MUSLIMISCHE FELDZÜGE                           MITTELALTER UND NEUZEIT: Italien, Balkan, Konstantinopel, Wien.

Die islamische Expansion bis 750. Jerusalem, die heilige Stadt der Juden und Christen, wurde 637 erobert, das heutige Spanien 711 nach Christus. Freigegebenes Foto.

Einführung

The Spread of Islam. Die Ausdehnung des Islam. Museum in Katar, Vereinigte Arabische Emirate, 2009.

 

Der weithin tradierte und gern geglaubte Mythos vom toleranten Islam ist, wie wir schon auf der Seite zuvor gesehen haben, eben nicht ein Mythos im positiven Sinn, sondern schlichtweg ein Märchen. Überall wo die Muslime herrschten, herrschte Unterdrückung.

Mit Christen geschlossene Verträge wurden nicht eingehalten, im Gegenteil, sie waren offensichtlich als ausgeklügelte Strategie gedacht, die Christen zu demütigen, sie zu vernichten. Die unten erzählten Beispiele geben ein beredtes Zeichen. Schaut man in den Koran, kennt man die Quelle ihres Denkens und Handelns, gestern wie heute. Nicht zuletzt konnten die Muslime auch nur deshalb so erfolgreich sein, weil sich die christlichen Parteien untereinander nicht grün waren, sich bekämpften. 

Goldenes Zeitalter der Muslime auf Sizilien?         812 bis 1061 - mitnichten!

Normannenkirche San Giovanni dei Lebbrosi in Palermo. 1071 von Roger I. noch vor der Rückeroberung Palermos außerhalb der Stadtmauern errichtet. Freigegebenes Foto.

 

So wie das „Goldene Zeitalter“ im mittelalterlichen spanischen al-Andalus, Stichwort: Mythos Toleranz der Mauren, so ist auch dies eine Erfindung, die nun gar nichts mit der gelebten Wirklichkeit zu hatte. Wir sprechen übrigens vom beginnenden 9. Jahrhundert und folgende.

Zu den Fakten: Die Wissenschaft bezieht sich gerne auf den Historiker und Orientalisten Michele Amari (1806-1889) und dessen Hauptwerk der Jahre 1853 bis 1873 „Geschichte der Muslime von Sizilien“ mit einer Neuauflage in 1942. Amari war Freimaurer, Politiker und wie Giuseppe Garibaldi (1807-1882; italienischer Guerillakämpfer, Protagonist der italienischen Einheitsbewegung) Gegner der katholischen Kirche.

 

Seine verklärten Darstellungen wurden zwischenzeitlich wissenschaftlich entzaubert, namentlich von Alessandro Vanoli „Das muslimische Sizilien“ und von Salvatore Tramontana „Die Insel Allahs.“

 

In Stichworten: Die gewaltsame muslimische Eroberung zum Beispiel von Lampedusa in 812 und Sizilien selbst in 826 konnte nur deshalb erfolgreich sein, weil sich die Christen untereinander zerstritten hatten und zwar Kaiser Michael II. mit Euphemios, einem Befehlshaber der byzantinischen Flotte.

965 eroberten die Muslime die letzte christliche Stellung. 1061 erfolgte die Rückeroberung durch die Normannen - nach 230 Jahre harter muslimischer Herrschaft. Die Christen leisteten zu jeder Zeit hartnäckigen Widerstand. Warum?

 

Sie hatten blutige Erfahrungen gesammelt: Plünderungen, Eroberungen, Islamisierung der einheimischen Architektur, Errichtung eines islamischen Emirats, Umwandlung von Kirchen und Synagogen in Moscheen. Auf strengste Weise wurde die Dhimma oder der Aman praktiziert, eingeführt von Kalif Omar; das ist derjenige islamische Herrscher, der die berühmte Bibliothek von Alexandrien (Ägypten) in Brand stecken ließ; eines der größten Verbrechen der Weltgeschichte gegen das geistige Erbe der Menschheit.

 

Die islamische Rechtsprechung, die Scharia, gestand Nichtmuslimen nur die Alternative zu, zum Islam überzutreten, zu konvertieren oder zum Dhimmi zu werden, also gegen Zahlungen (Kopfsteuer) ständig in einer islamischen Welt leben zu dürfen oder im Fall der Aman vorübergehend. Ansonsten drohte die Todesstrafe. Hinweis: Noch heute droht jedem Moslem die Todesstrafe, wenn er vom Islam weg zum Beispiel zum Christentum konvertiert. Hier sieht man deutlich, was der politische Islam eigentlich will: Die Weltherrschaft.  

 

Die Dhimmis mussten auch in Sizilien der Erkennbarkeit wegen eine bestimmte Kleiderform tragen; in al-Andalus war es u.a. der zunnar, der Gürtel. Von diesen muslimischen Zwangsmaßnahmen rührt die gelbe Farbe in der Kleidung für die Juden her, die erstmals im 9. Jahrhundert auf Sizilien belegt ist. Nun ist der gedankliche Sprung zum Davidstern der Nationalsozialisten nicht mehr weit. Insgesamt mussten laut „Pakt von Umar“ (Oma) siebzehn (17) extrem belastende Verbote und demütigende Bestimmungen eingehalten werden, mal mehr, mal weniger.

 

  • Der eigene christliche und/oder jüdische Glaube durfte nicht öffentlich bekannt werden

  • Kirchen und Synagogen durften nicht gebaut werden

  • Dhimmis, Juden und Christen, mussten bei Bedarf in ihrem eigenen Haus Platz für Muslime machen, sie bewirten

  • Dhimmis, Juden und Christen, mussten sich den Vorderkopf scheren

  • Dhimmis, Juden und Christen, mussten eine erkennbare Kleidung tragen

  • Dhimmis, Juden und Christen, mussten eine Kopfsteuer entrichten, je nach Gusto mal hoch, mal niedriger angesetzt

 

Dass das alles wenig mit Toleranz und Frieden, also nichts mit einem Goldenen Zeitalter zu tun hat, versteht sich von selbst. Nicht von ungefähr schafften es die Normannen, Sizilien 1061 nach Christus zurückzuerobern; vergleichbar mit der spanischen Re-Conquista. Quelle: Giuseppe Nardi, Rom.

Osmanen rekrutieren christliche Jungen - 1438      Knabenlese - Janitscharen                    

Diesmal kein Jungfrauentribut, wie in Hispania. Diesmal schaffte sich der Sultan eine männliche Elitetruppe an - die Janitscharen.

Christliche Familien mussten ab 1438 n. Chr. zwangsweise ihre jeweils männlichen Erstgeborenen (sog. Knabenlese) an die muslimischen Osmanen abtreten. Infolge muslimischer Gehirnwäsche mutierten sie zur Elitetruppe des Sultans, zu fanatischen Kriegern, zu Leibwächtern ihres Herrn. 

 

Gleichwohl wurden die Janitscharen lange Zeit als sog. unfreie Moslems, rechtlich als Militärsklaven eingestuft und behandelt und durften sich infolgedessen nur einen Schnurrbart und keinen Vollbart wachsen lassen. Das blieb den freien Moslems vorbehalten. Weiterhin waren sie dem Zölibat verpflichtet, durften also nicht heiraten, besaßen prinzipiell kein Eigentum.

Sultan Mehmed II. erobert Konstantinopel, das alte Byzanz, am 29. Mai 1453

Belagerung Konstantinopels. Französische Miniatur aus der Zeit noch vor dem endgültigen Fall der Stadt. Quelle: Wikimedia.

 

"AM MITTAG FÄRBTEN SICH DIE GASSEN ROT VON BLUT"

 

Bereits fünfzehn Jahre (1453) nach der Rekrutierung der ersten Janitscharen, also der "geraubten" Söhne der auf dem Balkan lebenden Christenfamilien, wurde die Elitetruppe von Sultan Mehmed II. bei dessen brutaler Eroberung Konstantinopels eingesetzt, ebenso in seinen Kriegen gegen Österreich. Sultan Mehmed II. ließ seinen Kriegern freien Lauf, ließ das christliche Konstantinopel plündern, vor allem Kirchen und Klöster. Menschen, die in die Hagia Sophia, die byzantinische Basilika schlechthin, geflüchtet waren, wurden niedergemacht.

 

Wikipedia schreibt ergänzend: "In den folgenden Tagen ließ Mehmed II. allen byzantinischen Adeligen verkünden, sie würden in ihre alten Rechte eingesetzt, wenn sie sich meldeten. Diejenigen, die dem Aufruf folgten, ließ Mehmed II. mitsamt ihren Familien köpfen. Den übrigen wurde angeboten, sie könnten zum Islam übertreten oder seien des Todes. Niemand nahm das Angebot an."

 

„Unter Freudengeheul drangen die Janitscharen wieder vor. Kaiser Konstantin kämpfte bis zum letzten Atemzug, dann ging er gemeinsam mit seiner Stadt unter. "Er warf seine kaiserlichen Hoheitszeichen von sich und folgte, Don Francisco de Toledo und Johannes Dalmata noch immer an seiner Seite, seinem Vetter Teophilos im Kampf nach. Er ward nie wieder gesehen", berichtet der zeitgenössische Chronist Michael Dukas.

Über die Stadt brach nun die Hölle los. "Am Mittag färbten sich Straßen und Gassen rot von Blut", heißt es im Bericht eines venezianischen Gefangenen. "Die Häuser wurden geplündert, Frauen, Männer und Kinder vergewaltigt, gepfählt oder auf andere Art umgebracht, die Kirchen zerstört." Viele Einwohner flüchteten sich in die Kirche "Hagia Sophia" (Heilige Weisheit). Sie wurden mitsamt ihren Priestern, welche die Messe lasen, erschlagen oder in die Sklaverei verschleppt.

Der Augenzeuge Kritobulos (byzantinischer Geschichtsschreiber in türkischen Diensten) spricht von 4000 Ermordeten, etwa zehn Prozent der Bevölkerung Konstantinopels. Eine andere türkische Quelle, die Chronik des Aschikpascha-zade, vermerkt: "Die Ungläubigen wurden zu Sklaven gemacht, und ihre schönen Mädchen wurden von den Glaubensstreitern in die Zelte genommen."

Bereits nach einem Tag gab es in Konstantinopel kaum noch etwas zu erbeuten. Sultan Mehmed wartete das Ende der schlimmsten Ausschreitungen ab, dann zog er am 30. Mai 1453 in die Stadt ein, der er umgehend zu seiner Hauptstadt machte. Vor der Hagia Sophia angekommen, bestieg auf seinen Befehl der oberste Imam die Kanzel und verkündete den Sieg im Namen Allahs.“ Text entnommen der „Welt“, Ausgabe vom 30.01.2016: Konstantinopel, Roms letzter Kampf gegen die Heere des Islam.

 

Die Webseite von summorum-pontificum geht am 553. Jahrestag, dem 29. Mai 2016, der heutzutage übrigens von Präsident Erdogan als Ehrentag gefeiert wird, wie folgt darauf ein:

 

"Der 29. Mai dieses Jahres ist der 553. Jahrestag der Eroberung Konstantinopels durch den Osmanenherrscher Mehmet II. Der Fall der alten Kaiserstadt – schon lange nur noch ein Schatten ihrer selbst – ist eine von vielen katastrophalen Wegmarken in der über 1000 Jahre andauernden Geschichte moslemischen Expansionsdranges und seit bald 1000 Jahren schwindender Fähigkeit des europäischen Christentums zur Selbstbehauptung. Auch beim Fall Konstantinopels waren diese Faktoren wesentlich beteiligt.

 

Die europäischen Länder waren durch langdauernde innere Auseinandersetzungen und gegenseitige Rivalitäten geschwächt und kaum fähig und noch weniger Willens, den unter Umgehung Konstantinopels schon weit nach Nordwesten vorgedrungenen Osmanen Widerstand zu leisten.

 

Die Beschießung der Stadt erfolgte mit Kanonen, deren Bau der zum Sultan übergelaufene Kanonengießer Urban beaufsichtigt hatte, und auch beim schließlichen Fall der Mauern war Verrat aus dem Inneren im Spiel:

Eine Pforte, die verschlossen sein sollte, stand am Tag des großen Sturms offen. (...) In den nun restlos vom Islam beherrschten Gebieten des ehemaligen oströmischen Reiches brach die aus der Antike überkommene Stadtkultur – soweit sie nicht dem Handel diente – endgültig zusammen. Die zum Teil bis auf den heutigen Tag menschenleer gebliebene Wüstenstädte – Palmyra, Ephesus, Petra und Dura Europas sind nur die bekanntesten von zahllosen Zeugnissen dieses Zivilisationsbruchs."

 

1456 - EIN WEITERER VERSUCH DER OSMANEN, DREI JAHRE SPÄTER

AUCH BELGRAD EINZUNEHMEN, SCHEITERTE

Die Belagerung Belgrads durch Sultan Mehmed II. dauerte vom 4. bis zum 22. Juli 1456. Die Verteidiger wurden von dem ungarischen Staatsmann und Heerführer, damals gehörte Belgrad zum Königreich Ungarn, Johann Hunyadi angeführt. Mit seiner Flotte und der Unterstützung des Franziskaners Giovanni da Capristrano (geboren am 24. Juni 1386 in Italien, gestorben am 23. Oktober 1456 in Ilok, Kroatien) siegte er schlussendlich. Der Franziskaner hatte durch seine wirksamen Predigten auch die Bauern für diesen Krieg: Abwehr des Islams, gewinnen können. Für 70 Jahre war erstmal Ruhe -  die Christen gerettet. Hunyadi selbst starb Wochen später an der Pest. Auf Papst Calixtinus` III. (1378-1458) Entscheidung, mittags die Glocken läuten zu lassen zum Dank für den Sieg der Ungarn über die muslimischen Osmanen, geht der Brauch des Mittagsläutens zurück. Damals beteten die Gläubigen dazu drei Vaterunser und drei Ave Maria.

Seeschlacht von Lepanto - 1571                  Christen wehren sich

Battle of Lepanto in 1571. Yogesh Brahmbhatt. Gemeinfreies Foto Wikipedia. 

 

VORGESCHICHTE

Am 1. August 1571 war die zyprische Stadt Famagusta nach langer Belagerung an die muslimischen Osmanen gefallen. Vorbedingung war der von den Osmanen zugesicherte freie Abzug der christlichen Bewohner.

 

Nur einen Tag später am 2. August brachen die muslimischen Eroberer den Vertrag. Alle Männer in der Stadt wurden bestialisch getötet, die Frauen in die Sklaverei verschleppt. Die Kirchen und große Teile der Stadt wurden in Brand gesteckt, die Kathedrale des Heiligen Nikolaus, im 13. Jahrhundert im Stil der französischen Gotik erbaut, wurde zur Moschee gemacht - sie heißt heute Lala Mustafa Pascha Camii. Das Minarett auf dem Nordturm kennzeichnet bis zum heutigen Tag die einzige kulturelle Zutat der Sieger.

 

Der offizielle „Patron“ der Moschee von Famagusta, Lala Mustafa, ist kein anderer als der siegreiche Feldherr, der die Vernichtung der christlichen Bevölkerung der Stadt befohlen hatte. Welchen Patronen sind eigentlich die Moscheen in Deutschland gewidmet?

Papst Pius V. schreibt der Gottesmutter Maria den Sieg bei Lepanto zu. So sah es Maler Grazio Cossali 1597. Das Gemälde hängt in der Kirche Santo Croce in Bosco Marengo. 

 

Der 7. Oktober 1571

brachte dann die kaum erhoffte Entscheidung zu Gunsten der Christen, in die Geschichtsbücher eingegangen als die Seeschlacht von Lepanto 1571. Diese Seeschlacht, die mit an die 40 000 Toten bis heute als die verlustreichste Seeschlacht der Kriegsgeschichte gilt, beendete auf Dauer die Seeexpansion des Sultanats und minderte vorübergehend auch den Druck der zur Eroberung Europas angetretenen osmanischen Invasionsheere.

 

Der kaum zu erhoffende Sieg der „Heiligen Liga“, bei dem 12 000 auf türkischen Schiffen eingesetzte christliche Galeerensklaven befreit werden konnten, gab den Anstoß zur Stiftung des Rosenkranzfestes. Der fromme Sinn unserer Vorfahren erkannte in dem glücklichen Ausgang der Schlacht ein Zeichen für das direkte Eingreifen der Gottesmutter.

Der heilige. Papst Pius V. (Papst vom 07.01.1566 bis 01.05.1572) schrieb die gewonnene Seeschlacht der Muttergottes zu: "Mutter vom Sieg". Aus Dankbarkeit führte er das Rosenkranzfest ein.Quelle: Summorum-Pontificum, 15.10.15.

16. Oktober 1716                                               Prinz Eugen von Savoyen bezwingt die Osmanen - rettet das christliche Europa  

Herrschaftsgebiet der Osmanen 1683. Freigegebenes Foto. (Bitte anklicken)

 

732 nach Christus war es an Karl Martell, dem Großvater Karls des Großen, Europa vor den Moslems und deren Herrschaft (Dhimmi, Zwangskonversionen, etc.) zu bewahren. Damals waren es die muslimischen Mauren der spanischen Halbinsel, die bis über die Pyrenäen hinweg ins europäische Kernland nach Tours/Poitiers vordringen konnten. (Bitte zurückblättern)

 

Vor 300 Jahren standen die türkischen Osmanen, muslimisch, bereits vor Wien. Die „Heilige Liga“ unter der Leitung von Prinz Eugen von Savoyen bewahrte unsere Vorfahren vor dieser Herrschaft; vorerst für Jahrhunderte.

 

Rückblick

Das erste Mal versuchten es die muslimischen Osmanen unter ihrem Sultan Süleyman I. dem Prächtigen im Jahre 1529. Sie standen bereits vor Wien. Das zweite Mal scheiterten sie ebenfalls, belagerten wieder die österreichische Metropole Wien, über 150  Jahre später in 1683. Diesmal halfen die Truppen des Heiligen Römischen Reiches, die aus Polen-Litauen, der Republik Venedig und des Kirchenstaats kamen hinzu.

 

Zurück zur Schlacht von Temesvar

am 16. Oktober 1716, im heutigen rumänischen Timisoara, denn dort wurde der letzte Stützpunkt des Islam auf dem Gebiet des alten Königreichs Ungarn beseitigt.

 

Die muslimischen Osmanen hatten trotz des 1699 einvernehmlich geschlossenen Friedensvertrags von Karlowitz angegriffen, obwohl sie eigentlich auf sämtliche Eroberungen verzichtet hatten. Moldawien und die Walachei, jetzt nicht mehr türkisch besetzt, blieben dem Sultan weiterhin tributpflichtig. Wie ich anderer Stelle schon erläutern durfte (bitte zurückblättern: Zweite Phase der Re-Conquista), fühlen sich Muslime grundsätzlich nicht an Verträge gebunden, vor allem wenn es um einmal besetzte, eroberte Gebiete geht: Stichwort Waqf (wird gerne auch mit „frommer Stiftung“ übersetzt).

 

Nach anfänglichen Erfolgen des Sultanats schaltete sich Papst Clemens XI., von Geburt Albaner, ein und erreichte durch seine diplomatischen Aktivitäten letztlich den Sieg über die Türken. (Ob Papst Johannes Paul II. sich wohl an seinen Vorgänger erinnert hat, als er die polnische Solidarnosc ideell und finanziell unterstützte und letztlich damit den Fall des Eisenern Vorhangs, der Berliner Mauer bewirkte?)

 

Wie auch immer. Papst Clemens XI. ließ vor Freude am Tag des Sieges alle Glocken in Rom läuten. Der Frieden von Passarowitz in 1718 bestätigte die auf den Schlachtfeldern erzielten Ergebnisse. Wie lange noch? Recep Tayyip Erdogan, der türkische Präsident, sieht sich bekanntlich als legitimer Nachfolger der osmanischen Sultane.

 

Bitte. Wenn Sie das heutige Ungarn und seine Protagonisten beurteilen, Stichwort Aufnahme muslimischer Flüchtlinge, denken Sie bitte daran, dass die Ungarn mehrere Jahrhunderte unter türkisch-muslimischer Herrschaft litten; vgl. das obige Foto. Diese Zeit hat sich den Ungarn eingebrannt. Wir, die Deutschen, waren in den letzten Jahrhunderten für kurze Zeit von Napoleon besiegt und beherrscht, niemals aber von Osmanen und Moslems. Quelle: summorum-pontificum.de - 17.10.16.