VIA SANCTI MARTINI - ST. MARTINSWEG          Von Ungarn via Slowenien, Italien nach Frankreich

Simone Martini: Martin teilt seinen Mantel, um 1321, Fresko in der Unterkirche der Basilika de San Francesco in Assisi.

Einführung

Der Weg des heiligen Martin von Tours, den der Europarat 2005 zum Großen Europäischen Kulturweg erklärt hat, ist 2.500 km lang und verbindet Orte, die das Leben und die Verehrung dieses beliebten Heiligen geprägt haben.

"Der Wert, um den es auf diesem Weg geht, ist das Teilen von Gütern miteinander."

 

So steht es im mehrsprachigen Pilgerheft, Ausgabe Mai 2014: www.kozjanski-park.si.  Der Kozjanski Park verweist auf die Webseiten www.viasanctimartini.eu; www.saintmartindetours.eu und www.pilgern.info.

 

 

Der St. Martinsweg

Ein Jeder wird schon etwas vom hl. Martin gehört haben. Vom Martinsessen, vom Laternenumzug am St. Martinstag am 11. November eines jeden Tages, zurückgehend auf den Tag der Grablegung. Der Heilige wurde 316/317 im heutigen ungarischen Szombathely geboren und starb am 8. November 397 in Candes bei Tours in Frankreich.

Er war der dritte Bischof von Tours. Berühmt geworden ist Martinus, Sohn eines römischen Militärtribuns, als er einem Bettler die Hälfte seines Mantels gab, ihn also zerschnitt. Erst im Alter von 36 Jahren konnte er sich taufen lassen, nachdem sein Militärdienst endlich vorbei war. Er verkörperte sodann als asketisch lebender Mönch das antike Ideald eines Geistlichen.

Stationen

Der St. Martinsweg führt von Szombathely in Ungarn, dem Geburtsort des heiligen Martin, über Slowenien nach Pavia in Italien, wo der der heilige Martin aufwuchs.

Er setzt sich nach Tours in Frankreich fort, wo der heilige Martin zum Bischof ernannt wurde und wo er in der Basilika St. Martin auch begraben liegt, bis zum Ort Candes-Saint Martin in Frankreich, wo der heilige Martin starb.