AKTUELLES AUS KIRCHE und GESELLSCHAFT

Rom. Petersdom. Jesus Christus begleitet von den Aposteln.

Einführung

In unregelmäßigen Abständen informiere ich über die mich und hoffentlich auch Sie interessierenden Themen aus Kirche und Gesellschaft. Kritisches darf dabei nicht fehlen.

Wer glaubt, bei den seit Jahren andauernden Querelen und teils unguten Diskussionen innerhalb der katholischen Weltkirche handelte es sich um Neues, der irrt. Sogenannte liberale, konservative und/oder traditionsbewusste Katholiken disputierten schon immer.

Weiter vgl. unten im Anhang1

2017. Das Kolumbarium von St. Elisabeth in Bremen - Feuerbestattung en vogue

Papst Paul VI. hat nicht nur die „Alte Messe“ abgeschafft, nach Meinung vieler Theologen verstieß er damit sowohl gegen die Beschlüsse des Trienter Konzils des 16. Jahrhunderts als auch gegen die des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1962-1965.

Paul VI. hat auch in 1963 dafür gesorgt, dass die Feuerbestattung en vogue wurde. *) Früher wurden nur Verbrecher verbrannt. Jesus Christus hat sich jedenfalls nicht verbrennen lassen, auch wird die Feuerbestattung im Alten Testament verurteilt. Diejenigen Katholiken, die, wie jetzt in der katholischen St. Elisabeth-Gemeinde in Bremen geschehen, die Neuschaffung eines Kolumbariums befürworten, glauben offensichtlich nicht mehr an die leibliche Auferstehung Jesu. Sie deklamieren dagegen die Auferstehung in den Tod hinein. Und just dieses wird auch mittlerweile in katholischen Universitäten gelehrt. Danach wäre es unerheblich gewesen, wenn im Grab die sterblichen Reste Jesu gefunden worden wären. Eine ungeheuerliche Entwicklung und Relativierung des katholischen Glaubens und der Verfasser/Evangelisten des Neuen Testaments.

 

*) Das katholische Kirchenrecht stellte 1917 klar: "Einem Gläubigen, der die Verbrennung seines Leichnams anordnet, wird das kirchliche Begräbnis zur Strafe entzogen." Dabei blieb es - bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil. Die große Bischofsversammlung (1962-1965) dürfte zugleich der Grund dafür gewesen sein, dass die 1963 erlassene Instruktion erst im darauffolgenden Jahr, am 24. Oktober 1964, offiziell bekanntgegeben wurde.

Die neuen Bestimmungen hätten «manchen Staub aufgewirbelt», räumte der damalige Münchner Kardinal Julius Döpfner ein: "Aber die Kirche lebt in der Geschichte, sie muss sich mit den jeweils wandelnden Umweltverhältnissen auseinandersetzen und Antwort geben auf neue Fragen."

 

Na klar doch, die katholische Dogmatik, also die Lehre der katholische Kirche wird den jeweiligen Umweltverhältnissen und dem veröffentlichten Mainstream angepasst. Mehr darüber können Sie lesen unter:

https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2016-10-25/vatikan-urnenbestattung-nur-wuerdigen-orten

 

https://www.domradio.de/themen/vatikan/2013-07-05/vor-50-jahren-erlaubte-die-katholische-kirche-feuerbestattung

 

www.arbeitskreis-katholischer-glaube.com/texte/fragen_antworten/sind_feuerbestattungen_erlaubt.htm

2017. Warum richten unsere Politiker und Bischöfe  keine internationale Konferenz über die weltweite Christenverfolgung aus?

Man kann zu Viktor Orban stehen, wie man will. Fakt ist, er hat vor kurzem in Budapest (Oktober 2017) auf einer internationalen Konferenz über Christenverfolgung eben diese Christenverfolgung im Nahen Osten scharf verurteilt. Europa verneine seine christlichen Wurzeln, schweige apathisch.   Quelle: rv 14.10.17

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses brachte es im September 2014 bei seinem Besuch bei Papst Franziskus auf den Punkt: "Beten allein wird nicht helfen!" http://www.jakobspilger-westwaerts.de/über-uns-katholizität-geschichtliches/religiöses-katholizität/jüdischer-weltkongress-zur-christenverfolgung/

Ich füge hinzu, das Wegschauen, das Wegducken, die Angst vor dem veröffentlichten Mainstream hilft erst recht nicht. Unsere Bischöfe kommentieren politische Themen wie die Österreichwahl am 15. Oktober 2017; sitzen gerne in der ersten Reihe neben der Kanzlerin, neben dem Bundespräsidenten; verstecken ihr Brustkreuz auf dem Tempelberg;  Lk 14, 7-11: Lk 18,14.

Myanmar Oktober 2017

Auch Christen sind in Myanmar starken Verfolgungen ausgesetzt, selbst wenn sich die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die Rohingya beschränkt.

Darauf macht die vatikannahe Nachrichtenagentur asianews aufmerksam. Im ganzen Land würden religiöse Minderheiten durch das Militär und radikale Buddhisten unterdrückt, sie gälten als Fremde im eigenen Land. Seit Jahrzehnten arbeite die Militärregierung nach dem Schema „Ein Land, eine Rasse, eine Religion“. Konkret seien christliche Gemeinschaften vor allem in den Bundesstaaten Chin und Kachin der Zerstörung von Friedhöfen, Zwangskonversionen und anti-christlichem Unterricht in staatlichen Schulen ausgesetzt.

(asianews) Quelle: Newsletter Radio Vatikan vom 14.10.17

8. Oktober 2017. Kardinal Marx warnt vor einer falschen Frömmigkeit

Kardinal Marx warnt vor einer Frömmigkeit, die sich nur äußerlich zeige. Auch gelte es, „beim Christentum nicht nur von Werten oder Traditionen zu sprechen.“ Ein interessanter Satz, wie auch der nachfolgende, gesprochen anlässlich eines Gottesdienstes in der Münchner Liebfrauenkirche: „Religion bleibe „ein Megathema des 21. Jahrhunderts – mit all den Herausforderungen, die sich damit verbinden.“ „Der entscheidende Unterschied des Christentums liege in der „Person Jesu von Nazareth, der nicht einfach nur ein Prophet ist oder ein Religionsstifter, sondern in dem Gott sich selbst darstellt.“ (pm). Quelle: Newsletter Radio Vatikan, 08.10.2017.

7. Oktober 2017. Rosenkranzfest

Mehr als 1 Million Polen beteten an den Grenzen des Landes den Rosenkranz für den Frieden und die Bekehrung in Polen, in Europa und in der Welt, also für die christliche Identität Polens und Europas, also auch - richtigerweise -  gegen die Islamisierung Europas, gegen einen Kolonialismus a là George Soros. Welcher Tag wäre da nicht angebrachter gewesen, die Gebete am 7. Oktober in Gedenken an den Sieg der Christen über das Osmanische Reich bei Lepanto am 7. Oktober 1571 zu sprechen. Papst Pius V. führte den Sieg auf die Gebete des Rosenkranzes zurück. 

Nur der guten Ordnung halber sei hinzugefügt, dass das weiland von Papst Pius V. (1566 - 1572) ausgerufene Rosenkranzfest (Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz) nach dem erneuten Sieg über die Türken in Ungarn am 5. August 1716 weltweit ausgedehnt wurde auf Bitten Karls VI. Der damalige Papst hieß Clemens XI. (1700-1721).

Die Mainstreammedien, TV wie Print, berichteten negativ - in Deutschland wie auch in Italien, der Vatikan nur bedingt.

3. Oktober 2017. Ökumenischer Gottesdienst      im Mainzer Dom am Tag der deutschen Einheit

Evangelischer Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemein-schaften beklagt "eine dem Zeitgeist angepasste Beliebigkeit."

Der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), beklagte, dass die Beiträge im Gottesdienst (Anm.: anwesend waren alle führenden Politiker) die Zuhörer in politisch korrekter Weise „moralpolitisch belehren sollten“.

Es habe jedoch weder Anbetung noch Gotteslob gegeben. Vor allem habe das Evangelium gefehlt. Jesus Christus sei „so gut wie nicht vorgekommen“, erklärte Rüß gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er fragt: „Warum legten die Veranstalter Wert darauf, dass ausgerechnet eine Muslima den Ein- und Auszug anführte und in ihrem Votum Allahs Barmherzigkeit pries?“ Ökumene meine „doch die Einheit der Christen“.

Wenn dieser „sogenannte ökumenische Gottesdienst“ das Profil von Kirche widerspiegele, dann habe sie sich aufgegeben und „relativiert in eine dem Zeitgeist angepasste Beliebigkeit“.

Quelle: www.summorum-pontificum.de (07.10.17) / “idea”: Evangelischer Pressedienst  

Das Heilige ist verloren gegangen

18.10.2017. Neu ernannter italienischer Bischof lässt sich in Freizeitkleidung vom Volk ordinieren,  die Hände auflegen. Quelle: Summorum Pontificum vom 18.10.17 mit Verweis auf die Webseite www.famigliacristiana.it/articolo/il-nuovo-vescovo-di-pinerolo-derio-olivero-in-vesti-di-laico-benedetto-dai-laici.aspx

Die Gläubigen jubeln: Das sei ein Bischof nach dem Herzen des Papstes.

2017. Die Liturgie entscheidet das Schicksal der Kirche

10 Jahre Summorum Pontificum

"Die Liturgie ist 'unfehlbar' und überragt die persönlichen Meinungen der Theologen, Bischöfe und Päpste, weil sie den objektiven Glauben der Kirche ausdrückt. - Der Einbruch der Liturgie hat zu einem Einbruch der Kirche geführt."

Das sagte Gerhard Kardinal Müller anlässlich der Jubiläumstagung 10 Jahre Summorum Pontificum im September 2017 in Rom.

 

04.10.2017. Papst em. Benedikt XVI. sieht Verdunkelung Gottes in der Liturgie

Der emeritierte Papst sieht darin die eigentliche Ursache der Kirche. In einem weitverbreiteten Missverständnis der Liturgiereform habe man die Unterweisung sowie die eigene Aktivität und Kreativität in den Mittelpunkt des Gottesdienstes gerückt. Wenn aber der Vorrang Gottes nicht mehr in der Liturgie und im Leben deutlich werde, sei die Kirche in Gefahr. Der Neunzigjährige schrieb diese Sätze in einem Vorwort der russischen Ausgabe seiner Werke zur Liturgie.

 

Benedikt XVI. erinnerte weiter an den Grundsatz aus der Mönchsregel Benedikts von Nursia (um 480–547), dass dem Gottesdienst nichts vorgezogen werden dürfe.

Dies habe der Begründer des abendländischen Mönchtums bewusst mit Blick auf scheinbar größere Dringlichkeiten in der Landwirtschaft, handwerklichen Arbeitsabläufen oder der Wissenschaft formuliert. Diese Priorität Gottes gelte nicht nur im Klosterleben, betonte Benedikt XVI. Wenn der Mensch Gott hintanstelle, unterwerfe er sich Konstrukten, die ihn versklavten und die seiner Menschenwürde widersprächen.  Benedikt hatte sich vor seinem Rücktritt mehrmals für eine Reform der nachkonziliaren Liturgiereform ausgesprochen.

Quelle: Newsletter Radio Vatikan 04.10.17 (kna) und Die Tagespost vom 05.10.17

2017. Warum scheuen sich geweihte Priester...

als solche sichtbar in der Öffentlichkeit aufzutreten? Nur wenige sind am Priesterkragen zu erkennen, fast keine Priester Norddeutschlands tragen die Soutane; ganz eindeutig ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils 1962/65. 

 

Dass es auch anders geht, zeigt sehr schön der unten zitierte Bericht von CNA News, Washington vom 12. Juni 2017 mit der Überschrift:

 

Mit Snapchat und Sountane:

Erfinden die Millennials das Priestertum "neu".

 

http://de.catholicnewsagency.com/story/mit-snapchat-und-soutane-erfinden-die-millennials-das-priestertum-neu-1982

Zitat: (...) Dass diese Priester also oft "Digital Natives" sind, wird wenige wundern. Für die heute altvordere Generation der 1968er, deren Priester oft nicht als solche erkennbar sind, schon eher frappierend: Es ist "wahrscheinlicher, dass sie in der Öffentlichkeit ihre Soutane tragen als Jeans", so die Journalistin (...)

 

Ergänzung im September 2017

Gesehen in einer katholischen Kirche in Bremen: Ein Priester, der zuvor noch als Zelebrant am Altar stand, verließ das Gotteshaus umgezogen mit farbigem Oberhemd, farbiger Krawatte und Sakko. Mittlerweile gibt es auch Nonnenorden, die ihre Schwestern in Zivil auftreten lassen, die Jesuiten tun es von alters her.

August 2017. Papst Franziskus zur Liturgiereform von Papst Paul VI. in 1970 

Konzilsbeschlüsse sind offenbar bedeutungslos geworden 

Papst Pius V., das ist der Papst, der die sog. Tridentinische (lateinische) Messe festgezurrt hatte, bekräftigte in seiner „Bulle Quo Primum“ des Jahres 1570 beschwörend die Unveränderlichkeit des nach Trient festgesetzten Missales (Meßbuch) für alle Zeiten. Grundlage war der Konzilsbeschluss von Trient; es tagte von 1545 bis 1563:

  • Die Liturgie darf künftig nur in lateinischer Sprache gefeiert werden.

  • Die Liturgie darf nicht verändert werden durch Hinzufügungen oder Auslassungen.

  • Der maßgebliche Gesang ist der Gregorianische Choral.

 

Hat sich schon Papst Paul VI. über diesen Konzilsbeschluss hinweggesetzt, so bekräftigt der gegenwärtige Papst Franziskus die Unumkehrbarkeit dieser Liturgiereform von 1970. Nur zum besseren Verständnis: Diese von Paul VI. erlassene Reform ist eben NICHT vom 2. Vatikanischen Konzil der Jahre 1962 bis 1965 beschlossen worden. Die Frage, die sich stellt, ist doch, ob ein Papst überhaupt einen Konzilsbeschluss einseitig ändern darf? 

 

Hier die zwei wesentlichen Sätze Papst Franziskus`:

  •  Ihrem Wesen nach ist die Liturgie eine Sache des Volkes und nicht des Klerus, sie ist, wie schon die Etymologie anzeigt, eine Aktion für das Volk und durch das Volk.“

  • „Nach diesem Lehramt, nach diesem langen Wege können wir mit Sicherheit und mit lehramtlicher Autorität bekräftigen, dass die Liturgiereform unumkehrbar ist.“

 

Das Internetportal Summorum Pontificum fragt sich am 24. August 2017:

  • „Diese Beschreibung muss alle verwundern, die die Liturgie bisher für das Handeln der Kirche hielten, einer Kirche, die zwischen 'Volk' und Klerus keinen Gegensatz konstruiert, sondern in der den verschiedenen Abteilungen Gottes jeweils ihre je eigenen Aufgaben und Pflichten zukommen.

  • Kann sich der Verfasser der Papstrede – es ist schließlich nicht von irgendeiner Liturgie, sondern von der 'Reform' des Missales die Rede – eine Messfeier ohne Klerus, ohne geweihte Priester und Bischöfe, vorstellen?

  • Soll der Weg der Kirche durch zwei Jahrtausende umgekehrt und das Ergebnis dann für 'unumkehrbar' erklärt werden?“

 

Ich füge folgenden Gedanken hinzu:

Franziskus bezog sich u.a. auf die Päpste Pius X., Pius XII., Paul VI., interessanterweise nicht auf seine unmittelbaren Vorgänger Johannes Paul II. und vor allem nicht auf Benedikt XVI.. Von beiden weiß auch er, dass sie immer wieder betonten, dass die rechtgefeierte Liturgie/Eucharistie, in der der Priester während der Wandlung an Christi statt zelebriert, als Glaubensmittelpunkt der Kirche Christi einzustufen ist.

 

Wie ist nun weiterhin Franziskus` Rede anlässlich der 68. Liturgischen Woche Italiens zu verstehen? Ich meine, als - mindestens mittelbare - Konfrontation Benedikts XVI., der in seiner langen Zeit als Theologen-Professor, als Erzbischof von München, als Kurienkardinal, als Papst und auch nach 2013 als emeritierter Papst in zig Büchern und Aufsätzen zu diesem Thema fast schon beschwörend Stellung genommen hat, zuletzt vor kurzem im Vorwort in Kardinals Sarahs neuestem Buch.

 

Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass Kardinal Walter Brandmüller, emeritierter Kurienkardinal, vor kurzem auf das päpstliche Amtseinsetzungsverfahren nach Petrus eingegangen ist. Bis ins 10. Jahrhundert, gerechnet von Papst Gregor dem Großen an, musste jeder neugewählte Papst seine Rechtgläubigkeit unter Beweis stellen; inkludiert war die eidlich zu gebene Zusage, dass alle anerkannten Konzilien, die Lehre und die Edikte seiner Vorgängerpäpste zu bestätigen und zu bewahren seien. Von Papst Franziskus weiß man zwischenzeitlich, dass gerade er sich darum nicht einen Deut schert; für ihn ist offenbar die zu erzielende Wirkung wichtig. Das ist schade. Vielleicht greift der Heilige Geist noch rechtzeitig korrigierend ein.

2017. Im Bistum Osnabrück erstmals seit hundert Jahren keine einzige Priesterweihe

Bischof Bode zur Home-Ehe

Bitte dazu den Artikel in Summorum-Pontificum lesen - Ausgabe 18. Mai 2017.

http://www.summorum-pontificum.de/

Warum ist das so? Woran liegt das? Die christuszentrierten Priesterbruderschaften und einige Orden haben offensichtlich keine Nachwuchssorgen.

Der Autor vertritt seine dezidierte Meinung; macht es auch am gegenwärtigen Bischof Franz Josef Bode fest, der vor 22 Jahren in der Priesterausbildung tätig war. Bischof Bode zählt heute zu den bekanntesten Vertretern des deutschen Postkatholizisimus.

 

Bischof Bode zur Ehe für alle

Bischof Bodes neueste Äußerung dürfte vielen gläubigen Katholiken mehr als ein Stirnrunzeln verursachen, schrieb er doch in "informiert", dem Mitteilungsblatt der katholischen Propsteikirche St. Johann in Bremen vom 6. bis 13. August 2017, zur sog. Homoehe: "Ich halte es für eine wichtige Aufgabe der Kirche, auch homosexuelle Partnerschaften geistlich zu begleiten. Wie weit es dafür auch gottesdienstliche Formen, wie etwa eine Segnung, geben kann, muss weiter diskutiert werden.“ Die Protestantisierung schreitet mit großen Schritten voran.

 

Bischof Bode wurde Ende September 2017 zum stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt, fortan enger Mitarbeiter des langjährigen Vorsitzenden Reinhard Kardinal Marx aus München.

 

Kardinal Marx` Predigt in Fulda zu Papst Paul VI.

und zur Liturgie

Keiner widerspricht ihm. Ich tue es an dieser Stelle. Am 26. September 2017 deklamierte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in seiner Auftaktpredigt anlässlich der alljährlich stattfindenden Versammlung der Bischöfe in Fulda, dass die gegenwärtig praktizierte Liturgie ein Ergebnis des Zweiten Vatikanischen Konzils sei. Es war und ist mitnichten so. Die weiland verabschiedete "Konstitution über die heilige Liturgie" - Sacrosanctum Concilium - spricht eine völlig andere Sprache. Auch der Kardinal huldigt dem vermeintlichen Geist des Konzils und keiner seiner Bischofskollegen widerspricht ihm - öffentlich. 

April 2017                                                                 In der katholischen Kirche brodelt es

Das Numinose ist es, was den Glauben ausmacht, nicht die leichte Konsumierbarkeit seiner Wahrheit.

Papst Allerlei

Beliebig, gefällig, anbiedernd: An einen Pontifex maximus erinnert der ­Zeitgeistpapst Franziskus immer weniger. Inzwischen fragt er sich sogar selber, ob er der Grundfür eine Spaltung der Kirche sein könnte. Von Matthias Matussek

Mehr darüber via

http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2017-14/artikel/papst-allerlei-die-weltwoche-ausgabe-142017.html

 

Der bekannte Spiegel-Kolumnist Jan Fleischhauer kommentierte diesen Artikel - kritisch positiv - in der Online Ausgabe des Spiegel am 17.04.2017.

Der Nicht-Katholik schrieb bemerkenswerte Sätze: „Das Numinose ist es, was den Glauben ausmacht, nicht die leichte Konsumierbarkeit seiner Wahrheit. Wenn etwas die Religion auszeichnet, dann die Behauptung des Arkanen, also eines Bereiches, der Vernunft und Aufklärung entzogen ist. (…) Wenn die Kirche das auflöst, was sie von den weltlichen Sinnstiftungsangeboten unterscheidet, wozu braucht es dann noch die (katholische) Kirche.“ 

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ZdK - Zentralkomitee der deutschen

Katholiken zur Beichte

Die oben beschriebene Beliebigkeit hat, wen wundert es, auch und gerade bei den organisierten deutschen Katholiken Eingang gefunden. Der Vorsitzende des Zentralkomitees, Thomas Sternberg, erzählte am 19.02.17 einer slowakischen Internetzeitung, offensichtlich mit Genugtuung, dass er keinen im ZdK kenne, der beichte. Die Verbindung zwischen Eucharistie und Beichte sei auch bei den frömmsten Katholiken abgebrochen.

Er täuscht sich. Er muss nur über seinen Tellerrand hinwegschauen, in die Gemeinden gehen, wo die Katholiken noch an den trinitarischen Gott glauben, und er wird staunend bemerken, dass gerade junge Katholiken wieder beichten, wohlgemerkt: vor der heiligen Kommunion. Es sind vor allem jene, die die Missa Tridentina lieben. 

15. März 2017                                                Brillante Wissenschaftler katholisch

Nur einige Namen. Louis Pasteur: Erfinder der Pasteurisierung. Betete den Rosenkranz. Gregor Mendel - Naturforscher. Auch Vater der Genetik genannt. Augustinermönch. Verwob seine wissenschaftliche Forschungsarbeit mit Deutungen der Heiligen Schrift. Giuseppe Moscati: Pionier der Diabetes-Behandlung mit Insulin. Arzt, Wissenschaftler und Uni-Professor. Von Papst Johannes Paul II. heiligesprochen. Louis de Broglie: Nobelpreisträger in Physik. Galt als sehr fromm. Georges Lemaitre: Begründer der Urknall-Theorie. Belgischer Priester. Löste den vermeintlichen Gegensatz von Wissenschaft und katholischem Glauben auf. Jerome Lejeune - Entdecker der Ursache des Down-Syndroms. Kinderarzt und Genetiker. Freund von Papst Johannes Paul II.

 

Auch Galileo Galilei ist an dieser Stelle zu nennen, der Vater der modernen Astronomie. Er blieb zeitlebens trotz seines Disputs mit der Kirche ein tiefgläubiger Katholik, seine Tochter wurde gar Nonne. Er wurde nicht als Ketzer verbrannt, noch saß er in einem Verlies. Er stand neun Jahre unter Hausarrest, lebte währenddessen in einer Villa.

Fazit: Von der Genetik bis zur Astrophysik hat die Kirche mehr beigetragen zum Wissen über unsere Universum - und natürlich unsere Rolle darin - als jede andere Einrichtung der Geschichte. Und die Litanei ihrer Heiligen und Gelehrten setzt sich weiter fort. Wer mehr wissen will, schlage bei CNA Deutsch nach: ChurchPoP, Denver, 15. März 2017.

18. November 2016: Führende Intellektuelle der renommierten amerikanischen Universitäten von Harvard und Chicago haben sich zum Katholizismus bekehrt. Quelle: CNA.

http://de.catholicnewsagency.com/story/intellektuelle-von-harvard-und-chicago-bekehren-sich-zum-katholizismus-1337

Oktober / November 2016                          Deutsche Bischöfe verstecken ihr Brustkreuz

Deutsche Bischöfe versteckten ihr Brustkreuz bei ihrem Besuch der Al-Aksa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem. Aus Respekt vor den Muslimen, so hieß es. Dazu Kardinal Walter Brandmüller im Focus 46/2016: Ist Houellebecqs Horrorvision "Unterwerfung" schon heute wahr? 

Houellebecqs hatte in 2015 einen Bestseller geschrieben, der sehr eindrücklich beschreibt, wie der Islam "Frankreich übernimmt" - ausgehend von den Eliten des Landes, die sich willfährig unterwerfen.

Übrigens: Papst Benedikt XVI. hatte sein Kreuz bei seinem Besuch in nicht versteckt.

Anhang zu 1:

Der hl. Antonius Maria Zaccaria (Gedenktag 5. Juli), Ordensgründer und Priester in Mailand, gilt als der große Erneuerer der Kirche im 16. Jahrhundert. Er wollte im Klerus wieder den Geist des Evangeliums wecken. Auch verbreitete er die Verehrung des heiligsten Altassakrament.

Die Bibelstelle Matthäus 7,15 ff. ist mehr denn je  aktuell, wo Jesus sagt: 

15Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. 16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? 17Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. 18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. 19Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. 20An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. 21Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. 22Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht? 23Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

 

Ich wünschte mir, Papst Franziskus würde alle Strömungen zusammenfassen, einfach nur Brückenbauer sein, also Pontifex maximus: mit Liebe und Verständnis auf seine Mitbrüder im Amt zugehen und damit auf die Gläubigen, nicht dem Zeitgeist folgen. Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton (1874 - 1936) sagte richtigerweise: "Die katholische Kirche ist die einzige Institution, die den Menschen vor der Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein."