BREMEN - SANTIAGO DE COMPOSTELA

Bremen. Jakobusbrunnen mit Statue. Außenwand Neanderhaus der Martinikirche, Martinistraße (seit 1524 protestantisch). Es handelt sich um eine Kopie des um 1490 n. Chr. errichteten Originals. 

Einstimmung                                                  Bremen. Ein Ort für Jakobspilger?

Bremen. Marktplatz. Roland Denkmal.

 

Der Bremer Roland, Anno Domini 1404 vor dem Rathaus errichtet, ist ein Wahrzeichen Bremens und war von Anfang an eine Symbolfigur für die Freiheit und Rechte der Stadt.

 

Das Denkmal, Podest (60 cm) plus Figur (5,47 m) plus Baldachin, ist insgesamt 10,21 m hoch. Damit war es die größte freistehende Plastik des Mittelalters; zudem berühmt wegen seiner "spitzen Knie": Maßeinheit für eine Bremer Elle; und für den zu seinen Füßen liegenden Krüppel (Foto unten). Die dazu passende Sage kann dem Internet entnommen werden.

 

VEREHRUNG DES APOSTELS IN BREMEN

Zu Zeiten, als Bremen sich noch nicht der Reformation zugewandt hatte, verehrte man auch im Norden der (heutigen) Republik den Apostel als Schutzpatron der Pilger. Das beförderte zudem den Handel mit spanischen Städten. Vera und Hellmut Hell kommentieren in ihrem 1964 herausgekommenen Buch/Bildband Die große Wallfahrt des Mittelalters die Situation in Bremen. Sie sprechen von der seit dem 15. Jahrhundert bezeugten Jakobsbruderschaft zu Bremen, vom Jacobuskult, von der Jakobikirche des 12. Jahrhunderts, gestiftet vom Bremer Bürger Gerhard von der Kemenade, davon, dass die Verehrung des Heiligen gerade bei Kaufleuten und Schiffer aller Hansestädte sehr ausgeprägt war. Im Zuge der Reformation wurde die Jakobikirche dann 1523 säkularisiert, der Zunftstube des Schmiedeamts zur Verfügung gestellt, im ausgehenden 17. Jahrhundert letztlich aufgrund Baufälligkeit abgerissen. Nach der Reformation hatte es ohnehin nur noch wenige hiesige Pilger gegeben. Wer mehr über die Jakobusfigur im Bibelgarten des Doms lesen möchte, der besorge sich den Artikel im Weser-Kruier vom 10.11.2017 - Der umständliche Weg des Jakobus.

 

REFORMATION / MARTIN LUTHER

Für Martin Luther waren Pilgerreisen und Wallfahrten Narrenwerk. "Allein aus dem Glauben kommt ein Christ zu Gott und nicht durch das >Geläuff<. Lauf nicht dahin, man weiß nicht, ob Sankt Jakob oder ein toter Hund daliegt", spottete er über den Pilgerweg nach Santiago de Compostela. 

So ist folgerichtig die im Bremer Stadtteil Buntentor stehende St. Jakobi-Kirche heute protestantisch. Am St. Jakobus Packhaus im Schnoor, dem ältesten Teil Bremens, befindet sich die Skulptur des Jacobus-Major; von den Bremern liebevoll Juxmayor genannt (Fotos unten).

Bibelgarten St. Petri-Dom. Jacobus als Pilger mit Stab und Trinkgefäß. Auf der Vorderseite des Sockels ist die Jakobsmuschel integriert.

 

Einmal im Jahr erhält die Statue von der Jacobus-Gesellschaft einen wie hier zu sehenden Blumenschmuck umgehängt. Warum? In 1369 hatte der Magistrat von Bremen in schwerer Zeit gelobt, jährlich einen Pilger zum Grab des heiligen Jakobus zu entsenden. 

 

 

Zu Fuß von Bremens guter Stube aus

St. Petrus. Stadtpatron Bremens. Fragment einer Steinplastik am Schütting/Marktplatz - um 1480.

 

Zu Fuß von Bremens guter Stube aus. So nennt der Bremer seinen Marktplatz samt Roland, Rathaus und angrenzendem Schütting, Sitz der Bremischen Kaufmannschaft und der Handelskammer Bremen.

 

Hier an dieser Stelle wird der traditionsbewusste, spätmittelalterliche Fuß-Pilger seinen Camino nach Compostell begonnen haben, nur wenige Meter vom St.-Petri-Dom bzw. von der Martinikirche entfernt. Ganz sicher wird er nochmal zum Dom gegangen sein, nachdem er tags zuvor schon von der Gemeinde in aller Form im Rahmen einer Heiligen Messe verabschiedet worden war, und einen letzten Blick auf die dort befindliche Statue des Apostels geworfen haben: Sankt Jacobus als Pilger.

 

Mit Kraft und Zuversicht schritt er sodann über die Weser hinweg gen Wildeshausen, Osnabrück bis nach Köln. Der Kölner Dom mit seinem Dreikönigsschrein war das erste große Highlight.   

Dreitausend Kilometer                                          von Bremen bis nach Santiago de Compostela

Karte mittelalterliche Pilgerstrecke Bremen Richtung Santiago de Compostela bzw. vom schweizerischen Einsiedeln aus.

 

Die nachstehend aufgeführten Pilgerwegskilometer bitte nicht mit den heute üblichen Straßenkilometern vergleichen. Sie differieren sehr stark. 

 

So beträgt die Entfernung Bremen nach Osnabrück via Autobahn rund 120 km, via Pilgerweg jedoch 190 km. Der Navigator berechnet für die Gesamtstrecke Bremen bis Santiago de Compostela ca. 2.300 km. Und so macht das Pilgerschild (eine Seite zuvor) an der Hamburger Jakobikirche >Hamburg - Santiago mit 2.500 km< wieder Sinn.

 

 

GESAMTWEG

Bremen — Santiago de Compostela: ca. 3.060 km

 

mit den Teilstrecken:

Bremen, Marktplatz (Rolandstatue) - Osnabrück: 190 km

Barrien, Wildeshausen, Visbeck, Vechta, Steinfeld, Vörden, Engter.

 

Osnabrück - Trier: 500 km

Münster, Lünen, Dortmund, Wuppertal, Köln, Bonn, Bad Münstereifel, Schengen. 

 

3-Länder-Eck/Trier - Vézelay (Frankreich): 520 km

Metz, Colombey-les-Deux-Eglises, Auxerre.

 

Vézelay - St. Jean Pied-de-Port: 1.050 km

Nevers, Limoges, Périgueux, Mont-de-Marsania.

 

St.-Jean-Pied-de-Port - Santiago de Compostela: 800 km

Pyrenäen, Navarra, Rioja, Kastilien-León, Meseta/Tierras de Campo, Land der Maragatos, Montes de León, Camino duro, O Cebreiro, Galicien. 

 

Impressionen Freie Hansestadt Bremen 

Fotos von Bremen:

1. Reihe: Jakobus vor der Martinikirche.

              Jakobusfigur am Jakobushaus im Schnoor. 

2. Reihe: Der Roland von Bremen. Bremer Wahrzeichen.

              Der Krüppel zu Füßen des Roland.

3. Reihe: Bremer Weserrenaissance-Rathaus.

              Der Schütting am Marktplatz. Ort der Kaufleute.

4. Reihe: St. Petri-Dom.

              Evangelische Jakobikirche in der Kornstraße in der Bremer Neustadt,

              jenseits der Weser. Die Kirche liegt nicht direkt am Jakobsweg.

Von Bremen nach Osnabrück                                  Einstimmung

Von Anfang hatte mich eigentlich nur der Camino Frances interessiert,  üblicherweise unter Einbeziehung des Navarrischen resp. Aragonischen Wegs von Saint-Jean-Pied-de-Port resp. vom Somportpass aus, beide Orte bekanntlich in den Pyrenäen gelegen. Warum eigentlich? An anderer Stelle berichte ich von meiner späten Liebe zum geschichtsträchtigen Camino Primitivo. In jüngeren Jahren wäre ich gerne die Via de la Plata von Cadiz/Sevilla oder den Camino de Levante von Alicante über Madrid gepilgert. Auch hatten mich nie die französischen Wege besonders angesprochen. Ja, auch hier muss ich mittlerweile ein Fragezeichen setzen, denn alle diese genannten Caminos/Chemins weisen eine mittelalterliche Jakobsweggeschichte auf, die ihresgleichen sucht.

 

Und wie sieht`s nun in Norddeutschland aus? Im Westen und Süden der Republik hatte ich in den vergangenen Jahren, nach unserem ersten Camino de Santiago in 2006, schon einige Abschnitte des Jakobswegs kennenlernen dürfen.

Mein Eindruck nach den ersten vier Etappen Bremen Richtung Osnabrück: Es ist ein Wanderweg, umgeswitcht zum Jakobsweg. Nicht nur keine Wanderer, nein, auch keine Pilger weit und breit zu sehen. Keine Kapellen und Kirchen am Wegesrand, keine Kreuze, keine Kruzifixe, evangelisch halt. Das änderte sich ab dem katholisch geprägten Visbek nahe Vechta.

 

Will sagen, ich habe mittlerweile Verständnis dafür, dass dieser Abschnitt im deutschen Pilgerwegenetz nicht sehr frequentiert ist. Es stellt sich kein echtes Pilgergefühl ein. Die Sinne müssen ja auch angesprochen werden. Da tat es gut, dass mich kurz vor Vechta Daniel Richter ansprach, er sah mich suchend herumstehen, stellte sich als Pastoralreferent von Vechta vor, gab mir Tipps, fuhr mit dem Fahrrad weiter. Ganz anders eine junge Dame im Tourismusbüro in Vechta im alten Rathaus. Sie hatte kein Mitleid mit mir, verwies auf eine weiterentfernt gelegene Örtlichkeit, und dabei wollte ich doch nur meine naßgeschwitzen Hemden wechseln. That`s life, eines Jakobspilgers allemal.  Gleichwohl werde ich von meinem Versprechen nicht abrücken und in diesem resp. nächsten Jahr die noch fehlenden Etappen bis Osnabrück zurücklegen. Wat mut dat mut. Im Gegensatz zum in 2006 gepilgerten Camino Frances in Spanien werde und kann ich diese Abschnitte nur unregelmäßig bewandern.

1. Etappe von Bremen nach Barrien, 23 Kilometer

Endlich habe ich mich durchgerungen. Elke macht mit, bringt mich Pfingstmontag mit ihrem Auto in die Innenstadt, nahe der Martinikirche mit der Jakobusstatue; Foto oben. Später wird sie mich dann in Barrien wieder aufgabeln. Ich will, wie die mittelalterlichen Pilger es taten, vor dem Rathaus resp. vor dem Dom, damals noch römisch-katholisch, starten. Es ist morgens um achtuhrfünfzehn. Herrliches Wetter. Der Marktplatz ist nahezu menschenleer, Rathaus nebst Rolandstatue nur für mich, Fotos vgl. Punkt Impressionen. Der evangelische St. Petri-Dom ist geschlossen, ebenso der Bibelgarten mit der Jakobusstatue (Foto oben). Mein Weg führt mich über die Weserbrücke, links der kleinen Weser weiter, über Dreye und Kirchweyhe nach Barrien. Der Weg ist phantastisch gut ausgeschildert. Es ist nahezu ausgeschlossen, sich zu verlaufen. Die Etappe ist abwechslungsreich.

Die evangelische Bartholomäuskirche in Barrien ist überraschenderweise geöffnet: der Organist probt. In der Apsis steht ein schöner Altar, die Kanzel ist gleichermaßen nicht abgerissen. Sie ist sehr schön; wie so häufig mit den vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes bemalt, nicht zu vergessen den Petrus. Warum "erregt" dies meine Aufmerksamkeit? Stichwort: Zweites Vatikanisches Konzil 1962-1965. Vor allem in Deutschland haben katholische Bischöfe, Pfarrer und Pfarrgemeinderäte die Konzilsergebnisse nahezu willkürlich ausgelegt. Sie haben Kirche neu erfunden, die geosteten, historisch wertvollen Altäre und Kanzeln entfernt, mancherorts gar demoliert. Die Protestanten hatten ihren Bildersturm im 16. Jahrhundert, die Katholiken im 20. Jahrhundert. Eine Schande. Später, auf der Etappe von Visbek nach Vechta, eine katholische Gegend, werde ich allerdings schöne Altäre  bewundern können. 

Fotos mit Erläuterungen zu den Etappen.

1. Reihe: Start nahe der Martinikirche, morgens um achtuhrfünfzehn.

              Der evangelische St.-Petri-Dom noch geschlossen;

2. Reihe: ebenso der Innenhof mit der Jakobusstatue; Text oben.

              Pilgerwegzeichen hin zur Kleinen Weser.

3. Reihe: Zwischen den beiden Weserbrücken Hinweisschild zum Denkmal von

              Johann Gottfried Seume, Dichter und Schriftsteller des 18./19. Jh.

              Nur vereinzelte Jogger entlang der kleinen Weser.

4. Reihe: Hinter Kirchweyhe durch die Wiesen.  

5. Reihe: Etappenziel Evangelische St. Bartholomäus-Kirche in Barrien.

              Viersprachiger Hinweis zum Jakobsweg.

6. Reihe: Hinweistafel für die Geschichtsbewussten.

              Kanzel mit den Figuren Petrus und  den vier Evangelisten Matthäus,

              Markus, Lukas und Johannes.

2. Etappe Barrien - Harpstedt, 19 Kilometer

Fotos

1. Reihe: Start an der Wassermühle in Barrien.

              Gedenkstein Heinrich Schmidt-Barrien, Heimatschriftsteller.

2. Reihe: Immer noch in Barrien.

              Aussichtsturm Hoher Berg.

3. Reihe: Bei gutem Wetter zu sehen: Glück muss man haben.

              Keine mittelalterliche Brücke.

4. Reihe: Hervorragend ausgeschilderter Jakobsweg - seit 2013.

              Kein Pilger weit und breit zu sehen, auch nicht an diesem Rastplatz.

5. Reihe: Bereich Klosterseelte, Kirchseelte, nur wenige Kilometer vom Zielort

              Harpstedt entfernt.

              Gedenkstein Ort Dünsen / Dunnessen 1189.

6. Reihe: Restaurant Rogge Dünsen plus Bahnhof der historischen Kleinbahn -

              "Jan Harpstedt".

              Eingangs Harpstedt: Parkplatz Kleinbahn "Jan Harpstedt".

7. Reihe: Impressionen idyllisches Harpstedt.

8. Reihe: Christuskirche, geschlossen;

9. Reihe: jedoch mit einem liebevoll angelegten Christusgarten.

              Überraschend für mich der tiefe religiöse Bezug;

              in diesem Fall Station 8 - Pfingsten.       

 

3. Etappe Harpstedt - Wildeshausen, 13 Kilometer

Fotos

1. Reihe: Start an der Christuskirche in Harpstedt; immer noch geschlossen.

              Nach Wiesen und Feldern immer wieder durch Waldgebiete.

2. Reihe: Gedenkstein "Sturmkatastrophe 1972", nur 15 Meter vom Weg entfernt.

              Wegbeschreibung zum identischen Geestweg und Pilgerweg.

3. Reihe: Ziel: Alexanderkirche in Wildeshausen; an diesem Tag göffnet einer

              Besuchergruppe wegen.

              Gedenkstein Wilshusen 1429.

4. Reihe: Infos zum mittelalterlichen Recht.

              Alexanderkirche mit spätromanischen und frühgotischen Elementen.

5. Reihe: Innenraum incl. Triumpfkreuz aus dem 14. Jh.

              Freigelegte Wandmalerei.

4. Etappe Wildeshausen - Visbek, 20 Kilometer

Mit Umwegen rund 3,5 Kilometer mehr, also knapp 24 km. O-Ton eines Bewohners von Aumühle, knapp 6 Kilometer hinter Wildeshausen: "Der Pilgerweg ist überwuchert, zugewachsen. Sie müssen zurück. Später werden Sie dann wieder vereinzelte Pilgerwegzeichen sehen, spätestens am Landgasthaus Auetal an der Bundesstraße." Die Etappen zuvor konnte ich mich auf eine phantastische Ausschilderung verlassen, manchmal war es schon zuviel des Guten. Und jetzt musste ich den Pilgerführer von Klaus Engel/Outdoor zu Rate ziehen, ganz genau schauen, die angegebenen Meter mit meinem Schrittzähler vergleichen, weil des öfteren nur verblichene gelbe Pfeile zu sehen waren oder nichts. 

Fotos

1. Reihe: Aumühle, eine gute Stunde hinter Wildeshausen.

2. Reihe: Hochherrschaftliches Wohnhaus in Aumühle. Kurz zuvor hatte "mein

              Drama" begonnen: über 3 Kilometer Umweg fehlender, irreführender

              Ausschilderung wegen. Kurz vor dem Ziel in Visbek hat mich dann

              ein Bewohner zu einem weiteren Umweg verholfen. Er wies mich

              nach rechts, geradeaus hätte es sein müssen; 500 Meter mehr.             

              Visbeker Braut. Monumentale Grabstätten vorchristlicher Einwohner.

3. Reihe: Visbeker Braut. Da schon vieles überwuchert, hier nur ein kleiner Teil

              zu sehen.

              Hinweisschild Pickerweg und Geestweg; später einfach 

              umfunktioniert zum Pilgerweg/Jakobsweg, weil offensichtlich en vogue.

4. Reihe: Für mich an diesem Tag über längere Strecken die einzige Abwechslung,

              die einzigen Lebewesen: Kühe. Ansonsten nur Wiesen- und Feldwege

              oder Waldwege. Das muss man mögen. Ich an diesem Tag nicht.

              St. Vitus-Kirche in Visbek. Endlich einmal eine katholische Kirche,

              deren alter, geosteter Altar, noch dazu ein wunderschöner, nicht

              abgerissen und/oder zerstört worden ist. Ein Wunder.

5. Etappe Visbek - Vechta, 20 Kilometer.

Ein ganz neuer Abschnitt. Nicht mehr vorwiegend Wald- und Wiesenwege. Jetzt auch, jedenfalls für mich, etwas Pilgerfeeling. Diverse zumeist liebevoll gepflegte Kruzifixe in den Vorgärten, am Wegesrand, auf dem Grundstücksgelände. Geöffnete katholische Kirchen. Aber auch an diesem Tag kein einziger Wanderer und Pilger zu sehen. Ob das wirklich einzig und allein auf die Ferienzeit zurückzuführen ist, wie Daniel Richter meinte? Ich habe da so meine Zweifel.

Fotos

1. Reihe: Start an/in der St. Vitus-Kirche von Visbek.

              Lourdes-Grotte. Täuschend ähnlich der wirklichen in Lourdes.

2. Reihe: Lourdes-Grotte.

              Eines der vielen Kruzifixe am Wegesrand, in den Vorgärten.

3. Reihe: Astrup. Ein strohgedeckter alter Viehstall.

              Diesmal vorwiegend auf festem Untergrund.

4. Reihe: Kruzifix mit der Sockelinschrift: "Es ist vollbracht."

              Kruzifix mit der Gravur des Monogramms Jesu "JHS", abgeleitet von

              den ersten 3 griechischen Großbuchstaben; volkstümlich Jesus - Heiland

              - Seligmacher. Unterhalb der Gravur:"Ich weiß, dass mein Erlöser lebt."

5. Reihe: St.-Jakobus-Kirche in Lutten. Ein wichtige Zwischenstation. 

              Jakobusfigur mit Muschel, Tasche und Schwert. Rechts daneben

              eine Jakobuskerze: "Hl. Jakobus - bitte für uns. "

6. Reihe: Hölzerne Heiligenfigur als Hirte mit Schafen und Stock.

              Pilgerstempel. Die Via Baltica führt von Stralsund über Stade und

              Bremen weiter bis nach Münster.

7. Reihe: Vechta. 1412 Vechte genannt.

              Propsteikirche St.Georg; das Ziel der heutigen Etappe. Sitz des

              bischöflichen Offizialatsbezirks mit einem Weihbischof an der Spitze.

8. Reihe: Martialisch anmutendes Altarbild; es dürfte der heilige Georg als

              Ritter (3. Jh.) sein. Er zählt zu den 14 Nothelfern.

              Linker Seitenaltar mit geöffnetem Tabernakel. Bedeutung der  

              beiden Arme mir (noch) unbekannt.