LITERATUR FÜR GLÄUBIGE UND UNGLÄUBIGE ROSENKRANZ

Meseta. Auf dem Weg nach Hornillos del Camino: Hitze, Einsamkeit. Keine lauten Gespräche zu hören. Genauso, wie ich`s mir vorgestellt habe. In Israel war es 1990 während der Heilig-Land-Pilgerreise mit 40° noch heißer.     

Die Wunder der Bettlerinnen

Krankheits- und Heilungsgeschichten in Burgos und                  Santo Domingo de la Calzada (1554-1559)

Autor: Luis M. Calvon Salgado. Im Jahre 2000 im Rahmen der Jakobus-Studien (Nr.11) herausgegeben im Auftrag der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft von Klaus Herbers und Robert Plötz. Gunter Narr Verlag Tübingen.

Andreas Douve                                                       Die Wunder des heiligen Jakobus

Die Buchbeschreibung auf der Rückseite des Einbands bringt es auf den Punkt: "Aus Geschichte und Legende ist die Faszination gewoben, die der Jakobsweg nach Santiago de Compostela ausübt. Dieses Buch erzählt die schönsten Wunder- und Weggeschichten." Nicht alle basieren auf Legenden. Nicht wenige historisch nachweisbaren Geschichten sind legendarisch ausgeschmückt worden. Das macht nichts. Jede Legende besitzt ein Körnchen Wahrheit.

 

Ausgabe 2007, Verlag Herder Freiburg im Breisgau

Robert Ward. Pilgerwege eines Ungläubigen.           Unterwegs zwischen Santiago, Fatima u. Lourdes.

Originaltitel 2002 Virgin trails. Deutschsprachige Ausgabe 2004 Kreuz Verlag, Stuttgart.

 

Ein Atheist auf Marienwallfahrt. Robert Ward, ein US-Journalist, beschreibt seine eindrücklichen Erlebnisse der (Wall-) Fahrten nach Paris, Chartes, Lourdes, Fatima, Loreto, aber eben auch nach Santiago de Compostela und Finisterre.

 

Lesenswert.

Paul Badde. Heiliges Land. Königsweg aller Pilgerreisen. Rosenkranz.

Jerusalem im Frühjahr 1990. Abfotografiert.

 

Dieses Buch ist gerichtet an gläubige Menschen, die auf der Suche nach dem Fenster zum Paradies sind. 

Paul Badde verbindet seinen Pilgerweg (natürlich mit dem Blick des versierten Reporters und Journalisten) entlang der Geschehnisse, die den zwanzig Geheimnissen des Rosenkranzes innewohnen, mit den schrecklichen Ereignissen der letzten Intifada in Jerusalem, der heiligen, der himmlischen und explosiven Höllenstadt - so der Text auf der Rückseite des Bucheinbands.

 

Ein sehr empfehlenswertes Buch, in dem der Autor sich nicht scheut, theologische Fragen zu stellen und Antworten zu geben. Originalausgabe 2008.

1. Taschenbuchausgabe  Februar 2010, Wilhelm Goldmann Verlag, München.

 

Mehr zum Rosenkranz / Rosario vgl. unten. 

Hintergründe zum Rosenkranz / Rosario

Das Rosenkranzgebet erzählt von der Gemeinschaft der Gläubigen, von der pilgernden Kirche aller Zeiten. Im 12. Jahrhundert entstehen erste Vorformen des Gebetes. Seit dem 15. Jahrhundert wird der Rosenkranz nicht mehr nur privat gebetet. Der Kartäuser Dominikus von Preußen und der Dominikaner Alanus de Rupe geben 1460 dem Rosenkranzgebet die heutige Gestalt. Dem Ave Maria werden biblische Verweise auf Jesus Christus und Maria angefügt. 

  

Es ist ein marianisches Gebet, bei dem das Leben Jesu meditiert wird während einhundertfünfzig gesprochener Ave Maria (Gegrüßet seist du Maria) sowie dem Vaterunser und dem Ehre sei dem Vater. Mit Hilfe einer Gebetskette, auf der Kugeln/Perlen aufgereiht sind. Später kamen weitere Einfügungen hinzu. Das Rosenkranzgebet fristet in der Diaspora ein Schattendasein. In überwiegend katholischen Gegenden wird es weltweit nicht nur im marianischen Monat Oktober gebetet. Sehr gerne erinnere ich mich an die "Rosarios" in Astorga und Bercianos de Real Camino. Nichtkatholiken wie nicht so im katholischen Glauben Verwurzelte bemängeln das "Geleier", wie sie es nennen. Der Rosenkranz wird aber meditiert.

 

Der Name Rosenkranz beruht auf der Vorstellung, die Gebete und Anrufungen seien ein Kranz, geflochten aus weißen, roten und goldenen Rosen zur Ehre der Gottesmutter Maria.

 

Das Fest „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz" wird jeweils am 7. Oktober gefeiert. Es wurde von Papst Pius V. am 7. Oktober 1572 eingeführt, nachdem die Katholische Kirche am 7. Oktober 1569 den Angriff der Osmanen in der Seeschlacht von Lepanto abwehren und triumphieren konnte. Nahezu alle Päpste der vergangenen Jahrhunderte haben sich als begeisterte Anhänger des Rosenkranzgebets geäußert, ob nun in Apostolischen Schreiben und/oder in der Form der Enzyklika. Wie sein Vorgänger Papst Benedikt XVI. wendet sich auch Papst Franziskus zum Schluss in fast jeder seiner Predigten/Ansprachen an die Mutter Jesu, an die Gottesmutter: "Vertrauen wir uns der mütterlichen Fürsprache Marias an (...)."

 

Wer noch mehr über den Rosenkranz wissen will, schlage unter anderem bei kathpedia.com nach.

Der Rosenkranz - ein Herzensanliegen Marias

Die freudenreichen Geheimnisse

Jesus, den Du, O Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, in Bethlehem geboren hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast.
Jesus, den Du, O Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast.


Die lichtreichen Geheimnisse

Jesus, der von Johannes getauft worden ist.
Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat.
Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat.
Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist.
Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat.


Die schmerzhaften Geheimnisse

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat.
Jesus, der für uns gegeißelt worden ist.
Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist.
Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.
Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.


Die glorreichen Geheimnisse

Jesus, der von den Toten auferstanden ist.
Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.
Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.
Jesus, der Dich, O Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
Jesus, der Dich, O Jungfrau, im Himmel gekrönt hat. 

 

Die trostreichen Geheimnisse

Jesus, der als König herrscht.

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt.

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit.

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten.

Jesus, der alles vollenden wird. 

Joseph Kardinal Ratzinger (Papst Benedikt XVI.)

"Große Dinge werden durch Wiederholung nicht langweilig.

Nur das Belanglose braucht die Abwechslung und muss schnell durch anderes ersetzt werden. Das Große wird größer, indem wir es wiederholen, und wir selbst werden reicher dabei und werden still und werden frei."

 

Papst Benedikt XVI. zum Rosenkranzgebet am 3. Mai 2008:

 

"Wenn der Rosenkranz richtig gebetet wird - nicht mechanisch und oberflächlich, sondern mit tiefem Glauben -, dann bringt er in der Tat Frieden und Versöhnung.

Er trägt in sich die heiligende Macht des heiligsten Namens Jesu, der mit Glauben und Liebe in der Mitte jedes 'Gegrüßet seist du Maria' angerufen wird." 

 

Wer das verinnerlicht hat, wird jedem Gegenargument, der Rosenkranz werde "heruntergeleiert", glaubhaft Paroli bieten können.