RECONQUISTA. MAUREN. MATAMOROS.     MUSLIMISCHE FELDZÜGE IN EUROPA.

San Lazaro / Santiago. Puerta del Camino. 

Einstimmung                                            Muslimische Eroberung der iberischen Halbinsel

Karte Hispanias um 1000 nach Christus.

Bitte anklicken.

 

Anno Domini 711 dringen ungefähr 7.000 bis 10.000 Berber/Muslime in das heutige Spanien ein, dem damaligen Westgotenreich. Sie nutzen dafür die Meerenge von Gibraltar.

 

Innerhalb von sieben/acht Jahren unterwerfen sie unter ihrem Führer Tariq Ibn Ziyad, genannt Jab al Tariq (Felsen des Tariq = Gibraltar), den größten Teil der iberischen Halbinsel. Sie folgen damit Mohammeds Anweisung, der in seiner Abschiedsbotschaft an seine Getreuen gesagt haben soll: "Mir wurde aufgetragen, alle Männer so lange zu bekämpfen, bis sie sagen: Es gibt keinen Gott außer Allah."

 

Die Mauren haben mit wenig Gegenwehr zu rechnen. Sie stoßen auf Einheimische, die sich von den sie beherrschenden Westgoten befreien möchten. Die hispanische Bevölkerung nennt die Muslime Mauren. Von Mauros = dunkelhäutige Leute aus Mauretanien. Cordoba, ab 756 nach Christus ein selbständiges Emirat, wird Hauptstadt des neues Reiches. Auf dem Platz der bisherigen Kathedrale errichten sie eine große Moschee.

 

150.000 CHRISTLICHE SKLAVEN

In der Zeit ihrer Unterwerfung Hispanias versklavten die Muslime 150.000 Einwohner. Gleiches geschah mehr oder weniger parallel auf byzantinischem Gebiet, in Afrika, in Indien, etc.; die Mittelmeerinseln wurden entvölkert. Die muslimischen Herrscher führten während des Mittelalters periodische Kriege und sicherten sich so quasi einen ununterbrochenen Zustrom von Sklaven. Sobald sie auf starken Widerstand stießen, hinterliessen sie verwüstete und menschenleere Areale, die sie dann neu besiedelten.

 

Das Schott-Meßbuch der katholischen Kirche führt unter dem 7. Januar (eines jeden Jahres) den Gedenktag eines Heiligen namens Raimund von Penyafort. Er, 1175 bei Barcelona geboren, gründete im Jahre 1222 zusammen mit Petrus Nolaskus eigens den Merzedarierorden, um christliche Sklaven aus muslimischer Gefangenschaft zu befreien. Raimund selbst war später der dritte General des berühmten Predigerordens der Dominikaner (1214 gegründet vom heiligen Dominikus und bereits zwei Jahre später von Papst Honorius III.  bestätigt). In echter Sorge um den Dialog mit dem Islam ermunterte er die Missionare, die arabische Sprache zu lernen und den Koran zu studieren.

 

AL-MANSUR VERWÜSTET HISPANIA

Al-Mansur (bedeutet: der Siegreiche), der Wesir des vorletzten Kalifen von Cordoba, ist in die Geschichte eingegangen, nicht nur weil er - wie unten angeführt - Ende des 10. Jahrhunderts Santiago de Compostela zerstören ließ. Innerhalb von 27 Jahren führte er insgesamt 25 Invasionen in die christlichen Gebiete Spaniens, letztlich nur von temporärer Bedeutung. Seine Art der politischen Kriegsführung war den antiken Staaten völlig fremd, nämlich: zerstörend, massakrierend, versklavend und verwüstend. Wer mehr über die Sklaverei lesen will, der schlage bitte in Egon Flaigs Buch "Weltgeschichte der Sklaverei" aus 2009 (Verlag Beck) nach. Flaig ist Lehrstuhlinhaber für Alte Geschichte an der Universität Rostock.

 

716 n. Chr. marschierten die Muslime westwärts bis nach Galicien, herrschten bis 740, zogen sich zurück, bis sie dann Anno Domini 997 das heutige Santiago de Compostela völlig platt machen; vgl. dazu unten stehenden Bericht.

 

VORMARSCH BIS NACH TOULOUSE

Die Pyrenäen erwiesen sich, wie so oft in der Geschichte, gleich einem Bollwerk. Der Vormarsch der Mauren/Sarazenen wird – zunächst - auf natürliche Weise gestoppt. Erst 721 n. Chr. zieht der Statthalter von Spanien, as-Samh ibn Malik al Chawlani, bis weit in das heutige französische Gebiet nach Toulouse. Durch den Überraschungsangriff von Eudo von Aquitaniens fränkischer Armee, die Muslime hatten keine Wachposten aufgestellt, keine Kundschafter ausgeschickt, wurden die Araber vernichtend geschlagen, sie fliehen in Panik, der Heerführer wird getötet.

 

Das hinderte die Sarazenen nicht, immer wieder bis 725 n. Chr. Raubzüge bis nach Burgund zu starten. 732 n. Chr. sollte dann endlich der entscheidende Schlag gegen die Christenheit erfolgen: mit ihrer Invasion bis an den Rhein, bis an das Meer. Spätere Gedichte beschreiben die Situation in etwa wie folgt: Die Mauren überrennen alles, es bleibt nichts verschont, San Gines wird eingenommen, ebenso el Pinatar. Die Eile treibt sie nach Vera. Auf dem Bergrücken halten sie Rat, ob Lorca (in Navarra) das nächste Ziel sein soll oder gleich das Meer.   

 

Karl Martell rettet das Abendland

Spanien um das Jahr 1400 nach Christus. Portugal. Krone von Kastilien. Krone von Aragon. Im Südosten ein verbliebener Rest der Muslime, das Königreich Granada. Foto bitte anklicken.

 

Nicht zu Unrecht wird Karl Martell (686-741) als Retter des Abendlandes bejubelt. Sein Enkel, Karl der Große (lat. Carolus Magnus, franz. Charlemagne; geb. 2.4.747, gestorben 28.01.814 in Aachen; Weihnachten 800 n. Chr. in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser der europäischen Christenheit gekrönt), leitete vierzig Jahre später den Prozess der Vertreibung der Muslime ein.

 

732: SCHLACHT VON TOURS UND POITIERS

Der zweite Versuch der Pyrenäenüberquerung im Jahre 732 ist in die Annalen  der Geschichte eingegangen, wobei muslimische Kreise verständlicherweise ungern darüber berichten und wenn, dann wird sie als "Schlacht der Millionen Tränen"  bezeichnet. Auch wird sie "Schlacht an der Straße der Märtyrer" genannt - arabisch:  balāṭ asch-schuhadāʾ (بلاط الشهداء).

 

Mit einem noch größeren Heer, die "Chroniques de Saint-Denis" spricht von mehr als Hunderttausend, werden die Muslime in der Schlacht von Tours und Poitiers (250 km südlich von Paris) vernichtend geschlagen, von einem nicht geringeren als Karl Martell (Carolus Macellus - Karl, der Hammer). Ihr Heerführer Abd ar-Rahman fällt, die Araber fliehen, bemüht, das zuvor geplünderte Gut zu retten.

 

Wie hat das geschehen können? Sowohl die gut ausgebildeten, schlachterprobten und schwer bewaffneten Fußtruppen wie die Reiterei mit ihren schweren Rüstungen und Schilden blieben ob der Angriffswellen der Araber standhaft, zwangen vielmehr ihre Gegner, sie bergauf anzugreifen. Die Muslime mit ihrer leichten Reiterei, nur Schwerter, kaum Schilde und Rüstungen, mussten kapitulieren. Der dritte Versuch 735 n. Chr. scheiterte gleichermaßen. Sie versuchten es nie wieder. 

 

Die Autoren Werner Müller und Gunter Vogel untermauern das eben Gesagte in ihrem dtv-Atlas Baukunst - Band 2 "Baugeschichte von der Romanik bis zur Gegenwart" aus 1981, 15. Auflage 2012. Sie sprechen von der Niederlage der Araber 732 zwischen Tours und Portiers.

 

Interessant ist Niccolo Machiavelli`s Beschreibung aus dem Jahre 1532. Er geht in seinem Ersten Buch zur Geschichte Florenz`, das an den heiligsten und seligsten Vater, unserem Herrn Clemens VII. gerichtet ist, wie folgt darauf ein:

 

"(...) Denn als Verwalter des Reiches brachte Karl Martel den Sarazenen jene denkwürdige Niederlage bei Tours am Loirefluß bei, worin 200.000 Sarazenen getötet wurden; und so wurde sein Sohn Pippin (II.) durch das Ansehen und Verdienst des Vaters später König des Reiches. (...)" - Zitat S. 398 der Gesammelten Werke in einem Band, für Zweitausendeins im Wunderkammer Verlag, Neu-Isenburg 2008,Hrg. Dr. Alexander Ulfig.

Laut Wikipedia freie Fotos

lks.: Gedenkstätte Schlachtfeld von 732 nahe Poitiers. Autor cosal,14.06.16.

re.:  Grab von Karl Martell in der Kathedrale von St. Denis, Frankreich. Autor J. Patrick Fischer, August 2007.

Die drei Phasen der Reconquista

Fürst Pelayo. Covadonga. Asturien.

 

Die Rückeroberung fand in drei Hauptphasen statt. Die erste Phase begann bereits im 8. Jahrhundert mit dem Fürsten/König Pelayo von Asturien; nördlich von Leon gelegen. 

Pelayo (lat. Pelagius, gestorben 737) entstammte einer vornehmen westgotischen Familie, gründete 718 nach Christus das asturische Reich, den ersten christlichen Staat auf der iberischen Halbinsel nach der muslimischen Eroberung; das Königreich existierte bis 910 nach Christus. Für viele gilt das asturische Reich als Wiederherstellung des Westgotenreichs. Diese Ansicht wurde bereits im 9. Jahrhundert am Hofe des Herrschers vertreten. Das Königreich zog viele verfolgte Christen aus dem zentralen Hispania an, sie wollten unter den Mauren nicht mehr leben.

 

ASTURIEN - DAS LICHTKREUZ DES PELAYO

Mit der Schlacht von Covadonga Anno 722 nahm die Reconquista, die Wiedereroberung Spaniens durch die Christen, ihren Lauf. Sein monumentales Standbild in Covadonga zeugt davon, eine Wallfahrtsstätte mit einem berühmten Marienaltar. Die Schlacht wird natürlich unterschiedlich bewertet. Während die Muslime die Wichtigkeit ihres Kampfes, wie zehn Jahre später in Tours/Poitiers auch, herunterspielen, weil verloren, ist die Schlacht für die Christen von eminenter Bedeutung, weil gewonnen. Pelayo wird seit dem Mittelalter als Nationalheld gefeiert.

 

Die Legende erzählt (und hier tun sich Parallelen zur Schlacht an der Milvischen Brücke in Rom Anno Domini 312 auf; bekanntlich führte Kaiser Konstantin der Große seinen Sieg  über den Mitregenten Maxentius auf das ihm im Traum erschienene Christusmonogramm (XP = Christos) zurück), dass König Pelayo während des Kampfes ein "Lichtkreuz" erschienen sein soll. Ein Lichtkreuz, das erst knapp einhundert Jahre materielle Wirklichkeit wurde - als Engelkreuz von Oviedo von König Alfonso II. von Asturien im Jahr 808 gestiftet. Es gilt als besonders wertvoll mit zahlreichen Edelsteinen und antiken Gemmen (Steine). Gewisse Ähnlichkeiten weist es mit dem Desiderius-Kreuz von Brescia auf. Diese Kreuze setzten die merowingische Tradition des 6. Jahrhunderts fort.

 

SCHLENKER INS 21. JAHRHUNDERT

ASTURISCHES ADELSGESCHLECHT DES 8. JH. ZEICHNET SICH AUS

Ungewöhnlich aber wahr: In Norddeutschland lebt die Witwe eines Asturiers, dessen mittelbare Familiengeschichte auf das 8. Jahrhundert zurückgeht. Despues de dios la casa de Quiros - Nach Gott kommt das Haus Quirós. Ein äußerst stolzer Wappenspruch eines der ursprünglichsten und vornehmsten Adelsfamilien Asturiens. Der mittelbare Begründer des Adelsgeschlechts Quirós, ein Constantino, Sohn der Könige von Konstantinopel, verteidigte mit seinem Heer nicht nur Papst Stefan III. (768-772) in dessen erfolgreichem Kampf gegen den letzten Langobardenkönig Desiderius (757-774, gestorben 786), er soll den Mauren auch vierundzwanzig Fahnen in mehreren Schlachten entrissen haben. Das erinnert an die Beschreibung des Klosters las Huelgas in Burgos. Hier geht’s um eine Fahne aus Anno Domini 1212.

Gonzalo Bernado Quiros hingegen, Chef des Adelsgeschlechts, durfte sein Wappen mit acht Andreaskreuzen umranden als Dank für seine Dienste in Zeiten König Fernandos III. von Kastilien (1199 - 1252). Geschichtsbewusste spanische Studenten und Professoren Madrids wissen, so die Witwe, noch oder gerade heute um die Bedeutung des Namens und Geschlechts Quirós.

Faszinierend.

 

KARL DER GROSSE GREIFT EIN

Von größerere Bedeutung war offensichtlich der Zeitraum, als die Muslime aus Süd-Frankreich und den Pyrenäen vertrieben wurden. Karl der Große vollendete quasi die "Arbeit" seines Vaters Pippin (714 - 24.09.768, begraben in Saint Denis nahe Paris), der 752 das arabische Aquitanien (Südwestfrankreiche) und 752-759 das arabische Septimanien (Südwestfrankreich) rückerobert hatte. König Karl (der Große) war 777 vom muslimischen Statthalter von Barcelona gebeten worden, zusammen mit ihm dessen Rivalen Abd ar-Rahman I., Emir von Cordoba von 756 bis 788, auszuschalten. Als Gegenleistung sollte er Saragossa und andere Städte des Norden übereignet bekomen.  

 

Karl stellte 778 zwei Heere zusammen, eines von ihm selbst geführt, und befahl merkwürdigerweise, das christliche Pamplona nicht zu verschonen, sondern es gewaltsam zu nehmen. Das hat man ihm nie vergessen. Zwischenzeitlich hatte aber der muslimische Statthalter von Saragossa die Seiten gewechselt und lehnte die Übergabe ab.

 

Zu der Zeit musste König Karl schnellstens nach Sachsen zurück, dort waren Aufstände niederzuschlagen, und so geriet sein Heer bei Roncesvalles in den Hinterhalt der Basken und der Muslime, die die Plünderung Plampona rächen wollten. Karls Neffe, Graf Roland von der Bretonischen Mark, wurde getötet, der Held des Rolandslieds, das um 1100 n. Chr. entstand.

 

Einige Jahre später (795) schickte Karl der Große erneut ein Heer nach Spanien und bezwang die Mauren südlich von Barcelona. Diese neue Ära des christlichen Spaniens wurde bekannt als Marca Hispania.

 

KARLSSCHREIN IN AACHEN

Die enorme Bedeutung, die Karl der Große für seine Nachfolger gehabt hat, ist deutlich ablesbar am Karlsschrein in Aachen. Anno Domini 1215 waren seine Gebeine von Kaiser Friedrich II. in eben diesen von Aachener Goldschmieden gefertigten prachtvollen Karlsschrein umgebettet worden. Kaiser Barbarossa hatte bekanntlich zuvor für die Heiligsprechung Karls gesorgt und zwar am 29. Dezember 1165, am Festtag des biblischen Königs David, des Gesalbten des Herrn und Stammvaters Christi.

 

Die imitatio Christi, die Nachfolge Christi, die man Karl zuschrieb, erkennt man an der vorderen Giebelseite: Karl wird umrahmt von Papst Leo III. (er hatte Karl zu Weihnachten 800 gekrönt) und Erzbischof Turpin (er galt als treuer Paladin Karls, Stichwort Rolandslied). Die Heiligen des Himmlischen Jerusalems wurden ersetzt durch sechszehn silberne Figuren deutscher Könige und Kaiser. Über dem Kaiser erscheint Christus als Pantekrator, als Weltenherrscher. Die andere Giebelseite zeigt die Gottesmutter Maria als Kirchenpatronin zwischen den Erzengeln Gabriel und Raphael.

 

Fotos

1. Reihe: Vordere Giebelseite mit Karl dem Großen umrahmt von

              Papst Leo III. und Erzbischof Turpin.

              Hintere Giebelseite die Gottesmutter Maria und die Erzengel

              Gabriel (Gott ist Kraft) und Raphael (Gott heilt).

2. Reihe: Der Schrein mit den abgebildeten Königen und Kaisern.   

              Die Insignien des Kaisers. Hier abgebildet auf einem Mousepad.   

Die Machtaufteilung Hispanias um Anno Domini 1210.

 

ZWEITE PHASE DER RECONQUISTA

Das Eingreifen Karls des Großen veranlasste Asturien und Galicien, sich ebenfalls zu wehren. Die zweite Phase markierte die Rückeroberung der damaligen Hauptstadt Spaniens, Toledo, am 25. Mai 1085 - durch König Alfons VI. von Kastilien und Leon. Zuvor hatte Papst Gregor VII. das Versprechen herausgegeben, dass jeder Franke in Spanien das Land übereignet bekomme, das er von den Muslimen erobert. Schriftsteller wie der Holländer Cees Nooteboom bedienen nach wie vor ihre Mainstream Follower mit dem Gedankengut, dass mit der Rückeroberung durch die Christen die literaturliebende, verfeinerte Kultur, der tolerante Glanz Al-Andalus verloren gegangen sei. Ein gerade heute gern geglaubter Mythos, bleibt aber ein Märchen.   

   

MUSLIME RUFEN DEN DSCHIHAD AUS

Aus der Sicht der Mauren muß der Islam verteidigt werden. Sie rufen infolgedessen den heiligen Krieg aus. Hier kommt der Begriff Waqf ins Spiel. Waqf ist eine fromme islamische Stiftung. Als Eigentümer des Stiftungsgutes, dazu zählen auch und gerade eroberte Gebiete, gilt Allah, für dessen Geschöpfe es verwaltet wird. Es ist daher nach dem Verständnis der Muslime für alle Zeit unveräußerlich, auch wenn zwischenzeitlich die sog. Ungläubigen herrschen sollten.

 

Zunächst stoppen die Mauren den Vormarsch der Christen und unterwerfen im Gegenzug Al Andalus. Die Christen, sie hatten ihrerseits ihren Heiligen Krieg ausgerufen, bündeln unter König Ferdinand III. von Kastilien und Leon europäische Kräfte und erobern Cordoba in 1236, Murcia in 1241 und Sevilla in 1248. Nur das Emirat von Granada leistete weitere einhundertfünfzig Jahre Widerstand. Begünstigt wurden die christlichen Rückeroberungen auch durch die Tatsache, dass die Omaijaden-Dynastie im Jahr 1010 von rivalisierenden muslimischen Gruppierungen gestürzt worden war und in kleinere Herrschaften - Reyes de Taifas - zerfiel. 1090 bis 1095 übernahmen die Almoraviden die Herrschaft über das muslimische Spanien.

 

Spanien nach Beendigung der Reconquista. Gemeinfreies Foto. Bitte anklicken.

 

Die hier dargestellten Phasen der Befreiung um 1150, um 1212 und um 1275 verdeutlichen die Situation, in der sich Spanier lange Jahrhunderte befanden. 

 

DRITTE PHASE

Erst unter Isabella und Ferdinand II., bekannt als die "Katholischen Könige", wird die Re-Conquista 1492 nach Christus letztlich erfolgreich zu Ende gebracht, im selben Jahr, in dem Columbus Amerika entdeckt. Fakt ist und bleibt, es waren die muslimischen Berber/Mauren, die in 711 die iberische Halbinsel überrannten und knechteten. Dass die Christen sich wehrten, ist doch verständlich. Dass es dabei für unsere heutigen Begriffe auch bei den christlichen Heeren zu nicht tolerierbaren Übergriffen kam, sollte fair bewertet werden. So spricht heute keiner mehr über die fürchterlichen Gräueltaten der Jakobiner, den Protagonisten der französischen Revolution. Ebenso werden die Greueltaten des muslimischen Osmanen verschwiegen. Unten mehr.

Zerstörung                                                             der Kathedrale des hl. Jakobus

Santiago de Compostela. Kathedrale.

 

Im Jahre 997 nach Christus, über zweihundertfünfzig Jahre nach dem ersten Überfall, ließ Wesir al-Mansur (938-1002; Wesir ab 976), Heerführer des maurischen Kalifen von Cordoba, den Hauptort Galiciens, das heutige Santiago de Compostela, samt Kathedrale komplett zerstören.

 

Bischof San Pedro de Mezonzo (986-1003) floh rechtzeitig in die Berge, mit ihm die Gebeine des Apostels. Dort soll ihm das Salve Regina eingegeben worden sein. Ja, es ist so. Die Spanier reklamieren dieses wunderschöne Mariengebet für sich. Die deutschen Internetseiten hingegen kennen nur den Benediktiner Hermann von Reichenau (1013-1054) als Autor. Weiterhin heißt es, dass al-Mansur nicht nur Geweihtes entehrt haben soll, er habe auch sein Pferd aus dem Taufbecken saufen lassen, das dann allerdings krepierte. 

 

Anderen Quellen berichten davon, dass al-Masur das Grab des heiligen Jakobus unbehelligt ließ, wundersam unversehrt. Hunderte versklavte Christen mussten gleichwohl die Glocken des Doms quer durch das Land nach Cordoba schleppen, um sie dort zu Lampen des Kalifenpalastes umschmelzen zu lassen.

 

WIEDERAUFBAU DER KATHEDRALE

Bischof San Pedro ließ in Folge den Zustand der alten Basilika wieder herrichten. Einer seiner Nachfolger, Bischof Diego Pelaez (1090-1094) war es, begann nicht nur mit dem Bau der heutigen Basilika, er trieb ihn auch entscheidend voran. Erzbischof Gelmirez (1096-1140) plante weitere Bauten wie einen Kreuzgang, ließ den Altar mit einem Baldachin versehen, et ecetera. Die Historia Compostellana berichtet hierüber.

El Cid

Burgos. Nahe der Brücke. El Cid. Nationalheld Spaniens. Das Heldenepos wurde 1961 an Originalschauplätzen Spaniens verfilmt mit Charlton Heston, Sofia Loren und Raf Vallone. Auch wenn sich die Filmmacher künstlerische Freiheiten herausgenommen haben, so spiegelt es doch in etwa die damalige Situation wider.  

 

In jener Zeit mutierte der kastilische Ritter Rodrigo Diaz de Vivar zum Nationalhelden Spaniens; besser bekannt als El Cid. Seine Grablege befindet sich seit 1921 in der Kathedrale zu Burgos. Es waren seine maurischen Widersacher, die ihn voller Hochachtung El Cid - Mein Herr - nannten. 

 

1092 rief Alfons VI., König von Leon und Kastilien, Rodrigo Diaz de Vivar aus der Verbannung zurück. Dieser eroberte nach einer 2-jährigen Belagerung am 16.06.1094 die Stadt Valencia.

 

EL CID BESIEGT DIE MAUREN

Die Entscheidung war zuvor bei Cuart de Poblet gefallen, dort hatte El Cid auf das neue muslimische Heer gewartet, also nicht in der Burg von Valencia. Er besiegte sie vernichtend in einem kühnen Nachtangriff, widmete dann aus Rache neun Moscheen in Kirchen um. 1097 n. Chr. besiegte er noch einmal die Mauren. Die Muslime gewannen zwar später noch einige Gefechte, mussten sich aber letztlich an die Südküste zurückziehen.   

Mythos: Tolerante Mauren in al-Andalus

Bei näherer Betrachtung ist der vor allem seit dem 19. Jahrhundert tradierte Mythos von den toleranten Mauren/Muslimen nicht mehr haltbar. Toleranz im modernen Sinn, also nicht nur Duldung, sondern Gleichberechtigung, gab es nicht. In Al-Andalus galt die sog. malikitische Rechtsschule, die älteste der vier orthodoxen sunnitischen Rechtsschulen. Die Duldung der schutzbefohlenen Dhimmis (die sog. Menschen des Buchs, also Juden und Christen) hatte immer den Preis der Demütigung - entsprechend Sure 2,29.

 

Der veröffentlichte Mainstream "Tolerantes muslimisches Spanien" bekommt nach und nach Risse. So formuliert Prof. Michael Wolffsohn, Historiker und Publizist, in der "Welt" vom 14. Dezember 2017 im Rahmen seines Kommentars "Staatsversagen" (Der neudeutsche, muslimische Judenhass ist viel bedrohlicher als der rechte, doch die Politik hält nur Sonntagsreden) folgende Sätze: "Deutsche Islam- und Arabienlyriker sowie Kenntnislose aller Gesellschaftsgruppen sprechen gerne vom goldenen Zeitalter islamischer Toleranz im mittelalterlichen Spanien. Sie wissen nicht, dass diese Toleranz im später 11. Jahrhundert fast ausnahmslos in fundamentalistische Intoleranz umschlug. Auch im relativ toleranten Omanischen Reiche blieben Juden (wie Christen) Bürger zweiter Klasse. Diese Fakten werden in der deutschen Diskussion nicht erwähnt. Man bevorzugt eine Art Kuschel-Geschichte und -Theologie a la 'Islam bedeutet Frieden.'"

 

Zurück zur oben erwähnten Demütigung der Christen. Al-Adawi, ein Rechtsgelehrter des 15. Jahrhunderts, rechtfertigte die Demütigung mit den Worten: "Vielleicht werden sie (die Dhimmis) schließlich zum Glauben an Gott und seinen Propheten gelangen und so von diesem schändlichen Joch befreit werden." Der osmanische Sultan Murad IV. bekräftigte im 17. Jahrhundert dieses Ansinnen: "Die Dhimmi zu erniedrigen und zu demütigen gehöre nach göttlicher und menschlicher Satzung zu den allerwichtigsten Angelegenheiten des Glaubens." 

 

  • Die dhimmis, also Juden wie Christen, mußten der Unterscheidung wegen einen speziellen Gürtel tragen, den zunnar. Werden da nicht Erinnerungen an den Gelben Stern im 3. Reich wach?
  • Der Übertritt (weg) vom Islam wurde, wie heute, mit dem Tod bestraft.
  • Christen wie Juden durften keine neuen Kirchen und Synagogen bauen.
  • Christen wie Juden war es verboten, laut zu beten, auch zu Hause, damit sie nicht von zufällig vorbeieilenden Muslimen gehört werden (mussten). 
  • Christen wie Juden durften keine Pferde reiten, nur Maultiere. 
  • Vorhandene Bischofsstühle wurden an meistbietende Mauren verramscht.
  • Christen durften in Gegenwart von Muslimen kein Schweinefleisch essen, etc.
  • In Cordoba mußten die christlichen Könige den Harems der muslimischen Herrscher alljährlich einhundert (100) Jungfrauen abliefern.  

 

Ganz zu schweigen von den anderen ihnen auferlegten Drangsalen und Erniedrigungen wie Kopfsteuer, Zwangskonversionen, Kreuzigungen in Cordoba, Enthauptungen in Toledo und Barcelona, Hinrichtungen durch Erhängen in Granada, etc. 

 

Erst nach der Rückeroberung (spanisch: Reconquista) Cordobas im Jahre 1237 des Herrn kehrte allmählich Ruhe ein. 

Jakobus als Matamoros / Maurentöter

Carrion de los Condes. Iglesia Santiago. Heute ein Museum. 

Jakobus als Maurentöter. Überall in den Kirchen gibt es solche Bildnisse.

 

Was vermutlich keiner der voreiligen Kritiker bedenkt, ist, dass es die Mauren waren, die mit Beginn des 8. Jahrhunderts das christliche Spanien mit allen verfügbaren, kriegerischen Mitteln unterworfen haben und, wie oben schon geschildert, vor allem gegen die Christen nicht zimperlich vorgegangen sind. 

 

So war es nicht verwunderlich, dass sich die Christen der Fürsprache ihres Heiligen versichern wollten. Da mag man heute mit dem Kopf schütteln, aber es ist noch gar nicht so lange her, dass unsere Großväter von ihren Kindern und Ehefrauen singend und betend in den Ersten Weltkrieg verabschiedet wurden. 

 

Der Matamoros als Leitfigur setzte sich gleichermaßen in Frankreich und in ganz Europa fest. So wird Kaiser Karl V. um 1535 zu Pferd als rechtgläubiger Streiter und katholischer Vorkämpfer gegen die Glaubensfeinde aller Art gezeigt - als Matamoros; zu sehen auf einem Gemälde des Niederländers Cornelius Cornelisz im Museum von Worcester (Mass.). Dem Matamoros ähnlich ist der Ritterheilige Georg, den der Habsburgerkaiser zu einer Art miles Christanus erhoben hatte; so wie Albrecht Dürer ihn in seinem Kupferstich Ritter, Tod und Teufel gezeigt hat.

 

VORBILD IM NEUEN TESTAMENT?

Die Menschen des Mittelalters kannten sich in der Bibel aus. Sie konnten zwar nicht alle lesen, wohl aber die Figuren an den Kathedralen richtig deuten.

In der Offenbarung des Johannes (Apokalypse) lesen wir im Kapitel 19,11; ich zitiere aus der Stuttgarter Kepplerbibel 1915 (1. Ausgabe) resp. Sonderdruck aus 1961: "Christus König. Christi Sieg. Und ich sah den Himmel offen, und siehe da, ein weißes Roß, und der darauf reitet, heißt Treu und Wahr; er richtet und streitet mit Gerechtigkeit. (...) Bekleidet ist er mit einem blutbefleckten Gewande, und sein Name heißt: Das Wort Gottes. (...) Aus seinem Munde fährt ein zweischneidiges Schwert, mit dem er die Völlker schlagen soll. (...)" 

 

DER MATAMOROS IN SANTIAGO

Eine Klarstellung zur Deutung des Santiago Matamoros (Maurentöter) in der Kathedrale von Santiago de Compostela. Die dort abgebildeten Köpfe bilden laut Chronik des Erzbischof Berenguel nicht Mauren ab - sondern Menschen der damaligen Stadtrevolte gegen ihn. 

Jakobus: Miles Christi

Statue des Hl. Jakobus. Hochaltar Kathedrale Santiago de Compostela.

 

Serafin Moralejo, Professor für Kunstgeschichte an der Universität von Santiago de Compostela, sieht die Problematik des Matamoros etwas differenzierter, so seine Ausführungen im von Paolo Caucci von Saucken 1993 herausgegebenen Bildband „Santiago de Compostela - Pilgerwege“. Er findet es zunächst völlig normal, dass die Gläubigen einen Heiligen als Patron eines Landes anrufen, seine Reliquien verehren, ihn um Hilfe bitten, auch bei Schlachten. Das habe es zu jeder Zeit gegeben.

 

Ausgangspunkt des Ganzen war die militärische Einnahme Coimbras durch König Ferdinand I. im Jahr 1064. Über ein halbes Jahrhundert später gab es die ersten Niederschriften darüber sowohl in der "Historia Silense" (eine Chronik spanischer Geschichte) und im Liber Sancti Jacobi (Codex Calixtinus). Die entscheidende Schlacht wurde am 25. Juli 1064 geschlagen, dem Festtag des Heiligen Jakobus; nach dem bis 1080 gültigen spanischen Kalender allerdings am 9. Juli, am Vorabend des heiligen Christophorus. Der Autor der Historia Silense präsentierte den Apostel erstmals als „Miles Christi“, als Ritter und Streiter Christi. Auch als Widerlegung der gängigen, populären Behauptung, Karl der Große habe Spanien von den Mauren befreit. Für ihn hatte sich die Hilfe Gottes und des heiligen Jakobus im erfolgreichen asturischen Widerstand und in der kastilisch-leonesischen Reconquista manifestiert.

 

Wie konnte das Wunder (Jakobus` Eingreifen) geschehen? Ein namentlich unbekannter Pilger, ein gewisser kleiner Grieche, hatte einem Gespräch von Bauern gelauscht, die vom Apostel als „guten Ritter“ sprachen. Das überraschte ihn - ungläubig. Daraufhin erschien ihm der Heilige in einem Traum und weissagte ihm als Beweis, dass er am nächsten Morgen König Ferdinand bei der Eroberung Coimbras helfen werde. Bei der Belagerung Antiochias im Jahr 1098 fühlten und sahen sich übrigens die Kreuzritter unter anderem vom heiligen Georg unterstützt; vgl. auch das Portal von San Isidoro in Leon. Auch König Alfons IX. zeichnete das Bild vom edlen Ritter Jakobus. In seinen Aufzeichnungen der Jahre 1226 und 1228 bezog er dabei Kaiser Konstantin den Großen mit ein: Das Kreuz als Fahne.

 

Letztlich sollte mit diesem Wunder oder seiner Vision (der) Ungläubige bekehrt werden, an Jesus Christus und seinem Apostel Jakobus zu glauben. So ist es auch nicht verwunderlich, nomen est omen, dass Mitte des 12. Jahrhunderts von der Schlacht von Clavijo des 9. Jahrhunderts berichtet wird, in welcher sich Jakobus als Fahnenträger auf einem Schimmel reitend an die Spitze des christlichen Heeres stellt und hilft, die Mauren zu besiegen. Es bleibt festzuhalten, dass bis zu jenem Zeitpunkt der Heilige immer als edler Ritter wahrgenommen wurde. Das Bild von Jakobus als Maurentöter kam erst so richtig im 15. Jahrhundert zum Tragen, Stichworte: Reconquista (Wiedereroberung der von den Mauren eroberten spanischen Gebiete) und die Expansion der Türken in Osteuropa.

 

Schlacht von Clavijo - 884

Überreste der Burg von der Schlacht von Clavijo. Foto freigegeben von Joachim Schäfer, Ökumenisches Heiligenlexikon.

 

Der Fokus des heutigen Interesses ist auf die Schlacht von Clavijo gerichtet. Der heilige Jakobus soll der Legende zufolge am 23. Mai 884, andere Quellen sprechen 834 oder 844, als edler Ritter auf einem weißen Ross die entscheidende Wende herbeigebracht und König Ramiro zum Sieg gegen die muslimischen Sarazenen verholfen haben. Hernach musste, König Ramiro zufolge, jeder Christ eine Zahlung an die Basilika des Apostels abliefern, ebenso nach jedem Sieg über die Sarazenen ein Beuteanteil. Legende, Mythos, Fälschung oder Wahrheit? Wer weiß das schon genau?

 

"Der apostolische Matamoro wird zum kriegerischen Patron Spaniens, so nennen ihn sechsmal die Urkunden des Königreichs Leon zwischen 866 und 927, und so beschreibt ihn im 13. Jahrhundert König Alfons der Weise in seiner Cronical General. Er wird zum Schutzherrn eines Spanien, das - wie im 16. Jahrhundert Miguel de Cervantes berichtet - seinen Truppen Santiago y cierre Espana erwählte"; so schreibt es Norbert Wolf auf Seite 161 seines Buches Die Macht der Heiligen und ihrer Bilder, 2004, Reclam. Die von König Ramiro I. gewonnene Schlacht von Clavijo nahe Logroño besiegelte auf jeden Fall das Ende des dortigen Jungfrauentributs.

 

Was hatte es mit der Tributforderung auf sich? Der islamische Herrscher Abd ar-Rahmann II. hatte sie erhoben, um in die christlichen Länder einfallen zu können, davon ausgehend, dass ihm die dortigen Herrscher keine hundert Jungfrauen zur Verfügung stellen würden. Welche der jungen christlichen Frauen wollte sich wohl den Sarazenen zur Verfügung stellen oder gar nach Bagdad zum Kalifen weitergeschenkt werden? 

1 Moses Maimonides

Moses Maimonides (zw. 1135 und 1139 in Cordoba/Spanien geboren - gestorben am 13.12.1204), jüdischer Philosoph, Rechtsgelehrter und Arzt. Er gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten des Mittelalters und der jüdischen Gelehrten aller Zeiten überhaupt.

1148 n. Chr., nach der Invasion der muslimischen Almohaden (arabisch: Bekenner der Einheit Gottes) auf der iberischen Halbinsel, wurde Maimonides` Familie vor die Wahl gestellt, entweder zum Islam überzutreten oder auszuwandern. Maimonides` Familie floh, verbrachte mehrere Jahre an unterschiedlichen Orten Spaniens und ließ sich 1160 im marokkanischen Fes nieder. Maimonides verfasste während dieser Zeit (1158/1159) eine Einführung in die Grundlagen der Kalenderberechnung und Einführung in die aristotelische Logik.

 

MOSES MAIMONIDES über die Araber/Muslime

“ (…) die Araber haben uns (Juden) sehr stark verfolgt und bannartig und diskriminierende Gesetze gegen uns erlassen. (…) Niemals hat uns eine Nation derart gequält, erniedrigt, entwürdigt und gehasst wie sie (…)“

 

Maimonides über das Christentum

Wie andere jüdische Gelehrte des 12. Jahrhunderts auch, hat Maimonides den Katholizismus als Idolatrie eingestuft, also ihn mit dem Götzendienst in Verbindung gebracht. Sehr wahrscheinlich hat er den auch nicht ganz einfach zu erklärenden Trinitätsglauben nicht verstanden.