Kathedrale Santa Maria                                 Astorga

Die spätgotische Catedral de Santa Maria de Astorga wurde im 15. Jahrhundert (1471) auf den Fundamenten einer romanischen Kirche aus dem 8. Jahrhundert errichtet, manche Historiker sprechen von einem Vorgängerbau aus 1069; beendet schlussendlich erst im Jahr 1703 mit der Fertigstellung der beiden Türme.

Wir sprechen somit von verschiedenen Baustilen wie Spätgotik mit den Kirchenschiffen und den Kapellen, platereske Elemente der Portale der Westfassade und im Südportal letztlich Formen der Renaissance. Als Baumeister des dreischiffigen Gottteshauses kommt Simon de Colonia infrage, der Sohn von Juan de Colonia, der wiederum als Baumeister der Kathedrale von Burgos gilt.

Der linke Turm wurde in 1755 infolge des starken Erdbebens beschädigt, der Wiederaufbau erst 1965 beendet. Zwischen den beiden Türmen befindet sich eine Barockfassade der Jahre 1678 und 1704.  

 

Erwähnenswert sind der Hochaltar, die Nußbaumkanzel und verschiedene Skulpturen wie die der Unbefleckten Empfängnis und das Hauptportal. 

 

Das Hauptportal besticht durch Skulpturen, die auf die Kreuzabnahme Jesu hinweisen, auf Allegorien der Frömmigkeit und Unschuld, auf die Vertreibung der Händler aus dem Tempel. Auf der südlichen Apsis ist außen Pero Mato auszumachen, ein Lokalheld aus dem 16. Jahrhundert, der einer Legende zufolge einer der Teilnehmer der Schlacht von Clavijo gewesen sein soll.

 

Der Hochaltar entstammt dem Jahr 1558 und zeigt Szenen Mariens, unter anderem ihre Aufnahme in die himmlische Herrlichkeit. Leider kann ich nur zwei Fotos aus dem Innenbereich zeigen: alle falsch belichtet. In der nördlichen Apsis beeindruckt die Figur der Virgen de la Majestad aus dem 12. Jahrhundert, das Chorgestühl soll Juan de Colonia 1515 entworfen haben.  Am Eingang des Gotteshauses empfängt der heilige Michael die Eintretenden, integriert in einem Altar. Der Kreuzgang des 13. Jahrhunderts, in 1755 neu gestaltet, schließt die Beschreibung der bemerkenswerten Kathedrale ab.

An diesem Pilgertag in 2006 begann die Rosenkranzandacht, Rosario, um 19:00h und mündete automatisch in die Heilige Messe um halb acht. So manche der anwesenden PilgerInnen erkannten wir später in Rabanal del Camino wieder. Quelle: Kunst- und Kulturführer von Bettina Marten, Reclam aus 2011.

Fotos:

1. Reihe: Santa Maria.

2. Reihe: Eingangsbereich mit Heiligenfiguren der Bibel, Jesu Vertreibung der

              Händler aus dem Tempel.

3. Reihe: Altarretabel und Seitenaltar der Muttergottes.