AKTUELLE LITERATUR PILGERREISEN

Zwischen Melide und Sta. Irene. Eukalyptuswald in der Morgensonne.

Einstimmung

Ein Blick ins Internet genügt. Welchen Online-Buchhändler auch immer Sie gewählt haben mögen, Sie erwartet ein überbordendes Angebot an Reiseberichten, Büchern, Reiseführern, Bildbänden, Fachbüchern, et ecetera. Ich habe an dieser Stelle eine kleine Auswahl für Sie vorgenommen. Bücher, die ich selbst gelesen habe. Bitte klicken Sie auch die nächste Seite an. Dort erwarten Sie Kurzbeschreibungen religös motivierter Bücher; eines geschrieben von einem areligiös geprägten Autor.

Gonzalo Torrente Ballester                               Santiago de Compostela - Ein Pilgerlesebuch

Die Originalausgabe erschien 1948 unter dem Titel Compostela y su angel. 2007 sorgte der Verlag Ludwig aus Kiel für die deutsche Übersetzung. Torrente Ballester verschweigt nicht, dass er gläubiger Katholik ist: "(...) wer sich jedoch einzig und allein auf wissenschaftliche Erklärungen verlässt, wird nur sehr wenig über (Santiago de) Compostela erfahren."

Der Autor, ein Cervantes-Preisträger, taucht in die mittelalterliche Geschichte ein, erwähnt die modernen Wallfahrer. Ein Muss für jeden, der sich nicht mit der Mainstreamliteratur zufrieden geben möchte. 

Paulo Coelho                                                           Auf dem Jakobsweg 

Dieses Buch hat mich, es war um die Jahrtausendwende, schlussendlich bewogen, mich näher mit dem Jakobsweg zu beschäftigen. Es faszinierte mit jeder Zeile. Paulo Coelho beschreibt seine persönlichen Pilgererlebnisse des Jahres 1986, in erster Linie seinen Kampf mit dem alter ego, mit Petrus, so nennt er ihn. Lesen Sie bitte selbst. 1987 erschien die Originalausgabe als "O Diario De Um Mago", 1991 als deutsche Erstausgabe mit dem Titel "Die heiligen Geheimnisse eines Magiers"; später dann, als das Pilgerfieber ausgebrochen war, trug es den Namen "Auf dem Jakobsweg - Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela." Mir liegt die Ausgabe von 1999 vor, Diogenes Verlag AG Zürich.

 

Ein empfehlenswertes Buch, auch wenn der Autor mittlerweile zugegeben hat, nicht alle Strecken wirklich selbst gegangen, gepilgert zu sein. Das ist unerheblich.

Gideo Lewis-Kraus                                                 Die irgendwie richtige Richtung

Interview in der Literarischen Welt, Ausgabe vom 5. Oktober 2013, Seite 10:

 

Ich bin dann mal zurück. Wo geht`s nach Heute?

Fragen an den Amerikaner Gideon Lewis-Kraus, der auf zeitgemäße Weise pilgert - von Jan Küveler. (Suhrkampverlag, 384 Seiten) 

Für Lewis-Kraus ist die Sache klar, es kommt auf die Rückkehr an. Deshalb machte er sich dreimal auf den Weg, einmal nach Santiago de Compostela.

 

Reisen als Suche, Abenteuer oder Flucht und Vermeidung?

"Ich stellte die vertraute Struktur der Pilgergeschichte auf den Kopf. Wenn du nur über eine Reise schreibst, bist du versucht, mit der freudigen Erregung der Ankunft aufzuhören. Du schreibst nie darüber, was passiert, wenn du in deinen Alltag zurückkehrst. Etwa ob es dir gelingt, dieses neue Gefühl der Erregung und Ausgeglichenheit mitzunehmen. Dass passt zur typischen Abenteuergeschichte: Man zieht mit einem klaren Ziel los, überwindet Widrigkeiten und kehrt glorreich heim."

 

Es kommt also auf die Rückkehr an?

"Ja, denn erst da wird deutlich, ob es sich tatsächlich um eine erfolgreiche Suche gehandelt hat oder doch nur um eine Flucht. (…)"

 

Kann ein Ort einen Menschen verändern?

"(…) kaum jemals so, wie sich dieser Mensch das vorgestellt hat. Die besten Erfahrungen, die man an einem Ort machen kann, regen uns zu der Frage an, für welche unserer Hoffnungen die neue Umgebung eigentlich die Verantwortung übernehmen sollte."

Rachel Joyce                                                          Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry. 4. Auflage: Juli 2012. Deutsche Ausgabe: S. Fischer Verlag, Frankfurt.

 

Zitat Einband Rückseite: "Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß. Von Südengland bis an die schottische Grenze - eine Reise fürs Leben, eine Geschichte von Tapferkeit, Betrug, Liebe, Loyalität und einem ganz unscheinbaren Paar Segelschuhen."

 

Ein berührender, lesenswerter Roman.

Elke und Peter Schulze                            Reisebericht Westwärts nach Galicien

Pilger auf den Spuren vergangener Zeitzeugen                            nach Santiago de Compostela

Achthundert Kilometer Faszinierendes, Eindrucksvolles, Meditatives, Spirituelles, Mythisches, Traumhaftes, Leichtes, Anstrengendes, Schmerzhaftes, Liebevolles, Unvergessliches, Geschichtliches, Religiöses, Mystisches, Kulturelles. 

 

Von den Pyrenäen bis zum Grab des heiligen Jakobus nach Compostela. Achthundert Kilometer reich an Historie, (mittelalterlichen) Geschichten und Heiligenlegenden. Von Navarra, durch die Rioja, via Burgos und León, den Provinzstädten von Kastilien-León, durch unendlich scheinende Getreidefelder der Meseta, der heißen spanischen Hochebene, durch das Land der Maragatos, über die Montes de León mit dem Cruz de Ferro, auf dem Camino duro nach O Cebreiro, durch mittelalterlich anmutende, verarmte Bauerndörfer ins hügelige, grüne, bewaldete, häufig regnerische Galicien.

Die skizzierten persönlichen Erlebnisse, Erfahrungen, Eindrücke und Gefühle werden immer wieder von eingestreuten Berichten aus (mittelalterlicher) Geschichte, Kultur und Religion unterbrochen, aufgelockert; vgl. dazu den Menü-Hauptpunkt REISEBERICHT WESTWÄRTS.

 

__________________________________

 

 

Westwärts nach Galicien

Pilger auf den Spuren vergangener Zeitzeugen

nach Santiago de Compostela

 

Bitte oben anklicken. Danke. Als Buch/Broschüre zu beziehen u.a. via Amazon.