Iglesia de Santa Maria                                 Belorado

Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert rekonstruiert. In ihrem Inneren befinden sich wertvolle Kunstschätze. Die geschnitzte Figur der Unbefleckten Jungfrau Maria, der La Immaculada, versinnbildlicht diesen Anspruch.

 

An diesem durchgängig regnerischen Tag, fünfundzwanzig Kilometer von Santo Domingo de la Calzada entfernt, stand uns nicht der Sinn nach weiteren Erkundungen, wir setzten uns erschöpft mit total durchnässtem Regenzeug auf eine der Kirchenbänke, regenerierten, meditierten einige Minuten Richtung Marienaltar. 

 

Im Mittelalter hieß der Ort Belforado, Belle Foramen und Pulcro Foramen. Auch der Codex Calixtinus geht auf den Flecken ein und nennt ihn in Anspielung an die bestehenden Höhlen "schöne Öffnung" - "hermoso agujero". Das Hospiz Hospital de los Caballeros aus dem Jahre 1175 beeinflusste die heutige am Ortseingang befindliche Einsiedelei Nuestra Senora de Belen.

 

In 1250 beherbergte Belorado acht Kirchen, von denen es heute noch drei gibt: San Pedro, San Nicolas und die oben beschriebene Santa Maria, deren Ursprungsbau am Fuß der ehemaligen Burg einst als deren Kapelle diente. Der Hauptaltar entstammt dem 16. jahrhundert mit, wie die Kunsthistorikerin Bettina Marten es in ihrem Kunst- und Kulturführer zum spanischen Jakobsweg (Reclam, 2011) beschreibt, churrigueresk-überladenen Barockformen aus dem 17. Jh.; die Madonnenfigur wird dem 13. Jahrhundert zugerechnet.

Fotos:

1. Reihe: Verregneter Blick auf die Marienkirche.

              Altarbereich mit Retabel.

2. Reihe: Unbefleckte Jungfrau Maria.