Iglesia del Santo Sepulcro                                 Torres del Rio

Kirche des Heiligen Grabes

Dem Booklet der Stadtverwaltung von Torres del Rio und der Pfarrei San Andres zufolge entstammt die Kirche dem 12. Jahrhundert. Wer sich für die romanische Baukunst interessiert, die Verbindung zum Heiligen Grab in Jerusalem erahnt, der wird einige Minuten hier verweilen müssen.

Was hat es mit der achteckigen Kirche, die heute nicht mehr sakral genutzt wird, auf sich? Die Zahl acht beschwört das göttliche, nie endende Leben: mit Jesus Christus auferstehen.

 

Es gibt mehrere Theorien: Pilgerleuchtturm und/oder Templerkirche; von daher zum Heiligen Grab von Jerusalem zählend. Sie ist mit einer Kuppel verschlossen, weiland im Auftrag der Christen von einem Mauren entworfen. Das Design stammt aus Cordoba, gleichermaßen ist sie von der Kunst der Zisterziensermönche beeinflusst.

Erwiesen ist, dass hier an diesem Platz um 1100 n. Chr. ein Kloster stand, zusammen mit einer Kirche der Benediktiner von Irache. Um das 13. Jahrhundert herum gehörte die Kirche definitiv den Templern - den Rittern des Heiligen Grabes von Jerusalem.

 

Das Portal weist ein Tympanon mit einem Patriarchkreuz auf. Weit geöffnete Spitzbögen tragen das Gewicht der Mauern. Das Dach ist ebenfalls achteckig.

Im Inneren gibt es 50 Kapitelle, darunter zwei, die mit einem Anfangsbuchstaben verziert sind: Kopf eines Ungeheuers mit einem Tier im Maul und ein großer Kopf eines Silenen = Satyr (aus der griechischen Mythologie mit Bezug zu Dionysos).

 

Die Verfasser des Booklets beschreiben den Gekreuzigten als Wächter des Tempels mit Königskrone und vier Nägeln. Die Figur soll dem 13. Jahrhundert entstammen. Die Kirche wurde 1932 zum kunstgeschichtlichen Monument der romanischen Baukunst des 13. Jhs. von Navarra erklärt.

vgl. auch 8. Etappe.