PROVINZSTÄDTE PONFERRADA: Templerburg. Ritter. Ausstellung                                                 

VILLAFRANCA DEL BIERZO: Das kleine Santiago. Camino duro. Parador

Ponferrada. Templerburg.

Ponferrada

Die Bedeutung Ponferradas steht und fällt mit der Burg der Templer. Im

11. Jahrhundert sorgte Bischof Ormundo aus Astorga für den Bau einer Brücke über den Fluss Sil für die Jakobsweg-Pilger. Der Codex Calixtinus/Liber Sancti Jacobi des 12. Jahrhunderts geht auf den Ort ein. Noch bis zum Jahre 1248 erhoben die Bischöfe den Wegezoll. In der Nähe der modernen Brücke erinnert die Hospitalstraße daran, dass Königin Isabella die Katholische hier das königliche Hospital Santa Ana gründete. Oben führt der Weg nach links zur Kirche Santa Andrea. 

 

In Folge entstand eine Siedlung, die zunächst von den Templern beherrscht wurde; man vermutet ab 1185.  Im Zuge der Auflösung des Ordens im 15. Jahrhundert entspann sich ein munteres Bäumchen-wechsle-dich-Spiel, das damit endete, dass die Katholischen Könige Stadt und Burg in ihren Besitz nahmen.

Heute zählt die Stadt mit knapp 69.000 Einwohnern (Stand 2011) zum Kreis, zur Comarca El Bierzo, zur Provinz León und ist letztlich der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León zugeordnet.

 

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Die 27. Etappe wird uns herausfordern. Hitze, Staub, Hitze, Staub, Hitze.

 

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Die in der Templerburg befindliche Ausstellung vermittelt einen guten Überblick über die mittelalterliche Vergangenheit.

Villafranca del Bierzo

Villafranca del Bierzo wurde im Mittelalter der vielen Kirchen und Pilgerherbergen (San Roque, San Juan) wegen das 'kleine Santiago' genannt. Wer es bis hierher geschafft hatte, aber erkrankte und den Weg nicht mehr bis nach Compostell aufnehmen konnte (gar begraben werden musste), der bekam bereits hier die Absolution.

Die im 12. Jahrhundert unter Alfonso VI. gegründete Stadt wurde wie Estella in Navarra von den Franken besiedelt. Heute steht neben der Betreuung der Pilger der Weinanbau im Vordergrund. 

 

Die Santiago-Kirche war die erste Kirche, die die ankommenden Pilger aufsuchten; die einzige, die sich noch in ihrer romanischen Form erhalten hat. Es hat zwei Portale. Das Nordportal trägt den Namen Gnadenpforte (puerta del pardon). Warum? Siehe oben zweiter Satz. Santa Maria wird von cluniazensischen Mönchen errichtet worden sein. Dona Urraca verlieh der Kirche im Jahre 1120 den zehnten Teil des Wegezolls, den die Stadt einnahm. Im 14. Jahrhundert in Ruinen, im 16. Jahrhundert durch den Grafen von Villafranca neu erbaut, im 18. Jahrhundert vollendet. Die Familie des Marques von Villafranca, Don Pedro de Toledo y Osorio, erbaute im 15. Jahrhundert die große viereckige Burg mit vier gewaltigen Rundtürmen mit Zinnenkranz und kegelförmigen Dachabschluss.

 

In Villafranca del Bierzo scheiden sich die (Pilger-) Geister. Die einen wählen nach O Cebreiro den bequemen Weg entlang der Hauptstraße, die anderen entscheiden sich wie wir für den Camino duro, für einen Schotterweg von 500 Meter auf 930 Höhenmeter und später dann von 610 auf 1.250 Meter, also für die Hammertour. Für den Hotel-Rezeptionisten folgerichtig nicht nachvollziehbar, er hatte nur mitleidig mit dem Kopf geschüttelt. Das erinnerte mich an die Einheimischen auf Mallorca, die damals von den verrückten Deutschen sprachen, als sie in der Mittagsgluthitze Tennis spielten. 

Villafranca del Bierzo. Camino duro. Der harte Weg zum O Cebreiro.

 

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Etappe 28 - Camino duro. Der harte Weg. O Cebreiro. Bunter Vogel.

Fotos:

1. Reihe: Santiagokirche. Westportal. Leider geschlossen.

              Nordportal mit der Gnadenpforte.

2. Reihe: Friedhof.

              Die Burg aus Bruchstein als Palastfestung.

3. Reihe: Die Burg.

              Calle del Agua. Früher wirtschaftliches Zentrum mit Adelspalästen,

              Kirchen wie der San Nicolas.

4. Reihe: Impressionen.

5. Reihe: Mittelalterliche Brücke Ortsausgang Richtung O Cebreiro.

              Blick auf Villafranca del Bierzo.             

6. Reihe: Camino duro. Der harte Weg.

              Weiter auf dem Camino duro.

7. Reihe: Parador de Villafranca del Bierzo. In 2006 ein Dreisternehotel.

              Nach der anstrengenden Etappe mit über 30 km ein Genuss; Hostals

              und Herbergen waren alle completo.

              Jahre später war das Parador zum Viersternehotel mutiert.