PAMPLONA: Sanfermines - Ernest Hemingway - Plaza de Toros. Santa Maria la Real

Pamplona. Calle de La Estafeta. Estafeta Kalea. Berühmte Straße, in der jedes Jahr vom 6. bis 14. Juli zu Sanfermines die Stiere durchgetrieben werden.

Pamplona

Pamplona, Hauptstadt der Autonomen Region Navarra, ist die Stadt Ernest Hemingway`s und des Stierkampfs mit der alljährlich im Juli stattfindenden Treibjagd sechser Kampfstiere mit einem Gewicht von bis zu 600 Kilogramm. Es kommt immer wieder vor, dass die "mozos" mit ihrer weiß-roten Tracht, so werden die Läufer genannt, die vor und hinter den Stieren laufen, verletzt, von den Hornstößen durchbohrt werden, auch den Tod erleiden; in Pamplona zuletzt in 2009. Die zu bewältigende Strecke ist 875 Meter lang und führt bis zur Stierkampfarena. Mittlerweile reihen sich auch Frauen in die große Schar der Läufer ein, die zunehmend über 50% aus dem Ausland kommen.

 

Der Literaturpreisträger Ernst Hemingway verherrlichte in seinem 1926 veröffentlichten und hier in Pamplona geschriebenen Roman und Bestseller "Fiesta" dieses Stiertreiben und die Stierkämpfe schlechthin.  Von 1923 bis 1959 besuchte Hemingway regelmäßig seine Stadt und sein Cafe Iruña, heute Cafe Hemingway genannt. Sein bevorzugtes Hotelzimmer im La Perla soll ständig ausgebucht sein, zumeist von seinen amerikanischen Bewunderern. Ob sie sich auch vergegenwärtigen, welche teils ungute Rolle ihr Idol während des Spanischen Bürgerkriegs gespielt hat? Mehr dazu unter ÜBER UNS > Lesenwertes. Geschichtliches neu bewertet > Spanischer Bürgerkrieg. Märtyrer.

 

Derzeit leben in der Stadt rund 200.000 Einwohner, ungefähr die Hälfte Navarras. Neben drei Universitäten ist Pamplona für seine vielen Parks bekannt. Pamplona wird aber auch in Verbindung gebracht mit Karl dem Großen, seinem Kampf gegen die Basken und Mauren, und mit Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, dem der heutige Papst Franziskus angehört (hat).

 

In der Altstadt, rund um die Plaza de San Francisco beziehungsweise Plaza del Castillo, laden viele Restaurants zum Verweilen ein.

Pamplona. Stierkampfarena Plaza de Toros.

 

Hermann Künig von Vach, 1495

Danach kannst du gerne in eine Stadt einziehen, in der der König von Nafern lebt. In dieser Stadt gibt man zwölf Brüdern zu trinken und zu essen. Neben der Hauptkirche, das sollst du nicht vergessen, liegt auf der linke Seite das Spital zu Unserer Lieben Frau (...) Du findest auch ein Spital Sankt Maria Magdalena.

 

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und

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Pamplona. Kathedrale Santa Maria la Real.

Vom Urheber Yiorsito freigegebenes Foto, Wikipedia-Plattform. 

 

Domenico Laffi, katholischer Priester und Reiseschriftsteller des 17. Jahrhunderts aus Bologna/Italien, er besuchte dreimal Santiago de Compostela, war von dieser großen, gutgeführten Kathedrale begeistert. 

 

Er darf nicht nur die Missa solemnis, ein Hochamt lesen - eine feierliche Form der heiligen Messe -, begleitet von zwei Chören und vielen Musikern (Harfe, Zither, Spinett, Orgel); er sieht auch, wie währenddessen zwölf Pilgern geholfen wird, mit einem reichlich gedeckten Tisch, der in der Kirche aufgebaut ist; er bemerkt, wie andächtig die Spanier vor dem Allerheiligsten, der Monstranz, niederknien und beten, wie am Abend den Pilgern der Segen erteilt wird.

Die Bedeutung Pamplonas nahm durch die Lage am französischen Jakobsweg signifikant im 11. Jahrhundert zu. Fünf Jahrhunderte zuvor war Pamplona zum Zentrum der baskischen Christianisierung geworden, begünstigt durch den im 6. Jahrhundert begründeten Bischofssitz. Ansonsten ist die Geschichte weitestgehend identisch derer mit Navarra, eine Seite zuvor.

 

Empfehlenswert ist der Blick auf den AlabasterSarkophag Karls III. von Navarra und seiner Ehefrau Eleonore von Kastilien. 1392 ließ der König den romanischen Vorgängerbau des 12. Jahrhunderts, das Hauptschiff war eingestürzt, neu errichten — gotisch. Wer Zeit hat, sollte einige Minuten im Säulengang verweilen: Inne halten im inneren Beten, in der Kontemplation oder wie Teresa von Avila es nennt: im "Verweilen bei einem Freund."

Fotos:

1. Reihe: Burlada. Vorort von Pamplona. 1097 erwähnt als Burusla. Sommersitz

              der Könige von Navarra Ende des 14. Jhs. Bruderschaft von San Juan

              Bautista versorgte seit dem 12. Jh. die Pilger und Durchreisenden.

              Puente de la Magdelena, 12. Jahrhundert. Dazu zählte früher das

              schon 1174 erwähnte Hospital La Magdalena.

2. Reihe: Wegekreuz an der Brücke mit der Figur des hl. Jakobus.

              Stadtmauer Pamplona. Im 16. Jh. erneuert wie die Zitadelle auch.

3. Reihe: Pamplona. Irgendwo in der City.

              Grablege König Karls III. Kathedrale. 

4. Reihe: Hotel Al Capone.

              Cafe Iruna. Berühmt durch Ernest Hemingway.

5. Reihe: Praza de Castillo.

6. Reihe: Herberge. An diesem Morgen ging`s für uns ohne Frühstück los.

              Unser Pilgertag begann bereits um halb sechs.