Kathedrale Santa Maria                                 Burgos. Plaza del Rey San Fernando.

Baubeginn der Kathedrale Santa Maria am 20. Juli 1221, Grundsteinlegung von König Ferdinand III. und Bischof Mauricius. Erste Feier der Heiligen Messe 1230. Abschluss der Bauarbeiten mit der Vollendung des Vierungsturms im Jahre 1567. 1921 von Papst Pius XI. zur Basilika minor erhoben. Sie ist seit 1984 Weltkulturerbe.

 

Die Kathedrale ist von unendlicher Schönheit, in ihr stecken so viele Kunstwerke, zu bewundern sind so viele Seitenkapellen, Grabmäler, nicht zu vergessen der Kreuzgang, der Vierungsturm, die Portale, der Königsaufgang, sodass ich das Selbststudium empfehle, will man mehr wissen. Der mittelalterliche Baumeister Hans von Köln wird noch heute ob seiner Fertigkeiten bewundert. Ein Meister seines Fachs — ohne Computer. Sein Sohn Simon, ebenfalls ein berühmter Baumeister, zeichnete für den Bau der Grablege im Inneren der Kathedrale verantwortlich. Das Vierungsgewölbe entstammt der Zeit 1539-67. Das Oktogon steht auf vier Pfeilern. Es sind Figuren von Engeln, eine Reihe Wappen (inkl. Karls V. und der Stadt Burgos) und die Szene der Himmelfahrt Mariens zu sehen. Die Goldene Treppe, Puerta de la Corona oder Puerta Alta, wurde 1519 von Diego de Siloe hinzufügt, für Bischof Fonseca. Beachtenswert ist das Deckengewölbe, eine Kuppel mit einem achteckigen Stern, der Capilla del Condestable (kein Foto). Ab 1482 nach Plänen von Hans von Köln und Sohn Simon gebaut, als Grablege für Pedro Hernandez de Velasco, Graf Haro und Vizekönig von Kastilien.

 

Pforte Sarmental

Ehrfürchtig und andächtig wird der mittelalterliche Pilger die Pforte durchschritten haben (Fotos 1. Reihe rechts und 2. Reihe). Über ihm Christus als Weltenrichter, Pantokrator, umringt von den Symbolen der vier Evangelisten. Darunter die zwölf Apostel, in den schmalen Bogenläufen die Ältesten des Testaments mit ihren Musikinstrumenten. Sie loben und preisen Christus. Für den mittelalterlichen Pilger war die Sache klar: Wer in die Kirche hineingeht, der ist fest im Glauben: denn nur der Gläubige kann in der Glut der Fensterfarben das himmlische Jerusalem erblicken. 

Die nördlich direkt am Pilgerweg gelegene Puerta de la Cornoneria geht auf das Jahr 1260 zurück, sie weist Ähnlichkeiten mit dem jetzigen Haupteingang auf, ist heute ebenso geschlossen wie die in unmittelbarer Nähe befindliche Puerta de la Pellajeraia, die Pforte der Jakobspilger, 1516 im Renaissancestil errichtet. In beiden Pforten steht die Jungfrau Maria im Fokus des Betrachters. Direkt dahinter befindet sich im Innenbereich der Kathedrale die Goldene Treppe (Foto 4. Reihe).

Fotos:

1. Reihe: Puerta Principal im Westen an der Plaza Santa Maria.

              Puerta del Sarmental. Heute Haupteingang an der Plaza del Rey

              San Fernando. Die Bischofsfigur in der Mitte, links und rechts u.a.

              umrahmt von Aaron und Moses resp. Petrus und Paulus. Oberhalb

              in der Querreihe die zwölf Apostel, darüber Christus als Welten-

              herrscher umgeben von den vier Evangelisten als Schreiber.        

2. Reihe: Eingangsbereich Pforte Sarmental. Christus als Pantokrator.

              Rechts von ihm die Apostel Petrus und Paulus.

3. Reihe: Im Inneren der Kathedrale. Jakobus als Pilger.

              Jakobus als Matamoros. Maurentöter.

4. Reihe: Königstreppe/Goldene Treppe.

              Königswagen.

5. Reihe: Grablege El Cid.

              Deckengewölbe. Das himmlische Jerusalem.

6. Reihe: Altarretabel.

              Retabel. Christi Himmelfahrt.

7. Reihe: Retabel Seitenaltar.

              Deckengewölbe.

8. Reihe: Deckengewölbe.

              Capilla Santisimo Cristo.

9. Reihe: Christo de Burgos.

              Marienfigur in der Kapelle.