Iglesia de Santa Maria. Roncesvalles/Orreaga Camino Frances

Die Stiftskirche von Orreaga-Roncesvalles hat wie viele der Kirchen am Jakobsweg den Namen der Gottesmutter Jesu erhalten: Santa Maria.

Französische Gotik. Zwischen 1215 und 1221 an Stelle der alten romanischen Kirche unter König SanchoVII. dem Starken (reg. 1194-1234) errichtet und Maria geweiht. Der Vorgängerbau war der hl. Fides, Patronin der Kreuzfahrer, gewidmet.

 

Die gewählte Kirchenform, dreischiffige Basilika mit Emporen, der Chor weist einen Fünf-Achtel-Schluß auf, Seitenschiffe gerade geschlossen, ist in der damaligen Zeit mehrfach in der Ile de France und in Burgund anzutreffen. Bei der Restaurierung der Kirche 1939 wurden neue Glasfenster aus einer Münchener Werkstatt eingesetzt.

 

Im Hauptaltar, unterhalb eines modernen Baldachins, befindet sich eine gotische Statue aus Holz mit Silberverkleidung und Verzierung aus Gold: die Santa Maria de Roncesvalles, offensichtlich um 1350 in Toulouse gefertigt.

Auf der Südseite schließt sich ein Kreuzgang an, zwischen 1615 und 1661 errichtet. Die Nischengräber verweisen auf den Vorgängerbau, dem stilisitische Ähnlichkeiten mit der Kathedrale von Pamplona nachgesagt werden. In der Kapelle des heiligen Augustinus, auch Torre de San Augustin genannt, liegt die Grabplatte des Königs Sancho VIII. aus dem 13. Jahrhundert, dem Mäzen des Klosters und einer der Sieger der Schlacht bei Tolosa in 1212. Das angegliederte Museum enthält unter anderem das Schachspiel Karls der Großen. 

 

Der Zelebrant spendete an diesem Tag (Etappe 2. Barfuß in den Pyrenäen...) den speziellen Pilgersegen. Den genauen Text können Sie nachlesen unter Menüpunkt NÜTZLICHES. HERBERGEN. JAKOBSMUSCHEL... > Pilgersegen. Der Text entstammt dem Jahr 1073 nach Christus.

Fotos:

1. Reihe: Eine Pilgerin betritt die Kirche.

              Über dem Altarbereich.

2. Reihe: Pilgermesse am Abend (leider keine gute Qualität).

              Marienstele in der Nähe. *

 

* Sie zeigt im Relief die Maria von Roncesvalles - eine Holzstatue des 13. Jhs. auf dem Hochaltar der Marienkirche von Roncesvalles. Eine gleiche Stele ist an der Straße nach Burguete aufgestellt. In baskischer, spanischer und französischer Sprache wird der Pilger aufgefordert, die Madonna von Roncesvalles mit einem Salve Regina (Sei gegrüßt, o Königin) zu begrüßen. Unter der Schrift sieht man das Wappen des Klosters: Ein Kreuz, dessen oberes Ende zu einem Krummstab gebogen und von Ketten umzogen ist. Sancho der Starke, Erbauer der heutigen Kirche, weihte nach seinem Sieg über die Sarazenen bei Las Navas de Tolosa (1212) der Kirche einige Ketten, die er in dieser Schlacht erobert hatte.