u.a. einem Islamprofessor die Frage stellt, was man denn tun muss, um Muslim zu werden.

2018. Die geheime Geschichte der Christentums

Buchempfehlung: Der Skandal der Skandale von Manfred Lütz

Diplom-Theologe, Chefarzt, Verfasser mehrerer Bestseller.  Erzählt auf der Basis des heutigen Stands der Wissenschaft.

 

> Taugt das Christentum noch als geistiges Fundament Europas?

> Was ist dran an all den Skandalen des Christentums?

> Kreuzzüge?

> Hexenverbrennungen?

> Päpstin Johanna?

> Die Wahrheit über die Inquisition:

   Dazu der agnostische Historiker Peter Goodman:"Das Heilige Offizium verfuhr

   in seiner unmittelbaren Einflusssphäre weit milder als die weltlichen Mächte."  

> Über die schwarze Legende.

> Über die Abschaffung der Sklaverei.

> Über Christen und Juden, et ecetera.

> Toleranz eine christliche Erfindung. 

    Augustinus (4. Jh.) und Thomas von Aquin (13. Jh.) unterschieden schon damals 

    zwischen Sünde und Sünder.                                                           

 

Erschienen 2018 im Verlag Herder, Freiburg.

Bucheinband: "Glückwunsch zu dieser gewaltigen Leistung, die viele Leser verdient, Christen wie Nichtchristen." - Prof. Dr. Dr. Heinz Schilling, Neuzeit-Historiker.

 

vgl. Menü-Hauptpunkt ÜBER UNS > RELIGIÖSES > GESCHICHTLICHES NEU BEWERTET. 

16.02.18. Frühmesse des Papstes: „Wie behandle ich meine Angestellten?“

Januar 2018. Christliche Ex-Muslime werfen Papst Franziskus Blauäugigkeit vor.

Soutane. Warum geben sich geweihte Priester in der Öffentlichkeit nicht mehr zu erkennen?

In Indien, wo es zuweilen Mut erfordert, sich zum Christentum zu bekennen, ist der Priesterkragen Pflicht.

Nur wenige Priester sind am Priesterkragen zu erkennen, fast keiner trägt mehr die Soutane, in Norddeutschland sowieso nicht. Für mich ganz eindeutig ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962/65. 

Nicht so in Indien.Hier ist es Pflicht, die Soutane zu tragen, mindestens aber den Priesterkragen anzulegen: Sonst würde uns ja keiner als Priester erkennen, so ein indischer Priester mir gegenüber am 3. Mai 2018 in Lourdes.

 

Irgendwann in Bremen im Herbst 2017: Per Zufall gerate ich in eine heilige Messe;  offensichtlich die Feier einer Gemeinschaft. Kurz nach der Beendigung des Gottesdienstes sehe ich den Priester, den Zelebranten hörbar schwatzend vom Altarraum dem Ausgang zustreben; angezogen ein grellfarbiges Sakko mit buntem Oberhemd und noch grellerer Krawatte. Irgendwie bezeichnend, oder?

Oktober / November 2016                          Deutsche Bischöfe verstecken ihr Brustkreuz

Deutsche Bischöfe versteckten ihr Brustkreuz bei ihrem Besuch der Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem. Aus Respekt vor den Muslimen, so hieß es. Dazu Kardinal Walter Brandmüller im Focus 46/2016: Ist Houellebecqs Horrorvision "Unterwerfung" schon heute wahr? 

Houellebecqs hatte in 2015 einen Bestseller geschrieben, der sehr eindrücklich beschreibt, wie der Islam "Frankreich übernimmt" - ausgehend von den Eliten des Landes, die sich willfährig unterwerfen.

Übrigens: Papst Benedikt XVI. wie Papst Franziskus haben ihr Brustkreuz bei ihren Besuchen in Jerusalem nicht versteckt.

Anhang zu 1:

Der hl. Antonius Maria Zaccaria (Gedenktag 5. Juli), Ordensgründer und Priester in Mailand, gilt als der große Erneuerer der Kirche im 16. Jahrhundert. Er wollte im Klerus wieder den Geist des Evangeliums wecken. Auch verbreitete er die Verehrung des heiligsten Altassakrament.

Die Bibelstelle Matthäus 7,15 ff. ist mehr denn je  aktuell, wo Jesus sagt: 

 

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

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Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
über die Wiederkunft Christi, Predigt 19, 7.8

Brüder, wenn ich heute einen höre, der sich Gott gegenüber so äußert: „Herr, wie sind doch diese Zeiten hart; was für ein schwieriges Zeitalter, das wir erleben!“, [...] Mensch, ist etwa der, der dich nicht zurechtweist, tausendmal härter als die Zeit, in der wir leben? Du, der du dem Luxus hinterher seufzt, allem, was nur Nichtigkeit ist, dessen Begehrlichkeit unersättlich ist, der du einen schlechten Nutzen aus dem ziehst, was du begehrst, du wirst nichts erhalten. [...]

Lasst uns wieder heil werden! Lasst uns umkehren! Der Herr wird kommen. Nur weil er noch nicht gekommen ist, macht man sich über ihn lustig; doch wird er nicht lange auf sich warten lassen, und dann wird es keinen Raum mehr geben, um sich über ihn zu belustigen. Brüder, lasst uns umkehren! Eine bessere Zeit wird kommen, nur nicht für jene, die unrecht leben. Die Welt altert und wird immer gebrechlicher; wir aber, werden wir wieder jung? Auf was warten wir also? Erwarten wir keine anderen Zeiten, als jene, von denen uns das Evangelium spricht. Sie sind keineswegs böse, da doch Christus kommt! Wenn sie uns hart vorkommen und schwer zu bestehen, wird Christus kommen, um uns aufzuhelfen [...]

Brüder, die Zeiten müssen hart sein. Warum nur? Damit man nicht die höchste Erfüllung hier auf Erden sucht. Das ist unser Heilmittel: dieses Leben muss stürmisch sein, damit wir uns am anderem festmachen. Wie das? So hört [...] Gott sieht die Menschen, wie sie sich erbarmungswürdig in den Fesseln ihrer Wünsche und weltlichen Sorgen winden, die ihren Seelen den Tod bringen; daher kommt der Herr zu ihnen wie ein Arzt mit seinem Heilmittel

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Ich wünschte mir, Papst Franziskus würde alle Strömungen zusammenfassen, einfach nur Brückenbauer sein, also Pontifex maximus: mit Liebe und Verständnis auf seine Mitbrüder im Amt zugehen, gleichermaßen auf die Gläubigen, nicht dem Zeitgeist folgen. Nicht nur wiederholt deklamieren, dass in der Kirche zuviel getratscht, über andere geredet werde; nein: mit gutem Beispiel vorangehen. Auch berechtigte Kritik verfehlt ihr Ziel, wenn sie dem Mainstream folgt. *) „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten“, heißt es bei Matthäus (7, 12).

 

*) Exemplarisch sei hier an dieser Stelle auf Papst Franziskus` Weihnachtsansprache an die Kurie vom Dezember 2014 verwiesen. Danach geißelte der Papst den "spirtuellen Alzheimer" in der Kurie, prangerte fünfzehn Krankheiten an, darunter Schizophrenie, Größenwahn und Geschwätzigkeit: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-franziskus-kritisiert-kurie-spirituelles-alzheimer-a-1009975.html

Der Beifall des veröffentlichten Mainstream war ihm sicher. War es aber auch klug und von christlicher Nächstenliebe durchdrungen, die eigenen Mitarbeiter öffentlich in dieser Form so abzuwatschen? 

Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936) sagte richtigerweise: "Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die den Menschen vor der Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein."