DAS GLAUBENSBEKENNTNIS DER                              KATHOLISCHEN KIRCHE

Rom. Vatikan. Petersdom. Pieta von Michelangelo.

 

Die Pieta stellt die Mutter dar, die den Leib des Sohnes empfängt, nachdem er vom Kreuz abgenommen worden ist. Betrachten wir das Antlitz Marias: Sie ist jung, sehr viel jünger als der Sohn, weil sie unbefleckt ist, wie Michelangelo selbst gesagt. Ihr Blick liebkost das Antlitz Jesu, er ist ernst und voller Mitleid, erfüllt von Milde und Leid, sie beugt sich der Zustimmung, denn sie ist ganz vereint mit der im Kreuzesopfer vollzogenen Hingabe des Sohnes an den Vater. Maria fährt fort, den Leib des Sohnes darzubringen: Mit der linken Hand drückt sie ihn an sich und mit der rechten Hand bringt sie ihn dar. Es lässt mich an den Augenblick der eucharistischen Wandlung (Anmerkung: während der Heiligen Messe) und an die Worte des Priesters denken, der die Worte Jesu spricht: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. 

Quelle: Vatikanzeitung LÓsservtore Romano vom 17.März 2017: Kunst als Weg zur Wahrheit. Meditation zur Pieta von Schwester Rebecca Nazzaro, Oberin der Missionarinnen von der Göttlichen Offenbarung.

Einführung

Über die Ergebnisse des von Papst Johannes XXIII. einberufenen und von seinem Nachfolger Papst Paul VI. erfolgreich in 1965 zu Ende gebrachten Zweiten Vatikanischen Konzils wird mehr denn je gestritten. Papst (em.) Benedikt XVI., einer der letzten Zeitzeugen, bringt es in die rechte Spur, wenn er deklamiert: Nicht das Konzil der Medien, sondern das Konzil der Konzilsväter sei entscheidend. Nicht der vermeintliche Geist sondern die schriftlich fixierten Ergebnisse des Konzils seien entscheidend; vgl. auch den Menüpunkt DIE KONZILIEN (bitte durchscrollen.

 

Nahezu völlig in Vergessenheit geraten ist das von Paul VI. erarbeitete Glaubensbekenntnis, das er CREDO DES VOLKES GOTTES nannte. Es passt vielen in der Katholischen Kirche, den Laienorganisationen wie den Klerikern, nicht mehr in den Kram; unten dazu mehr.

 

KATECHISMUS DES KATHOLISCHEN KIRCHE (KKK)

Der Katechismus www.vatican.va/archive/DEU0035/_INDEX.HTM  ist nahezu in die Versenkung geraten. Pfarrer scheuen sich gleichwohl nicht, den Katechismus ihrer eigenen Kirche in ihren Predigten als veraltet, nicht mehr zeitgemäß zu bezeichnen. Dabei ist er in seiner letzten Ausgabe erst 1993 resp. 1997 (Catechismus Catholicae Ecclesiae) erschienen. Vielleicht liegt es auch daran, dass die weiland von Papst Johannes Paul II. eingesetzte Kommission zur Erarbeitung des neuen sog. Weltkatechismus unter der Leitung von Joseph Kardinal Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., stand.

Der hl. Petrus Canisius, Ordenspriester und Kirchenlehrer (8. Mai 1521 - 1597) hatte weiland drei Katechismen herausgegeben: den Großen (1555) für Geistliche und gebildete Laien, den Kleinen mit 59 Fragen und kurzen Gebeten für die einfachen Gläubigen und den Mittleren, es ist der verbreiteste, für die Lateinschulen. 

 

Dabei steht im Katechismus wie im CREDO DES VOLKES GOTTES alles drin, was der Katholik von seinem weltweit unisono verkündeten Glauben wissen sollte: Die göttliche Wahrheit. Prof. Jan-Heiner Tück (Wien) stützt diese Auffassung, indem er postuliert, dass der KKK als Garant des Welt-Katholizismus Verbindliches, Orientierendes formuliere. 

 

Zurück zum Credo. In verkürzter Form wird es tagtäglich als Apostolisches Glaubensbekenntnis überall auf den Kontinenten während der Heiligen Messe gesprochen; bei festlichen Anlässen gerne auch Das Große Glaubensbekenntnis von Nicäa. Dazu unten mehr. Das Glaubensbekenntnis ist, so Papst Benedikt XVI., aus den Taufgesprächen der frühen Christen mit Beginn des 2. Jahrhunderts entwickelt worden, aus dem Dialog zwischen Bischof und  Taufbewerber: "Glaubst Du an Gott?" - "Glaubst Du...?"

DAS CREDO DES VOLKES GOTTES - 1968          Papst Paul VI.

Am 30. Juni 1968, drei Jahre nach Beendigung des Zweiten Vatikanischen Konzils, verkündete Papst Paul VI. vor Zehntausenden von Gläubigen sein Glaubensbekenntnis CREDO DES VOLKES GOTTES - als Antwort auf die Zeitirrtümer, auf dem Höhepunkt der 1968er-Kulturrevolution: Eindeutig eine Ergänzung der von den Konzilsvätern herausgebrachten Dekrete, dogmatischen Konstitutionen, Erklärungen.

 

Zum Abschluss des Glaubensjahres 1968, das letzte war übrigens für 2012/2013 von Papst Benedikt XVI. ausgerufen worden, intendierte Paul VI. mit seinem feierlich proklamierten Glaubensbekenntnis

 

EIN FESTES ZEUGNIS

FÜR DIE GÖTTLICHE WAHRHEIT ABZULEGEN,    

DIE DER KIRCHE ANVERTRAUT IST.

 

Mehr darüber in englischer Übersetzung via Vatikanseite:

www.vatican.va/holy_father/paul_vi/motu_proprio/documents/hf_p-vi_motu-proprio_19680630_credo_en.html

 

Die deutsche Übersetzung unterteilt den Text in einzelne, prägnante Punkte und gibt somit den nötigen Überblick: www.padre.at/credo.htm.

 

Der aufmerksame Leser wird sicherlich überrascht sein, dass die hier getroffenen Aussagen zur Trinität / Dreifaltigkeit Gottes nahezu deckungsgleich zu dem sind, was schon die iberischen Bischöfe im 7. Jahrhundert festgehalten haben; vgl. Punkt oben lks. 

Die gebeteten Glaubensbekenntnisse in der Heiligen Messe

Die Auferweckung des Lazarus. Von Leon Bonnat. Entnommen dem Informationsblatt der Priesterbruderschaft St. Petrus 06/2016.

 

"Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt." Joh 11,25.

 

Das Große Glaubensbekenntnis

von Nicäa (325) und Konstantinopel (381 n. Chr.)

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen
hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.

 

Und an den einen Herrn, Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem
Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.

 

Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

 

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.

 

Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

 

Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten; und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt. Amen.

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Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria,

gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, 

hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten  und das ewige Leben.  Amen.

Neue deutsche Bibelübersetzung der katholischen Kirche 2016/2017

Nebenstehend mein Leserbrief in der "Welt" vom 22. September 2016 zum Artikel von Lucas Wiegelmann vom 16. September im Feuilleton: Ein bisschen Jungfrau. BITTE ANKLICKEN. Im Anschluss daran Auszüge meines Briefes an den Autor Lucas Wiegelmann.

 

Der Autor beschreibt in seiner Abhandlung über die Bibelkommission der deutschen katholischen Kirche. Die neue Übersetzung soll Ende dieses Jahres herauskommen. Einige evangelische Theologen haben gleichermaßen mitgewirkt, wenngleich selbige ihre eigene Lutherübersetzung nicht antasten wollen. Die kommende Einheitsübersetzung ist also eine rein katholische.

 

Da auch Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI. in seinem Prolog der Jesusbücher auf Seite 58 von „almah“ = „Jungfrau“ spricht, und er gilt als ausgewiesener Kenner der hebräischen Sprache, so glaube und vertraue ich ihm mehr, zumal der Satz im Kontext zu lesen ist: „ (…), und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.“ Für Ratzinger hat „die Exegese (…) nach einer zeitgeschichtlichen Deutung gesucht - und ist gescheitert.“ - vgl. Jesus von Nazareth, Prolog, Die Kindheitsgeschichten, Herder Verlag 2012.

Da es sich selbst bei einer wissenschaftlich grundierten Bearbeitung der Bibel ohnehin nur um Annahmen (häufig Wunschvorstellungen) handeln kann, so sollten wir mindestens versuchen, die überlieferte Denkweise und Interpretation der frühen Christen (Evangelisten, Bischöfe, Gläubige, Kirchenväter, etc.) heranzuziehen, die ja nicht dumm waren, sehr wahrscheinlich klüger als wir, sondern die die hebräische, die griechische und die aramäische Schriftsprache und deren damalige, also damals aktuelle Bedeutung (die heute eine ganz andere sein kann) genauestens kannten; später kam die lateinische hinzu. (...)

Der Vatikan muss wieder die Deutungshoheit gewinnen und darf nicht vom deutschen Episkopat ernannte Exegeten gewähren lassen, mögen sie auch an katholischen Universitäten als Professoren lehren. Wie fatal sich solches, letztlich unkontrolliertes Agieren auswirken kann, zeigt doch die völlige Umdeutung des Vaticanums II hin zur profanisierten und protestantisierten Messfeier, vielerorts losgelöst vom Eucharistiemysterium, vielerorts Brot brechen und Brot an jedermann austeilen. Ich verweise u.a. auf das Lehrdokument Sacrosanctum Concilium und Paulus` ersten Korintherbrief 1 Kor 11,27-30. Hoffentlich wird der Nachfolger von Papst Franziskus sich wieder auf die (katholische) Theologie besinnen: „auf das Nachdenken des uns von Gott Vorgesagten, Vorgedachten“ – Quelle: Benedikt XVI. - Letzte Gespräche, Droemer Verlag, 2016.

 

HINWEIS

Wer eine nicht vom Zeitgeist beeinflusste Bibelübersetzung lesen möchte, der besorge sich die Stuttgarter Kepplerbibel, ursprgl. aus 1915, mit Änderungen der Jahre 1936, 1950 und 1961. Auch wäre die von Joseph Franz von Allioli übersetzte Fassung zu nennen, ebenso die sog. Kürzinger. Man täusche sich nicht. Nur ein einziges falsch und/oder missverständlich übersetztes Wort aus der Septuaginta (griechisch) und/oder Vulgata (lateinisch) bringt einen völlig neuen Sinn. Nicht von ungefähr existiert zu Recht der Satz: Sag` mir, welche Bibelübersetzung du liest, und ich sage dir, was du glaubst. 

Bsp. Mt 16,26.27: Die spätere Einheitsübersetzung spricht zweimal an der betreffenden Stelle von "Leben", die früheren von "Seele". So wird langsam aber sicher der Begriff und der Glaube an die weiterlebende Seele bewusst ins Abseits gestellt.  

1998 - Papst Johannes Paul II.                        Enzyklika FIDES ET RATIO - Glaube und Vernunft

Fides et Ratio - Glaube und Vernunft. Gemeinhin wird der emeritierte Papst Benedikt XVI. mit diesem seinem Lieblingsthema in Verbindung gebracht, zum Verdruss vieler seiner Kritiker, vor allem hier in Deutschland, namentlich Hans Küng vom Weltethos.

Am 14. September 1998, dem Fest der Kreuzerhöhung, hat sein Vorgänger Papst Johannes Paul II. eine Enzyklika vorgelegt, die es verdient hat, mehr denn je beachtet und diskutiert zu werden, nämlich, ich zitiere korrekt: (die) Enzyklika FIDES ET RATIO von Papst Johannes Paul II. an die Bischöfe der katholischen Kirche über das Verhältnis von Glaube und Vernunft. Es gibt eine 7. Auflage aus 2014, zu beziehen über das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (www.dbk.de) als Nr. 135 der Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls. Wie der emeritierte Papst Benedikt XVI. jetzt (2016) verriet, stecken einige Ideen von ihm in dieser Enyzyklika. Mein erstes Fazit: spannend zu lesen. Nachstehend die Kapitel-Überschriften:

 

Einleitung: „Erkenne dich selbst.“

Die Offenbarung der Weisheit Gottes: Jesus als Offenbarer des Vaters. Die Vernunft vor dem Geheimnis.

Credo ut intellegam (Ich glaube, damit ich verstehen kann):  Die Weisheit weiß und versteht alles. „Erwirb dir Weisheit, erwirb dir Einsicht.“

Intellego ut credam (Ich glaube, damit ich erkennen kann): Auf dem Weg der Suche nach der Wahrheit. Die verschiedenen Gesichter der Wahrheit.

Das Verhältnis von Glaube und Vernunft: Bedeutsame Schritte der Begegnung zwischen Glaube und Vernunft. Die bleibende Neuheit des Denkens des hl. Thomas von Aquin. Das Drama der Trennung zwischen Glaube und Vernunft.

Die Wortmeldungen des Lehramtes im philosophischen Bereich: Das Urteilsvermögen des Lehramtes als Dienst an der Wahrheit. Das Interesse der Kirche für die Philosophie.

Die Wechselwirkung zwischen Theologie und Philosophie: Die Glaubenswissenschaft und die Erfordernisse der philosophischen Vernunft. Verschiedene Standorte der Philosophie.

Aktuelle Forderungen und Aufgaben: Der unverzichtbaren Forderungen des Wortes Gottes. Aktuelle Aufgaben für die Theologie. Schluss.

DOMINUS IESUS - 2000                                      Über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität   Jesu Christi und der Kirche.                                   Kardinal J. Ratzinger. Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II. und sein wichtigster Mitarbeiter Joseph Kardinal Ratzinger

 

ZWEITES VATIKANISCHES KONZIL

- GEFAHR DER UMDEUTUNG: KONZIL DER MEDIEN

Ergänzend zum oben beschriebenen CREDO des VOLKES GOTTES von Papst Paul VI. ist es heute mehr denn je wichtig, auf die vatikanische Erklärung „Dominus Iesus - Jesus ist der Herr" hinzuweisen. Insbesondere in Anbetracht der derzeitigen Bestrebungen, das Zweite Vatikanische Konzil  der Jahre 1962 - 1965 umzudeuten: Alles sei jetzt möglich (zu glauben), alles sei gleich - Relativismus pur.

 

Quasi am letzten Tag seines Pontifikats in 2013 warnte Papst Benedikt XVI. in seiner letzten großen Rede vor seinen römischen Geistlichen vor dieser Gefahr der Umdeutung. Viele Bischöfe und Gläubige hätten sich am sogenannten Konzil der Medien orientiert und nicht am tatsächlichen, vom Heiligen Geist getragenen Konzil.

 

So ist es auch nicht verwunderlich, dass er auch als emeritierter Papst in 2014 noch einmal dazu Stellung genommen hat. Er verwies auf seinen Vorgängerpapst und mittlerweile heiliggesprochenen Johannes Paul II., auf dessen Initiative hin obiges Schreiben der Kongregation für die Glaubenslehre am 6. August 2000, dem Fest der Verklärung des Herrn, herausgekommen sei. In seinem letzten Buch "Letzte Gespräche" mit Peter Seewald aus 2016 korrigierte der emeritierte Papst Benedikt XVI., dass er selbst die Dokumente des Offiziums geschrieben habe, also habe er auch bei diesem nur mitgearbeitet und kritisch umgestaltet.

 

DIE GLAUBENSINHALTE DER ERKLÄRUNG DOMINUS JESUS

Die Erklärung löste weltweite Debatten aus. Die Protestanten *) waren enttäuscht zu lesen, dass ihre Kirchen eben nicht als Kirchen sondern als kirchliche Gemeinschaften bezeichnet worden waren. Dominus Jesus beschreibt die wesentlichen Glaubensinhalte der katholischen Kirche mit der Überschrift: „Über die Einzigkeit und die Heilsuniversalität Jesu Christi und der Kirche.“

 

Hier einige Abschnittsüberschriften:

 

I. Fülle und Endgültigkeit der Offenbarung Jesu Christi.

II. Der fleischgewordene Logos und der Heilige Geist im Heilswerk.

III. Einzigkeit und Universalität des Heilsmysteriums Jesu Christi.

IV. Einzigkeit und Einheit der Kirche.

V. Kirche, Reich Gottes und Reich Christi.

VI. Die Kirche und die Religionen im Hinblick auf das Heil.

 

Wer den gesamten Text lesen möchte, schlage bitte die Seite auf: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20000806_dominus-iesus_ge.html

 

*) Luther, die Protestanten und die Kirche

Wollen sie überhaupt eine Kirche sein?

„Den Kirchenbegriff in gleicher Weise für alle bestehenden kirchlichen Gemeinschaften in Anspruch zu nehmen, steht eben auch gegen deren eigenes Selbstverständnis. Luther sah die Kirche im theologischen und geistlichen Sinn nicht in dem großen institutionellen Körper der katholischen Kirche verwirklicht, die er eher als ein Instrument des Antichrist ansah. Kirche wird in seiner Sicht jeweils da, wo das Wort Gottes Menschen versammelt und eint. Dem entsprechend sieht die auf Luther zurückgehende Tradition die Kirche dort für gegeben an, wo das Wort recht verkündet und die Sakramente in rechter Weise gespendet werden. Luther selbst konnte unmöglich in den sich bildenden, den Fürsten unterstehenden Landeskirchen die Kirche sehen: Dies waren äußere Hilfskonstruktionen, die man brauchte, aber doch nicht die Kirche im geistlichen Sinn. Und wer würde heute einfach sagen wollen, daß die in historischen Zufälligkeiten gewachsenen Bildungen - sagen wir die Kirche von Hessen-Waldeck oder von Schaumburg-Lippe - im gleichen Sinn Kirche sind, wie die katholische Kirche glaubt Kirche zu sein. VELKD und EKD wollen doch ganz ausdrücklich nicht eine "Kirche" sein. So zeigt sich bei nüchterner Betrachtung, daß die Realität Kirche für den Protestanten woanders angesiedelt ist als in den Institutionen, die man Landeskirchen nennt. Darüber müßte man streiten.“ Joseph Kardinal Ratzinger in einem ausführlichen Interview mit Christian Geyer, FAZ vom 22. September 2000, in dem der damalige Präfekt der Glaubenskongregation zur Empörung Stellung nimmt, die die Erklärung der Glaubenskongregation Dominus Iesus vom 6. August 2000 in evangelischen Kreisen ausgelöst hatte. Quelle: Kath.-info.de

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ERZBISCHOF GERHARD LUDWIG MÜLLER

ZUR TRINITÄT

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre bringt die beschriebene Basis des katholischen Glaubens in seinem 2012/2013 publizierten Buch  "Den Horizont der Vernunft erweitern - Zur Theologie von Benedikt XVI." ergänzend wie folgt zu Papier:

 

"Es gibt nur einen Gott, in den drei Personen von Vater, Sohn und Heiligem Geist; Gott, der Sohn, hat unser menschliches Fleisch angenommen; in seiner menschlichen Natur hat er alle Menschen angenommen und in das Verhältnis zum dreieinigen Gott hineingeführt. Wir sind durch Christus Söhne und Töchter Gottes und dürfen uns im Heiligen Geist der Freundschaft und der Liebe Gottes erfreuen. Deshalb gibt es auch nur eine Kirche, kann es nur eine Kirche geben." 

 

Der deutsche Schriftsteller Reinhold Schneider (19./20.Jh.) drückt seinen Glauben so aus: "Niemand glaubt an Gott, weil er bewiesen wurde, sondern weil Gottes Sein sich in ihm ereignet hat, weil Gottes Segen an ihm, ihm geschah; weil Gott sein Auge auf ihn richtete. Gott ist der unbeweisbar Wirkende, der anschaut, den er will." 

Und was sagt die historisch-kritische Exegese?

Der historisch-kritische Exeget lehnt das metaphysische Weltbild, den Supernaturalismus ab. Lehnt also das Übersinnliche, das Glaubende ab,weil die 

Natur übersteigend, weil rational nicht begreifbar, weil außergesetzmäßig. Viele katholische Theologen schlossen sich diesem Trend der zumeist evangelisch orientierten Exegeten der vergangenen Jahrhunderte an. Auch heute denken noch viele so. Aber nicht mehr alle. Ein Schlenker zu Prof. Walter von Laack (Grenzgebiete der Medizin). Er sagt im "Welt"-Artikel vom 02.01.2017: "Was uns als Wissen verkauft wird, sind oft einzelne Interpretationen von Beobachtungen. Und wenn die Naturwissenschaft auf unerklärliche Dinge stößt, ignoriert sie sie einfach."

 

THEOLOGIEPROFESSORIN ETA LINNEMANN (EVANG.)

Dazu passt sehr gut die Äußerung der evangelischen Theologieprofessorin Eta Linnemann aus dem Jahre 1994, prominente Schülerin des noch prominenteren evangelischen Theologen Rudolf Bultmann:

 

"Es wird eine Zeit kommen, in der man  die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich nach eigenen Wünschen immer neue Lehrer sucht, die den Ohren schmeicheln; und man wird der Wahrheit nicht mehr Gehör schenken, sondern sich Fabeleien zuwenden (2 Tim 4,3)."

 

Eta Linnemann widerrief alles, was sie auf der Basis dieser (modernen) Theologie publiziert hatte, festgehalten in ihrem Buch, mir vorliegend in der 2. Auflage 1999 bei CLV Bielefeld, mit dem Titel " Original oder Fälschung - Historisch-kritische Theologie im Licht der Bibel."

 

ÜBRIGENS

Die historisch-kritische Exegese vermittelt sehr gerne den Eindruck, dass erst sie mit Beginn des 18./19. Jahrhunderts die Bibel wissenschaftlich aufgearbeitet hätte. Dem möchte ich die Ausführungen von Prof. Bruno Reudenbach entgegenhalten, publiziert in seinem 1998 auf dem Markt gekommenen Buch „DAS GODESCALC-EVANGELISTAR - Ein Buch für die Reformpolitik Karls des Großen.“

 

Er verweist auf Bischof Eusebius von Caesarea (um 260-339), Historiker, Hoftheologe und Ratgeber Kaiser Konstantins des Großen. Danach ist Eusebius Erfinder der Kanontafeln: Um die in den vier Evangelien jeweils übereinstimmenden Textstellen leichter auffindbar und vergleichbar zu machen, gab er allen vier Evangelien abschnittweise fortlaufende Ordnungsnummern. Diese stellte er dann in Tabellen, canones, zusammen, aus denen entsprechend ablesbar ist, ob ein Abschnitt nur bei einem Evangelisten vorkommt oder ob und wann an welcher Stelle es Parallelen in den anderen Evangelien gibt. Die damaligen Exegeten/Kirchenväter und - lehrer sahen allerdings keinen Grund, an den Aussagen der Evangelisten und Aposteln zu zweifeln. Sie vertrauten ihnen im Glauben an Jesus Christus, wie Papst Benedikt XVI., der vor absoluter Wissenschaftsgläubigkeit warnt.

 

Theologie der Kirchenväter                              "credo ut intelligas" - "glaube, um zu verstehen"

Das Mailänder Edikt von 312 garantiert den Christen die Glaubensfreiheit

Schlacht zwischen Konstantin und Maxentius. Peter Lastmann, 1583 - Amsterdam 1633. Kunsthalle Bremen. 

 

Mit der Mailänder Vereinbarung von 312 nach Christus, auch als Edikt bezeichnet, garantierte Kaiser Konstantin der Große (geb. zwischen 270 und 288, gestorben als Christ am 22. Mai 337) nach Absprache mit seinem Mitkaiser Licinius allen Bewohnern des ganzen Reiches, im Westen wie im Osten, die Religions- und Glaubensfreiheit. Eine Bevorzugung der prosperierenden Christenheit war damit noch nicht verbunden.

 

Diese wurde erst durch den späteren Kaiser  Theodosius Magnus im Jahre 380 festgezurrt. Theodosius bezog sich dabei auf das nicänische Glaubensbekenntnis  (verkündet im Konzil von Nicäa (nahe dem heutigen Istanbul) des Jahres 325) und ausdrücklich auf die Lehren des Apostels Petrus, die dieser den Römern überliefert habe. Damit wandte er sich ausdrücklich von der zuvor von den Kaisern praktizierten arianischen Lehre ab, die die Trinität/Dreifaltigkeit ablehnte, wonach eben Christus der Sohn Gottes ist, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.

 

Die siegreiche Schlacht an der Milvischen Brücke (vgl. Foto) über den Tiber direkt vor Rom am 28. Oktober 312 nach Christus hatte Konstantin zum unumschränkten und alleinigen Herrscher des römischen Reiches im Westen gemacht. Diese Schlacht ist in die Annalen der Geschichte eingegangen, weil Konstantin seinen Sieg einer Vision des christlichen Gottes zuschrieb: "In diesem (Zeichen) siege." Lactantius berichtete bereits 317 über die Vision des Kaisers. Die historisch-kritischen Forscher gehen von einem Naturphänomen aus - na klar doch. Eusebius von Caesarea, Theologe und Kirchenhistoriker (263 bis 339), erwähnte darüberhinaus das auf die Schilde der Soldaten gemalte Christusmonogramm "XP" für die griechischen Worte Chi und Rho = CHRistos.

 

Zwölf Jahre später, 324 in der entscheidenen Schlacht gegen seinen Mitkaiser Licinius aus dem Osten des Reiches, ließ Kaiser Konstantin das Christusmonogramm diesmal auf seinem Labarum, seiner Hauptheeresfahne, befestigen - umrahmt von einem großen Kreuz, und verwirrte so offensichtlich die gegnerischen Soldaten.

 

Nach Einschätzung des bekannten Historikers Prof. Alexander Demandt in der TV-Serie ROM des Jahres 2007 galten die Christen schon in den Jahren vor dem Mailänder Edikt als sehr gut organisiert. Nicht nur durch bedingt durch die Reputation der Kirchenväter hatten sie sich insgesamt  auch ein hohes intellektuelles Ansehen in der Bevölkerung erworben. Nicht von ungefährt hat Konstantin der Große sich der Kraft der Christenheit versichert. Er nutzte diese geschickt zu seinem Vorteil zwecks  Machterweiterung aus.

 

 

HEILIGE UND KIRCHENVÄTER

Heilige und Kirchenlehrer. Unbekannter Maler um 1475. 

 

Kaiser Konstantin der Große und seine Mutter Helena übten direkt wie indirekt großen Einfluss auf die Kirchenväter und -lehrer aus.

Ich nenne an dieser Stelle nur einige wenige Heilige: Augustinus von Hippo (354-430; Professor für Rhetorik, Philosoph (auch heute noch an den Unis gelesen), Bischof, einer der größten Theologen überhaupt), Papst Gregor I. der Große (540-604; einer der bedeutendsten Päpste, seine exegetischen Schriften zählen zu den meistgelesenen des Mittelalters), Hieronymus (347-420, Verfasser der Vulgata, der lateinischen Bibelübersetzung), Ambrosius (339-397, Bischof von Mailand und Lehrer von Augustinus), Johannes Chrysostomus (um 345-407, Priester in Antiochia, später Bischof von Konstantinopel). 

Zu erwähnen sind gleichermaßen die Heiligen Ignatius von Antiochien, Justinus, Klemens von Alexandrien, Irenäus von Lyon, Origenes, (nicht heilig) Tertullian, Cyprian von Karthago, Eusebius von Cäsarea, Athanasius von Alexandrien, Cyrill von Jerusalem, Basilius der Große, Gregor von Nazianz, Gregor von Nyssa, Cyrill von Alexandrien, Hilarius von Poitiers, Eusebius von Vercelli, Maximus von Turin, der Persische Weise Aphrahat,  Ephräm der Syrer, Chromatius von Aquileia, Paulinus von Nola und last but not least Isidor von Sevilla (Leon). Wer mehr wissen will, schlage bitte die Webseite des Heiligenlexikons auf.

 

APOSTOLISCHE VÄTER

Unabhängig davon gibt es noch die Apostolischen Väter, die zu den wichtigsten Schriftstellern der christlichen Kirche des 1. und 2. Jahrhunderts zählen, wie Barnabas, Clemens I. von Rom, Ignatius von Antiochia, Polykarp von Smyrna, Papia von Hierapolis, der unbekannte Verfasser des 2. Clemensbriefs, Hermes von Rom, Quadratus von Athen, der unbekannte Verfasser der Didache/Apostellehre, der unbekanne Verfasser der Briefes an Mathetes (bedeutet: Jünger) an Diognetus. Auch hier gibt das Heiligenlexikon nähere Auskunft. 

Einband von "Das Leben der Heiligen Gottes." In den Ecken Darstellungen der ersten Kirchenlehrer der lateinischen Kirche.

 

Die Theologie der Kirchenväter erfährt gegenwärtig regen Zulauf, maßgeblich protegiert von Joseph Kardinal Ratzinger / Papst Benedikt XVI. Die kanonische Exegese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bibeltexte im Gesamtzusammenhang zu verstehen und zu deuten, also nicht in einzelne Bücher und Bibelstellen zu unterteilen.

 

Also: den göttlich inspirierten Verfassern der Heiligen Schrift wieder vertrauen, wieder Jesus Christus als den trinitarischen/dreifaltigen Gottessohn verstehen, nicht als bloße Metapher abzutun. Fiat voluntas tua. Dein Wille geschehe.

 

Der heilige Hilarius, Bischof und Kirchenlehrer (315-367),  schrieb sein Hauptwerk "Über die Dreifaltigkeit." In einem seiner Briefe an die Arianer, sie glaubten nicht an Jesu Göttlichkeit, formulierte er die heue noch gültigen Sätze über den Glauben:  

 

"Das Unsagbare. Es blieb mir nichts anderes übrig: Mit meinen ungeschickten Worten versuchte ich, die unaussprechlichen Mysterien zu erklären. An die Zufälligkeiten der menschlichen Sprache lieferte ich die Geheimnisse aus, die eigentlich in der gläubigen und ehrfürchtigen Seele verwahrt bleiben müssten." Quelle: Schott-Meßbuch für die Wochentage.

 

AUGUSTINUS, 4./5. Jahrhundert

"crede ut intelligas" - "glaube, um zu verstehen."

Der Glaube öffnet den Weg, um die Tür zur Wahrheit zu durchschreiten. Aber auch, und nicht davon zu trennen: "intellige ut credas" - "verstehe, um zu glauben."

 

Später wird der hl. Anselm von Canterbury (1033 - 21. April 1109) deklamieren: "Credo, ut intelligam" - Ich glaube, um erkennen. Sein Gespräch mit seiner Mutter Monika, in Ostia, kurz vor ihrem Tod im Jahre 387, fasziniert noch heute: Tiefgründige Reflexionen über und zur beata vita (über das glückliche Leben), über die ewige Weisheit  - in einer visio dei (Gottesschau); er meinte damit das Berührtwerden von Gott. Für Augustinus ist ohnehin das Böse nur der Entzug des Guten.

 

Für Papst Benedikt XVI. ist Augustinus der größte Kirchenvater und Kirchenlehrer der lateinischen Kirche, der auch und gerade für Nichtchristen eine sehr tiefe Spur im kulturellen Leben des Abendlandes und der ganzen Welt hinterlassen habe. Geboren am 13. November 354 in Thagaste in der Provinz Numidien (heutiges Algerien) im römischen Afrika, gestorben am 28. August 430 in Hippo. Getauft mit 32 Jahren am 24. April 387 vom berühmten Mailänder Bischof Ambrosius in der Osternacht im Mailänder Dom. Sodann 391 in Hippo, der afrikanischen Küstenstadt, zum Priester und 395 zum Bischof geweiht. Von ihm sind mehr als 1000 Schriften erhalten: 300 Briefe und fast 600 Predigten, die zu unterteilen sind in philosophische, apologetische, lehrmäßige, moralische, monastische, exegetische und gegen die Irrlehren gerichtete Schriften. Berühmt sind seine Bücher Confessiones (Bekenntnisse: "tolle, lege, tolle, lege!" - Nimm und lies. Nimm und lies! - VIII,12,29), Retractationes (Durchsicht), De civitate Dei (Vom Gottesstaat), De doctrina Christiana (Die christliche Bildung: Einführung in die Bibel ), De Trinitate (Dreifalitgkeit), De catechizandis rudibus (Theorie und Praxis der Katechese).

 

Hier eines der schönsten und berühmtesten Gebete der Confessiones (X,27,38):

"Spät habe ich dich geliebt, o Schönheit, so alt und doch immer neu, spät habe ich dich geliebt! Und siehe, du warst in meinem Inneren und ich draußen, und dort (draußen) suchte ich dich und stürzte mich, häßlich entstellt, auf die Schönheiten, die du geschaffen hast. Du warst bei mir, aber ich war nicht bei dir. Weit von dir weg zog mich, was keinen Bestand hätte, wenn es nicht in dir wäre. Du hast mich laut gerufen *) und meine Taubheit zerrissen; du hast gestrahlt und geleuchtet und meine Blindheit verscheucht. Du hast mir deinen Duft zugeweht, und ich habe ihn eingesogen und seufze nun nach dir. Ich habe dich geschmeckt, und nun hungere und dürste ich nach dir. Du hast mich berührt, und ich bin entbrannt in deinem Frieden." Quelle: Papst Benedikt XVI. - Kirchenväter und Glaubenslehrer, Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 2008.

 

*) Und das sind wohl die berühmtesten Worte, die je ein Mensch von Gott gehört hat (vgl. Confessiones): "tolle, lege, tolle, lege" - in einem Mailänder Garten, rundherum spielende Kinder: "Nimm und lies! Nimm und lies!" Sodann schlug er die Bibel auf, fand eine Stelle von Paulus, nämlich im Römerbrief 13,13, und bekehrte sich endgültig. 

 

EIN WORT ZUR HEILIGENVEREHRUNG

Für die alte Kirche war sie selbstverständlich. Gleichermaßen nimmt die Heiligenverehrung einen hohen Stellwert in der lateinischen Messe nach dem Alten Ritus/Tridentinische Messe ein. Vor der Wandlung, die Gläubigen sind still, ruft der Priester am Altar voller Ehrfurcht die Heiligen als Zeugen des Allerheiligsten an, in erster Linie die der von Rom.

Die Heiligenverehrung hat dann im Laufe des Frühmittelalters teils krude Züge angenommen, die Ausrufung wurde vor Ort vorgenommen, sodass Kaiser Karl der Große im Jahr 805 neue Bestimmungen herausgab.

Erst 993 nach Christus mutierte die Heiligsprechung zum alleinigen Recht der Päpste, erstmalig am 31. Januar 993 von Papst Johannes XV. initiiert - zum Leidwesen der örtlichen Bischöfe.

Heute existieren seitens des Vatikan strenge Regeln, die allerdings manchmal außer Kraft gesetzt werden. Bsp.: Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. Dem Ruf der Gläubigen "Santo subito! Heilig sofort" konnte man sich nicht entziehen.

Zur Klarstellung: Die Heiligen werden NICHT angebetet, auch die Gottesmutter  nicht. Gläubige Katholiken beten ZU den Heiligen. Das ist ein großer Unterschied. Angebetet wird nur der trinitarische Gott.