Ermita de la Virgen de Gracia                       Mansilla de las Mulas

Nur wenige Kilometer von der Metropole León entfernt befindet sich in Mansilla de las Mulas die Wallfahrtskirche Unserer Lieben Gnadenreichen Frau, also der Jungfrau und Gottesmutter Maria geweiht.

Man geht davon aus, dass die ursprüngliche Ermita (Einsiedelei ) im 14. Jahrhundert erbaut worden ist. Es lassen sich eine Pilgerherberge und ein Krankenhaus mit Namen San Lazaro zurückverfolgen. 1896 ist das Gebäude völlig abgebrannt und zwei Jahre später in der heutigen Form wiedererbaut worden.

 

Die Wallfahrt zur Virgen de Gracia wird alljährlich am ersten Sonntag im September gestartet. Das Patronatsfest findet am zweiten Sonntag des Monats statt; ursprünglich am 12. September - Mariä Namen. Das passt insoweit, als dass das Fest Mariä Namen im 16. Jahrhundert zuerst in Spanien eingeführt wurde; 1683 dann von Papst Innozenz XI. in der ganzen abendländischen Kirche zum Dank für den Sieg über die muslimischen Türken als verbindlich erklärt. Weitere Marienfeste im September: Am 8. September - Mariä Geburt und am 15. September - Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Die Spanier, die Franzosen (Lourdes) und selbstverständlich auch die Portugiesen mit Fatima scheinen ein besonderes Verhältnis zur Gottesmutter zu haben. Im protestantisch gefärbten Deutschland ist dies weniger ausgeprägt. Dort wird dem Rosenkranzgebet weniger Beachtung geschenkt.

 

Beeindruckend immer wieder der Blumenschmuck und die besondere Darstellung der Gottesmutter mit dem weiten, weißen Umhang. Schade, dass sich so wenige Pilger für die Schönheit dieser Gotterhäuser und ihrer Geschichte interessieren.

Fotos:

1. Reihe: Ermita de la Virgen de Gracia.

              Blick auf den Hauptaltar, der mit einem Gitter versperrt ist.

2. Reihe: Blumengeschmückter Marienaltar.

              Maria mit dem Jesuskind im Arm.