AKTUELLES AUS KIRCHE und GESELLSCHAFT

Rom. Petersdom. Jesus Christus begleitet von den Aposteln.

Gedenktafel des Hl. Papstes Pius X.

Einführung

In unregelmäßigen Abständen informiere ich über die mich und hoffentlich auch Sie interessierenden Themen aus Kirche und Gesellschaft. Kritisches darf dabei nicht fehlen.

Wer glaubt, bei den seit Jahren andauernden Querelen und teils unguten Diskussionen innerhalb der katholischen Weltkirche handelte es sich um Neues, der irrt. Sogenannte liberale, konservative und/oder traditionsbewusste Katholiken disputierten schon immer. Ebenso: wer glaubt, wir lebten in einem besonders schwierigen Zeitalter, der irrt gleichermaßen.

Diese Diskussionen gab es zu jeder Zeit. Der große Kirchenlehrer Augustinus sprach darüber im 5. Jahrhundert im Rahmen einer Predigt zur Wiederkunft Christi.   

Zu den Erneuerern der Kirche (u.a. Papst Franziskus) vgl. den Anhang1

9. Januar 2018. Christen in der arabischen Welt

Der Westen schaut weg - interessiert sich nur für sich.

Obschon im Nahen Osten die historischen Wurzeln der Christen liegen, werden sie in absehbarer Zeit dort verschwunden sein. Zu Beginn des 20. Jhs. machten sie rund 20% der Bevölkerung aus - heute übers Ganze gesehen nur noch 3-5% als Folge von Krieg und Verfolgung in den islamisch dominierten Ländern; in manchen Ländern weniger als 1%. Und der Westen, dessen Kultur sie mitbegründeten, schaut weg - im Irak, in der Türkei, in Ägypten, im Libanon, in Syrien. www.sendungverpasst.de/content/christen-der-arabischen-welt

vgl. auch Webseite: ÜBER UNS....

Ende 2017. Julia Klöckner, stv. CDU-Vorsitzende

"Es kommt vor, dass aus manchen Kirchenkreisen (in Deutschland) mehr zum Thema Windenergie und Grüne Gentechnik zu hören ist, als über verfolgte Christen, über die Glaubensbotschaft oder gegen aktive Sterbehilfe."

Rückblick. UNESCO-Resolution

"Besetztes Palästina"

leugnet offenkundig jede jüdische und christliche Verbindung zu Jerusalem und dem Tempelberg.

www.welt.de/politik/ausland/article158756303/Wie-Unesco-eine-Loesung-des-Nahost-Konflikts-erschwert.html und  www.pro-medienmagazin.de

Deutschland ist einer Hauptfinanciers der UNESCO.

31. Dezember 2017. Silvesterpredigt Bischof Franz-Josef Bode, Osnabrück

Donald Trump gefährdet Frieden - evangelischer werden - nationale Egoismen - Fake News - selbstgefälliger Milieukatholizismus - Neuorientierung von Ehe, Familie, Sexualität und Familienformen

Zitate des Bischofs: "Und darum sind heute alle Christen gemeinsam zu dem herausgefordert, was ich im Reformationsgedenkjahr oft so formuliert habe: Alle sind wir heraus-gefordert, evangelischer zu werden, das heißt mehr und mehr dem Evangelium gemäß zu leben, und alle sind wir herausgefordert, katholischer zu werden, das heißt mehr und mehr vom Ganzen her zu denken, zu fühlen und zu handeln.“

 

„Andere reagieren mit dem Rückzug auf sich selbst. Große, oft mühsam errungene Solidaritäten zerbrechen, in Europa und überall auf der Welt. Nationale Egoismen wuchern wieder. Viele wollen um jeden Preis „the first“ sein, provozieren neue politische Ungleichgewichte und gefährden den Frieden.“

 

„Warum bestehe ich so sehr auf dieser Wesenseigenschaft „katholisch“? Weil es heute eine so starke und gefährliche Tendenz gibt, wieder engstirniger zu denken, nationalistisch, regionalistisch, individualistisch, ideologisch. Die Bundestagswahlen haben das gezeigt. Die gleiche Tendenz macht sich deutlich bemerkbar in der neuen Unfähigkeit vieler Europäer, Europa zu bilden und in den globalen Fragen der Welt wie Migration und Klimawandel zu solidarischem und vernetztem Handeln zu kommen.“

Quelle: https://bistum-osnabrueck.de/wp-content/uploads/2017/12/Silvesterpredingt-Bode-2017.pdf

KEIN EINZIGES WORT ZU DEN WELTWEITEN CHRISTENVERFOLGUNGEN!

27.12.2017. Papst em. Benedikt XVI. muntert Kardinal Gerhard Ludwig Müller auf

Im Sommer 2017 von Papst Franziskus als Präfekt der Glaubenskongregation entlassen

„Ein Priester und erst recht ein Bischof und Kardinal ist nie einfach im Ruhestand“: Das schreibt der emeritierte Papst Benedikt XVI. dem emeritierten Präfekten der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller.

 

“Du hast die klaren Überlieferungen des Glaubens verteidigt, aber im Sinn von Papst Franziskus ein Verstehen dafür gesucht, wie sie heute gelebt werden können ”

 

Quelle: www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2017-12/niemals-im-ruhestand--benedikt-xvi--schreibt-gerhard-ludwig-muel.html.

 

Man muss dazu wissen, dass Papst Benedikt XVI. seinerzeit Kardinal Müller zum Präfekt der Glaubenskongregation gemacht hat. Ein Amt, das der Papst jahrzehntelang als Kardinal selbst inne hatte.

Superreiche der USA finanzieren Abtreibungen

Superreiche der USA finanzieren Programme gegen "unangemessenes Ausmaß" von Religionsfreiheit mit dem Ziel der Förderung von Abtreibungen und LGBT.

Quelle: CNA Deutsch: Denver, 23.12.2017.: https://de.catholicnewsagency.com/story/reiche-spender-finanzieren-programme-gegen-unangemessenes-ausmass-von-religionsfreiheit-2456

Dezember 2017. Papst Franziskus kritisiert Kurie

Rechtzeitig zum Fest des Friedens attestiert Franziskus kleinen Gruppen seiner Mitarbeiter „eine unausgeglichene und degenerierte Logik der Komplotte (…), die in Wirklichkeit ein Krebsgeschwür darstellen, das zur Selbstbezogenheit führt.“ „Und wenn sie (Personen, die sich von Ehrgeiz und Ruhmessucht korrumpieren lassen) sanft aus ihrem Amt entfernt werden, erklären sie sich zu Märtyrern, anstatt mea culpa zu sagen.“

Ich frage mich jetzt wirklich, ob Franziskus die Worte Jesu Christi der Nächstenliebe verstanden hat? Quellen: Die „Welt“ vom 22.12.17 - Papst prangert Verrat in der Kurie an

und Vatican News

www.vaticannews.va/de/papst/news/2017-12/_sphinx-mit-der-zahnbuerste-putzen--papst-ueber-die-kurienreform.html

2017. Amerikas zwei 'katholische Kirchen'

America’s Two Catholic Churches  

16.12.17. Pfarrer Dwight Longenecker aus South Caroline, USA: “As I travel around the country visiting parishes and speaking at conferences I am constantly amazed at the reality of two separate Catholic churches existing together with practically no conversation between them.” https://dwightlongenecker.com/americas-two-catholic-churches/

Während ich durch das Land reise, katholische Gemeinden besuche und auf Konferenzen rede, bin ich immer wieder erstaunt darüber, dass quasi zwei getrennte katholische Kirchen, ohne miteinander zu reden, nebeneinander existieren.

Einerseits die Links-Liberalen, die Eliten, die Mainstreamorientierten, die politisch korrekt Argumentierenden, und andererseits die Basis-Katholiken, die ihrerseits Zuläufe verzeichnen von gläubigen Katholiken, die mit den Repräsentanten des Konzilsgeistes des Zwieten Vatikanischen Konzils nichts anfangen können.

 

Inspiriert durch einen Artikel von www.summorum-pontificum.de

Handkommunion oder kniende Mundkommunion?

In der Missa Tridentina, der Alten Messe, ist die kniende Mundkommunion der Gläubigen vorgeschrieben. Die Verfechter der heute zumeist üblichen Handkommunion verweisen fälschlicherweise auf die Ergebnisse der Liturgiereform in Folge des 2. Vatikanischen Konzils. Das ist falsch. Die Handkommunion ist lediglich durch ein Indult, d.h. einer Ausnahme von der eigentlich gültigen Ordnung, zugelassen, hat sich dann aber durchgesetzt, in der stehende Position. Es gibt heute gar Priester, die den Gläubigen die Mundkommunion verweigern.

 

Die seitens des Priesters jeweils gesprochene Spendeformel ist gleichermaßen geändert worden. Der vom Priester leise gesprochene Satz, in Anlehnung an das Johannes-Evangelium 6,54, immerhin seit mindestens 1.200 Jahren üblich: „Der Leib unseres Herrn Jesus Christus bewahre Deine Seele zum ewigen Leben. Amen.“ ist heute dem deutlich zu hörenden lapidaren Ausruf: „Der Leib Christi“ gewichen.

Mehr darüber in der UNA VOCE KORRESPONDENZ, 4. Quartal 2017.

Dezember 2017. How big business is using your cash to undermine Catholic teaching

07.12.2017. Papst Franziskus zum Vaterunser

"Und führe uns nicht in Versuchung"

Papst Franziskus kritisiert bisherige jahrhundertalte Vaterunser-Bitte, begrüßt die Neuerung in Frankreich. Der Regensburger Bischof Voderholzer warnt vor einer Verfälschung der Worte Jesu. Mehr dazu unter Catholic News https://de.catholicnewsagency.com/story/vaterunser-auf-franzosisch-was-franziskus-von-der-neuen-version-halt-2627

 

Auch der bekannte deutsche Bochumer Theologe Prof. Thomas Söding widerspricht. Das Vaterunser drücke nicht aus, dass Gott die Menschen in Versuchung führt. Der Beter sage "und führe uns nicht in Versuchung" in der Gewissheit, schon längst von Gott erhört worden zu sein, noch bevor die Bitte ausgesprochen ist. "Ich spreche sie nicht, weil ich Angst habe, sondern weil ich Vertrauen habe." Gott sei kein Monster, die Bitte stelle ein Bekenntnis dar, dass Gott barmherzig sei. Die jetzige, seit Jahrhunderten übliche deutsche Übersetzung sei ganz nah dem griechischen resp. lateinischen Original.

vgl. auch Die Tagespost vom 09.12.17 und Radio Vatikan: http://de.radiovaticana.va/news/2017/12/08/d_%E2%80%9Ef%C3%BChre_uns_nicht_in_versuchung%E2%80%9C_ist_pr%C3%A4zise_%C3%BCbersetzung/1353652

 

13.12.2017. Und was sagt Papst em. Benedikt XVI. zu der sechsten Bitte des Vaterunser? In dem im Jahre 2000 veröffentlichten Buch "Gott und Welt" wich der damalige Kardinal Joseph Ratzinger und Glaubenspräfekt der vom Autor Peter Seewald gestellten Frage nicht aus:

https://charismatismus.wordpress.com/2017/12/13/was-papst-benedikt-zur-umstrittenen-versuchungs-bitte-im-vaterunser-sagte/

2017. Obdachlose und Flüchtlinge

Landesbischof Bedford-Strohm: Es ist genug für alle da!

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, meint, es sei genug für alle da. So geschrieben in der „chrismon", dem evangelischen Magazin, Ausgabe 12.17; Beilage vom 27.11.17 u.a. in der „Welt“.

 

Worte helfen nicht weiter, und auch nicht der Verweis auf diejenigen, die reich gesegnet sind, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Die wieder angestoßene Neiddebatte ist völlig überflüssig. Solange sich die Kirchen nicht mit gleicher Verve für die Abgehängten unserer Gesellschaft einsetzen, finanziell, caritativ und vor allem medial, also zum Beispiel für die Obdachlosen, solange empfinde ich die Begründung „Keine der bisherigen Sozialleistungen musste zugunsten der Flüchtlinge gekürzt werden“ zynisch.

 

Jede/r sollte einmal die Verantwortlichen seiner Kommune, seiner Stadt nach finanzieller Unterstützung der Obdachlosen befragen! Nach finanzieller Unterstützung der Tafeln! Nach „billigem“ Wohnraum, etc. Antwort: Kein Geld. Und dennoch deklamiert der Landesbischof: „Es ist genug für alle da!“

 

Jede/r möge bitte einmal überprüfen, wie viele Artikel in seiner/ihrer Zeitung die Kirchen zur Flüchtlingsthematik platzieren konnten und wie viele über die Obdachlosen und Abgehängten?  

 

Ich denke, die Verantwortlichen der Kirchen mit Bischof Bedford-Strohm und Erzbischof Reinhard Kardinal Marx an der Spitze sollten vorangehen, das Brustkreuz offensiv tragen, und sich  tagtäglich engagieren,  wie  Jesus es tat für die Armen im heutigen Israel, also für die Armen, für die Abgehängten, für die Obdachlosen in unserer Gesellschaft vor Ort - finanziell, vor allem medial.

2017. Pope St John Paul II ‘had vision of an Islamist invasion of Europe’

Catholic Herald, London, 24.11.2017: http://catholicherald.co.uk/news/2017/11/24/st-john-paul-ii-had-vision-of-an-islamist-invasion-of-europe/

‘They will invade Europe, Europe will be like a basement, old relics, shadows, cobwebs. Family heirlooms. You, the Church of the third millennium, must contain the invasion. Not with armies, armies will not be enough, but with your faith, lived with integrity.”

Sie werden Europa besetzen. Europa wird nur noch ein Relikt seiner selbst sein, wie Schatten, Spinnweben, wie Familienerbstücke. Die Kirche des dritten Jahrtausends muss sich der Invasion stellen, nicht mit Waffen, sie werden unnütz sein, nein: mit seinem Glauben, mit Deiner Integrität. Wer wollte ihm ernsthaft widersprechen?

Oktober 2017. Christenverfolgung auf Höchststand

Brennpunkte in muslimisch geprägten Ländern sowie autoritär regierten Staaten. Mehr dazu vom britischen Nationalbüro von KIRCHE IN NOT:

www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2017/10-16-christenverfolgung-auf-historischem-hoechststand-kirche-in-not-vereinigtes-koenigreich

 

Vgl. auch www.opendoors.de - Im Dienst der verfolgten Christen weltweit.

Gender-Ideologie 2015/17

Kanada. Alberta. Eine kanadische Adoptionsagentur bezeichnete ein christliches Ehepaar als ungeeignet, weil gläubig und die Eheleute sich zur natürlichen Familie bekennen: Was aber, wenn das ihnen anvertraute Kind einmal ‚Zweifel am eigenen Geschlecht‘ äußern sollte?“ Die Adoptionsagentur ist in katholischer Trägerschaft. Quelle: katholisches.info

 

Schwedische Klinken warnen vor "Christin".

In Schweden durfte 2015 eine junge Frau ihren Dienst als Hebamme in einer resp. mehreren Kliniken nicht antreten, weil christlich, weil sie sich ausbedingen lassen wollte, nicht bei einer ärztlichen Abtreibung assistieren zu müssen. Sie arbeitet jetzt in Norwegen. Nun wird der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sich mit dem Fall beschäftigen.

Quelle: Anzeige "ADF International" in der Tagespost vom 02.12.17.

Innere Zensur in Deutschland

Focus Online am 1.11.2017

Wer hierzulande zur katholischen Lehre steht, zahlt einen hohen Preis. ZDF-Moderator Claus Kleber verglich den Katechismus der Katholischen Kirche mit der Scharia.

www.focus.de/politik/experten/gastbeitrag-wer-hierzulande-zur-katholischen-lehre-steht-zahlt-hohen-preis_id_7785815.html

2017. Kolumbarium - Feuerbestattung en vogue

Papst Paul VI. hat nicht nur die „Alte Messe“ abgeschafft, nach Meinung vieler Theologen verstieß er damit sowohl gegen die Beschlüsse des Trienter Konzils des 16. Jahrhunderts als auch gegen die des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1962-1965.

Paul VI. hat auch in 1963 dafür gesorgt, dass die Feuerbestattung en vogue wurde. *) Früher wurden nur Verbrecher verbrannt. Jesus Christus hat sich jedenfalls nicht verbrennen lassen, auch wird die Feuerbestattung im Alten Testament verurteilt. Diejenigen Katholiken, die, wie jetzt in der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde in Bremen geschehen, die Neuschaffung eines Kolumbariums befürworten, glauben offensichtlich nicht mehr an die leibliche Auferstehung Jesu. Sie deklamieren dagegen die Auferstehung in den Tod hinein. Und just dieses wird auch mittlerweile in katholischen Universitäten gelehrt. Danach wäre es unerheblich gewesen, wenn im Grab die sterblichen Reste Jesu gefunden worden wären. Eine ungute Entwicklung. Eine Relativierung des katholischen Glaubens, der bekanntlich auf den Evangelien fusst.

 

*) Das katholische Kirchenrecht stellte 1917 klar: "Einem Gläubigen, der die Verbrennung seines Leichnams anordnet, wird das kirchliche Begräbnis zur Strafe entzogen." Dabei blieb es - bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil. Die große Bischofsversammlung (1962-1965) dürfte zugleich der Grund dafür gewesen sein, dass die 1963 erlassene Instruktion erst im darauffolgenden Jahr, am 24. Oktober 1964, offiziell bekanntgegeben wurde.

Die neuen Bestimmungen hätten «manchen Staub aufgewirbelt», räumte der damalige Münchner Kardinal Julius Döpfner ein: "Aber die Kirche lebt in der Geschichte, sie muss sich mit den jeweils wandelnden Umweltverhältnissen auseinandersetzen und Antwort geben auf neue Fragen."

 

https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2016-10-25/vatikan-urnenbestattung-nur-wuerdigen-orten

 

https://www.domradio.de/themen/vatikan/2013-07-05/vor-50-jahren-erlaubte-die-katholische-kirche-feuerbestattung

 

www.arbeitskreis-katholischer-glaube.com/texte/fragen_antworten/sind_feuerbestattungen_erlaubt.htm

2017. Warum richten unsere Politiker und Bischöfe keine internationale Konferenz über die weltweite Christenverfolgung aus?

Man kann zu Viktor Orban stehen, wie man will. Fakt ist, er hat vor kurzem in Budapest (Oktober 2017) auf einer internationalen Konferenz über Christenverfolgung eben diese Christenverfolgung im Nahen Osten scharf verurteilt. Europa verneine seine christlichen Wurzeln, schweige apathisch.   Quelle: rv 14.10.17

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses brachte es im September 2014 bei seinem Besuch bei Papst Franziskus auf den Punkt: "Beten allein wird nicht helfen!" www.jakobspilger-westwaerts.de/über-uns-katholizität-geschichtliches/religiöses-katholizität/jüdischer-weltkongress-zur-christenverfolgung/

Ich füge hinzu, das Wegschauen, das Wegducken, die Angst vor dem veröffentlichten Mainstream hilft erst recht nicht. Unsere Bischöfe kommentieren gerne partei-politische Themen; sitzen gerne in der ersten Reihe neben der Kanzlerin, neben dem Bundespräsidenten; verstecken aber ihr Brustkreuz auf dem Tempelberg in Jerusalem;  Lk 14, 7-11: Lk 18,14.

3. Oktober 2017. Ökumenischer Gottesdienst      im Mainzer Dom am Tag der deutschen Einheit

Evangelischer Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemein-schaften beklagt "eine dem Zeitgeist angepasste Beliebigkeit."

Der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), beklagte, dass die Beiträge im Gottesdienst (Anm.: anwesend waren alle führenden Politiker) die Zuhörer in politisch korrekter Weise „moralpolitisch belehren sollten“.

Es habe jedoch weder Anbetung noch Gotteslob gegeben. Vor allem habe das Evangelium gefehlt. Jesus Christus sei „so gut wie nicht vorgekommen“, erklärte Rüß gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er fragt: „Warum legten die Veranstalter Wert darauf, dass ausgerechnet eine Muslima den Ein- und Auszug anführte und in ihrem Votum Allahs Barmherzigkeit pries?“ Ökumene meine „doch die Einheit der Christen“.

Wenn dieser „sogenannte ökumenische Gottesdienst“ das Profil von Kirche widerspiegele, dann habe sie sich aufgegeben und „relativiert in eine dem Zeitgeist angepasste Beliebigkeit“.

Quelle: www.summorum-pontificum.de (07.10.17) / “idea”: Evangelischer Pressedienst  

2017. Warum scheuen sich geweihte Priester...

als solche sichtbar in der Öffentlichkeit aufzutreten? Nur wenige sind am Priesterkragen zu erkennen, fast keine Priester Norddeutschlands tragen die Soutane; ganz eindeutig ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962/65. 

 

Dass es auch anders geht, zeigt sehr schön der unten zitierte Bericht von CNA News, Washington vom 12. Juni 2017 mit der Überschrift:

 

Mit Snapchat und Sountane:

Erfinden die Millennials das Priestertum "neu".

 

http://de.catholicnewsagency.com/story/mit-snapchat-und-soutane-erfinden-die-millennials-das-priestertum-neu-1982

Zitat: (...) Dass diese Priester also oft "Digital Natives" sind, wird wenige wundern. Für die heute altvordere Generation der 1968er, deren Priester oft nicht als solche erkennbar sind, schon eher frappierend: Es ist "wahrscheinlicher, dass sie in der Öffentlichkeit ihre Soutane tragen als Jeans", so die Journalistin (...).

2017. Im Bistum Osnabrück erstmals seit hundert Jahren keine einzige Priesterweihe

Bitte dazu den Artikel in Summorum-Pontificum lesen - Ausgabe 18. Mai 2017.

http://www.summorum-pontificum.de/

Warum ist das so? Woran liegt das? Die christuszentrierten Priesterbruderschaften und einige Orden haben offensichtlich keine Nachwuchssorgen.

Der Autor des oben bezeichneten Artikels vertritt seine dezidierte Meinung; macht es auch am gegenwärtigen Bischof Franz Josef Bode fest, der vor 22 Jahren in der Priesterausbildung tätig war. Bischof Bode zählt heute zu den bekanntesten Vertretern des deutschen Postkatholizisimus.

2017. In der katholischen Kirche brodelt es

Das Numinose ist es, was den Glauben ausmacht, nicht die leichte Konsumierbarkeit seiner Wahrheit.

Papst Allerlei

Beliebig, gefällig, anbiedernd: An einen Pontifex maximus erinnert der ­Zeitgeistpapst Franziskus immer weniger. Inzwischen fragt er sich sogar selber, ob er der Grundfür eine Spaltung der Kirche sein könnte. Von Matthias Matussek

Mehr darüber via

www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.html

 

Der bekannte Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer kommentierte diesen Artikel - kritisch positiv - in der Online Ausgabe des Spiegel am 17.04.2017.

Der Nicht-Katholik schrieb bemerkenswerte Sätze: „Das Numinose ist es, was den Glauben ausmacht, nicht die leichte Konsumierbarkeit seiner Wahrheit. Wenn etwas die Religion auszeichnet, dann die Behauptung des Arkanen, also eines Bereiches, der Vernunft und Aufklärung entzogen ist. (…) Wenn die Kirche das auflöst, was sie von den weltlichen Sinnstiftungsangeboten unterscheidet, wozu braucht es dann noch die (katholische) Kirche.“ 

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ZdK - Zentralkomitee der deutschen

Katholiken zur Beichte

Die oben beschriebene Beliebigkeit hat auch und gerade bei den organisierten deutschen Katholiken Eingang gefunden. Der Vorsitzende des Zentralkomitees, Thomas Sternberg, erzählte am 19.02.17 einer slowakischen Internetzeitung,  dass er keinen im ZdK kenne, der beichte. Die Verbindung zwischen Eucharistie und Beichte sei auch bei den frömmsten Katholiken abgebrochen.

Er täuscht sich. Er muss nur über seinen Tellerrand hinwegschauen, in die Gemeinden gehen, wo die Katholiken noch an den trinitarischen Gott glauben, und er wird staunend bemerken, dass gerade junge Katholiken wieder beichten, wohlgemerkt: vor der heiligen Kommunion. Es sind vor allem jene, die die Missa Tridentina lieben. 

Oktober / November 2016                          Deutsche Bischöfe verstecken ihr Brustkreuz

Deutsche Bischöfe versteckten ihr Brustkreuz bei ihrem Besuch der Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem. Aus Respekt vor den Muslimen, so hieß es. Dazu Kardinal Walter Brandmüller im Focus 46/2016: Ist Houellebecqs Horrorvision "Unterwerfung" schon heute wahr? 

Houellebecqs hatte in 2015 einen Bestseller geschrieben, der sehr eindrücklich beschreibt, wie der Islam "Frankreich übernimmt" - ausgehend von den Eliten des Landes, die sich willfährig unterwerfen.

Übrigens: Papst Benedikt XVI. wie Papst Franziskus haben ihr Brustkreuz bei ihren Besuch in Jerusalem nicht versteckt.

Anhang zu 1:

Der hl. Antonius Maria Zaccaria (Gedenktag 5. Juli), Ordensgründer und Priester in Mailand, gilt als der große Erneuerer der Kirche im 16. Jahrhundert. Er wollte im Klerus wieder den Geist des Evangeliums wecken. Auch verbreitete er die Verehrung des heiligsten Altassakrament.

Die Bibelstelle Matthäus 7,15 ff. ist mehr denn je  aktuell, wo Jesus sagt: 

 

Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

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Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
über die Wiederkunft Christi, Predigt 19, 7.8

Brüder, wenn ich heute einen höre, der sich Gott gegenüber so äußert: „Herr, wie sind doch diese Zeiten hart; was für ein schwieriges Zeitalter, das wir erleben!“, [...] Mensch, ist etwa der, der dich nicht zurechtweist, tausendmal härter als die Zeit, in der wir leben? Du, der du dem Luxus hinterher seufzt, allem, was nur Nichtigkeit ist, dessen Begehrlichkeit unersättlich ist, der du einen schlechten Nutzen aus dem ziehst, was du begehrst, du wirst nichts erhalten. [...]

Lasst uns wieder heil werden! Lasst uns umkehren! Der Herr wird kommen. Nur weil er noch nicht gekommen ist, macht man sich über ihn lustig; doch wird er nicht lange auf sich warten lassen, und dann wird es keinen Raum mehr geben, um sich über ihn zu belustigen. Brüder, lasst uns umkehren! Eine bessere Zeit wird kommen, nur nicht für jene, die unrecht leben. Die Welt altert und wird immer gebrechlicher; wir aber, werden wir wieder jung? Auf was warten wir also? Erwarten wir keine anderen Zeiten, als jene, von denen uns das Evangelium spricht. Sie sind keineswegs böse, da doch Christus kommt! Wenn sie uns hart vorkommen und schwer zu bestehen, wird Christus kommen, um uns aufzuhelfen [...]

Brüder, die Zeiten müssen hart sein. Warum nur? Damit man nicht die höchste Erfüllung hier auf Erden sucht. Das ist unser Heilmittel: dieses Leben muss stürmisch sein, damit wir uns am anderem festmachen. Wie das? So hört [...] Gott sieht die Menschen, wie sie sich erbarmungswürdig in den Fesseln ihrer Wünsche und weltlichen Sorgen winden, die ihren Seelen den Tod bringen; daher kommt der Herr zu ihnen wie ein Arzt mit seinem Heilmittel

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Ich wünschte mir, Papst Franziskus würde alle Strömungen zusammenfassen, einfach nur Brückenbauer sein, also Pontifex maximus: mit Liebe und Verständnis auf seine Mitbrüder im Amt zugehen, gleichermaßen auf die Gläubigen, nicht dem Zeitgeist folgen. Nicht nur wiederholt deklamieren, dass in der Kirche zuviel getratscht, über andere geredet werde; nein: mit gutem Beispiel vorangehen. Auch berechtigte Kritik verfehlt ihr Ziel, wenn sie dem Mainstream folgt. *) „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun, das tut ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten“, heißt es bei Matthäus (7, 12).

 

*) Exemplarisch sei hier an dieser Stelle auf Papst Franziskus` Weihnachtsansprache an die Kurie vom Dezember 2014 verwiesen. Danach geißelte der Papst den "spirtuellen Alzheimer" in der Kurie, prangerte fünfzehn Krankheiten an, darunter Schizophrenie, Größenwahn und Geschwätzigkeit: www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-franziskus-kritisiert-kurie-spirituelles-alzheimer-a-1009975.html

Der Beifall des veröffentlichten Mainstream war ihm sicher. War es aber auch klug und von christlicher Nächstenliebe durchdrungen, die eigenen Mitarbeiter öffentlich in dieser Form so abzuwatschen? 

Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936) sagte richtigerweise: "Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die den Menschen vor der Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein."