Iglesia del Salvador                                    Bercianos de Real Camino

Die neue Erlöserkirche am Ortsrand des Fleckens. Zum Zeitpunkt unseres Besuches war sie noch nicht fertiggestellt, gleichwohl eine Prozession dort hinführte; vgl. das erste Fotos links. Bewusst oder unbewusst. Die Verantwortlichen haben diesen Neubau abseits des direkten Camino de Santiago platziert. Und das ist gut so.

 

Die alte Erlöserkirche Iglesia del Salvador stand auf einer Anhöhe. In ihr waren viele Bodegas gegraben, Vorratskeller; nicht sehr vorausschauend, wie ich denke. Kurz nachdem der Entschluss zur Renovierung gefallen war, stürzte die Kirche 1998 ein, begrub alles unter sich: einen Barockaltar, die wertvolle Renaissance-Statue Johannes des Täufers und das Grabmal der Grundherrin, Doña Leonor de Quiñones, aus dem 16./17. Jahrhundert; vgl. auch Etappe 23 in Sachen 300 siegreiche Lanzen des Don Suero de Quiñones.

 

Der Ort (knapp 200 Einwohner) hat mittelalterliche Ursprünge, er wurde schon im Rahmen der frühen Jakobswallfahrt genannt. Siedler aus dem Bierzo, die Bercianos, gaben dem Ort den Namen. Im 18. Jahrhundert wurde die Hauptstraße zum Camino Real, zum Königlichen Weg, zur Straße ersten Ranges ernannt — unter der Regentschaft Karls III. von Spanien.

 

Das Foto links unten spiegelt nur unvollständig die Wirklicheit wider. Zu Beginn des Rosenkranzgebets/Rosarios (zum Rosenkranz vgl. dazu Menü-Hauptpunkt PILGER AUF DEN SPUREN > Aktuelle Literatur Pilgerreisen > Literatur für Gläubige und Ungläubige), war das Gotteshaus gerammelt voll; Elke und ich die einzigen Pilger. 

Fotos:

1. Reihe: Prozession zur neuen, noch nicht fertiggestellten Kirche.

              Muttergottesfigur auf dem Tragegestell.

2. Reihe: Innenraum der provisorischen Kirche. Blumenschmuck.

              Heiligenfigur; wahrscheinlich Johannes der Täufer.

3. Reihe: Rosenkranzandacht. Später rappelvoll. Wir die einzigen Pilger.

              Schwatz der Kirchgänger.